„Sie sind die Schnittstelle zwischen Mensch und Staat“

Für 57 Absolventinnen und Absolventen der Akademie für Sozialverwaltung stand am gestrigen Donnerstag im gut gefüllten Rathaussaal das Ende ihrer Ausbildung und die feierliche Überreichung der Zeugnisse und Urkunden an.
Brigitte Schulan, Leiterin der Akademie, begrüßte die Gäste und Absolventen mit einem Zitat von Kurt Tucholsky: „Erfahrungen vererben sich nicht – jeder muss sie allein machen“. Erfahrungen wurden von den Absolventen viele gemacht, fachlich, aber auch als Gemeinschaft, in der man voneinander und miteinander lernen konnte. Schulan wünschte den Absolventen einen unvergesslichen Tag. „Die hoffentlich wunderbare Erfahrung der Abschlussfeier kann zwar nicht vererbt werden, aber es könnte etwas sein, von dem man auch in vielen Jahren noch erzählt.“

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Bürgermeister Bastian Wernthaler gratulierte den Absolventen im Namen der Stadt. Der historische Rathaussaal habe schon viele bedeutende Momente erlebt, auch die Abschlussfeier für die Akademie der Sozialverwaltung gehöre nun dazu. Wernthaler würdigte die intensiven Monate und Jahre, die hinter den Absolventen liegen. „Sie übernehmen Verantwortung für Menschen“, so Wernthaler, dafür brauche es auch Fingerspitzengefühl. Er wünschte den Absolventen viel Erfolg und hoffte, dass diese Wasserburg nicht nur als Lernort kennen, sondern auch die Stadt schätzen und genießen gelernt und Freundschaften fürs Leben geschlossen haben.
Einen Dank richtete der Rathauschef auch an die Lehrkräfte der Akademie, die ein wichtiger Teil des Wasserburger Stadtlebens sei.

Die Glückwünsche des Landkreises und Landrats überbrachte der stellvertretende Landrat Matthias Eggerl. „Es ist ermutigend, in junge, motivierte Gesichter zu schauen, die die Zukunft unserer bayerischen Verwaltungen prägen werden“, sagte Eggerl. Er zitierte Artikel 3 der Bayerischen Verfassung, in dem es heißt: „Bayern ist ein Sozialstaat. Er dient dem Gemeinwohl. Der Staat schützt die natürlichen Lebensgrundlagen und die kulturelle Überlieferung. Er fördert und sichert gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern, Stadt und Land.“ Die Absolventen werden, so Eggerl, dafür zuständig sein, diesen verfassungsmäßigen Auftrag zu erfüllen. „Es sind große und wichtige Aufgaben und ich bin mir sicher, dass Sie diesen Auftrag mit Freude, Verantwortungsbewusstsein und Engagement erfüllen werden.“
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In seiner Festrede gratulierte Dr. Rüdiger Detsch, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, den Absolventen für ihr Durchhaltevermögen und die guten Prüfungsergebnisse. „Was ist Glück?“, so Detsch. Glück sei für jeden etwas anderes, beispielsweise die materielle Absicherung, das soziale Umfeld oder die Familie. Auch bei der Abschlussfeier haben die Absolventen schon auf ihr persönliches Glückskonto eingezahlt. Zum Glück gehöre aber auch eine sinnstiftende Tätigkeit. „Sie sind die Schnittstelle zwischen Mensch und Staat“, erklärte Dr. Rüdiger Detsch. Gerade auch im Hinblick auf die immer komplexer werdende Lebens- und Konsumwelt, seien es Fakeshops oder auch KI, brauche es gut ausgebildete Leute. Dr. Rüdiger Detsch erklärte, seine persönlichen Glücksmomente seien Familie, Freunde und Feste. Er wünschte den Absolventen einen unvergesslichen Festtag der Abschlussfeier und für die Zukunft alles Gute, Gottes Segen und viel Erfolg und Spaß bei der Arbeit.

Die Anwärtervertreter Stefanie Bauer, Sophia Alina Erhard, Jana Heymann, Emily Teske und Johannes Fischer ließen die Schulzeit noch einmal Revue passieren. Auch wenn es teilweise stressig war, so seien die Absolventen an den Anforderungen gewachsen, viele Freundschaften sind entstanden.
Im Anschluss wurden die Zeugnisse und Urkunden überreicht.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den „Sweet Dudes“, die die Absolventen mit mitreißenden Songs aus dem Rathaussaal entließen, damit im Foyer der Sozialakademie ausgiebig weitergefeiert werden konnte.
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TANJA GEIDOBLER



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