Statt Freiheit jetzt Gefängnis

Die Bundespolizei hat am gestrigen Sonntag an der Inntalautobahn (A93) einen flüchtigen Häftling gefasst. Der Mann hätte wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eine Freiheitsstrafe verbüßen müssen. Doch statt seine Strafe abzusitzen, zog es der Italiener offenkundig vor, sich uneingeschränkt bewegen zu können. Mit der Grenzkontrolle nahe Kiefersfelden wurde seinem Freiheitsdrang ein vorläufiges Ende bereitet.
Bei der Überprüfung der Papiere der Insassen eines in Polen zugelassenen Busses war einer der Reisenden nicht in der Lage, sich auszuweisen. Er gab an, dass er keinen Pass mehr habe, da ihm dieser gestohlen worden sei. Mitgeführten Dokumenten konnten die Bundespolizisten die Personalien des 57-Jährigen entnehmen. Wie sich herausstellte, wurde der italienische Staatsangehörige polizeilich gesucht, nachdem er seinen Hafturlaub Anfang September eigenmächtig verlängert hatte und nicht in die Justizvollzugsanstalt Nürnberg zurückgekehrt war. Zwischenzeitlich hielt er sich offenbar in Deutschland und Italien auf.
Im Anschluss an die Grenzkontrolle ließ sich der Italiener widerstandslos festnehmen. Die Bundespolizei brachte ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau. Er wird voraussichtlich noch bis April 2027 hinter Gittern bleiben müssen.



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