Weiter auf dem Weg zur „Bienenfreundlichen Gemeinde“

Zwischen der Burganlage und der Staustufe am Innkraftwerk wird seit dem Frühjahr 2026 ein Umweltbildungsprojekt aufgebaut. Wildbienen soll hier gezielt ein Lebensraum geschaffen werden (wie kurz berichtet). In der gestrigen Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses stellte Jonas Garschhammer vom Landratsamt Rosenheim das Wildbienenprojekt vor, das seit dem Frühjahr 2026 aufgebaut wird.
Der Inndamm zwischen der Wasserburger Burganlage und der Staustufe des Innkraftwerks biete hierfür sehr gute Voraussetzungen. Die steilen Hänge am Prallufer seien für die Wildbienen ideal. Viele selten gewordene Wildbienenarten könnten hier nisten.
Garschhammer führte aus, dass es in Bayern mehr als 470 Wildbienenarten gegeben habe, von denen mittlerweile ungefähr zehn Prozent ausgestorben seien. Am Beispiel der Knautien-Sandbiene führte er aus, worum es bei dem Projekt genau gehe: Die Knautien-Sandbiene brüte im Sandboden und benötige einen hohen Blütenreichtum, wofür in dem genannten Bereich am Inndamm ideale Voraussetzungen bestünden.
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Wie Garschhammer weiter erklärte, biete der Inndamm ein gutes Potential für ein solches Projekt. Schließlich sei er gut erreichbar und ein beliebter Spazierweg. Der Bund Naturschutz und der Landkreis Rosenheim hätten daraus ein „Mitmachprojekt“ entwickelt und man sei sehr erfreut darüber, dass mittlerweile drei Klassen der Anton-Heilingbrunner-Realschule Wasserburg und eine Klasse des Luitpold-Gymnasiums Wasserburg an diesem Projekt aktiv mitwirkten.
Außerdem habe das Sonderpädagogische Förderzentrum in Wasserburg im Rahmen eines Sommerprojekts sich aktiv eingebracht. Man wolle hier gezielt Blumenwiesen entwickeln. Was ihn besonders freue, ergänzte Garschhhammer, sei, dass sich „das Projekt sich von alleine“ trage. Das gemeinsame Wirken von ehrenamtlichen engagierten Menschen und Schulkindern sei eine sehr schöne Maßnahme. Man wolle auch mit dem Verein Gänseblümchen, der eine Kindertagesstätte betreue, kooperieren.
Am Samstag, 31. Oktober, soll die nächste große Pflegeaktion im Rahmen des Projekts stattfinden. Man treffe sich um 13.30 Uhr an der Eisenbahnunterführung bei der Rampe in Wasserburg. Helferinnen und Helfer wollen aufwachsende Kleingehölze, kleine Büsche und dichten Grasfilz entfernen, damit wieder Licht und Platz für seltene Pflanzen an der Innleiten geschaffen werden könne. zu schaffen.
Für seine Ausführungen erntete Jonas Garschhammer die große Anerkennung des Ausschusses. Wolfgang Janeczka (SPD) schlug eine Beschilderung des Projektes vor, damit die Passanten wüssten, was da genau geschehe.
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Sophia Jokisch (Die Linke) wollte noch wissen, was geschehe, wenn die Schulen ausfielen. Ob da der Bauhof einspringen könnte, wollte sie wissen.
Wasserburg hat eine gewisse Tradition mit dem Bienenschutz. So zeichnete 2019 der Bezirk Oberbayern die Stadt Wasserburg als „Bienenfreundliche Gemeinde“ aus.
Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/23/wildbienen-projekt-am-inndamm/
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