Radler sollen in Wasserburg sicher vorankommen

Im Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt Wasserburg stand gestern die Umsetzung des 2025 beschlossenen Radverkehrskonzeptes auf der Tagesordnung. Andreas Hiebl von der Stadtverwaltung stellte das Konzept vor. Insgesamt seien 230 Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation für Radfahrer als notwendig und sinnvoll erachtet worden.
Natürlich könne man nicht alle 230 Maßnahmen gleichzeitig umsetzen. Andreas Hiebl erläuterte dem Ausschuss deshalb, welche Maßnahmen vordringlicher umzusetzen seien und welche später in die Tat umgesetzt werden könnten. Er sprach auch die angespannte Personalsituation an, weshalb nur ein Teil der als vordringlich erachteten Maßnahmen umgesetzt werden konnten.
So gebe es bauliche Maßnahmen wie die Schaffung neuer Radwege oder auch die Verbesserung des Streckennetzes, auch die Frage eines generellen Tempolimit von 30 km/h für alle Fahrzeuge wurde erörtert. Darüber hinaus geh es auch darum über die Frage nachzudenken, ob nicht asphaltierte Radwege zu asphaltieren seien oder nicht.
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Hiebl erläuterte dem Ausschuss, dass ein generelles Tempolimit wohl nicht immer „realistisch“ sei, auch fehlte es an nicht wenigen Stellen an ausreichender Markierung. Mehrfach wurde auch die Frage nach der Nutzung der Trasse der still gelegten Altstadtbahn für eine Radwegtrasse gestellt.
In der anschließenden Aussprache gab es natürlich kontroverse Positionen. Das Konzept sei dürftig, wurde kritisiert. Armin Sinzinger (FW Wasserburger Block) betonte, dass sich Andreas Hiebl sehr viel Arbeit gemacht habe, dass es aber wohl unmöglich sei, ungefähr 230 Maßnahmen in zwei bis drei Jahren umzusetzen.
Sophia Jokisch (Linke Liste Wasserburg) sah eine Priorität auf dem Gebiet der Schulwege und der öffentlichen Einrichtungen. Für Norbert Buortesch (Bürgerforum) lag der „Knackpunkt“ an der Innbrücke (Rote Brücke). Bürgermeister Bastian wernthaler fasste die Aussprache dahingehend zusammen, dass 230 Maßnahmen zu Enttäuschung führten, wenn man keine Prioritäten setze. Schließlich müssten die Maßnahmen auch finanziert werden.
Auch Dr. Ursula Winkler Budenhofer (Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg) stimmte dem zu und betonte die Wichtigkeit einer Priorisierung. Daneben müsse man auch darauf achten, dass die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler gewährleistet bleibe.
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Mit der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK), deren Mitglied Wasserburg seit 2022 ist, sollen rechtliche Fragen erörtert werden, damit die Fahrradfreundlichkeit Wasserburgs verbessert werden könne.
Der Ausschuss legte schließlich drei Maßnahmen einstimmig fest, die vordringlich zu behandeln seien, nämlich zum einen die Frage eines Schutzstreifens für Radfahrer an der Salzburger Straße. Außerdem wird eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h für den Bereich Salzburger Straße, Innbrücke, Rosenheimer Straße und Gimplberg gefordert und schließlich soll die Verbindungsstraße von Viehhausen nach Reitmehring fahrradfreundlicher gestaltet werden, sei es durch Piktogramme, einen Schutzstreifen oder einen Fahrradweg.
Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/23/radler-sollen-in-wasserburg-sicher-vorankommen/
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Noch wichtiger als ein Radweg wäre die Schulung von Radfahrern so wie im Kindergarten . Das diese wenigstens über Vorfahrtsregeln , links abbiegen und Handzeichen geben bescheid wissen . Denn da sieht es in Wasserburg duster bis finster aus .
…schön wäre auch ein Radweg nach Amerang . Diese Strecke ist lebensgefährlich für Radfahrer .. besonders bei schlechter Sicht durch Nebel oder Dunkelheit.
Genauso wichtig wäre eine Schulung von Autofahren so wie im Kindergarten. Das diese wengistens über die allgemeinem Verkehrsregeln, rechts abbiegen und Blinker setzen bescheid wissen. Denn da siehts es in Wasserbug duster bis finster aus.
Hat jetzt mit der Stadt Wasserburg relativ wenig zu tun
Ich bin auch der Meinung ein kleiner Fahrradführerschein sollte zur Pflicht werden . Gerade in Ws. legen die Radfahrer ein extremes Fahrverhalten an de Tag , ich nehme an dies beruht auf Unwissenheit der Verkehrsregeln . Gerade am Bruck Tor Stadt einwärts häufig zu beobachten das links abbiegen . E- Fahrräder sollten grundsätzlich ein Kennzeichen mit Versicherungspflicht haben .
Kann mich nur anschließen….diese schweren und schnellen Räder muss man anders sehen als den alten“Drahtesel“
Meine Erfahrung als Bio-Radler aus den letzten 2 Jahren:
Zweimal von Notbremsassistenten beim Rückwärtsausparken vor einem Unfall bewahrt worden (Ledererzeile, Bahnhofsplatz). Mehrmals wurde mir von Autofahrern bewusst die Vorfahrt genommen (bei Blickkontakt). Und einmal wurde ich auf der roten Brücke von einem Pflegedienst-Mitarbeiter aufgefordert, das Radlfahren auf der Straße grundsätzlich zu unterlassen. An sonstigen gefährlichen Situationen wegen ‚Auf’s Handy schauen‘, nicht blinken, abrupt auf der Fahrbahn stehen bleiben, hat es auch nicht gemangelt.
Ganz Mutigen sei eine Fahrt mit einem Lastenrad ans Herz gelegt. Da scheint bei manchem Autofahrer die Impulskontrolle komplett auszusetzen.
Was sicherheitstechnisch katastrophal ist sind die für Fußgänger und Radfahrer geteilten Wege. Zum Beispiel bei der Rampe und Gabersee u. a. Hier habe ich schon oft gefährliche Situationen erlebt. Das geht eigentlich gar nicht dass Fußgänger und Radfahrer den selben Weg benutzen müssen.