Aschenputtel und ihr Prinz mit dem Schuh vom Internet-Shop

Viel Applaus - das war der schöne Lohn des Publikums für alle vor und hinter den Kulissen: An zwei Abenden überraschte die Theater-AG am Gymnasium in Wasserburg jetzt mit einem modernen Märchen-Medley „Ach wie gut, dass niemand weiß“ von Marie Schwarz.
Eine wahrlich märchenhafte Komödie mit so manchen versteckten Botschaften zum Nachdenken ... Die Theater AG von der 5. bis zur 10. Klasse hatte das Stück gelungen erarbeitet und präsentierte es eindrucksvoll textsicher und spielfreudig. Neben vielen Lachern wurde verdeutlicht, dass es beim Vorlesen von Märchen auf ganz viel mehr ankommt als nur auf die Geschichte selbst. Unsere Bilder ...
Fotos: Renate Drax

Der Inhalt des Stücks war lustig:
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In der Märchen-GmbH herrscht Krisenstimmung. Die Absatzzahlen sind im Keller und es scheint, als wolle niemand mehr die angestaubten Geschichten von Schneewittchen, Aschenputtel und Co. lesen. Hexe Raffzahn, die Betriebsratsvorsitzende, erklärt deshalb den Märchen-Abteilungen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die alten Geschichten wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen: Modernisierung, Typveränderungen, Personalabbau! Nun sind alle Märchen-Darsteller gefragt, die Neuerungen umzusetzen und diese lassen sich allerhand einfallen.
Aber kann es damit gelingen, die Märchen-GmbH zu retten? Oder treibt da jemand ein doppeltes Spiel? Fragen über Fragen, Verwirrungen über Verwirrungen, aber es wäre ja kein Märchen über ein Märchen, wenn es am Ende nicht gut ausginge …

„Spieglein, Spieglein an der Wand – zeig mir die Abteilung: Dornröschen.“ So war die Hexe Raffzahn (Foto oben rechts), die Betriebsratsvorsitzende der Märchen-GmbH, in ihrem Element. Ihre Untertanen Potz und Blitz (im Bild unten links) herumkommandierend und ein falsches Spiel spielend …

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… die liebe Aschenputtel (Foto oben) aus der „Abteilung Aschenputtel“ der Märchen-GmbH konnte gerne verzichten auf einen unromantischen, modernen Prinzen mit dem Schuh-Karton aus dem Internet (Foto unten) und seinem Werbeslogan „Ich schrei vor Glück …“

Er wiederum war dagegen der Held der Geschichte – Rumpelstilzchen (Foto unten). Stets einen klaren Kopf behaltend, das miese Spiel der Hexe Raffzahn durchschauend und am Ende ein großes Happy-End herbeiführend …

Tanja Oberhofer (Bild unten rechts), die Direktorin des Wasserburger Gymnasiums, freute sich sehr über das große Engagement der Schüler-AG Theater – meist fleißig am Freitag-Nachmittag, wenn alle anderen schon lange im Wochenende waren. Ein dickes Lob gab’s für so viel Einsatz auch für die beiden Lehrkräfte Karin Mertz (links) und Judith Hofmann (Bildmitte), die die Theatergruppe leiten.

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Sehr lustig die Auftritte eines „Max Mustermann“ (im Bild oben rechts) als Werbe-Vertreter der verschiedensten Produkte passend zum jeweiligen Märchen. Nach den ersten Auftritten lachte das Publikum schon im voraus …

Auch die Jüngsten im Ensemble machten ihre Sache bestens – wie hier die Zwerge vom Schneewittchen. Für viele war es eine Premiere auf der Bühne überhaupt.

Wenn das Vorlesen der Eltern oder Großeltern nur noch Sprachroboter Hexa (Foto) übernimmt – als Anspielung auf Alexa – dann machen Märchen gar keine Freude mehr (Foto unten) …

Er zog die sieben Geißlein mit undurchsichtigen Verträgen über den Tisch: Ein dubioser Versicherungsmakler alias böser Wolf (Foto unten) – um dann mit dem ergaunerten Geld in einen Urlaub in der Karibik abzuhauen. Dem Personal der Märchen GmbH gefiel auch das gar nicht …

Auch das Bühnen-Bild war originell – siehe Foto unten – auch wenn alle hinter den Kulissen für die Licht und sonstigen guten Show-Effekte per Leinwand und Nebel-Anlage ganz schön zu tun hatten.


Am Ende ein Eis von Max Mustermann – seine allerbeste Werbe-Aktion – als Geschenk für so manchen im Publikum und zwar für Klein (Bild oben) und Groß. Darüber durfte sich auch Pfaffings Altbürgermeister Lorenz Ostermaier (Bild unten) freuen …

Ein paar weitere Impressionen












Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/28/aschenputtel-und-ihr-prinz-mit-dem-karton-vom-internet-shop/
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