Wenn der Alltag Pause macht

30 Erwachsene mit angeborenem Immundefekt kamen bei strahlendem Sonnenschein zum Austauschwochenende der dsai (Deutsche Patientenorganisation für angeborene Immundefekte) im Hotel „Das Wasserburg“ zusammen. Für die Teilnehmenden bedeutete dies eine echte Auszeit: Erfahrungen zu teilen, Kraft zu schöpfen und den von Krankheit geprägten Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen.
Zum Programm gehörten ein Ausflug auf den Wendelstein und natürlich hatten alle Gäste die Möglichkeit zu einem Stadtbummel durch Wasserburg. Neben den Gesprächen blieb Zeit, gemeinsam zu lachen, loszulassen und schöne Erinnerungen zu sammeln. Beim zwanglosen Abendessen tauschte man sich zu Rehas und Behördengängen, aber ebenso zu Reisen, Familie und den kleinen und großen Erfolgen des Alltags aus.
Wie schwer ein Immundefekt das Leben beeinträchtigen kann, ist Betroffenen meist nicht anzusehen. Am Ende des Jahres liegen oft mehrere lange Krankenhausaufenthalte hinter ihnen, sie leben mit schweren Organschäden, unzähligen Infekten und ohne adäquate Therapien mit Immunglobulinen aus menschlichem Blutplasma könnten sie nicht überleben. Ein Großteil der Teilnehmenden kann aufgrund der Erkrankung keiner geregelten Arbeit nachgehen; der festgestellte Grad der Behinderung (GdB) reicht bei Einzelnen bis 100.
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Die Teilnehmenden trugen einen Teil der Kosten selbst. Für viele wäre das Wochenende ohne die Bezuschussung von Übernachtung und Ausflug jedoch kaum möglich gewesen. Die dsai dankt der GKV-Gemeinschaftsförderung auf Bundesebene für die Förderung des Austauschwochenendes.
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