Amerang feiert Eröffnung des neuen Radwegs

Amerang feiert Eröffnung des neuen Radwegs

Mit großer Freude und unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung wurde am gestrigen Nachmittag der neu ausgebaute und asphaltierte Rad- und Gehweg zwischen Amerang und Unterratting feierlich eröffnet. Nach einem jahrelangen Vorlauf können Fußgänger und Radfahrer nun sicher abseits der Staatsstraße unterwegs sein.

Bürgermeister Konrad Linner begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, darunter den Landtagsabgeordneten Daniel Artmann, den Zweiten Bürgermeister der Nachbargemeinde Halfing, Christoph Friedrich, sowie Vertreter des Gemeinderats und Altbürgermeister Gust Voit. Ein besonderer Dank galt den Anliegern für ihre Kooperationsbereitschaft beim Grunderwerb sowie den Planern der Firma INFRA, der ausführenden Baufirma Streicher und den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und des Bauhofs.

Linner blickte in seiner Rede auf die lange Historie des Projekts zurück, die bereits 2013 mit einem Bürgerantrag für einen sicheren Schulweg begann. Dass ein solches Vorhaben einen langen Atem erfordert, fasste der Rathauschef treffend zusammen: „Wer eine gewisse Zeit in der Kommunalpolitik tätig ist, weiß, dass selten etwas schnell geht.“ Nachdem erste Pläne für einen radwegbegleitenden Ausbau direkt an der Straße aufgrund wirtschaftlicher und räumlicher Hürden gescheitert waren, rückte der alte Kirchweg in den Fokus. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Grundstücksverhandlungen im Jahr 2024 und einem knapp kalkulierten Zeitplan starteten die Bauarbeiten im Mai diesen Jahres. Trotz kleinerer Überraschungen wie unentdeckten Regenwasserkanälen konnte die Maßnahme zügig abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro, wobei der Freistaat Bayern das Projekt mit 1,1 Millionen Euro großzügig bezuschusst.

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Landtagsabgeordneter Daniel Artmann lobte die Umsetzung als echtes Vorzeigeprojekt und Meilenstein für Amerang. Er betonte die Bedeutung solcher Wege für die Sicherheit aller Altersgruppen, besonders aber für Familien mit Kindern. „Deswegen freut es mich ganz besonders, dass wir hier mit Alexander Eisner vom Staatlichen Bauamt eines der ersten Projekte in dieser Größe direkt umgesetzt haben“, betonte der Abgeordnete. Erst seit rund fünf Jahren verfolge man die Strategie, Radwege nicht mehr zwingend direkt an der Staatsstraße zu bauen, sondern bestehende Wege zu nutzen und gezielt abseits in die Fläche zu gehen. Dies spare nicht nur Versiegelung, sondern oftmals auch langwierige Grundstücksverhandlungen.

Artmann hob zudem die hervorragende Vorarbeit der Gemeinde hervor, die es dem Staatlichen Bauamt ermöglicht habe, das Projekt derart reibungslos zu begleiten. „Du kannst sehr stolz sein, dass deine Kommune das so auf den Weg gebracht und eigenständig umgesetzt hat“, schloss Artmann an Bürgermeister Linner gerichtet und wünschte abschließend allen Nutzern stets eine gute und unfallfreie Fahrt.

Unser Bild oben zeigt von links Michael Mayer (Bautechnik Amerang), Bürgermeister Konrad Linner, Landtagsabgeordneter Daniel Artmann, Alexander Eisner (Staatliches Bauamt Rosenheim) und Eduard Steiner (Ingenieurbüro INFRA)

Fotos: RB

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