Laut wie ein Flugzeug beim Start? Polizei stoppt BMW

Laut wie ein Flugzeug beim Start? Polizei stoppt BMW

Der BMW fiel durch einen massiven Lärmpegel auf - die Werte bei weit über 110 Dezibel - zum Vergleich: Ein Düsenflugzeug am Start bringt es auf 130 Dezibel. Während der Fahrt werden sogenannte „szene-typische Knallgeräusche“ erzeugt: Die Polizei stoppte am gestrigen Montag-Nachmittag gegen 15 Uhr in der Rosenheimer Chiemseestraße einen 26-jährigen BMW-Fahrer aus Rosenheim.

Im Rahmen der Kontrolle wurden mehrere technische Veränderungen sowie Mängel am Fahrzeug festgestellt. Die serienmäßig verbaute Auspuffanlage wurde technisch verändert und manipuliert, teilweise durch eigens verbaute Rohre ersetzt. Ein Endschalldämpfer mit Klappe wurde am Auspuff eingebaut. 

Die Seitenscheiben waren mit dunkler Folie abgedunkelt und foliert, teilweise auch die Frontscheibe. Die Sicht wurde und wird dadurch beeinträchtigt.

Die hintere Bereifung war deutlich abgefahren und das gesetzlich geforderte Mindestprofil war markant unterschritten. Am BMW wurden Anbauteile angebracht, die teilweise scharfkantig herausragten und teils schon abgebrochen waren. Die Fahrt wurde vor Ort beendet von den Polizisten und ein Bußgeldverfahren mit Punkten in Flensburg gegen den 26-Jährigen eingeleitet.

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Kommentare

  1. Der junge Mann sollte etwas für sein Selbstwertgefühl tun, damit er sowas nicht nötig hat.

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  2. Grundsätzlich völlig richtig, dass man da so handelt und 110 dB stellen in jedem Fall eine massive Belastung des Umfelds dar, die völlig unnötig ist.

    Nur der Vergleich mit den 130 dB eines startenden Flugzeugs dient wenig bis gar nicht zur Einordnung. Der Schalldruckpegel wird logarithmisch berechnet, eine Zunahme um 3 dB stellt jeweils eine Verdoppelung dar. Daraus ergibt sich, dass eine Zunahme um 10 dB bereits 3,33 mal eine Verdoppelung ist, also grob gerundet eine Verzehnfachung des Schalldruckpegels.
    Vom menschlichen Ohr wird eine solche Verzehnfachung ungefähr als Verdoppelung subjektiv wahrgenommen.
    Die 20 dB Unterschied zwischen dem Proleten-Transporter und dem Flugzeug bedeuten also, dass das Flugzeug den 100-fachen Schalldruckpegel hat und subjektiv als viermal so laut wahrgenommen wird.
    Und bevor etwas falsch verstanden wird: Ich will den Autoposer hier nicht in Schutz nehmen oder irgendwas relativieren.

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  3. Andererseits muss man sagen, schön, dass es noch Jugendliche gibt, die sich kreativ beschäftigen und technisch begabt sind und nicht nur am Laptop verblöden .

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