Denkmalschutz-Profi eröffnet neue Filiale

PR - Die historische Altstadt von Wasserburg hat einen neuen Experten für ihre alten Mauern gewonnen. Letzten Donnerstag feierte das auf Denkmalschutz spezialisierte Architekturbüro von Ulrich Hatz die offizielle Eröffnung seiner neuen Zweigstelle in der Salzsenderzeile. Zahlreiche geladene Gäste, darunter Familie, Kunden, Handwerksfirmen und Vertreter der Stadt, versammelten sich, um den neuen Standort gebührend einzuweihen. Für den Architekten selbst war es ein emotionaler Moment, der noch vor wenigen Monaten völlig undenkbar schien.
Dass es einmal so weit kommen würde, hätte sich Ulrich Hatz noch vor einem halben Jahr nicht träumen lassen. „Das ist das, was bei mir heute ein bisschen Gänsehaut macht“, gestand der Architekt in seiner ehrlichen und sympathischen Begrüßungsrede. Die Entscheidung für den neuen Standort fiel rasend schnell: Erst vor sechs Wochen sei überhaupt klar geworden, dass man die neuen Räumlichkeiten beziehen werde. Der Dank für die „kurze und unkomplizierte Abwicklung“ richtete sich dabei direkt an die Familie Hochwind als Vermieter. Man sei sich schnell einig gewesen, gemeinsam an einem Strang ziehen zu wollen.
Ein besonderer Gruß galt der Wasserburger Stadtbaumeisterin Mechthild Herrmann. Hatz zeigte sich sehr erfreut darüber, dass sie zur Einweihungsfeier in die neuen Räumlichkeiten gekommen war. Die beiden kennen sich bereits durch die Zusammenarbeit bei einem gemeinsamen Projekt in Wasserburg. Die direkte Berührung mit der historischen Bausubstanz der Altstadt ließ in Hatz schließlich den Entschluss reifen, hier mit einem eigenen Büro dauerhaft Fuß zu fassen. Da sein Architekturbüro genau auf dieses komplexe Fachgebiet spezialisiert ist, war der Schritt an den Inn für ihn die logische Konsequenz. Denkmalschutz ist für Hatz pure Leidenschaft: Er bezeichnet die Arbeit an historischen Gebäuden aus voller Überzeugung als die „Königsklasse der Architektur, weil ein Neubau deutlich einfacher zu handhaben ist als ein Denkmalschutzprojekt.“
Diese Leidenschaft für historische Bausubstanz begann bereits vor zwei Jahrzehnten. Damals machte sich Hatz als „Einzelkämpfer“ selbstständig und kaufte ein Gebäude direkt neben der Kirche am Marienplatz in Trostberg, dem heutigen Hauptsitz. Er ließ es unter Denkmalschutz stellen – damals völlig ohne Hintergrund und ohne zu ahnen, dass dies einmal sein absolutes Fachgebiet werden würde.
Neben den beruflichen Meilensteinen stand bei der Feier aber vor allem das Menschliche im Vordergrund. Seinen allerersten und wichtigsten Dank richtete der Architekt an seine Frau Katharina. Sie müsse ihn und seine „ziemlich vielen verrückten Ideen“ immer aushalten, schmunzelte Hatz. Oft überrasche er sie erst, wenn die Projekte bereits voll im Werden seien. „Ohne dich würden wir heute auch nicht da stehen“, betonte er gerührt.
Ein ebenso großes Lob ging an sein sechsköpfiges Team, von dem vier Mitarbeiter vor Ort mitfeierten. Sie seien der Grund, warum er so entspannt in die Zukunft blicken könne, egal ob er selbst im Büro sei oder nicht. „Es läuft einfach immer gut, weil ihr einfach eine Top-Arbeit abliefert“, bedankte sich der frischgebackene Zweigstellen-Inhaber bei seiner Mannschaft, die den „Laden so rockt“.
Mit zahlreichen guten Gesprächen unter den anwesenden Nachbarn, Geschäftspartnern und Verwandten klang die rundum gelungene Einweihungsfeier schließlich entspannt aus.
Fotos: RB
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