Mit Chancen über Chancen zum Sieg

Ein Empty-Net-Treffer war der Schlusspunkt - Tor Nummer vier für den EHC durch Kapitän Nico Vogl: Waldkraiburg hat drei Punkte für sein Bayernliga-Konto aus Schongau mitgenommen. Aktuell somit Platz drei hinter dem EHC Klostersee und Kempten.
Gegen die Mammuts setzte sich die Mannschaft von Trainer Jürgen Lederer verdient mit 4:1 durch. Dabei brauchten die Löwen zunächst einige Minuten, um richtig in die Partie zu finden. Danach übernahmen sie jedoch zunehmend die Kontrolle und hätten das Ergebnis bei konsequenterer Chancenverwertung durchaus noch deutlicher gestalten können.
Die Begegnung verlief insgesamt sehr fair und ohne größere Nickligkeiten, was für einen guten Spielfluss sorgte. Mit dem Erfolg in Schongau haben die Eishockey-Löwen nun den ersten Teil des Wochenendes erfolgreich erledigt. Am heutigen Sonntag wartet in der heimischen Raiffeisen-Arena mit den Eisbären aus Burgau bereits die nächste Aufgabe - wie berichtet.
Die Details zum Schongauer Spiel ...
Im Waldkraiburger Tor stand diesmal Christoph Lode, der bereits in den ersten Minuten ordentlich zu tun bekam.
Schongau startete engagiert und erspielte sich innerhalb der ersten vier Minuten gleich mehrere gute Möglichkeiten. Marko Munzig kam aus dem Slot zum Abschluss, wenig später tauchte Tom Callaghan gefährlich vor dem Waldkraiburger Tor auf. Lode war jedoch zur Stelle. In einer weiteren Szene musste Tim Ludwig eingreifen und die Scheibe aus dem Torraum entfernen, bevor ein Schongauer Angreifer an den Puck kommen konnte.
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Auch Waldkraiburg kam früh zu Möglichkeiten. Leon Decker prüfte Daniel Blankenburg in der 2. Minute von der linken Seite, doch der Schongauer Schlussmann ließ sich nicht überwinden. Wenig später bediente Andris Džeriņš Mikko Haaparanta quer vor dem Tor. Der Finne hatte viel Platz, Blankenburg blieb jedoch geduldig und gewann das Duell.
Insgesamt gehörten die ersten zehn Minuten eher den Gastgebern. Schongau spielte mutig und kam durch Callaghan und weitere Angriffe immer wieder gefährlich vor das Waldkraiburger Tor. Ab etwa der Hälfte des Drittels verschoben sich die Kräfteverhältnisse jedoch zunehmend. Die Löwen setzten sich länger im Schongauer Drittel fest und kamen durch Decker, Matej Houdek und Jakub Šrámek innerhalb kurzer Zeit zu mehreren Abschlüssen. Schongau warf sich mit Mann und Maus dazwischen, vor allem Blankenburg zeigte aber eine starke Partie.
Auch die erste Überzahlsituation der Löwen sah spielerisch ordentlich aus, blieb jedoch ohne Treffer. Kurz vor Drittelende verhinderte Blankenburg zunächst gegen Santeri Ovaska erneut die Waldkraiburger Führung. Auf der Gegenseite musste Lode noch einmal gegen Kurt Sonne und wenig später gegen Schongaus Offensivreihe eingreifen.
19:06 Minuten waren gespielt, als die Löwen sich schließlich doch belohnten. Nico Vogl spielte die Scheibe von rechts an den linken Pfosten zu Šrámek. Der Waldkraiburger Angreifer nahm sich einen kurzen Moment, beobachtete Blankenburgs Bewegung und setzte den Puck anschließend halbhoch zum 1:0 ins Netz. Die späte Führung entsprach dem Spielverlauf, nachdem Waldkraiburg in der zweiten Hälfte des Drittels deutlich besser in die Partie gefunden hatte.
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Im zweiten Durchgang blieb das Bild ähnlich. Die Löwen erspielten sich die klareren Möglichkeiten, scheiterten jedoch immer wieder an Blankenburg oder an der eigenen Chancenverwertung. Patrik Forsberg eröffnete den Abschnitt mit einem harten Schuss von der blauen Linie. In der 24. Minute bot sich Vogl nach einem Abpraller eine ausgezeichnete Möglichkeit auf das 0:2, doch auch diese Chance blieb ungenutzt.
Nur wenig später lag die Scheibe schließlich im Schongauer Tor, der Treffer wurde jedoch nicht anerkannt. Die Löwen mussten sich davon nicht lange ärgern, denn auf der Gegenseite verhinderte Christoph Lode mit einem starken Save gegen Callaghan den Ausgleich.
Auch in Unterzahl präsentierte sich Waldkraiburg an diesem Abend stark. Nach einer Strafe gegen Bartek Bison entwickelten die Löwen zunächst selbst Gefahr und kamen innerhalb der ersten halben Minute zu zwei guten Möglichkeiten. Wenig später tauchte Haaparanta sogar erneut gefährlich vor dem Schongauer Tor auf.
Schongau kam in einer weiteren Überzahlsituation besser zum Zug und zwang die Waldkraiburger Defensive zu mehr Arbeit. Besonders gegen Kurt Sonne war Lode gefordert und brachte im letzten Moment noch den Schoner an den Puck. Doch auch diese Phase überstanden die Löwen ohne Gegentreffer.
Auf der anderen Seite vergab Šrámek in der 33. Minute völlig frei aus dem Slot, als sein Abschluss genau auf Blankenburg ging. Decker scheiterte wenig später aus dem rechten Bullykreis ebenfalls am Schongauer Torhüter. So blieb es trotz zahlreicher Waldkraiburger Möglichkeiten auch nach 40 Minuten beim knappen 0:1 aus Sicht der Gastgeber.
Im Schlussdrittel sollte sich die Überlegenheit der Gäste dann auch auf der Anzeigetafel deutlicher widerspiegeln. Nach einem guten Pass von Martin Kokeš an den rechten Torpfosten ließ die nächste Möglichkeit noch keinen Treffer folgen. In der 45. Minute war es dann Patrik Forsberg, der eine unübersichtliche Situation vor dem Schongauer Tor initiierte und im Nachsetzen selbst zum 2:0 traf.
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Nur wenig später hatte Florian Maierhofer bereits den nächsten Treffer auf dem Schläger, doch diesmal rettete der Pfosten für Schongau. In Überzahl erhöhten die Löwen den Druck weiter. Andris Džeriņš spielte aus dem rechten Bullykreis quer an den linken Pfosten, Nico Vogl hielt die Kelle hinein und erzielte in der 47. Minute das 3:0.
Schongau gab sich dennoch nicht auf. Nach einer weiteren Waldkraiburger Strafzeit hielten die Mammuts die Scheibe lange im Angriffsdrittel, ohne zunächst zu wirklich gefährlichen Abschlüssen zu kommen. In der 54. Minute gelang dann doch der Anschlusstreffer. Lukas Skvarek versuchte es aus spitzem Winkel, die Scheibe rutschte unglücklich an Lode vorbei zum 1:3 ins Tor.
Der Treffer gab den Gastgebern noch einmal Auftrieb. Gerade in den letzten Minuten wurde Schongau druckvoller, während die Löwen zeitweise etwas nervöser wirkten. Eine unübersichtliche Situation vor dem Waldkraiburger Tor überstanden sie jedoch ebenso wie einen späten Versuch von Callaghan, der rund eineinhalb Minuten vor Ende knapp links am Gehäuse vorbeiging.
Schongau nahm schließlich Blankenburg für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Waldkraiburg nutzte die Gelegenheit und Nico Vogl traf in der 60. Minute ins verwaiste Tor zum 4:1-Endstand für den EHC.
Unter dem Strich stand damit ein verdienter Auswärtssieg für die Löwen. Schongau erwischte zwar die bessere Anfangsphase und drückte auch in den letzten Minuten noch einmal, doch über weite Strecken der Partie bestimmte Waldkraiburg das Geschehen. Ein höherer Sieg wäre angesichts der zahlreichen hochkarätigen Möglichkeiten durchaus möglich gewesen. Daniel Blankenburg im Schongauer Tor verhinderte jedoch mehrfach weitere Treffer.
Auch Christoph Lode zeigte auf der Gegenseite eine starke Partie und hätte sich mit seinen Paraden den Shutout durchaus verdient. Der späte und etwas unglückliche Gegentreffer verhinderte diesen jedoch. Für die Löwen bleibt neben den drei Punkten auch die Erkenntnis, dass das Spiel bis vor das gegnerische Tor überzeugend aussah. Gegen stärkere Gegner dürfte eine bessere Chancenverwertung allerdings notwendig sein.
AHA
Foto: Yasmin Neumann
EA Schongau – EHC Waldkraiburg 1:4 (0:1, 0:0, 1:3)
Tore: 0:1 (20.) Šrámek (Vogl, Kokeš), 0:2 (45.) Forsberg (Mertz, P. Lode), 0:3 (47.) Vogl (Džeriņš, Kokeš – PP1), 1:3 (54.) Skvarek (Munzig, Callaghan – PP1), 1:4 (60.) Vogl (Maierhofer – ENG).
EHC Waldkraiburg:
Tor: #40 Christoph Lode, #32 Tobias Sickinger.
Verteidigung: #5 René Mertz, #6 Matej Houdek, #10 Felix Lode, #23 Tim Ludwig, #37 Patrik Forsberg, #48 Magnus Hobelsberger, #50 Martin Kokeš, #81 Max Čejka.
Sturm: #7 Philipp Lode, #11 Bartek Bison, #13 Jakub Šrámek, #18 Santeri Ovaska, #25 Andris Džeriņš, #28 Mikko Haaparanta, #34 Leon Decker, #49 Lennox Stein, #74 Florian Maierhofer, #88 Nico Vogl, #92 Jakub Revaj, #98 Patrick Zimmermann.
Strafen: Schongau 4 – Waldkraiburg 10.
Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/25/mit-chancen-ueber-chancen-zum-sieg/
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