Waffen im Gepäck

Die Bundespolizei hat in den vergangenen Tagen bei Grenzkontrollen an der A93 nahe Kiefersfelden mehrere Messer und einen Schlagstock sichergestellt. Aufgrund der Verstöße gegen das Waffengesetz wurden die entsprechenden Verfahren eingeleitet.
Ein rumänischer Pkw-Insasse führte ein Messer mit, bei dem die Klinge auf Knopfdruck nach vorn herausschnellte. Das verbotene Springmesser wurde dem 52-Jährigen abgenommen. Im Gegenzug erhielt der Rumäne eine Strafanzeige. Als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren musste er vorab 300 Euro hinterlegen. Einen Dolch mit einer beidseitig geschliffenen, rund sechs Zentimeter langen Klinge fanden die Bundespolizisten zugriffsbereit in der Mittelkonsole eines in Italien zugelassenen Kraftfahrzeugs. Der 30-jährige italienischen Fahrer musste die Stichwaffe abgeben. Ein Einhandmesser mit einer Klingenlänge von etwa neun Zentimetern hatte ein serbischer Lkw-Fahrer dabei. Die Beamten fanden die Stichwaffe in der Fahrerkabine.
Im Kleintransporter einer 43-jährigen Ukrainerin stießen die Beamten auf einen Teleskopschlagstock. Die in der Fahrertür griffbereit hinterlegte Waffe wurde der Frau abgenommen. Ein aufgeklapptes Einhandmesser führte ein polnischer Staatsangehöriger mit. Der 49-Jährige hatte es in der Mittelkonsole seines Kleintransporters so abgelegt, dass er jederzeit darauf hätte zugreifen können. In einem Pkw fuhr ein 34-jähriger Ukrainer als Beifahrer mit. Auch er hatte Zugriff auf ein Einhandmesser, das er in seiner Hosentasche mit sich trug.
Die Bundespolizei stellte die fünf Messer sowie den Schlagstock sicher. Je nach mitgeführter Bargeldmenge wurden Sicherheitsleistungen zwischen 50 Euro und 300 Euro erhoben. Nach der Einleitung des jeweiligen Verfahrens konnte jede der Personen ihre Reise fortsetzen.



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