„Wasserburger CSU hat sich gut gehalten“

„Wasserburger CSU hat sich gut gehalten“

Die Wasserburger CSU hatte zur Jahreshauptversammlung eingeladen und die Mitglieder und Freunde der Partei kamen zahlreich in die Weinbar „Pontora" im Brucktor. Der Ortsvorsitzende Wolfgang Schmid blickte auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Das Jahr sei geprägt gewesen von der Kommunalwahl im März 2026.

Bei diesen Wahlen habe die CSU sich stabil halten können und sei mit sechs Sitzen im Stadtrat die stärkste Partei geworden, weil die anderen Parteien deutliche Verluste hätten hinnehmen müssen. Er blickte auch zurück auf die zahlreichen Veranstaltungen wie einen Altstadtspaziergang mit der Abgeordneten im Europaparlament, Angelika Niebler, oder die Infostände in der Salzsenderzeile. Weniger erfolgreich, oder genauer gesagt, „aus der Zeit gefallen“, bezeichnete Schmid die Ortsteilveranstaltungen mit Kandidatenvorstellung, weil die Außenwirkung doch eher bescheiden geblieben sei.

Zufrieden sei er darüber, dass die Zusammenarbeit mit dem Wasserburger Block fortgesetzt werden könne. Auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister Bastian Wernthaler hob Schmid als besonders gut hervor. Schmid begrüßte Wernthaler sehr herzlich, der nach einer Veranstaltung im Rathaus eigens zu dieser Jahreshauptversammlung der CSU erschien.

Im vergangenen Dezember ist der langjährige Stadtrat Markus Bauer überraschend verstorben. Schmid bat die Anwesenden, sich von ihren Plätzen zu erheben und man gedachte des beliebten Stadtrates in einer Schweigeminute.

Im neuen Stadtrat habe die CSU drei Referenten, nämlich Heike Maas als „überaus kompetente und hervorragend vernetzte“ Wirtschaftsreferentin, wie Schmid hervorhob, mit Willi Atzenberger einen „professionellen und engagierten“ Sportreferenten und mit ihm selbst als Feuerwehrreferenten. Auch im Verwaltungsrat der Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg sei die CSU mit Heike Maas und Georg Machl gut vertreten.

Im Anschluss an seinen Rückblick erstattete die Schatzmeisterin der CSU Wasserburg, Simone Huber, ihren Rechenschaftsbericht. „Es hat ois passt“, rief sie den Anwesenden entgegen.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft in der CSU wurden anschließend Robert Zeislmeier (40 Jahre Mitgliedschaft), Wolfgang Schmid (25 Jahre) und Peter Rink (20 Jahre) geehrt. Der Landtagsabgeordnete Sebastian Friesinger ließ es sich nicht nehmen, den Geehrten herzlich zu gratulieren. Wolfgang Schmid wies auch darauf hin, dass nicht leider nicht anwesenden Alois Ostermeier (40 Jahre Mitgliedschaft), Peter Lindner (30 Jahre)Johannes Neuberger (30 Jahre) und Heidrun Engelhard (25 Jahre) zu den formell Geehrten gehören.

Dann trat Landtagsabgeordneter Sebastian Friesinger an das Rednerpult und hielt einen engagierten Vortrag. Er ließ es sich nicht nehmen, in einem Potpourri alle denkbaren Themen der aktuellen politischen Diskussionen anzureißen. Und so kamen die Debatte um den Brenner-Basistunnel ebenso zur Sprache wie die Auseinandersetzungen um Flüchtlingsunterkünfte in Rott oder die Auseinandersetzung um schärfere Waffengesetze. „Wir brauchen Augenmaß bei Gesetzen“, erklärte Friesinger und er forderte einen finanzierbaren Sozialstaat, der den einzelnen Bedürftigen unterstütze, ohne die Staatskassen über Gebühr zu strapazieren. „Wir müssen dem Ehrenamt die Ehre geben“, forderte er und äußerte seine große Anerkennung für alle, die ehrenamtlich wirkten.

Schließlich kam er auf die Situation des Mittelstandes zu sprechen: In vielen Orten würden die kleinen Geschäfte einfach verschwinden. „Wir benötigten aber einen Mittelstand, der zweierlei zu leisten im Stande sei: ein Konzept des Wohlstandes für Alle neu zu beleben und auch die Innenstädte mit neuem Leben zu erfüllen.“

Auch der öffentliche Personennahverkehr lag ihm am Herzen: Der barrierefreie Zustieg zu den Zügen liege noch in weiter Ferne, meinte Friesinger, aber Bayern unterstütze den öffentlichen Nahverkehr, wo es gehe, aber er müsse von den Menschen auch akzeptiert und genutzt werden.

Auch die regionale Infrastruktur koste viel Geld. Er sprach über die Kliniken in der Region Rosenheim. Die Errichtung der Romei-Klinik Wasserburg auf dem Gelände in Gabersee sei richtungsweisend gewesen und wichtig für die Region. Schließlich gab es eine kurze Aussprache über Friesingers Vortrag, in der die Sorge vor einer Eskalation am 31. Oktober geäußert wurde, ähnlich den Krawallen in Frankreich. Hier beruhigte Sebastian Friesinger die Anwesenden, „Da habe ich keine Angst, denn wir sind gut gerüstet, weil wir es nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Und zu guter Letzt wurde auch der Bahnübergang an der Bundesstraße 304 in Reitmehring angesprochen. Hier äußerte Friesinger die große Hoffnung, dass man bald zum Bauen kommen könne.

Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/28/wasserburger-csu-hat-sich-gut-gehalten/

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