Busfahrer lässt Schüler einfach stehen

„Nix geht mehr", sagte der Fahrer früh morgens, als die Kinder einsteigen wollten

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Person enters busAltlandkreis – Da staunten die Mädchen und Buben aus Albaching nicht schlecht! „Nix geht mehr“, sagte der Busfahrer früh morgens, als die Kinder in den Schulbus steigen wollten. „Wir sind überfüllt.“ Und dann ließ der Busfahrer die Schüler, die nach Wasserburg unterwegs waren, einfach stehen. Ein paar Wochen später gab es die gleiche Szene bei Soyen. Wieder mussten Schüler zu Fuß oder mit dem Radl noch vor der Schule den Heimweg antreten. Was das Landratsamt, für den Busverkehr zuständig, dazu sagt:

„Wir haben für solche Fälle eigentlich immer einen Notfallplan in der Schublade“, sagt Michael Fischer, Sprecher des Landratsamtes. Der Fall in Albaching sei ihm bekannt. „Da ist dem Busunternehmen einer seiner großen Gelenkbusse ausgefallen. Im Ersatzbus sei dann zu wenig Platz gewesen.“

Der Soyener Fall sei ihm noch nicht bekannt, das Landratsamt werde sich aber schlau machen. Fischer: „Auf jeden Fall ist aber klar, dass die Eltern in solchen Fällen unbedingt das Landratsamt informieren müssen. Am besten noch zur gleichen Stunde“, so Fischer.

Die Nummer für den Busnotfall: 08031/ 392-01. 

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5 Gedanken zu „Busfahrer lässt Schüler einfach stehen

  1. Am 20. November wurden ebenfalls Kinder morgens auf dem Schulweg von Albaching nach Wasserburg in Steppach stehen gelassen, da der Bus überfüllt war. Das werde ich gleich Herrn Fischer vom LRA Rosenheim mitteilen.
    – Sehr trauriges Thema – Offenbar muss erst etwas passieren, dass man etwas gegen die maßlos überfüllten Busse unternimmt.

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  2. Dr. Schweitzer Stefan

    Der Beitrag beschreibt eine Problematik, die mittlerweile über Jahre hinweg erfolglos anzugehen versucht wurde. Sie ist keineswegs nur darauf beschränkt, Schüler bei bereits vollen Bussen einfach an der Haltestelle stehen zu lassen, sondern zeigt sich auch in einer oftmals gefährdenden Überfüllung der Schulbusse, die in Einzelfällen auch dazu führte, dass Kinder auf dem Armaturenbrett platziert und mitgenommen wurden.

    Einzelpersonen, die mehrfach gegen diese Misstände zu intervenieren versuchten, hatten allerdings bislang, wenn überhaupt, nur zeitlich befristet Erfolg. Zur nachhaltigen Behebung des Problems ist meines Erachtens daher ein konzertiertes und konsequentes Vorsprechen nicht nur der Betroffenen (Schüler, Eltern), sondern auch der Schulen und aller Gemeinden, deren Schüler auf einen zuverlässigen Schulbustransfer angewiesen sind, bei den verantwortlichen Behörden erforderlich.

    Hier wäre ein eindeutiger Auftrag an die jeweiligen Gemeinderäte zur Gemeindegrenzen überschreitenden Intervention gegeben. Eine Gefährdung der Schülerinnen und Schüler, aber auch ein gfs. strafrechtlich relevantes Verhalten der Busfahrer durch „Überladung“ der Schulbusse, dürften sicherlich nicht im Interesse der politisch Verantwortlichen und der Busunternehmen liegen. Im Übrigen haben die Schülerinnen und Schüler ein Anrecht auf einen adäquaten Schulbustransfer, die Fahrtkosten sind diesen ja nicht „geschenkt“, sondern wurden von diesen durch Erwerb ihrer Monatsfahrkarten entrichtet!

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  3. Was ich an der Sache etwas kurios finde, ist, dass am Schulbeginn eigentlich klar ist, von wo welche Kinder in die Schule kommen und damit eigentlich auch klar ist, wieviele Schüler ca. an einer Haltstelle stehen.
    Also müsste doch auch klar sein, wieviel Busse ich benötige. So mein kaufmännisches Verständnis.
    Ist man hier in den Ämtern und Schulen nicht in der Lage oder gewillt, den Busunternehmen dieses mitzuteilen?
    Wo die Unfähigkeit jetzt genau liegt, kann und will ich nicht beurteilen, es ist aber unbestreitbar, dass diese vorhanden ist und dieses ja scheinbar und offensichtlich nicht erst seit heute.
    Dass die Busfahrer sich nicht strafbar machen wollen, versteht sich doch von selbst, denn wenn irgendetwas passiert, ist erstmal der Busfahrer der Buhmann und kann schauen, wie er in der nächsten Zeit seinen Unterhalt bestreitet.

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    1. Einfache Sache, ein weiterer Bus „für die paar Schüler“ ist nicht rentabel, den Unternehmer interessieren nur die nackten Zahlen – entsprechend wird lieber so gepokert.

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    2. Leider ist es ja so, dass einem Schüler – im Gegensatz zu Schweinen! – kein klar definierter Platz im Schulbus zusteht! Und solange das so ist, wird sich hier auch nix ändern, leider. Wir geben unser Geld lieber für andere gaaaaaaaaaaanz wichtige Dinge aus. Schulkinder kommen erst weiter hinten in der Prioritätenliste.

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