Der König von Theben kommt in die Stadt

Sophokles’ Tragödie „König Ödipus" wird in Wasserburg neu inszeniert. Der König von Theben hat seinen Vater getötet und seine Mutter geheiratet. Was wird das Theater Wasserburg aus diesem Stoff herausholen?
Der griechische Dichter Sophokles lebte im 5. Jahrhundert vor Christus. Die bekanntesten Werke von ihm dürften neben dem König Ödipus (429-425 v. Chr. entstanden) die Werke „Antigone“ (442 v. Chr. entstanden) und Elektra (ungefähr 413 v. Chr. entstanden) sein. Sophokles war ein Meister der griechischen Tragödie und „König Ödipus“ ist wohl ein herausragendes Beispiel für dieses Genre.
Die Geschichte ist schnell erzählt: König Laios von Theben war mit Iokaste verheiratet. Ihre Ehe blieb lange Zeit kinderlos. Aus diesem Grund machte der König sich eines Tages auf den Weg zum Orakel von Delphi und erfuhr, dass ein Fluch auf ihm laste. Das Orakel warnte ihn davor, einen Sohn mit Iokaste zu zeugen. Dieser werde nämlich später seinen Vater erschlagen und seine Mutter heiraten. Als Iokaste einen Sohn gebar, ließ sie die Füße des Neugeborenen zusammenbinden und das Baby von einem Diener im Kithairon-Gebirge aussetzen, damit man dem Schicksalsspruch entgehen könne. Aus Mitleid übergab der Diener aber das Kind einem vorbeiziehenden Hirten, der es dann zu Polybos, dem König von Korinth, und seiner Frau Merope brachte, die das Kind adoptierten und wegen seiner geschwollenen Füße Oidipus nannten.
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Ödipus wuchs in Korinth auf, ohne von seiner Herkunft zu wissen. Als ein Betrunkener auf einem Fest Andeutungen machte, denen zufolge Ödipus nicht der leibliche Sohn seiner Eltern sei, befragte er das delphische Orakel nach seiner Herkunft. Ihm wurde geantwortet, er werde seinen Vater töten und seine Mutter zur Frau nehmen. Er kehrte daraufhin nicht nach Korinth zurück, um die Erfüllung der Prophezeiung zu verhindern. In Phokis, auf dem Weg von Delphi, traf Ödipus an einer Weggabelung nach Daulis auf einen Wagen. Ödipus selbst schildert in Sophokles’ König Ödipus die Ereignisse so, dass ihn der Herold des Gespanns vom Weg abdrängte, woraufhin Ödipus auf den Wagenlenker und schließlich, nach einem Angriff des Laios, ungleich heftiger auch auf diesen und seine Diener einschlug und sie alle tötete.
Anschließend kommt er nach Theben, wird hier gefeiert und man trägt ihm Iokaste als Frau an. Und so erfüllte sich das Orakel, obwohl alle nach bestem Wissen versuchten, dieses Orakel nicht Wirklichkeit werden zu lassen.
Man darf wirklich gespannt sein, was das Theater Wasserburg aus diesem antiken Stoff gemacht hat.
Es spielen Susan Hecker, Hilmar Henjes, Carsten Klemm, Rosalie Schlagheck und Lea Luisa Schönhuber. Die Regie liegt in den Händen von Annett Segerer.
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Premiere am 16. Oktober
„Ödipus“ wird nach der Premiere am 16. Oktober (20 Uhr) noch an folgenden Tagen aufgeführt: 18. Oktober (19 Uhr), 14. November (20 Uhr), 15. November (19 Uhr), 17. Dezember, 18. Dezember, 27. Januar 2027, 28. Januar 2027, 29. Januar 2027, 27. Februar 2027 (jeweils 20 Uhr) und 28. Februar 2027 (19 Uhr).
Am 18. Oktober gibt es ab 18 Uhr im Saal des Theaters die bekannten „Vorreden“.
Karten gibt es online unter www.theaterwasserburg.de, bei Versandprofi Gartner, in der Tourist-Info in Wasserburg, bei Foto-Flamm in Haag, im TicketZentrum in Rosenheim und bei allen Vorverkaufsstellen von Inn-Salzach-Ticket. Die Abendkasse öffnet immer eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
(Fotos: Annett Segerer)

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