Warum sind E-Ladestationen nicht barrierefrei?

Gemeinsamer Austausch: Die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen sowie Bürgermeister des Landkreises Rosenheim sind jetzt im Landratsamt zu ihrem jährlichen Austauschtreffen zusammengekommen. Im Fokus standen barrierefreie E-Ladeinfrastruktur, die Ergebnisse des Projekts der „Zukunfts-Werkstatt. Für mehr Inklusion" sowie weitere lokale Projekte.
Öffentliche Ladestationen für E-Fahrzeuge sind oft nicht barrierefrei zugänglich. Hohe Bordsteine, ungünstig platzierte Ladesäulen und zu enge Bewegungsflächen stellen insbesondere für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer erhebliche Hürden dar. Da Kommunen bei der Errichtung von Ladeplätzen auf Privatgrundstücken häufig nicht in die Planung einbezogen werden, sollen künftig die Zusammenarbeit mit der Bayerischen Architektenkammer, den Energieversorgern sowie den Stadt- und Gemeindewerken intensiviert werden. Ziel sei es, alle Beteiligten für die Anforderungen einer barrierefreien Gestaltung zu sensibilisieren.
Dörte Söhngen, Fachstelle Inklusion im Landratsamt, stellte zudem die Ergebnisse der „Zukunfts-Werkstatt. Für mehr Inklusion“ 2025 vor. Unter anderem wurde für die südliche und die nördliche Region im Rahmen dieses Austauschformats ein Bedarf an Angeboten zur digitalen Bildung formuliert, wie Dörte Söhngen erklärte. Die Volkshochschule Wasserburg hat darauf bereits reagiert und bietet seit dem Frühjahrssemester die Kursreihe „vhs inklusiv“ an, die auf große Resonanz stößt. Die „Zukunfts-Werkstatt. Für mehr Inklusion“ wird im Frühjahr 2027 fortgesetzt. Die Termine und Orte werden noch bekanntgegeben.
Auch das Projekt der Ehrenamts-Koordinatorin für den Landkreis Rosenheim – Giulia Giardina – nämlich die „Inklusion im Engagement in Sportvereinen“ wurde vorgestellt.
Im Sommer fand in der inklusiven Kletterhalle „Basislager“ in Bad Aibling ein Aktionstag für Vorstände und Trainer aus Sportvereinen des Landkreises statt. Am 21. November findet die nächste Veranstaltung dieser Reihe der Ehrenamts-Koordination in Zusammenarbeit mit der lagfa Bayern und dem BVS (Behinderten und Rehabilitationssport) statt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Verein die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen für mehr Teilhabe im Sport schaffen können. Die Teilnahme ist für Vereine kostenlos, das Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens waren Projekte aus dem Landkreis: Genannt wurden ein inklusives Gartenbau-Projekt in Wasserburg, die beliebte inklusive Disco „Connecting People“ in Aschau, eine geplante Jugendversammlung in Prien, ein inklusives Senioren-Sportangebot in Höslwang sowie ein inklusives Sport- und Spielfest in Prutting. Auch auf die Inklusions-Vorstellung kommendes Jahr vom Musical „Anastasia“ auf Gut Immling wurde hingewiesen.
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Es gibt noch eine weitere Hürde: die Bezahlung. Meines Wissens nach kann man nur mit einer App den Ladevorgang starten und bezahlen. Wenn man das aus irgendeinem Grund nicht kann oder hat, hat man keine Möglichkeit an Strom zu kommen.