Vom Gratis-Döner bis zum Trampolinpark

„Deine Stadt. Deine Chance, etwas zu bewegen“ – diese Chance nutzten gestern über 40 Jugendliche, um mit Bürgermeister Bastian Wernthaler, Vertretern vom Wasserburger Stadtrat sowie vom Jugendtreff „Innsekt“, Jugendamt und Landratsamt über wichtige Themen und Anliegen zu sprechen. Zum Auftakt gab es einen Überblick über Wasserburg und die bisherigen Erfolge: Insgesamt wurden bisher, seit Herbst 2023, 67 Ideen, Vorschläge und Projekte mit einem positiven Bescheid versehen, beispielsweise ein Trinkwasserbrunnen an der Mittelschule, ein Boxautomat im Jugendzentrum oder zusätzliche Mülleimer im Steinmühlweg. Zum Teil waren diese Angebote bereits vorhanden, zum Teil wurden sie komplett neu geschaffen.
Im Anschluss hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Wünsche, Anregungen, Lob und Kritik in Kleingruppen aufzuschreiben.
Die Wunschliste für die Stadt ist vielseitig. Mehr Freizeitangebote, Sportmöglichkeiten und Plätze zum Chillen stehen ganz oben. Gewünscht werden unter anderem ein Trampolinpark, ein Kunstrasenplatz und ein Escape-Room sowie Sonnensegel und Schutzmaßnahmen gegen Vandalismus am Skatepark. Auch Alltagsthemen wie mehr Toiletten in der Altstadt und pünktliche Busse wurden angesprochen. Daneben gab es ausgefallene Vorschläge wie Gratis-Döner am Geburtstag, weniger Hausaufgaben oder, ganz kurios, eine Jugendvollzugsanstalt.
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Drei Mittelschüler brachten direkt 250 Unterschriften mit, um sich für eine zweite Trinkstation und eine Müllinsel an ihrer Schule einzusetzen. „Uns ist wichtig, dass Wasserburg sauber bleibt“, betonten die Schüler bei der Übergabe. Bürgermeister Bastian Wernthaler versprach, dazu das Gespräch mit der Schulleitung zu suchen. „Es ist immer wieder faszinierend, wie viel Energie aus dieser Veranstaltung hervorgeht“, so der Rathauschef. Die Stadt prüfe nun, was umsetzbar und bezahlbar ist. Auch Tanja Ganser vom „Innsekt“ freute sich über die große Resonanz. Die Nachfrage nach Aktivitäten sei klar erkennbar und auch das „Innsekt“ versuche, hier etwas umzusetzen, beispielsweise ein Open-Air-Kino.
Zum Abschluss gab es Pizza, Getränke und die Gelegenheit für Gespräche mit den Politikern. „Mir hat es sehr gut gefallen, ich komme wieder“, so ein Jugendlicher, der zum ersten Mal bei der Veranstaltung dabei war.
Anfang des Jahres folgt ein Feedback-Treffen im „Innsekt“, bevor im Frühjahr die nächste Jungbürgerversammlung ansteht.
TANJA GEIDOBLER
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