Verliert auch Pfaffing seine Post?

Nicht mehr lang, dann müssen die Pfaffinger für ein Einschreiben oder ein Packerl vermutlich weit fahren: Die Post-Filiale bei „Getränke Fürst“ in Forsting am Gewerbering 1 schließt am 19. November für immer. Und das nach nur gut einem Jahr, nachdem die Post vom knapp 30 Jahre langen Standort im Pfaffinger Ortszentrum - beim Edeka-Markt der Familie Friedl - übernommen worden war. Denn das Gebäude in Forsting wurde verkauft. Wie Wolfgang Fürst heute gegenüber der Wasserburger Stimme sagte, ist somit auch für ihn und seinen Getränkemarkt dort am 30. November für immer Schluss.
Aber wie geht es weiter und verliert Pfaffing nun auch für immer seine Post-Filiale so wie der Nachbarort Steinhöring vor wenigen Wochen? In der gestrigen Gemeinderatssitzung in Pfaffing fragte Johannes Hohenadler von der Freien Wählergemeinschaft Rettenbach nach - zum Fragezeichen um die Post und er machte damit das Thema somit erstmals öffentlich ...
Die Stimme des Bürgermeisters Josef Niedermeier wurde immer leiser und Zuversicht wurde nicht gerade spürbar: Ja, es stimme, der Standort schließe mit dem „Getränkemarkt Fürst“. Das große Fragezeichen konnte er nicht verkleinern. Zwar sei ein neuer Getränkemarkt im ehemaligen Gebäude der Firma Battran in Forsting geplant, aber Wolfgang Fürst winkte da gleich ab heute im Gespräch mit der Wasserburger Stimme. Er werde dorthin nicht umsiedeln und was mit der Post für Pfaffing passiere, könne die Deutsche Post selbst noch nicht sagen. Er persönlich vermute, dass es am Ende auf einen Post-Automaten irgendwo hinauslaufen werde.
Dabei boomte die Post-Filiale in Forsting – ganz besonders seit Steinhöring ohne Post dasitze, würden sich die Packerl bei ihnen türmen wie zur Weihnachtszeit, so Wolfgang Fürst. Es sei gerade für ältere Mitbürger dann schon eine Herausforderung, wenn man für eine Packerl-Rückgabe zum Beispiel nach Ebersberg, Edling oder Rott und Aßling fahren müsse. Ganz abgesehen von den jetzigen Spritpreisen.
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Die Gemeinde sei erst vor kurzem auf ihn zugekommen, obwohl der Verkauf schon seit Januar bekannt war. Man habe offenbar gedacht im Rathaus, es laufe schon alles – so Fürst – aber es laufe gar nichts. Für ihn sei das Thema Pfaffing ziemlich durch und eine Post-Filiale zu stemmen, sei auch kein Honigschlecken. Viel Zeit und vor allem sehr viel Platz fordere das ein.
Bei einem Post-Automaten eventuell als Lösung für Pfaffing sei zu bedenken, so Fürst, dass es für ältere Bürger nicht lustig sei, den zu bedienen. Wolfgang Fürst wird nachdenklich: Er habe die Post-Filiale gerne geführt – am Anfang hätten die Pfaffinger geschimpft, dass sie nun nach Forsting fahren mussten. Er befürchte, dass es jetzt für die Gemeindebürger nach dem 19. November noch viel extremer kommen werde …
Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/02/verliert-auch-pfaffing-seine-post/
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Auch ältere Mitbürger können Poststationen bedienen und die Welt geht deshalb nicht unter. Die Post bietet dafür sogar extra Schulungen für Interessierte vor Ort an.