Tödliche Gefahr für Hunde und Katzen

Tödliche Gefahr für Hunde und Katzen

Keine gute Nachricht aus dem Nachbar-Landratsamt Traunstein am heutigen Dienstag-Vormittag: Bei einem Wildschwein-Monitoring eines Tieres nahe Grabenstätt wurden Antikörper der Aujeszky-Krankheit nachgewiesen. Während das Virus für den Menschen zum Glück ungefährlich sei, so heißt es von der Behörde, stellen infizierte Wildschweine aber für Hunde und Katzen eine mögliche große Gefahr dar. Bei ihnen rufe das Aujeszky-Virus einen unstillbaren Juckreiz hervor und ende immer tödlich.

Eine Impfung dagegen gebe es nicht.

Besonders mit Blick auf Jagdhunde gelte es deshalb, den Kontakt mit Wildschweinen zu vermeiden und auf die Verfütterung von rohem Fleisch und rohen Innereien von Wildschweinen zu verzichten. In Gebieten mit vermehrtem Schwarzwild-Vorkommen (nördlicher Landkreis Traunstein und südlich der Hirschauer Bucht/Tiroler Ache) sollten Hunde an der Leine geführt werden, um direkten Kontakt mit Wildschweinen auszuschließen, meldet das Landratsamt.

Seit 2012 testet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit  Blutproben von Wildschweinen neben den Erregern der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und Klassischen Schweinepest (KSP) auch auf Antikörper gegen den Erreger der Aujeszkyschen Krankheit.

Bei einem im Gemeindegebiet Grabenstätt erlegten Wildschwein wurden im Landkreis Traunstein nun erstmals wieder seit 2019 Antikörper gegen das Aujeszky-Virus nachgewiesen. Die Untersuchung des Wildschweins erfolgte im Rahmen des Schweinepest- und Aujeszkysche Krankheit-Monitorings. Antikörper gegen dieses Herpesvirus sind laut LGL in etwa elf Prozent der untersuchten Wildschweinproben in Bayern nachweisbar.

Werbeunterbrechung
Zum Weiterlesen nach unten scrollen.

Zusammenfassend würden diese Monitoring-Untersuchungen zeigen, dass das Aujeszky-Virus ganz grundsätzlich in bayerischen Wildschweinen zirkuliere.

Auch große Gefahr für Hausschweine

Die Aujeszkysche Krankheit ist für den Menschen ungefährlich, nicht aber für Hausschweine, Hunde und Katzen.

Das Veterinäramt Traunstein rät deshalb zu einigen Vorsichtsmaßnahmen. Das Aujeszky-Virus könne durch Kontakt mit infizierten Wildschweinen, Lebensmitteln von diesen Wildschweinen oder mit kontaminierten Gegenständen in Hausschweine-Bestände gelangen.

Dies könne zu erhöhter Sterblichkeit bei Ferkeln sowie einer erhöhten Aborthäufigkeit bei Sauen führen. Schweinehalter, die auch Jäger seien, müssten deshalb die geltenden Hygiene-Vorschriften strikt beachten und vor Betreten der Stallungen Kleidung und Schuhe wechseln.

 

Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/09/29/toedliche-gefahr-fuer-hunde-und-katzen/

Werbeunterbrechung
Zum Weiterlesen nach unten scrollen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Auf dem letzten Erdenweg

Newsletter-Abo

Durch Anklicken des Buttons „Anmelden“ erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihnen regelmäßig unsere aktuellen Artikel und Informationen zusenden. Sie können sich jederzeit von diesem Newsletter abmelden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.