Adams Tor aus 45 Metern leitet 4:1-Heimsieg ein

Im letzten Spiel des ersten Hauptrunden-Viertels empfingen die Starbulls Rosenheim gestern Abend in der DEL2 die Eispiraten Crimmitschau. Beim ersten Auftritt der Starbulls nach der Trennung von Headcoach Jari Pasanen (wir berichteten) trug Jamie Bartman die Verantwortung hinter der Bande. Er sah einen überzeugenden 4:1-Heimsieg einer von der ersten Minute an engagierten und spielfreudigen Starbulls-Mannschaft – und einen spektakulären Führungstreffer schon nach knapp zwei Minuten von Maximilian Adam.
Dem bis auf Weiteres vom Assistenzcoach zum Chef aufgestiegenen Jamie Bartman stand für das Spiel des 13. Spieltags gegen Crimmitschau der komplette Starbulls-Kader zur Verfügung. Das Rosenheimer Line-up entsprach exakt jenem vom 4:0-Heimsieg am vergangenen Sonntag gegen die Memmingen Indians.
Am morgigen Sonntag wollen sich die Starbulls beim Auswärtsspiel in Ravensburg gegen die Towerstars für die knappe 2:3-Heimniederlage vom ersten Spieltag revanchieren. Spielbeginn in der CHG-Arena ist um 18.30 Uhr (Liveübertragung: www.sporteurope.tv).
Am kommenden Wochenende pausiert die DEL2 dann wegen des Länderspiel-Turniers „Deutschland-Cup“.
Die Partie vor 3.425 Zuschauern in der SPIE-Arena begann spektakulär: Starbulls-Verteidiger Maximilian Adam zog aus der Mitte der eigenen Zone ab und der Puck zappelte knapp 45 Meter entfernt hinter dem verdutzten Gästekeeper Kevin Reich im Netz – nach 105 Sekunden lagen die Starbulls mit 1:0 vorne. Lewis Zerter-Gossage erzwang in der Schlussphase des ersten Drittels den zweiten Rosenheimer Treffer. Er legte zurück auf Kevin Marx Norén und staubte nach dem abgewehrten Schuss des Verteidigers reaktionsschnell ab (17.). Kurz zuvor hatte Lukas Laub bei einem Konter nach raffinierter Verzögerung nur ganz knapp verzogen.
Crimmitschau spielte munter mit, hatte gute Chancen durch Stanislav Dietz, dessen Schuss knapp am linken Pfosten vorbeizischte (11.), und Leon Schulz, bei dessen Versuch die Starbulls Glück hatten, dass er noch neben das Tor abgelenkt wurde (18.). In beiden Situationen hatte Rosenheims Torwart Christopher Kolarz keinerlei Sicht und hätte daher nicht reagieren können. Gegen Leon Neiger parierte Kolarz bei einem Zwei-auf-eins-Gästekonter bravourös (13.).
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In der Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts konnten Jordan Taupert für die Hausherren und Tim Lutz für die Gäste Alleingänge nicht in Torerfolge ummünzen. Der zunächst offene Schlagabtausch veränderte sich zu einer immer markanteren Rosenheimer Überlegenheit. Im Powerplay kreierten die Grün-Weißen permanenten Druck und kamen zu zahlreichen Großchancen. Auch im Fünf gegen Fünf hatten die Starbulls Oberwasser.
Schließlich war es Erik Ullman, der einen sauberen Rückpass von Shane Hanna direkt nahm, aus der Halbdistanz ins lange Eck traf und über sein erstes Saisontor jubeln durfte – 3:0 (34.). Wie schon beim 1:0 stand die vierte Rosenheimer Sturmreihe mit Luigi Calce, Michael Musin und Johannes Achatz, die viele Wechsel bekam und durchgehend überzeugte, auf dem Eis.
Danach konnte Christopher Kolarz die Westsachsen wieder öfter beschäftigen – und mit Anbruch der 40. Spielminute ihr erstes Überzahlspiel nutzen: Adam McCormick war mit einem satten Flachschuss von der blauen Linie erfolgreich. Sekunden zuvor hatte das Rosenheimer Torgestänge gegen Jarno Kärki gerettet.
Mit Rückenwind und dem klaren Ziel, den 2:3-Anschlusstreffer zu erzwingen, starteten die Eispiraten ins Schlussdrittel. Collin Adams tankte sich mit einer feinen Finte durch, aber Torwart Kolarz verhinderte mit einer prima Reaktion den kontrollierten Abschluss. Eine unnötige Strafzeit, die sich Noah Garthe wegen Stockschlags in der Angriffszone einfing, stoppte die Offensiveuphorie der Gäste – und eröffnete den Gastgebern das zweite Powerplay, das sie in den vierten Treffer ummünzen konnten. Nach misslungener Klärung der Eispiraten verirrte sich der Puck zu Scott Feser. Der Rosenheimer Topscorer, der zur vergangenen Spielzeit aus Crimmitschau an die Mangfall gewechselt war, verzögerte kurz, ließ damit den Blockversuch von Emil Quaas ins Leere gehen und wuchtete die Scheibe unhaltbar ins linke obere Eck – 4:1 (43.).
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In der Folge mussten die Starbulls gleich dreimal zwei Unterzahlminuten überstehen. Das gelang teilweise mit richtig gutem Penaltykilling – Tomas Rubes hatte in Unterzahl gar die Großchance zum 5:1, hatte Gästekeeper Reich schon vernascht, brachte den Puck dann aber nicht im kurzen Eck unter (48.). Die Westsachsen bauten phasenweise aber auch großen Druck auf und Kolarz konnte sich mehrfach auszeichnen. Bei numerischer Ausgeglichenheit auf dem Eis ließ die sauber arbeitende grün-weiße Defensive aber keine nennenswerten Gästechancen mehr zu, so dass der verdiente Heimdreier nicht ansatzweise in Gefahr geraten konnte.
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