„Was bleibt, was zählt, was kommt?“

„Was bleibt, was zählt, was kommt?“

Die „Autorin des Jahres 2026“, Tanja Gruber aus Pollmoos bei Ebersberg, blickt mit einem außergewöhnlichen Buchprojekt hinter die Fassade des Alterns. Anfang Oktober ist der erste Band ihres Herzensprojekts „Altwerden in Deutschland“ erschienen. Er lässt die Menschen ungefiltert zu Wort kommen – vom kreativen Erfinder bis hin zum Obdachlosen.

Während in Deutschland fast jeder Lebensbereich akribisch geplant wird, bleibt ein Thema im Alltag oft ein Tabu: das eigene Altern. Die erfolgreiche Autorin, Trainerin und Coachin Tanja Gruber bricht dieses Schweigen. Für ihr neues Buchprojekt, das mindestens drei Bände umfassen wird und bei Bedarf weiterwachsen kann, hat sie das ganze Jahr über rund 150 Menschen unterschiedlichster Herkunft nach ihren ganz persönlichen Gedanken, Ängsten, Sorgen und Hoffnungen zum Thema Älterwerden befragt.

Der Auslöser für dieses Mammutprojekt liegt in Tanja Grubers eigener Biografie. Nach einem schweren Unfall im Jahr 2015 und drei prägenden Nahtoderfahrungen setzte sie sich intensiv mit dem Wert des Lebens auseinander. Angesichts gesellschaftlicher Umbrüche entstand die Idee zu der Reihe: Wie erleben andere diesen Lebensabschnitt? Über ihr weitreichendes Netzwerk fand sie die Protagonisten für eine tiefgründige Bestandsaufnahme, die Generationen miteinander verbindet.

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Ungefilterte Stimmen statt starrer Statistiken

Die Buchreihe nähert sich dem Thema zunächst in drei Bänden an:

  • Band 1: „Was bleibt“ (erschienen am 5. Oktober 2026) lässt 48 Menschen der älteren Jahrgänge 1933 bis 1962 zu Wort kommen.
  • Band 2: „Was zählt“ (geplant für November 2026) widmet sich über 54 Stimmen der Jahrgänge 1963 bis 1971.
  • Band 3: „Was kommt“ (geplant für Anfang 2027) blickt auf die Perspektiven der Jahrgänge ab 1972.

Die Texte wurden komplett unverändert abgedruckt. Wie unterschiedlich diese Lebenswelten sind, zeigt ein Blick in die Geschichten.

Da ist zum Beispiel der Kfz-Elektromeister H.A.M.M.A (Jahrgang 1955), der aus einer Alltagssituation mit Modellautos ein internationales Reinigungssystem erfand und patentieren ließ. Trotz geschäftlicher Trennungen, einer Lebertransplantation aufgrund giftiger Reinigungsmittel und eines schweren Skiunfalls blickt er voller Freiheit und Zuversicht nach vorne. Ihn zieht es nach einer Auswanderung nach Slowenien wieder zurück in die deutsche Heimat. Für ihn steht fest: „Mit jemandem zu sprechen ist oft mehr wert als Geld“.

„Faszination pur“ – Erste Reaktionen bewegen die Leserschaft

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Die ungefilterte Authentizität berührt die Leser tief. In einer ersten Rezension schreibt eine begeisterte Leserin: „Ich habe das Buch ziemlich schnell gelesen, denn es hat mich mehr fasziniert, als es ein Roman je getan hat.“ Obwohl sie anfangs skeptisch war, was sie die Jahrgänge 1933 bis 1962 angehen, wurde sie komplett umgestimmt. „Ich bin platt von so viel Zuversicht, Gedanken, die nachdenklich machen, und einer Menge an positiven Inputs. Das Buch macht Mut, sich auf das Altwerden in Deutschland zu freuen und nicht nur schwarz zu sehen.“

Die Verbindung von innerer Führung und dem „Dranbleiben“

Dass echte Veränderung immer im Hier und Jetzt stattfindet, spiegelt sich auch in Tanja Grubers weiteren Werken wider. 2025 erschienen ihre Bücher „Tiefe führt“ und „Dranbleiben“. Für ihr schriftstellerisches Schaffen wurde ihr der renommierte MDL Award „Autor des Jahres 2026“ verliehen. Ihre eigenen Erfahrungen erlauben ihr eine Begegnung auf Augenhöhe mit den Interviewten.

Mit der Buchreihe möchte Tanja Gruber ein gesellschaftliches Umdenken anstoßen. Dabei geht es ihr nicht nur darum, dass Familien wieder mehr miteinander über das Älterwerden sprechen. Vor allem möchte sie Unternehmen dazu ermutigen, Dialogreihen ins Leben zu rufen, in denen Führungskräfte und Mitarbeiter miteinander ins Gespräch kommen.

Denn auch Unternehmen müssen sich mit der Frage beschäftigen, wie gesundes Älterwerden im Arbeitsleben gelingen kann. Was braucht ein Unternehmen, um langfristig leistungsfähig und zukunftsfähig zu bleiben? Und was brauchen die Menschen, die dort arbeiten, um gesund, motiviert und mit Freude möglichst lange am Berufsleben teilhaben zu können? Welche Vorstellungen, Sorgen und Wünsche haben beide Seiten?

Tanja Gruber möchte mit ihrem Projekt Räume für genau diese Gespräche schaffen. Nicht übereinander reden, sondern miteinander. Denn nur wenn unterschiedliche Perspektiven gehört werden, können neue Ideen und Lösungen entstehen.

Denn am Ende zeigt das Projekt eines ganz deutlich: Altwerden zu dürfen ist ein Geschenk.

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Der erste Band ist im Buchhandel, in Wasserburg in der Buchhandlung Fabula, sowie online erhältlich.

TANJA GEIDOBLER

Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/11/03/was-bleibt-was-zaehlt-was-kommt/

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Auf dem letzten Erdenweg

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