Der Umwelt zuliebe: Meggle baut drei Reaktoren 24 Meter in die Luft
In der gestrigen Sitzung beschäftigte sich der Wasserburger SWtadtrat mit dem Antrag des Bebauungsplans der Kläranlage der Molkerei Meggle, es geht um die Änderung der Festsetzung der maximalen Bauhöhe von vier so genannten Anaerobreaktoren von 18 auf 24 Meter. Der Stadtrat stimmte der Maßnahme einstimmig zu.
In der Juni-Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses wurde beschlossen, dem Stadtrat zu empfehlen, die Bebauungsplanänderung einzuleiten, wobei die Stellungnahmen der Naturschutzbehörden zu berücksichtigen sind. Der Stadtrat ist dieser Empfehlung im Juni gefolgt, mit dem Zusatz, dass ein Ortstermin im Rahmen des Verfahrens durchzuführen ist, bei dem die geplante Höhe räumlich dargestellt wird.
Dieser Termin hat kürzlich mit Vertretern des Stadtrates an der Kläranlage der Firma Meggle stattgefunden. Dabei wurde die Höhenentwicklung der Anaerobenreaktoren mittels eines Baukrans simuliert und nochmals die Sinnhaftigkeit der Maßnahme erläutert, die auf eine grundsätzliche Nachhaltigkeit und Verbesserung im gesamten Verfahrensablauf abzielt.
Im Zuge des Antrags gab es außerdem einen Austausch der Firma Meggle mit den beteiligten Fachbehörden. Insbesondere wurde die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Rosenheim gehört. Die Untere Naturschutzbehörde wird ihre Stellungnahme im Zuge der Behördenbeteiligung abgeben und zugleich auch die Höhere Naturschutzbehörde einbinden.
In der artenschutzrechtlichen Stellungnahme bestätigte ein Gutachter hinsichtlich der Maßnahme Unbedenklichkeit, sofern die artspezifischen Vermeidungsmaßnahmen durch die Firma Meggle weiterhin eingehalten werden. Inwieweit der Umweltbericht angepasst werden muss, ist im Verfahren zu klären.
TANJA GEIDOBLER / Foto: Georg Barth
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