„Gegen linke Krawalle, für Sicherheit und Ordnung“

„Gegen linke Krawalle, für Sicherheit und Ordnung“

Die Kreisverbände der Jungen Union (JU) Rosenheim-Stadt und Rosenheim-Land äußern sich besorgt über die geplante Demonstration der Gruppierung „Gen Z regelt“ für den kommenden Samstag (wir berichteten). Der Aufruf, in Rosenheim „auf die Straße wie in Frankreich“ zu gehen, und die dazu verwendeten Bilder von Auseinandersetzungen mit Polizeikräften sind aus Sicht der beiden Kreisverbände in Darstellung und Zielrichtung äußerst bedenklich.

Die JU kritisiert insbesondere die konfrontative Rhetorik gegenüber der Polizei und die Verharmlosung der Ausschreitungen im Nachbarland. „Junge Menschen haben selbstverständlich das Recht, auf Anliegen aufmerksam zu machen, politische Entscheidungen zu kritisieren und dafür auf die Straße zu gehen. Wer jedoch mit Bildern gewaltsamer Auseinandersetzungen wirbt, muss sich fragen lassen, welches Signal er damit aussenden will“, erklärt Marinus Mundloch, Kreisvorsitzender der Jungen Union Rosenheim-Stadt. „Diese Aktion kann nicht für sich beanspruchen, für die Mehrheit unserer Generation zu sprechen. Der konfrontative Auftritt steht aus unserer Sicht für eine radikale Minderheitenposition. Wir lassen nicht zu, dass eine ganze Generation damit gleichgesetzt wird.“

Das zur Demonstration verbreitete Plakat legt nach Einschätzung der beiden JU-Kreisverbände nahe, dass es bei der Mobilisierung um mehr als friedlichen Schülerprotest geht. Die bewusste Verbindung des Frankreich-Verweises mit Bildern einer Auseinandersetzung zwischen Demonstrierenden und Polizei erwecke den Eindruck, dass die Konfrontation mit Sicherheitskräften gezielt gesucht werde.

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Verstärkt werde dieser Eindruck auch durch ein von der Gruppierung am Sonntag veröffentlichtes Video. Darin tritt ein Mitglied der Gruppe völlig vermummt und stellt die Ereignisse in Frankreich so dar, als sei die Gewalt von der Polizei ausgegangen. „Das Video unterstreicht unseren Eindruck, dass es beim geplanten Protest nicht in erster Linie um Schülerproteste, sondern um linksradikale Krawallmache geht. Wer einen friedlichen Protest plant, muss nicht schon in der Ankündigung seine Identität verschleiern. Inakzeptabel ist zudem die Darstellung von Polizei und Sicherheitsbehörden. Als Junge Union stehen wir hinter unseren Polizeibeamten. Sie sorgen für Sicherheit und Ordnung und gewährleisten Sicherheit und Schutz von Eigentum“, betont Matthias Eggerl (Foto), Kreisvorsitzender der Jungen Union Rosenheim Land. „Unsere Sicherheitskräfte schützen die Versammlungsfreiheit und damit gerade auch die Rechte derjenigen, die auf die Straße gehen. Dafür verdienen sie Rückhalt und Respekt.“

Die beiden Kreisverbände fordern die Verantwortlichen der Demonstration auf, sich in Worten und Auftreten eindeutig von Gewalt zu distanzieren und zu einem friedlichen Verlauf beizutragen. Politische Anliegen müssten in der Sache diskutiert werden. Eine Inszenierung, die gewaltsame Konfrontation als Vorbild erscheinen lasse, schade dieser Debatte. Zu begrüßen seien die klaren Reaktionen aus der Stadtspitze zu den geplanten Aktionen.

„Wir wünschen uns eine junge Generation, die sich einmischt und Verantwortung übernimmt. Dazu gehört, andere Meinungen auszuhalten, demokratische Regeln zu respektieren und Konflikte friedlich auszutragen. Für alle, die Anliegen konstruktiv diskutieren und einbringen wollen, bieten wir als Junge Union eine Heimat“, erklären Mundloch und Eggerl abschließend.

Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/29/gegen-linke-krawalle-fuer-sicherheit-und-ordnung/

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Kommentare

  1. Eine Junge Union, die immer noch krampfhaft auf „konservativ“ macht, ist sicherlich keine politische Heimat mehr für die Mehrheit der jungen Generation.

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  2. Naja also wenn man sich die Wahlergebnisse der unter 25-jährigen so anschaut, dann kann vorallem die JU für sich beanspruchen dass ihre Positionen eine radikale Minderheitenposition ist.

    Hoffentlich kämpft die Jugend in Deutschland für ihre Zukunft!

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  3. Gut dass die JU natürlich nicht über die tägliche Gewalt der Herrschenden spricht, die unsere Zukunft verkaufen durch immer massiveres Umverteilen von Reichtum an die oberen 10%, die Zerstörung des Planeten, die Kriegstreiberei, das Kürzen bei den Allerschwächsten, Menschen verhungern und verdursten lassen, mit deutschen Waffen einen Genozid in Palästina zu unterstützen etc.

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