Gestern Abend emotionales Derby bei den Schonis

Gestern Abend emotionales Derby bei den Schonis

Wenn die Zufahrt zur Schonstetter Georg-Loy-Sportanlage kaum mehr möglich ist, kein Parkplatz mehr frei ist und sich mehr als 150 Zuschauer herumtummeln, dann ist klar - es ist wieder hochemotionale Derby-Zeit bei den Schonis. So war es auch am gestrigen Dienstag-Abend, als unter Flutlicht der FC Halfing zu Gast war in der Fußball-A-Klasse. Quasi ein „Bruder-Kampf" ...

Durch gefeierte Tore von Simon Dirmecker und Benjamin Schneid gelang Schonstett am Ende ein 2:1-Erfolg. Der Halfinger Anschlusstreffer fiel erst in der 90. Minute durch Adrian Gruber - zu spät für einen Punktgewinn der Gäste.

Schonstetts Trainer Stefan Stübl und Spielertrainer Yannick Albrich  freuten sich am Ende über dieses typische Derby und sie lobten ihr Team für den starken Einsatz. Für den SV Schonstett bedeutet der Sieg, dass man weiter gut Abstand zu den Abstiegsplätzen hält. Der FC Halfing dagegen rutscht - zwei Spiele vor Vorrunden-Ende - durch die Niederlage auf einen der beiden direkten Abstiegsplätze. Am kommenden Samstag, 31. Oktober, um 15 Uhr tritt der SV Schonstett zum nächsten Lokalderby beim SV Amerang an. Halfing empfängt parallel daheim den Drittplatzierten Taufkirchen.

Der Spielbericht zu gestern Abend ...

 

Der stets souverän leitende Schiedsrichter Stefan Rettenbeck hatte das Spiel kaum angepfiffen, da war jedem klar, was die nächsten 90 Minuten zu erwarten war: Kampf, Einsatz und Emotionen. Denn Schonstetter und Halfinger Fußballer wollen in so einem Lokalderby zum Einsatz kommen und dabei alles gegeben. Die Zuschauer trugen mit ihren Anfeuerungsrufen ihren Teil dazu bei, dass das Derby die ganze Spieldauer über sehr emotional blieb.

Beide Teams schenkten sich in der 1. Halbzeit nichts. Es wurde von Beginn an um jeden Ball gerungen und sowohl das Heimteam als auch das Gästeteam kamen zu Torchancen. Beide Defensivreihen hatten mehr zu tun, als ihnen lieb war.

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Eine der größten Chancen der Halfinger war ein Alleingang auf den Schonstetter Kasten, aber Torwart Johannes „Mühli“ Mühlbauer entschärfte mit einer Glanzparade. Aber auch Kompliment an den Halfinger Goalie Philip Aimer, der  sich das ganze Spiel in guter Form präsentierte.

Kurz vor der Halbzeit fasste sich dann Simon Dirnecker vom SV Schonstett ein Herz, erkämpfte sich nach einem Angriff seiner Mitspieler den Ball im gegnerischen Strafraum und schoss sein Team unter großem Jubel der Zuschauer mit 1:0 in Führung, was gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutete.

Der FC Halfing startete nach der Halbzeitpause etwas engagierter als die Spieler vom SV Schnonstett. Die Schonstetter waren 20 Minuten lang immer einen Schritt zu spät – die Deckungsarbeit, vor allem im Mittelfeld, funktionierte nicht mehr richtig und man verlor viel zu viel Zweikämpfe. Und so kam es wie es kommen musste: Nach einem Angriff des FC Halfing bekamen die Spieler des SV Schonstett den Ball einfach nicht aus dem Strafraum heraus und nach einem Foul entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß für das Gästeteam.

Der zur 2. Halbzeit eingewechselte Schonstetter Torwart Sergej Aselbor ahnte mit seiner Spielerfahrung die Torecke, in die der Ball flach geschossen werden sollte und hielt den Elfmeter. Die Georg-Loy-Sportanlage bebte nun und der gehaltene Elfmeter war die Initialzündung dafür, dass die von Kapitän Alexander Witte angeführten Schonis wieder zu sich fanden und endlich eine „Schippe“ drauflegten.

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In der 75. Spielminute wurde das Heimteam mit dem 2:0-Führungstreffer belohnt, als Benjamin Schneid clever und sehenswert aus 25 Metern aus dem linken Halbfeld auf das Halfinger Tor schoss und sich der Ball über alle gegnerischen Spieler und den Torwart hinweg unhaltbar ins Tornetz senkte.

Der SV Schonstett hätte in der 80. Minute und in der 85. Minute fast noch weitere Treffer nachgelegt, aber der Torpfosten und der Halfinger Keeper hatten etwas dagegen.

Der FC Halfing gab nach dem Rückstand keineswegs auf, zeigte hohe Moral und nachdem der SV Schonstett wieder einmal den Ball aus dem eigenen Strafraum nicht rechtzeitig hinausbefördern konnte, gelang Adrian Gruber in der 90. Spielminute der Anschlusstreffer zum 1:2.

Halfings Trainer Philipp Stowasser gab nun zur Nachspielzeit laut die Devise aus: „Volles Risiko“. Seine Spieler befolgten die Anweisung: Sage und schreibe drei Eckstöße erarbeitete sich der FC Halfing hier noch. Mit Einsatz und etwas Glück verteidigte der SV Schonstett aber die Führung und seine drei wertvollen Punkte bis zum Schlusspfiff …

KF

Foto: SV Schonstett

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