Morgen ist Erlbach zu Gast bei den Bayernliga-Löwen in der Wasserburger Altstadt

Das Bayernliga-Spiel am morgigen Freitag um 19 Uhr zwischen dem TSV 1880 Wasserburg und dem SV Erlbach kann nicht isoliert vom Toto-Pokal betrachtet werden. Das liegt nicht nur daran, dass die Löwen am vergangenen Dienstag haushoch gegen den TSV Buchbach verloren haben – wir berichteten – sondern auch daran, wie sie überhaupt zu diesem Spiel gekommen sind.

Am 3. Juli besiegten die Innstädter in der 3. Qualifikationsrunde mitten in der Vorbereitung den SV Erlbach sage und schreibe mit 4:0. Damals war eitel Sonnenschein an der Landwehrstraße 10. Einen Monat später jedoch sind dunkle Wolken aufgezogen. Mit dem Sieg gegen den SV Erlbach besiegten die Löwen ein Bayernliga-Spitzenteam und wähnten sich auf einem sehr guten Weg, womöglich einem zu guten. Eines stand nämlich da schon fest: Der Sieg fiel zu hoch aus, so gut ist der Aufsteiger noch nicht. Anschließend folgten überschaubare Auftritte in der Restvorbereitung und in der ersten Pokalrunde – in der Bayernliga setzte es drei zum Teil hohe Pleiten.

Angesichts dieser Entwicklung kann das jüngste Pokalspiel heilsam sein. Nach dem 1:6 gegen den TSV Buchbach, das einer Lehrstunde glich, kam nämlich nie der Gedanke auf, dass es schon passen könnte. Die Defizite wurden schonungslos aufgedeckt. Betrachtet man die Entwicklung der letzten Jahre, sollte jedoch auch hier ebenso wie nach dem 4:0 gegen Erlbach eine seriöse Einordnung vorgenommen werden: Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.

Wasserburg wollte gegen die großen Kaliber antreten, jetzt kommen die großen Kaliber. Angesichts des knackigen Auftaktprogramms ist es auch gar nicht so überraschend, dass der Aufsteiger noch bei null Punkten steht. Überraschend ist hingegen, dass die Niederlagen so hoch ausfallen.

In dieser nicht ganz einfachen Situation bewahrt der Verein jedoch die Ruhe. Die Verantwortlichen wussten bereits vor der Saison, dass auch viele Stürme zu erwarten sein würden – diese gilt es zu überstehen. Die Löwen können in der Bayernliga nur im Kollektiv bestehen. Das letzte Mal, dass sie im Rudel jagten, war vor gut einem Monat gegen den SV Erlbach. Darauf wird es auch morgen gegen den Favoriten – zwei Siege, eine Niederlage bisher – ankommen.

JAH

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