Wird Ilse Aigner Bundespräsidentin?

Bayerns Landtagspräsidentin - Ilse Aigner (CSU) aus Feldkirchen-Westerham im Landkreis Rosenheim - soll Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werden. Darauf haben sich gestern offenbar CDU und CSU geeinigt. Sie wäre die erste Frau im höchsten Amt des deutschen Staates.
Die Bundesversammlung wird am 30. Januar 2027 einberufen zur Wahl. Die zweite fünfjährige Amtszeit von Walter Steinmeier endet am 18. März. Eine dritte Amtsperiode ist als Bundespräsident nicht möglich in Deutschland.
Die 61-Jährige machte ihre Mittlere Reife an der Wilhelm-Leibl-Realschule in Bad Aibling und ist gelernte Elektrotechnikerin und arbeitete in ihrem Beruf, bevor sie in die Politik wechselte.
Von 1995 bis 1999 war sie stellvertretende Vorsitzende des CSU-Kreisverbandes von Rosenheim-Land. Seit 1995 gehört sie dem CSU-Parteivorstand und seit 2007 dem CSU-Präsidium an.
Im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel war sie Bundeslandwirtschaftsministerin. Danach war sie Landesministerin in Bayern. Schon seit Oktober 2018 ist sie Präsidentin des Bayerischen Landtags. Sie ist immer Feldkirchen-Westerham, ihrer Heimatgemeinde, treu geblieben und lebt dort in einem Drei-Generationen-Haus.
Foto: Renate Drax
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Die reine Proporzlogik, eine Frau soll/muss Bundeskanzler werden, allgemein Quote genannt ist unglaublich schädlich. Es wird nicht mehr nach Qualifikation, sondern nur nach Geschlecht beurteilt.
Der Weg dorthin sollte über die bestqualifizierte Persönlichkeit führen, nicht über eine Quote. Eine Kandidatin, die erkennbar allein wegen ihres Geschlechts nominiert würde, hätte einen denkbar schlechten Start in ein Amt, und macht diese „erpressbar“.