Fake-Shops: Beim Onlinekauf besonders aufmerksam sein

Beinahe alles kann man heutzutage online kaufen. Doch hinter professionell aufgemachten Online-Shops können sich auch Kriminelle verbergen. Mit sogenannten Fake-Shops versuchen Betrüger, ahnungslose Kundinnen und Kunden um ihr Geld zu bringen. Die Polizei gibt Tipps, wie gefälschte Onlineshops erkannt und finanzielle Schäden vermieden werden können.
Fake-Shops sind täuschend echt aussehende Verkaufsplattformen im Internet. Teilweise handelt es sich um Kopien real existierender Websites, die auf den ersten Blick seriös wirken. Dadurch ist für Käufer auf den ersten Blick oft schwer zu erkennen, dass hinter diesen Plattformen Betrüger stecken.
Um letzte Zweifel auszuräumen, werben die Betreiber oftmals mit frei erfundenen oder unrechtmäßig verwendeten Gütesiegeln, beispielsweise dem Logo von „Trusted Shops“. Moderne Technologien und Künstliche Intelligenz werden zunehmend eingesetzt, um für gefälschte Online-Shops ein Impressum, Allgemeine Geschäftsbedingungen oder andere fehlerfreie Rechtstexte zu erstellen.
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Ein beliebtes Lockmittel sind besonders günstige Preise. Vor allem stark nachgefragte Waren, wie die neueste Spielekonsole, aktuelle Smartphones, angesagte Designer-Mode oder saisonal gefragte Produkte wie Brennholz oder Holzpellets werden zu scheinbaren Bestpreisen angeboten.
Nach geleisteter Vorzahlung wird oftmals minderwertige Ware zu einem erhöhten Preis verschickt oder die angebotenen Produkte existieren überhaupt nicht. Mitunter täuschen die Täter Lieferschwierigkeiten vor, um die Betroffenen davon abzuhalten, bereits getätigte Überweisungen rückgängig zu machen.
Da die Betreiber von Fake-Shops häufig aus dem Ausland agieren, gestaltet sich die Löschung solcher Internetseiten oft umständlich und langwierig. Die Betrüger können dadurch über Wochen hinweg weitere Kundinnen und Kunden täuschen.
Immer mehr Menschen im südlichen Oberbayern werden Opfer von Fake-Shops. Die Dunkelziffer dieser Fälle ist vermutlich deutlich höher.
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„Werden Sie kein Opfer und informieren Sie sich vor dem Onlineeinkauf, um Fake-Shops rechtzeitig zu erkennen“, so die Warnung der Polizei.
Tipps der Polizei und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):
- Auch im Internet bekommen Sie nichts geschenkt. Lassen Sie sich mit sogenannten Schnäppchen oder angeblicher Produktknappheit nicht zu voreiligen Spontankäufen hinreißen.
- Überprüfen Sie den Online-Shop im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder-71560
- Achten Sie bei der Internetadresse (Domain) auf die genaue Schreibweise und Endung (statt „.de“ beispielsweise „.de.com“)
- Wählen Sie eine sichere Zahlungsweise, wie Kauf auf Rechnung bzw. Zahlungsarten mit wirksamen Käuferschutz.
Sie sind bereits Opfer eines Fake-Shops geworden?
- Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und versuchen, diese Zahlung rückgängig zu machen.
- Sichern Sie alle Beweise und Belege der Online-Bestellung, wie Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails sowie Screenshots des Shops bzw. des Angebots.
- Erstatten Sie mit den gesicherten Unterlagen Strafanzeige bei der Polizei.
Grundsätzlich gilt, ein professionelles Erscheinungsbild, ein vollständiges Impressum, Gütesiegel oder eine verschlüsselte Verbindung sind keine Garantie für einen seriösen Anbieter. Wer allgemein im Internet agiert und Online-Käufe tätigt, sollte stets ein gesundes Misstrauen walten lassen und lieber einmal öfter eine Überprüfung vornehmen.
Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/11/04/fake-shops-beim-onlinekauf-besonders-aufmerksam-sein/
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