„Brenner-Nordzulauf braucht endlich grünes Licht“

Dass sich der Verkehrsausschuss im Deutschen Bundestag seit heute mit dem Brenner-Nordzulauf beschäftigt, ist aus Sicht der bayerischen Wirtschaft ein wichtiger, wenn auch überfälliger, Meilenstein bei den Planungen des Jahrhundert-Projekts. „Der Brenner-Nordzulauf braucht endlich grünes Licht aus Berlin“, erklärt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).
„Wir erwarten verbindliche Zusagen zur Realisierung des Brenner-Nordzulaufs auf deutscher Seite. Dazu gehört die Bereitstellung der finanziellen Mittel, damit der Bau verlässlich und zügig erfolgen kann. Österreich und Italien haben beim Bau des Brenner Basistunnels bereits geliefert. Auch Deutschland muss die geschlossenen Staatsverträge mit seinen Nachbarländern einhalten und seiner vertraglichen Verpflichtung mit der Errichtung des Nordzulaufs gerecht werden“, so Gößl.
Der BIHK befürwortet eine für Bevölkerung und Umwelt verträgliche Lösung des Brenner-Nordzulaufs, sowohl in der Festlegung der Trasse als auch bei der Wahl der Bauweise. „Klare Entscheidungen des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag sind jetzt wichtig, damit für alle Beteiligten Planungssicherheit herrscht und die nächsten Schritte angegangen werden können. Eine weitere verkehrspolitische Hängepartie wäre ein fatales Signal für Bayern, Deutschland und ganz Europa“, sagt Gößl.
Er bekräftigt, dass der Freistaat, Österreich und Italien mit der modernsten Schieneninfrastruktur in Europa noch näher zusammenrücken werden. „Wenn Staus, Mehrkosten und Belastungen für Logistiker, Fahrer und Bevölkerung dank des Brenner Basistunnels spürbar zurückgehen, können wir die über viele Jahrhunderte gewachsenen Verbindungen zwischen Bayern und dem Süden Europas zukunftsfest verknüpfen und verstärken.“



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