Im Halbfinale beim Shanghai-Masters

Jakob Schnaitter und Mark Wallner aus Wasserburg stehen im Halbfinale des Shanghai-Masters. Im Viertelfinale besiegten sie heute Morgen mitteleuropäischer Zeit die Nummer drei und die Nummer sechs der Doppelwelt, Neal Skupski (GB) und Christian Harrison (USA).
Das Shanghai-Masters ist ein chinesisches Herren-Tennisturnier. Es ist seit der ersten Austragung 2009 das achte von neun Turnieren der Masters-1000-Serie, der höchsten Turnierserie innerhalb der ATP Tour. Als einziges der neun Masters wird es außerhalb von Europa und Nordamerika gespielt.
Im ersten Satz spielten beide bei eigenem Aufschlag enorm stark: Die haushohen Favoriten genauso wie die Außenseiter Jakob Schnaitter und Mark Wallner, dessen härtester Aufschlag mit 227 Stundenkilometern gemessen wurde.
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Die Münchner/Wasserburger mussten als erste beim Stand von 4:4 einen Breakball abwehren, die zweimaligen Grandslam-Sieger diesen Jahres im darauffolgenden Spiel. Beide Teams machten das souverän und so mündet Durchgang eins im Tiebreak. Auch der blieb bis zum Ende eng. Den ersten Satzball beim Stand von 6:5 und Aufschlag Skupski machte Jakob Schnaitter dann im Alleingang klar: erst ein guter Return longline, Skupski geriet in Bedrängnis. Dann ein hoher Ball cross, Skupski unter Druck. Und jetzt ein tiefer Rückhand-Volley. Den kann die Nummer 3 der Doppelwelt nur noch langsam, kurz und hoch zurückspielen, die perfekte Vorlage für den abschließenden Schmetterball von Schnaitter. Nach 49 Minuten haben die Münchner/Wasserburger den hart umkämpften, ersten Satz im Sack.
Im zweiten Durchgang fällt die Vorentscheidung nach knapp einer viertel Stunde. Der Brite Neal Skupski muss seinen Aufschlag abgeben. 3:1! Doch im anschließenden Spiel droht das Rebreak. Mark Wallner, der seine Aufschläge reihenweise mit mehr als Tempo 200 rüberdonnert, wehrt jedoch die zwei Breakbälle nervenstark ab und macht mit einem 219-Stundenkilometer-Ass das 4:1 perfekt. Sein letzter Aufschlag rauscht beim ersten Matchball mit 218 km in die Mitte, Skupski kann ihn nicht kontrolliert zurückschlagen. Nach 1 Stunde und 22 Minuten Spielzeit fallen sich Schnaitter und Wallner in die Arme. Erstmals stehen sie im Halbfinale eines Masters. Ein echter Meleinstein für die Münchner. Am Samstag treffen sie auf das Ösi-Duo Lukas Miedler und Neil Oberleitner.
Jakob Schnaitter: „Nach dem Sieg gegen das wohl aktuell beste Doppel der Welt, das dieses Jahr schon die Australien Open und die US-Open gewonnen hat, geht es uns natürlich super. Wir haben das, finde ich, heute richtig gut gemacht. Die Spieleröffnung war richtig geil. Aufschlag und Return haben wir beide heute sehr aggressiv gespielt und immer wenn es kritisch wurde bei eigenen Aufschlag , sind wir mutig geblieben und bei den ganz wichtigen Momenten haben wir heute zugeschlagen.“
Mark Wallner: ^Dass wir heute zum ersten Mal bei einem so großen Turnier auf dem Centercourt gespielt haben, war natürlich was ganz Besonderes. Wir haben uns darauf gefreut und waren schon ein bisschen früher auf der Anlage, haben uns eine halbe Stunde eingespielt auf dem Centercourt, um uns an die Optik in diesem riesen Stadion zu gewöhnen.“
Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/15/im-halbfibale-beim-shanghai-masters/
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