Der Sprachtest zum vierten Geburtstag kommt

Der Sprachtest zum vierten Geburtstag kommt

Alle vierjährigen Kinder sollen künftig auf Sprache und Entwicklung getestet werden. Das soll laut Familienministerin Prien zu mehr Bildungsgerechtigkeit führen. Bei Bedarf sollen die Buben und Mädchen dann besonders gefördert werden, damit der Start in die Grundschule besser klappe. So heißt es im neuen Kita-Gesetz, das das Bundeskabinett jetzt gebilligt hat und das nun noch in den Bundestag geht. Ab 2027 soll es schrittweise in Kraft treten und ab 2029 voll greifen. Leider ließen nämlich die Leistungen der Schülerinnen und Schüler insgesamt nach - immer mehr von ihnen erreichten gar keinen Abschluss. Das gefährde die Wirtschaft, aber auch die Demokratie, so die Ministerin.

Die Finanzhilfen des Bundes dazu an die Länder seien nicht mehr kurzfristig, sondern auf acht Jahre angelegt. Der Bund gebe laut Gesetzentwurf bis 2034 insgesamt 9,25 Milliarden Euro hierfür aus.
Das Gesetz setze an drei Punkten an:
Mehr Kinder in die öffentliche Betreuung bringen.
Möglichst früh vor allem fehlende Sprachkenntnisse erkennen.
Etwaige Probleme durch gezielte Hilfen ausgleichen.

Die Tests, bei denen neben Sprachkenntnissen auch Bewegung, emotionale Entwicklung und mathematische Fähigkeiten ermittelt werden, sollen auch Vierjährige durchlaufen, die gar nicht in einer Kita sind.

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Alle Kitas sollen etwas mehr Geld und Zeit für die neuen Tests und die Förderung bekommen, heißt es im Gesetz. Besonderes Augenmerk aber liege auf Kitas mit vielen Kindern, die in schwierigen Lebensumständen aufwachsen. Je nach Größe sollen diese Einrichtungen bis zu 1,5 zusätzliche Personalstellen bekommen – obwohl die Geburtenzahlen in ganz Deutschland erheblich zurückgehen.

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Kommentare

  1. Leider ist es immer wieder zu sehen und zu hören das bei ganz vielen um nicht zu sagen allen Kindern mit nicht Deutschen Wurzeln sehr wenig Deutsch können….
    Wie auch? Zuhause wird alles gesprochen außer Deutsch……

    So beginnt das ganze, die meisten kapieren nicht dass sie damit dem Kind schaden.

    Mit meinen Kindern wurde zuhause nur deutsch gesprochen und als sie deutsch konnten lernte ich ihnen die Sprache unserer Familie

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    • Es ist völlig in Ordnung, ein Kind von Anfang an zweisprachig zu erziehen! Oft spricht ein Elternteil die eine und das andere die andere Sprache, z.B. bei deutsch/nicht deutschen Paaren.

      Das ist sogar sehr gut für die Entwicklung des Gehirns.

      Es ist in der Regel auch in Ordnung, wenn man neu in einem Land ist und die Sprache noch nicht kann, wenn zu Hause dann eben vornehmlich die Muttersprache gesprochen wird.
      Was dann aber enorm wichtig ist: Das Kind muss in den Kindergarten und zwar nicht erst das letzte Jahr vor der Schule! Am besten ab dem dritten Geburtstag ungefähr.

      Es muss in der Landessprache sozusagen „baden“: Deutsch mit ErzieherInnen, Freunden, deutsche Bücher, deutsches Fernsehen, deutsche Hörspiele. Dann wäre es auch kein Problem, wenn die Eltern zu Hause die Muttersprache sprechen.

      Natürlich müssten sich die Eltern bemühen, auch möglichst schnell deutsch zu lernen, schon alleine, um den Kindern die Last abzunehmen, später ständig Übersetzer spielen zu müssen und daran scheiterts oft eher.

      Kinder lernen gerne und schnell.

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  2. Wenn Eltern nicht die Wichtigkeit der Sprache erkennen, verbauen sie oft die Zukunft der eigenen Kinder schon in der Grundschule.

    Die Möglichkeit, dass ich meine Kinder 2-sprachig aufwachsen lassen kann, ist doch ein Vorteil, den das Kind ein Leben lang nutzen kann.

    @ Kein Deutscher,
    wenn Sie das so in ihrer Familie organisiert haben, dann Respekt für die Disziplin.

    Hoffe, dass dieses Gesetz viele Eltern wachrüttelt, die die absolute Wichtigkeit der Spracherlernung im Kindergarten und in der Grundschule nicht die angemessene Priorität geben.

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