Erst gegen die „Mighty Dogs“, dann bei den „Sharks“

Erst gegen die „Mighty Dogs“, dann bei den „Sharks“

Am Wochenende fliegt der Puck erneut durch die Eishockey-Bayernliga. Mit dabei ist auch der EHC Waldkraiburg, der mit zwei Auftaktsiegen und einer Niederlage recht zufriedenstellend in die Saison gestartet ist. Am morgigen Freitag kommt Schweinfurt um 19 Uhr in die Raiffeisen-Arena Waldkraiburg. Für die Mighty Dogs stellt dies die längste Auswärtsfahrt der Saison dar. Am Sonntag begeben sich die Löwen ihrerseits auf die Reise, um pünktlich um 17.30 Uhr gegen den ESC Kempten anzutreten.

Für die Schweinfurter „Mighty Dogs“ verläuft der Saisonstart bisher noch etwas holpriger, als sie es sich möglicherweise erwartet oder erhofft hätten. Zum Bayernliga-Eröffnungsspiel gegen die „River Kings“ aus Landsberg wurden sie vor knapp 2000 Zuschauern mit 6:4 nach Hause geschickt. Nachdem sie dann gegen Amberg siegreich vom Eis gingen, verloren sie auswärts in Grafing beim EHC Klostersee mit 5:2.

Ebenso wie die Löwen haben auch die Schweinfurter Gäste mit Kritik an ihrer Kaderpolitik zu kämpfen. So stehen in Diensten der Mighty Dogs drei lettische Spieler, dazu kommen zwei tschechische. Dies bedeutet jedoch auch, dass der Boykott der Pressekonferenzen am kommenden Freitag ausbleiben wird und Schweinfurts Trainer Sergej Waßmiller seine Sicht auf das Spiel gemeinsam mit Löwen-Trainer Lederer teilen wird.

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Wenn man sich die Bayernliga-Historie beider Teams ansieht, muss man nicht sehr weit zurückblicken, um beispielsweise die torreichste Begegnung beider Mannschaften zu finden. Knapp ein Jahr ist es her, als es im Schweinfurter Icedome ein 8:7 zugunsten der Gastgeber zu bestaunen gab. Innerhalb von nicht einmal neun Minuten im Mitteldrittel erzielte Schweinfurt damals fünf Treffer und wandelte einen 3:4-Rückstand in eine 8:4-Führung um. Zwar kamen die Löwen noch einmal heran, konnten dieses Torspektakel jedoch nicht mehr für sich entscheiden. Beide Trainer, davon darf man ausgehen, würden sich ein solches Spektakel am kommenden Freitag gerne sparen.

So lang wie gegen Schweinfurt ist die Waldkraiburger Geschichte mit dem ESC Kempten noch nicht. Erst elf Duelle bestritten die Löwen seit 2005 gegen die „Sharks“ aus dem Allgäu. Die Statistik spricht dabei nicht für die Waldstädter. Lediglich vier Siege und sieben Niederlagen stehen zu Buche. Erfolgreichster Kemptener Scorer gegen die Löwen ist Filip Kokoska mit zwölf Zählern. Ihm gegenüber steht Nico Vogl, der mit elf Scorerpunkten gegen Kempten aufwarten kann.

Auch für die Sharks, die bei den meisten Experten zum erweiterten Kreis der Playoff-Kandidaten zählen, lief der Saisonstart nicht wie erhofft. In Amberg holte man bei einem torreichen 7:6 nach Verlängerung immerhin einen Punkt, gegen den EHC Klostersee gewann man 4:3, doch gegen die Miners aus Peißenberg ließ man Federn – oder vielmehr Schuppen – und unterlag am vergangenen Sonntag mit 5:3. Bevor es am Sonntag um 17:30 Uhr gegen die Löwen losgeht, spielen die „Sharks“ am Freitagabend in Geretsried. Man darf als Löwenfan hoffen, dass sie dort bereits ihr Pulver für das Wochenende verschießen und anschließend nicht mehr ganz so hungrig auf Tore sind.

Die Löwen indes hoffen darauf, sich unter der Woche in der Defensive wieder zu stabilisieren. Dies war einer der Kritikpunkte von Trainer Jürgen Lederer nach dem verlorenen Spiel gegen Miesbach. Zu offen agierte man, speziell nach dem umjubelten Ausgleich, und ließ den Gegner zu leicht wieder an das eigene Tor heranrücken. Diese Spielweise könnte sich gegen ebenfalls starke Gegner wie Schweinfurt oder Kempten rächen. Dass die Offensive der Löwen stark ist, steht dabei außer Frage. Doch auch hier schritt Coach Lederer in der Pressekonferenz ein und ließ verlauten, dass er die Spielweise „Vorne eins mehr schießen, als man hinten kassiert“ nicht als Standardvorgehensweise der Löwen sehen möchte. Spätestens dann, wenn der Gegner sein eigenes Tor vernagelt, könne diese Herangehensweise schnell Gefahren mit sich bringen.

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Nach dem bisherigen Auftreten in dieser noch jungen Saison kann man den Löwen durchaus zwei Siege zutrauen. Es wird also spannend zu sehen sein, wie sich die Mannschaft an diesem Doppelwochenende schlägt – und ist in jedem Fall eine Reise in die Raiffeisen-Arena oder nach Kempten wert.

AHA

Foto: Yasmin Neumann 

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