Von Radwegen bis zum Energiemanagement

Mit einem überarbeiteten Arbeitsprogramm will der Landkreis seine Energie- und Klimaziele weiter voranbringen. Das Energiepolitische Arbeitsprogramms (EPAP) bündelt die nächsten konkreten Schritte. Im Ausschuss für Umweltangelegenheiten, Landwirtschaft, räumliche Entwicklung, Natur- und Klimaschutz sowie Mobilität stellte Diana Genius von der Wirtschaftsförderung, Klimaschutz, Mobilität das aktualisierte Arbeitsprogramm vor. Der Ausschuss nahm die Überarbeitung zur Kenntnis und bekräftigte, das Arbeitsprogramm fortzuführen.
Die Grundlage dafür bildet der Beschluss des Umweltausschusses aus dem Oktober 2025, das Energiepolitische Arbeitsprogramm nach der deutschlandweiten Beendigung des European Energy Awards fortzuführen. „Wir setzen das Programm mit dem gleichen Anspruch fort: Die Maßnahmen umsetzen und den Fortschritt regelmäßig berichten“, so Genius.
Wichtige Bausteine für das Energiepolitische Arbeitsprogramm sind die regelmäßige Erstellung der Treibhausgasbilanz sowie das kommunale Energiemanagement (KEM). Seit Juli 2026 besetzt Jonas Bernegger die Stelle als Energiemanager. Er erfasst unter anderem die Energieverbräuche in den Kreisliegenschaften, also zum Beispiel in Schulen und Verwaltungsgebäuden des Landkreises und arbeitet an deren Optimierung.
Zum Weiterlesen nach unten scrollen.
Das Energiepolitische Arbeitsprogramm umfasst 59 Maßnahmen aus den Bereichen Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude, und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation, sowie Kommunikation und Kooperation. Diese wurden nun neu priorisiert.
Seit der Erstellung des Arbeitsprogramms in 2024 wurden zahlreiche Maßnahmen angestoßen oder sogar abgeschlossen. Dazu zählen die Beschilderung der Alltagsradwege, verschiedene Verbesserung des ÖPNV-Angebots sowie die Erstellung der Treibhausgasbilanz für das Bilanzjahr 2023.
Der Umweltausschuss wird weiterhin in regelmäßigen Abständen über die Fortschritte der Aktivitäten im Energiepolitischen Arbeitsprogramms unterrichtet. Das Ziel bleibt unverändert: weniger Energieverbrauch, mehr Nachhaltigkeit – als dauerhafte Aufgabe des Landkreises Rosenheim.
Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/08/von-radwegen-bis-zum-energiemanagement/
Zum Weiterlesen nach unten scrollen.




Was für Radwege? Überall werden Geh/Radwege umgewidmet in Gehwege – Radfahrer frei. Auf solchen Wegen, hat ein Radfahrer mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren – also so schnell als würde er das Rad schieben. Egal ob ein Fußgänger in Sicht ist oder nicht. Dafür muß der Radweg nicht benutzt werden. Also liebe Autofahrer, nicht wundern wenn immer mehr Radler auf der Straße unterwegs sind. Allein in Wasserburg die Rampe hoch – ein Witz. Wie will man das mit 7 km/h (das ist etwa Schrittgeschwindigkeit) überhaupt schaffen. Bei längeren Strecken wird es richtig grotesk. Eine Streck von 15 km ist mit dem Rad eigentlich kein Problem. Wird es aber, wenn ich die hälfte der Strecke mit Schrittgeschwindigkeit fahren soll.
Bei der Beschilderung der Alltagsradwege geht es nicht um die Ausweisung von Rad- und/oder Fußgängerwegen mit entsprechenden Verkehrszeichen, sondern um die Wegweisung, d.h. die kleinen weißen Schilder mit der grünen Schrift. Diese wurde vor Jahren im Zuge des Radverkehrskonzeptes des Landkreises neu überplant, die jeweilige Umsetzung obliegt allerdings den einzelnen Gemeinden und wurde offensichtlich nicht überall mit gleicher Konsequent umgesetzt.
Auch war diese Neuausschilderung nur ein Teil des gesamten Radwegenetzes, der aufwändigere und wichtigere Teil wäre gewesen, die verbleibenden Lücken im Radverkehrsnetz zu schließen, z.B. durch Neubau von Radwegen, Ausbau von Feldwegen und Nebenstraßen etc. Ob davon etwas umgesetzt wurde und falls ja, wie viel, lässt sich nicht genau sagen, da das gesamte Radwegekonzept nirgends öffentlich einsehbar ist und vermutlich in irgendeiner Schublade vor sich hinverstaubt.
Aber so lange man in Veröffentlichungen wie der obigen selbstzufrieden kundtun kann, dass bereits „zahlreiche Maßnahmen angestoßen oder sogar abgeschlossen“ seien, ist die Welt doch in Ordnung.