Von Tansania zum Praktikum nach Wasserburg

Von Tansania zum Praktikum nach Wasserburg

Es ist nun schon ein Jahr her, dass der Wasserburger Dr. Thomas Brei, der im St. Clare Hospital in Mwanza am Südufer des Victoria-See im Rahmen seines Auftrages als Missionar sowohl für die Seelsorge der Menschen wie für die medizinische Versorgung als Arzt verantwortlich ist, nach Wasserburg und die Pfarreien seiner Kaplanstätigkeiten besuchen konnte. In diesem Jahr halten ihn die laufenden Strukturierungsmaßnahmen innerhalb des Hospitals, das in örtlicher Betriebsträgerschaft der St. Clare Foundation wertvolle Dienste leistet, von einem Heimat-Aufenthalt ab.

„Ich habe gerade wenig Zeit zum Telefonieren, weil ich gleich einen seelsorgerischen Termin mit den Schwestern der Clarissinen habe“ sagte der Priester und Arzt bei einem Telefongespräch. Regelmäßig gibt es zudem Kontakte zwischen den Verantwortlichen des Fördervereins und dem Hospital in Mwanza. Dabei geht es um Rücksprachen und Rückfragen, was gerade im Prozess ist und wo der Förderverein Unterstützung leisten kann.

Beispielsweise läuft derzeit, neben den finanziellen Hilfen, ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Romed-Klinik in Wasserburg im Bereich der Aus- und Fortbildung für die Mitarbeiterschaft in Mwanza. Vivian Kulinda, eine Krankenschwester aus dem St.Clare Hospital, absolviert ein sechswöchiges Praktikum in der Abteilung Endoskopie. Seit drei Jahren ist sie als medizinische Fachkraft fertig mit der Ausbildung und wird nun nach dem Aufenthalt in Wasserburg wieder in diesem Bereich im Hospital in Tansania tätig sein.

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Mittlerweile sind dort erste belastbare Strukturen entstanden und die eingeleiteten und vom Förderverein begleiteten Maßnahme zeigen Wirkung. Immer mehr fachliche Untersuchungen und Operationen für die einheimische Bevölkerung sind nun möglich. Auch für den ambulanten Bedarf, der sich in der Umgebung mehr und mehr entwickelt.

Trotzdem werden sich im St. Clare Hospital keine vergleichbaren mitteleuropäischen Krankenhausstrukturen entwickeln können. „Die Menschen hier müssen in ihrer eigenen Lebensweise und Lebensplanung mitgenommen und respektiert werden, damit sie Vertrauen zur Medizin bekommen“ ist da die Erfahrung von Thomas Brei. Und er berichtet, dass sehr häufig sein missionarisch-seelsorgerisches Tun das Denken der Patienten zuerst erreicht.

Dafür braucht es weiterhin das Engagement des Wasserburger Fördervereins, die Hilfen der katholischen Diözesen und Pfarreien sowie die Spenden aus Deutschland. Der Wille und das Können aller Beteiligten vor Ort bekommen so eine nachhaltige Grundlage.

Foto: Vivian Kulinda (Bildmitte) wohnt während ihres mehrwöchigen Praktikums in Wasserburg bei der Mutter von Dr. Thomas Brei, Theresia Brei (links). Die Organisation läuft über den Förderverein (rechts im Bild Hermann Kühn, Vorstandsmitglied).

BUA

Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/11/04/von-tansania-zum-praktikum-nach-wasserburg/

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