Über 800 Millionen Euro für Bayerns Landwirtschaft

Über 800 Millionen Euro für Bayerns Landwirtschaft

Gute Nachrichten für Bayerns Bäuerinnen und Bauern: Noch vor Weihnachten sollen die EU-Direktzahlungen auf den Konten der landwirtschaftlichen Betriebe im Freistaat eingehen. Bayern will die Mittel in Höhe von voraussichtlich mehr als 800 Millionen Euro bereits am 21. Dezember auszahlen – und damit bundesweit als erstes Bundesland. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat sich für die frühzeitige Auszahlung starkgemacht. Gerade angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation vieler Betriebe sei dies ein wichtiges Signal für Verlässlichkeit und Planungssicherheit.

„Gerade jetzt, wo viele unserer Bauernfamilien wirtschaftlich enorm unter Druck stehen, zählt jeder verlässliche Euro. Besonders in der Schweinehaltung, aber auch für manche Ackerbaubetriebe, ist die wirtschaftliche Lage derzeit schwierig. Unsere Bauern brauchen keine zusätzlichen Unsicherheiten, sondern Planungssicherheit. Deshalb ist es mir wichtig, dass die Direktzahlungen noch vor Weihnachten auf den Höfen ankommen“, betonte die Ministerin.

Die EU-Direktzahlungen sind für Bayerns Landwirtschaft ein wichtiger Beitrag zur Einkommenssicherung. Allein im Freistaat erhalten gut 96.000 Betriebe diese Unterstützung. Über die sogenannten Öko-Regelungen werden zudem freiwillige Leistungen für Umwelt, Klima und Artenvielfalt honoriert – etwa die Anlage von Blühflächen oder besonders umweltschonende Bewirtschaftungsformen.

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„Auf Bayern ist Verlass. Wir setzen alles daran, dass unsere Bäuerinnen und Bauern ihr Geld pünktlich bekommen – heuer voraussichtlich sogar einige Tage früher als im vergangenen Jahr. Dahinter steckt eine enorme Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Landwirtschaftsämtern, der Staatlichen Führungsakademie und in der Zahlstelle des Ministeriums. Ihnen gilt mein herzlicher Dank“, so Kaniber weiter.

Neben den Direktzahlungen sollen bereits im Laufe des Dezembers weitere wichtige Fördermittel an die landwirtschaftlichen Betriebe fließen. Vorgesehen sind unter anderem folgende Auszahlungstermine:

  • 3. Dezember: Förderung der staatlich unterstützten Mehrgefahrenversicherung
  • 11. Dezember: Ausgleichszulage für landwirtschaftliche Betriebe in benachteiligten Gebieten
  • 16. Dezember: Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm einschließlich der Förderung des Ökolandbaus sowie des Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramms

Auch bei weiteren Förderprogrammen für Investitionen, Tierwohl und die Entwicklung des ländlichen Raums sind noch vor Weihnachten Auszahlungen vorgesehen. Dazu zählen unter anderem die Einzelbetriebliche Investitionsförderung, das Bayerische Tierwohlprogramm BayProTier, das Bergbauernprogramm, die Dorferneuerung und LEADER.

Kaniber unterstrich abschließend die Bedeutung einer starken heimischen Landwirtschaft: „Unsere bäuerlichen Familienbetriebe sorgen Tag für Tag dafür, dass wir gute heimische Lebensmittel auf dem Tisch haben. Sie pflegen unsere Kulturlandschaft und halten unsere ländlichen Räume lebendig. Das ist alles andere als selbstverständlich. Wer unsere Landwirtschaft stärkt, investiert in die Versorgungssicherheit und die Zukunft unseres Landes.“

Bild: Pia Regnet/StMELF

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