Eine musikalische Reise im „Orientexpress“

Ein Abend voller musikalischer Raffinesse, großer Virtuosität und klanglicher Vielfalt: Erstmals gastierte das „Trio Wellcaru" am vergangenen Sonntag mit seinem Programm „Orientexpress“ im Wasserburger Gimplkeller. Das Konzert, veranstaltet vom Kulturkreis Wasserburg mit Unterstützung des Lions-Clubs Wasserburg, war restlos ausverkauft.
Das Publikum zeigte sich sichtlich begeistert von der außergewöhnlichen Spielfreude und dem beeindruckenden Können der drei Musiker.
Mit dem „Orientexpress“ begab sich das Ensemble auf eine musikalische Reise durch Europa bis in den Orient. Inspiriert von der legendären Zugverbindung, verband das Programm klassische Meisterwerke mit Volksmusik, Salonmusik und temperamentvollen Rhythmen aus unterschiedlichen musikalischen Traditionen. So entstand ein facettenreiches Klangbild, das Eleganz, Melancholie und überschäumende Lebensfreude miteinander vereinte.
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Das Repertoire bot zahlreiche Höhepunkte: Der „Ungarische Tanz Nr. 1“ von Johannes Brahms entfaltete ebenso seinen mitreißenden Charakter wie „La Bohème“ von Charles Aznavour und „La Foule“, bekannt durch Édith Piaf. Mit dem „Liebeslied“ von Fritz Kreisler kam auch die lyrische Seite des Abends eindrucksvoll zur Geltung. Die eigens auf die besondere Besetzung abgestimmten Arrangements eröffneten den bekannten Werken neue Klangfarben und verliehen ihnen eine ganz eigene musikalische Handschrift.
Auch mit eigenen Kompositionen überzeugten die Musiker auf ganzer Linie. Werke des Violinisten Matthias Well und des Akkordeonisten Vladislav Cojocaru wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Gerade im Zusammenspiel der Instrumente zeigte sich die besondere Stärke des Trios: höchste technische Präzision, feines Gespür für musikalische Nuancen und ein lebendiger Dialog zwischen den Stimmen.
Mit Matthias und Maria Well stehen zwei Mitglieder der bekannten Musikerfamilie Well auf der Bühne, aus der auch die Biermöslblosn und die Wellküren hervorgegangen sind. Gemeinsam mit dem virtuosen Akkordeonisten Vladislav Cojocaru bilden sie ein Ensemble, das klassische Musik mit Einflüssen aus Tango, Csárdás und Jazz verbindet und bekannte Werke auf überraschende Weise neu interpretiert.
Der Auftritt im Gimplkeller wurde damit zu einem eindrucksvollen Konzerterlebnis. Der lang anhaltende Zuspruch des Publikums unterstrich, wie sehr die musikalische Entdeckungsreise des Trio Wellcaru die Zuhörer in ihren Bann gezogen hatte.
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MJV / Fotos: Stürmlinger/Brezina

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