Das „Castello“ schließt

Das „Castello“ schließt

Es wird wieder leerer in der Wasserburger Altstadt. Nach 30 Jahren schließt Susanne Gualano ihr Geschäft „Castello – Pane e Vini“ in der Ledererzeile, in dem sie alles, was die italienische Küche zu bieten hat, verkauft. Die Gründe liegen im gesundheitlichen Bereich, „es geht einfach nicht mehr“.

Der Schritt fällt ihr sehr schwer, ihr halbes Leben hat sie in diesem Laden, den sie liebevoll „ihr Baby“ nennt, verbracht. Es gebe viele Stammkunden, die vom ersten Tag an gekommen sind. „Und viele davon sind mit der Zeit zu Freunden geworden“, so Gualano. Viele anregende und auch Trost spendende Gespräche seien über die Ladentheke hinweg oder bei einem Cappuccino geführt worden, Schicksalsschläge wurden gemeinsam erlebt und verarbeitet. Auch haben sich schöne Rituale gebildet, so dass beispielsweise jeden Mittwochabend eine kleine Gruppe ins „Castello“ gekommen ist. All dies wird künftig fehlen.

Bevor sie die Ladentür am 13. Juli endgültig schließt, möchte Susanne Gualano ein großes Danke an alle ihre Kunden, die die letzten 30 Jahre gekommen sind, richten. Sie ging jeden Tag voller Freude in den Laden und hat auch den Schritt in die Selbständigkeit nie bereut. „Und wenn die Gesundheit nicht wäre, hätte ich nie aufgehört“.

Pläne für die Zukunft hat sie auch, zusammen mit ihrem Mann möchte Susanne Gualano mehr Zeit ihn ihrem kleinen Haus in den Marken in Italien verbringen. Weiterhin hofft sie, dass der Laden in ihrem Sinne weitergeführt werde. Gespräche dazu laufen bereits mit dem Vermieter.

TANJA GEIDOBLER



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