Diesmal von der Muse geküsst

„Von der Muse geküsst“ - so lautet heuer das Motto der Wasserburger Stadtkapelle bei ihrem Herbst-Konzert am nächsten Samstag, 14. November, um 20 Uhr in der Badria-Halle.
Unter dem Leitgedanken „Euterpe“, der antiken Muse der Musik und Literatur, hat die musikalische Gesamtleiterin Barbara Theresia Bschorr das diesjährige Herbst-Konzert gestaltet. Die ausgewählten Werke sind miteinander verknüpft und werden die vielfältigen Klangfarben der symphonischen Blasmusik präsentieren.
Passend zum Motto zeigt die Jugendkapelle unter der Leitung von Michael Morgott hoch motiviert ihr sorgfältig einstudiertes Repertoire.
Bereits ab 19.15 Uhr eröffnet das Anfängerorchester der Stadtkapelle, die „Bläserjugend“, wie gewohnt unter der Leitung von Georg Auer, das Vorprogramm des Konzerts.
Für Gesamtleiterin Barbara Theresia Bschorr muss ein Konzertprogramm „in sich stimmig“ sein. Zum Herbst-Konzert hat sie sich diesmal den griechischen Musen zugewandt – und eine davon ausgesucht. Bei „Euterpe“ ist sie fündig geworden. Als eine der neun Musen galt sie in der Antike als Muse der Musik und der Literatur.
Schon vor Konzertbeginn, etwa ab 19.15 Uhr, wird Georg Auer als Ausbilder des Anfängerorchesters „Bläserjugend“ das Publikum mit einem eigenen Programm empfangen. Das eigentliche Konzertprogramm startet dann mit dem Jugendorchester der Stadtkapelle unter der musikalischen Leitung von Michael Morgott. Ihr erstes Musikstück erzählt die Geschichte vom trojanischen Krieg und seinen Helden Achilles, Odysseus, Hektor und der schönen Helena. Die heroischen Themen und schönen Melodien hat sich der Belgier Filip Ceunen einfallen lassen, „The Gates of Troy“ hat er es benannt. Anschließend erklingt das bekannte „Phantom of the Opera“, komponiert von Andrew Lloyd Webber.
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Gnadenlos rockig mit ihrem unverkennbaren kalifornischen Westcoast-Sound war in den 80er Jahren die Gruppe TOTO. Drei der Superhits der Gruppe, „Africa“, „Rosanna“ und „Stop Loving You“, spielt das Jugendorchester. Der in Linz geborene Musiker und Komponist Florian Moitzi hat sich in seinem Werk „Lay Down Your Arms“ mit dem Leben der österreichischen Pazifistin Bertha von Sutter beschäftigt. In leidenschaftlichen Melodien vertont er ihren Traum von einer waffenlosen Gesellschaft.
Nach diesem Programmstück beginnt das große Orchester der Stadtkapelle ihr Programm mit dem Stück „Imagasy“, ausgedacht und niedergeschrieben von Thiemo Kraas. Der Komponist beschreibt in musikalischen Bildern seine Beobachtungen eines kleinen Kindes, das völlig in sich versunken eine eigene Traumwelt schafft. „Das ist große Orchestermusik die deutlich macht, dass der Ursprung aller menschlichen Kreativität in der eigenen Vorstellung und der Illusion liegt“, sagt Barbara T. Bschorr. Auf der Basis des stets rhythmischen Schlagwerkregisters wechseln sich verschiedene Instrumentengruppen mit ihren Auftritten bis zum gemeinsamen Schlusshymnus ab.
Im zweiten Stück des Orchesters widmet sich der Komponist Otto M. Schwarz dem Universalgelehrten Leonardo da Vinci. In der Tondichtung „Leonardo“ würdigt er mit eindrucksvollen Melodien dessen Kreativität, seinen Erfindergeist und seine außergewöhnliche visionäre Persönlichkeit.
Ferrer Ferran, ein spanischer Pianist, Komponist und Dirigent, hat sich ausführlich mit der Muse „Euterpe“ beschäftigt. In seinem, ihren Namen tragenden, heiteren Concertino für Flöte und Orchester tritt er in einen musikalischen Dialog, in dem sich kraftvolle und lyrische Energien einem Wechselspiel mit einer kreativen Ausdruckskraft hingeben. Solistin ist Monika Bendner, deren feines, präzises und von Leichtigkeit getragenes Spiel wie geschaffen für diese künstlerische Inspiration scheint.
Mit Gedanken der Hoffnung und des Friedens ist das ruhige Konzertstück „Rest“ entstanden. Der US-amerikanische Komponist und Musikpädagoge Frank Ticheli hat es in Erinnerung an seinen Vater und an eine enge Freundin geschaffen. Auch das ist die Kunst der Muse: Wo machtvolle Fülle zurücktritt, gewinnen stille Empathie und Ruhe an Raum.
Mit dem „Danzón no. 2“, eine Komposition des Mexikaners Arturo Márquez, wagt sich das große Orchester an ein Stück, das mittlerweile Musikgeschichte ist. Einer der weltbesten Stardirigenten der Klassik, Gustavo Dudamel, hat diesem Werk, das eigentlich ein Gesellschaftstanz der Musikkultur in Kuba und Mexiko ist, mit seinem in Venezuela beheimateten Simón-Bolivar-Jugendorchester eine weltumspannende Popularität verschafft. Barbara T. Bschorr hat dieses Stück ausgewählt, weil es vom kammermusikalischen Zusammenspiel ebenso lebt, wie von der feurigen Lebensfreude, die das gesamte Orchester zum Ausdruck bringt. „Das ist absolut mitreißende Kunst!“, sagt sie. Die Eleganz sowie die überschäumende Leidenschaft der Musik wird das Publikum begeistern.
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Eintrittskarten zu 15 oder 12,50 Euro sind online unter
www.stadtkapelle-wasserburg.de/tickets
oder unter der Ticket-Hotline 08071/9226010 (Bandansage) erhältlich. Restkarten können ab 19 Uhr vor dem Konzert an der Abendkasse erworben werden.
Für die Anfahrt zum Konzert möchte die Stadtkapelle ausdrücklich auf das Angebot der Wasserburger Stadtbuslinie hinweisen.
Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/11/08/diesmal-von-der-muse-gekuesst-2/
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