Grünes Licht für den neuen Wertstoffhof

Der geplante Neubau des Wertstoffhofs an der Priener Straße hat eine wichtige Hürde genommen. In der gestrigen Sitzung stimmte der Stadtrat der Entwurfsplanung und der Kostenberechnung in Höhe von rund sechs Millionen Euro einstimmig zu.
Georg Stetter von der bharchitektengesellschaft mbH aus München stellte dem Gremium die Pläne vor. Auf Basis der geänderten Vorentwurfsplanung der April-Sitzung ermögliche die Planung nun die Zufahrt zum Umspannwerk mit Fahrzeugen für den Transport großer Transformatoren. Für Fußgänger und Radfahrer sei ein separater Ausgang zur Schmerbeckstraße vorgesehen. Dank der technischen Ausstattung werde künftig grundsätzlich auch ein autonomer Betrieb außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich sein. Ein Wermutstropfen bleibt: Für das Vorhaben muss die Linde entfernt werden. Als Ausgleich werden jedoch drei Ersatzbäume gepflanzt. Der Baubeginn ist für den Sommer 2027 angesetzt, die Fertigstellung soll im Herbst 2028 erfolgen.
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa sechs Millionen Euro brutto einschließlich Nebenkosten. Darin enthalten ist bereits ein vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV) empfohlener Risikozuschlag von fünf Prozent für eventuelle Preissteigerungen. Finanziert werden soll das Projekt über ein Förderdarlehen der LfA Förderbank Bayern. Da die jährlichen Folgekosten für Abschreibungen, Betrieb und Unterhalt nach aktuellem Stand rund 216.060 Euro betragen und komplett auf die Abfallgebühren umgelegt werden müssen, würde sich die Grundgebühr für die rund 8.800 Gebühreneinheiten um etwa zwei Euro pro Monat erhöhen.
Zum Weiterlesen nach unten scrollen.
Die Stadt setzt auf eine Kooperation mit der Nachbarschaft. Aktuell laufen Verhandlungen mit dem Landkreis Rosenheim über eine Mitnutzung durch die Gemeinde Eiselfing; der Entwurf einer Zweckvereinbarung wird bereits vom BKPV geprüft. Heike Maas (CSU) bezeichnete den neuen Wertstoffhof als einen „Mercedes unter den Wertstoffhöfen“ und betonte, es müsse alles getan werden, um Eiselfing ins Boot zu holen, da ein größeres Einzugsgebiet weniger Kosten für den Einzelnen bedeute. Dem schloss sich auch Werner Gartner (SPD) an. Bürgermeister Bastian Wernthaler bestätigte, dass intensiv daran gearbeitet werde und es der gemeinsame Wunsch beider Kommunen sei, den Wertstoffhof zusammen zu nutzen.
Sepp Baumann (Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg) fand es gut, dass ein Großteil des Baus mit Holz aus dem eigenen Wald realisiert wird, merkte mit Blick auf die hohe Investitionssumme jedoch augenzwinkernd an: „Ein großer Kuhstall sieht ähnlich aus und kostet nur maximal die Hälfte.“ Umweltreferent Norbert Buortesch (Bürgerforum) bedauerte den Verlust der alten Linde, zeigte sich aber erfreut über die Ersatzpflanzungen. Wolfgang Schmid (CSU) ergänzte hierzu, dass kleinere Bäume beim Pflanzen besser anwachsen als große.
Einstimmig wurde die Verwaltung nun beauftragt, die nächsten Planungsphasen stufenweise in die Wege zu leiten und die Finanzierung des Millionenprojekts vorzubereiten.
TANJA GEIDOBLER / Bilder: Stadt Wasserburg

Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/30/gruenes-licht-fuer-neuen-wertstoffhof-2/
Zum Weiterlesen nach unten scrollen.




Wie sind denn die Parkplätze für die anliefernden PKW angeordnet? Gibt es auch extra lange Parkplätze für Fahrzeuge mit Anhänger? Gibt es eine Ansicht aus der Vogelperspektive, damit man einen Eindruck von den Platzverhältnissen bekommt?
Schon wieder muss ein alter Baum weichen.
Hätte man das nicht verhindern könne?
Von den Neuanpflanzzngen hat der alte Baum wenig.
Es dauert sehr lange, bis so ein Baum wächst.
Sehr schade