Moritz Mayer gewinnt überraschend Bronze

Wettkampfdebüt und gleich die erste Medaille gewonnen - Moritz Mayer überraschte am vergangenen Samstag bei den Oberbayerischen Meisterschaften in Vaterstetten nicht nur sich selbst, sondern auch Trainergespann und Anhang. Dass der junge Zwölfjährige, der erst seit Ende Juli in der U14-Trainingsgruppe der Young Lions aus Wasserburg trainiert, beim wichtigsten Wettkampf des Jahres mit einer Weite von 7,28 Meter im Kugelstoßen M12 völlig überraschend Bronze gewinnt, hätte niemand gedacht. Bemerkenswert: Wenige Tage zuvor absolvierte er lediglich ein einziges Kugelstoßtraining. Im 75-Meter-Vorlauf verpasste er als Dritter in sehr guten 11,20 Sekunden lediglich um zwei Zehntel-Sekunden den Finallauf.
Mit Aaron Kalmbach (12) sorgte auch der zweite Debütant für Begeisterung. Gleich zweimal durfte der schweigsame Teenager der Siegerehrungszeremonie beiwohnen, was nur den besten sechs Teilnehmern vergönnt ist. Zunächst gewann Aaron in hervorragenden 10,80 Sekunden seinen Vorlauf über die 75 Meter Distanz und qualifizierte sich als Fünftbester unter 30 Teilnehmern für den Finallauf der acht Sprintschnellsten. Mit ansprechender Sprinttechnik sicherte er sich in 10,85 Sekunden mit Rang 6 ein Top-Ergebnis, welches er im Kugelstoßbewerb M12 mit sieben Metern wiederholen konnte.
Ein weiterer Wasserburger Athlet konnte strahlen: Nikolas Pflüger (12) übertraf mit der Drei-Kilo-Kugel erstmals die Sieben-Meter-Marke und wurde mit 7,20 Metern Vierter. Seine Bestleistung steigerte er damit um mehr als einen halben Meter. Als Lohn durfte Niko bei der Siegerehrung eine Urkunde entgegennehmen.
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Vinzent Leb durfte sich über zwei persönliche Bestleistungen (PB) freuen – einmal beim Kugelstoßen mit 6,66 Meter (Rang 7) und als Achter in 11,34 Sekunden über die 60-Meter-Hürdendistanz. Nachdem mit Karl Kollmann Wasserburgs Goldfavorit auf die 800 Meter verletzungsbedingt nicht antreten konnte, war in dieser Disziplin mit Vinzent nur ein Wasserburger Athlet vertreten. Seine Bestleistung von 2:45 Minuten verpasste er hier um sieben Sekunden und wurde Achter. Es gewann Johann Lutzenberger (Stadtwerke München) in 2:27,36 Minuten.
Yeseniia Moroz verpasste als Neunte knapp das Finale im Kugelstoßbewerb der weiblichen Jugend W12, konnte sich aber immerhin über eine neue Bestleistung von 6,90 Meter freuen. Ihre Leistung von 11,68 Sekunden im 75-Meter-Vorlauf ist respektabel.
Verwirrung herrschte beim Diskuswurf der weiblichen Jugend W13: Nach drei Würfen und neuer PB von 17,11m im Vorkampf, platzierte sich Linda Höchstetter auf Rang 9 und verpasste damit das Finale nur um 25 Zentimeter. Als sie sich kurze Zeit später gerade für den darauffolgenden Kugelstoßbewerb vorbereitete, wurde sie darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Protokollführerin bei der Auswertung vertan und sie als Achte es nun doch ins Diskus-Finale geschafft hätte. Daraufhin durfte Linda in direkter Abfolge drei weitere Wurfversuche unternehmen, die allerdings keine Weitensteigerung zur Folge hatten. Im Nachhinein stellte sich wiederum heraus, dass die ursprüngliche Wertung korrekt gewesen war – damit stand ein guter neunter Platz im Ergebnisprotokoll für Linda. Wieder zurück im Kugelstoßring stellte sie mit 6,65 Metern eine weitere PB auf.
Mit Mira Paustian (1,25 Meter), Ophelia May (1,20 Meter) und Marie Mohr (1,15 Meter) konnten drei Wasserburger Athletinnen ihre persönliche Bestleistung im Hochsprung W12 verbessern. Auch Hannah Rieg war im Feld der Hochspringerinnen vertreten. Mit ihrer eher überschaubaren Körpergröße übersprang sie in der Schersprungtechnik immerhin noch 1,15 Meter. Am Ende wurden die Vier 24. (Marie/Hannah), 15. (Ophelia) beziehungsweise gute Zehnte (Mira). Angefeuert wurden die Mädchen dabei von Leni Zeitlmann, die aufgrund einer Verletzungsproblematik schmerzlich im Team vermisst wurde. Gerne wäre auch sie mitgesprungen. Dass Leni vor Ort war, um ihre Teamkollegen zu unterstützen, ist einfach großartig und zeigt wie viel Teamgeist in der U14-Gruppe vorhanden ist.
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Als wären es nicht schon genug Verletzte, erwischte es nun auch noch Ophelia und Anna-Maria Misch, die im Verlauf des Wettkampf-Tages Blessuren an den Beinen davontrugen. Immerhin konnte Anna in 12,59 Sekunden noch eine neue PB im Hürdensprint W12 (Rang23) erzielen. Allerdings zwang sie eine Sprunggelenksverletzung zum Aufgeben. Damit konnten sie und ihr Staffel-Team am abschließenden Staffelsprint leider nicht teilnehmen. Somit war nur eine Wasserburger Staffel in der Besetzung Hannah, Marie, Ophelia bzw. Yeseniia als Schlusssprinterin am Start. Bei guten wenn auch nicht perfekten Stabübergaben erzielte das junge Team eine Zeit von 46,10 Sekunden und wurde 18. Es gewann wie erwartet das starke Quartett der Stadtwerke München 1 in 41,09 Sekunden. Gerne wäre auch Ursula Linner die Staffel gelaufen – sie musste sich auf den 75–Meter-Sprint beschränken, wo sie eine Zeit von 12,49 Sekunden erkämpfte (Rang 8 im Vorlauf).
Ein aufregender Wettkampftag ging damit zu Ende. Einige der U14-Athletinnen und Athleten wird man bereits am kommenden Sonntag beim Saisonabschluss im Badriastadion wieder zu Gesicht bekommen, wenn es ein letztes Mal in diesem Jahr heißt: höher, schneller, weiter.
MZ

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