Morgen der Wasserburger Reality-Check 2.0

Morgen der Wasserburger Reality-Check 2.0

„Ich blicke mit einer Riesenvorfreude auf das Spiel“, sagt Wasserburgs Co-Trainer Max Backa vor dem Rückrunden-Start des TSV 1880 Wasserburg am morgigen Freitag-Abend um 19 Uhr n der Altstadt - gegen die Sportfreunde Schwaig. Dass ein Wasserburger Trainer nach dem 1:5-Debakel im Hinspiel jemals einen solchen Satz sagen würde, schien Ende Juli utopisch. Backas Vorfreude resultiert auch nicht aus den wohligen Erinnerungen an die letzte Begegnung mit Schwaig, sondern daraus, dass die Löwen letztmals in diesem Kalenderjahr an einem Freitag-Abend an der Landwehrstraße 10 spielen werden, ehe sie immer Samstag-Nachmittag antreten werden.

Die Gedanken an das Hinspiel spielen dennoch eine Rolle. „Wir starten gegen einen Gegner in die Rückrunde, der uns in der Hinrunde einen brutalen Reality Check gegeben hat: Das ist Bayernliga, herzlich willkommen“, erinnert sich Backa.

Aufgrund des Totopokals war es für die Innstädter damals schon der zweite Spieltag und wie am ersten lagen sie nach 20 Minuten so deutlich in Rückstand, dass die Partie frühzeitig gelaufen war. „Wir waren komplett chancenlos und sind richtig untergegangen“, so der Co-Trainer. Obwohl Wasserburg derzeit Dritter und Schwaig Siebter ist, steht für Backa fest: „Dementsprechend ist auch die Favoritenrolle klar verteilt. Die letzten Spiele gegen Schwaig waren ganz eindeutige Nummern, so dass Schwaig auch dieses Mal der klare Favorit ist.“

Backa führt in der Folge von Torjäger Raffael Ascher über Spielmacher Tim Schels den halben Kader von Trainerfuchs Wiggerl Donbeck auf, der in der Bayernliga zur allerfeinsten Ware zählt, betont aber auch: „Wir werden nicht die weiße Fahne hissen.“ Die Löwen wollen zum Rückrunden-Auftakt die Scharte aus dem Hinspiel auswetzen. Backa sieht aus zwei Gründen durchaus gute Chancen, dass Wasserburg den Reality-Check 2.0 dieses Mal besteht: „Die Spieler und der Verein schaffen es immer wieder Bretter zu bohren, an die sich andere gar nicht heranwagen würden. Über die Energie, die die Spieler und dieser Verein haben, gelingt es immer wieder.“

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Der zweite Aspekt, der Backa Hoffnung macht, ist die Entwicklung der Nehmerqualitäten. Um das zu erklären, bemüht der Assistent von Florian Heller Weisheiten des großen Sportphilosophen Rocky Balboa: „Wir konnten zu Beginn auch hart zuschlagen. Wir sind aber eingeknickt, wenn wir einen harten Schlag abbekommen haben. Das ist ein Teil der Entwicklung, die wir genommen haben. Wir können viel mehr einstecken.“ Mittlerweile können die Löwen auch Druckphasen des Gegners deutlich länger aushalten und vor allem auch nach harten Wirkungstreffern selber wieder zuschlagen wie die späten Siege gegen Ismaning und Schalding belegen.

Gegen Schwaig wird diese These auf die Probe gestellt, denn im Ring wird den Innstädtern ein Schwergewicht gegenüberstehen.

JAH

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