Alle drei Jahre: Heiliges Grab zu sehen

Alle drei Jahre: Heiliges Grab zu sehen

Ab Mitte März steht es wieder in der katholischen Pfarrkirche Aschau im Chiemgau: Das historische Heilige Grab, eine auf Brettern gemalte Kulissenarchitektur von beachtlicher Größe. Das Heilige Grab ist zehn Meter hoch, sieben Meter breit und 225 Jahre alt – in Teilen sogar noch älter. Es ist eines der wenigen in dieser Größe erhaltenen Beispiele barocker Inszenierung der Passion und Auferstehung Jesu im süd-ost-bayerischen Raum.

Nachdem es sechs Jahrzehnte lang auf dem Kirchenspeicher schlummerte, erwachte es 2019 nach gründlicher Restaurierung wieder zum Leben und wird nun – im Turnus von drei Jahren – zum dritten Mal in jüngster Zeit zu sehen sein.

Das Besondere dabei: Sowohl der Aufbau mit einer aufwändigen Holzkonstruktion und 150 mit buntem Wasser gefüllten Glaskugeln, als auch das vielseitige begleitende Programm wird überwiegend von Ehrenamtlichen aus Aschau und der Region gemeistert. Das Gemeinschaftsprojekt aus Pfarrgemeinde, Heimat- und Geschichtsverein, Gemeinde mit der Tourist Info, sowie Kulturschaffenden aus dem Chiemgau und darüber hinaus bewahrt nicht nur eine historische Kostbarkeit vergangener Zeiten, sondern verbindet alt und neu, Geschichte mit Themen und Ausdrucksweisen der Gegenwart.

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Angeboten werden einstündige Führungen, die das Bildprogramm des Heiligen Grabes im Raum der Pfarrkirche erschließen und in Erzählungen und Anekdoten lebendig werden lassen. Besonders vielseitig ist das kulturelle Programm, Darbietungen vom großen Konzert, bis hin zur halbstündigen musikalischen Meditation. Die Bandbreite reicht von alpenländischen Gesängen über klassische Vokalwerke bis zu zeitgenössischer Musik.

Die Gottesdienste in der Kar- und Osterwoche gewinnen durch das Heilige Grab eine besondere Ausdruckskraft. Außerdem lädt die Pfarrkirche mit dem Kulissenaufbau auch dazu ein, die Atmosphäre und Botschaft für sich wirken zu lassen.

Eröffnet wird das Heilige Grab am 15. März um 17 Uhr mit einer Lichtfeier und Abendlob, vom Regensburger Sergiuschor mit Gesängen der Ostkirche gestaltet. Das gesamte Programm bis einschließlich 27. April findet sich unter www.aschau.de/aschauer-heiliges-grab oder im eigenen Faltblatt, erhältlich in der Tourist Info Aschau und Sachrang sowie in den Kirchen. In der Tourist Info Aschau erfolgt der Vorverkauf für das „Konzert mit den Komponisten der Aschauer Auferstehungsspiele“ (16. März), für das Passionsoratorium „Oaner geht um im Land“ (30. März), sowie Infos für Gruppenführungen.

Foto: Erzb. Ordinariat München – Bunz

Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2025/03/04/alle-drei-jahre-heiliges-grab-zu-sehen/

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