EHC will auf der sonnigen Seite der Tabelle bleiben

Der EHC Waldkraiburg gastiert derzeit auf der sonnigen Seite der Tabelle der Eishockey-Bayernliga. Nach sieben gespielten Partien stehen die Löwen dank eines Sechs-Punkte-Wochenendes auf dem zweiten Platz, einen Punkt hinter Tabellenführer EHC Klostersee. Damit dies so bleiben kann, müssen die Löwen um Kapitän Nico Vogl in die Vollen gehen. Am morgigen Freitag kommen um 19 Uhr die Oberpfälzer vom ERSC Amberg in die Waldstadt, während es am Sonntag vom Inn an den Lech geht, wo ab 18 Uhr die Landsberger „River Kings“ warten.
Nur noch vier Punkte fehlen den Ambergern, um ihre Gesamtpunktzahl von 17 Zählern aus der letztjährigen Vorrunde bereits einzuholen. Die vergangene Saison war für die „Wild Lions“ eher eine zum Vergessen. Nachdem man in der Sommerpause jedoch hauptsächlich in der Oberliga und im Ausland Neuzugänge verpflichten konnte, garniert mit einem Regensburger U20-Spieler und einem Co-Trainer, der immerhin aus dem eigenen Nachwuchs stammt, scheint man bei der Kaderpolitik ein goldenes Händchen bewiesen zu haben. Zudem kamen kurzfristig noch Johannes Krieger aus der U20 des EHC 80 Nürnberg und der Deutsch-Tscheche Jaroslav Hafenrichter vom Deggendorfer SC hinzu, der durchaus als Königstransfer bezeichnet werden kann.
So mussten die Amberger in dieser Saison bislang erst sieben Punkte abgeben. Gegen Schweinfurt und das Überraschungsteam aus Buchloe steckte man jeweils eine Niederlage ein, gegen Kempten ging es in die Verlängerung, aus der man jedoch siegreich hervorging. Aufhorchen ließ die Bayernliga spätestens der 9:2-Kantersieg der Amberger gegen einen ersatzgeschwächten HC Landsberg.
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Ausgeglichener könnten die Vorzeichen der Freitags-Partie indes kaum sein. In den vergangenen 21 Spielzeiten trafen Amberg und Waldkraiburg zwölfmal aufeinander. Dabei gingen jeweils sechs Siege an beide Mannschaften. Auch das Torverhältnis könnte ausgeglichener nicht sein: 44:44.
Was den Löwen jedoch Mut machen dürfte, ist der Umstand, dass die erfolgreichsten Waldkraiburger Scorer gegen die „Wild Lions“ allesamt noch im Team sind. Jakub Šrámek mit 15 Punkten, Nico Vogl mit zwölf, Leon Decker und Florian Maierhofer mit jeweils acht sowie Santeri Ovaska mit sieben Punkten werden einiges dafür tun, diese Zahlen am Freitag weiter zu erhöhen.
Ähnlich ausgeglichen sieht es bei den Duellen gegen den HC Landsberg aus. In 14 Partien gingen jeweils sieben Siege an eines der beiden Teams. Das Torverhältnis spricht mit 56:49 indes knapp für die Landsberger. Auch auf der Liste der besten Scorer begegnen einem neben Nico Vogl, der gefühlt ohnehin jede dieser Listen anführt, historische Namen wie Martin Führmann mit sechs Punkten oder Lukas Wagner mit sieben.
Eröffnet hat Landsberg die Saison mit einem 6:4 gegen den Vizemeister aus Schweinfurt. Stark wurden die River Kings allgemein erneut eingeschätzt, doch verschiedene Ursachen sind dafür verantwortlich, dass sie bisher nicht so auftreten konnten, wie sie es sich selbst erhofft hatten. Zuletzt hagelte es gegen Grafing und Peißenberg ein Null-Punkte-Wochenende, was sich aktuell in Tabellenplatz sieben widerspiegelt. Doch da die Bayernliga-Tabelle auch in diesem Jahr wieder eine enge zu sein scheint, könnten sich die Lechstädter dort kurzfristig auch wieder nach oben katapultieren – gerne allerdings erst nach dem kommenden Sonntag.
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Die Eishockey-Löwen hingegen stehen derzeit sehr stabil auf dem zweiten Platz. Nicht unbedingt, was den Abstand nach oben und unten angeht: Jeweils nur ein Punkt trennt Waldkraiburg vom ersten und dritten Platz, sodass Verluste schnell Folgen haben können. Was die Tore angeht, gehören die Löwen jedoch zu den Klassenbesten. Hinter Amberg weist man mit 36 geschossenen Treffern den zweitbesten Wert der Liga auf. Gleichzeitig steht Waldkraiburg gemeinsam mit Miesbach bei lediglich 17 Gegentoren und damit ebenfalls auf Rang zwei – in diesem Fall hinter Klassenprimus EHC Klostersee.
Diese Zahlen lassen hoffen, dass der EHC auch aus diesem Wochenende etwas Zählbares mitnehmen kann. Einfach wird dies gegen zwei Mannschaften, die den EHC historisch wie aktuell auf Augenhöhe fordern können, allerdings sicher nicht.
AHA
Foto: Yasmin Neumann
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