„Brenner-Nordzulauf braucht endlich grünes Licht“

Dass sich der Verkehrsausschuss im Deutschen Bundestag seit heute mit dem Brenner-Nordzulauf beschäftigt, ist aus Sicht der bayerischen Wirtschaft ein wichtiger, wenn auch überfälliger, Meilenstein bei den Planungen des Jahrhundert-Projekts. „Der Brenner-Nordzulauf braucht endlich grünes Licht aus Berlin“, erklärt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).
„Wir erwarten verbindliche Zusagen zur Realisierung des Brenner-Nordzulaufs auf deutscher Seite. Dazu gehört die Bereitstellung der finanziellen Mittel, damit der Bau verlässlich und zügig erfolgen kann. Österreich und Italien haben beim Bau des Brenner Basistunnels bereits geliefert. Auch Deutschland muss die geschlossenen Staatsverträge mit seinen Nachbarländern einhalten und seiner vertraglichen Verpflichtung mit der Errichtung des Nordzulaufs gerecht werden“, so Gößl.
Der BIHK befürwortet eine für Bevölkerung und Umwelt verträgliche Lösung des Brenner-Nordzulaufs, sowohl in der Festlegung der Trasse als auch bei der Wahl der Bauweise. „Klare Entscheidungen des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag sind jetzt wichtig, damit für alle Beteiligten Planungssicherheit herrscht und die nächsten Schritte angegangen werden können. Eine weitere verkehrspolitische Hängepartie wäre ein fatales Signal für Bayern, Deutschland und ganz Europa“, sagt Gößl.
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Er bekräftigt, dass der Freistaat, Österreich und Italien mit der modernsten Schieneninfrastruktur in Europa noch näher zusammenrücken werden. „Wenn Staus, Mehrkosten und Belastungen für Logistiker, Fahrer und Bevölkerung dank des Brenner Basistunnels spürbar zurückgehen, können wir die über viele Jahrhunderte gewachsenen Verbindungen zwischen Bayern und dem Süden Europas zukunftsfest verknüpfen und verstärken.“
Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/09/23/brenner-nordzulauf-im-bundestag/
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Es ist gut, dass Gößl hier die Notwendigkeit dieses Großprojekts kund tut.
Jedoch sind die Anwohner, Landwirte, Nachbarländer wie Österreich und Italien ziemlich frustriert über den seit langen andauernden politischen Stillstand in dieser Angelegenheit.
Naja, Anwohner und Landwirte sind vor allem frustriert und verängstigt weil sie ihre Heimat und Existenzgrundlage verlieren und dies keinen interessiert. Statt dass die Stammstrecke ausgebaut und optimiert genutzt wird, wird wieder Natur zerstört.
So ist das hier. Die naheliegendste Lösung? Nein, hier doch nicht. Wir sind ja die Dichter und Denker. Wir brauchen die einzigartigste Lösung weltweit… und scheitern dann katastrophal.
Hoffentlich wird dieser Wahnsinn in Berlin gestoppt. Ein Milliardengrab, das mit mind. 20 Jahren Bauzeit das ganze Chiemgau belasten wird. Eine Flächenvernichtung ohne gleichen. Ich bin gespannt wieviele Bürger enteignet werden. Die Umweltverschmutzung während der Bauzeit macht die Bahn nie wieder gut. Wie kann man nur so einen Größenwahn planen.
ja, davon wird nicht gesprochen, obwohl wenn das Hirnkastl no a bisserl funktioniert, jeder sehen kann dass die Auswirkungen irreparabel sind und in keinster Weise nachhaltig.
Ja, die Kritik ist grundsätzlich richtig… Deshalb ist es auch unverantwortlich, dass man auf Bayerischer/Deutscher Seite keinen Aktiven Part übernommen hat, während Italien und Österreich im Zeitplan gebaut und geliefert haben…
Die Zeit die tatenlos verstrichen ist, ist nun der Bumerang für die Deutsche Seite.
Die Politiker, die sich nun auf Deutscher Seite profilieren wollen, dass alles nochmal neu überdacht werden muss, wollen nur ihre Untätigkeit der ca. letzten 15 Jahre kaschieren…!
Hier lebt, wenig überraschend, das „Hl. Florian Prinzip“ und man versucht es mit Argumenten zu unterfüttern. Die CSU Verkehrsminister und die Bayr Staatsregierung haben durch ihre opportunistische Handlungsverweigerung dieses strategisch Europäische Verkehrsprojekt quasi zerstört. Der Schaden ist weit größer als die paar hundert Millionen, für die Herr Scheuer nun vor Gericht steht.
Die betroffenen Anrainer sollten sich nicht zu viel schlaflose Nächte machen. Bis der erste Bagger fährt dauert es sicher noch 20 Jahre – wenn überhaupt – der „Staat“ ist nämlich pleite und kann sich Projekte mit einem Budget grösser 20 Mrd gar nicht mehr leisten (ausser für Militär).
Es gäbe sicher auch andere, kostengünstiger Ansätze, aber davon will die Lobby der Bauindustrie (inkl. Planungsbüros und „Handwerksbetriebe“) doch gar nichts wissen.
Aber vielleicht löst sich das Problem über die Zeit durch die sinkende Wirtschaftskraft der beteiligten Länder von selbst und bis dahin wird von den Tirolern, zum Schutz ihrer Bürge,r der Verkehr reguliert – mE völlig zu Recht.