Auch das „Fritz-Walter-Wetter“ half nicht

Auch das „Fritz-Walter-Wetter“ half nicht

Bei regnerischen zwölf Grad - eigentlich genau dem Wetter, bei dem sich die Grünthaler wohlfühlen - gastierte der FC Grünthal in der Kreisliga jetzt beim TV Feldkirchen. Die Ausgangslage versprach ein Duell auf Augenhöhe: Während die Gastgeber als Tabellendritter in die Partie gingen, reiste der FCG als Fünfter mit zwei Siegen in Folge im Rücken an. Trainer Mario Sinicki vertraute dabei auf die gleiche Startelf wie bei den beiden jüngsten Erfolgen. Doch es kam anders - mit 2:4 unterlag der FCG am Ende.

Zum Foto: Punkte waren für Jonas Grunder und den FC diesmal nicht zu holen ...

Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Grünthalern nicht, denn am kommenden Sonntag wartet das einzige Derby: Um 15 Uhr empfängt man den TSV Babensham in Unterreit, das Schlusslicht der Liga. Grünthal will eine Reaktion zeigen und wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

Der Spielbericht zu Feldkirchen ...

Die Heimelf von Trainer Peter Ilchmann erwischte den besseren Start und ließ früh erkennen, warum sie so stark in die Saison gestartet war. Immer wieder sorgten gefährliche Bälle in die Tiefe für Gefahr, insbesondere über die stark aufspielenden und pfeilschnellen Angreifer André Schäpe und Stefan Weber. Die erste Großchance ließ rund 20 Minuten auf sich warten: Schäpe wurde auf dem Flügel hervorragend in Szene gesetzt, scheiterte im Eins-gegen-eins jedoch am glänzend reagierenden Gästekeeper Stephan Kumpfmüller. Auch den anschließenden Abstauber kratzte der Schlussmann noch von der Linie.

Im weiteren Verlauf fanden die Grünthaler besser in die Partie und konnten sich zunehmend festbeißen. Nennenswerte Offensivaktionen blieben allerdings zunächst aus. Die Feldkirchner blieben spielbestimmend und belohnten sich kurz vor der Pause für ihre klarere Spielanlage. Nach einer Ecke konnte der FCG den Ball nicht entscheidend klären. Der zweite Ball landete am langen Pfosten, wo Sebastian Frei aus rund fünf Metern per Kopf zum verdienten 1:0 einnickte (40.). Mit diesem Rückstand ging es für die Grünthaler in die Kabine.

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Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste deutlich verbessert. Eine Systemumstellung von Trainer Mario Sinicki zeigte Wirkung: Der FCG agierte aggressiver in den Zweikämpfen und kam auch spielerisch besser zur Geltung. Der verdiente Lohn folgte in der 53. Minute. Anton Manhart brachte eine Freistoßflanke punktgenau in den Strafraum, wo Jakob Schuster aus rund zehn Metern überlegt zum 1:1 einköpfte.

Die Freude über den Ausgleich währte allerdings nur kurz. Nach einer eigenen Ecke wurden die Grünthaler mustergültig ausgekontert. Auch das fehlende konsequente Zweikampfverhalten der Gäste spielte den Feldkirchnern dabei in die Karten. Stefan Weber legte den Ball uneigennützig quer auf André Schäpe, der nur noch einschieben musste und die Gastgeber wieder mit 2:1 in Führung brachte.

Wenig später zappelte der Ball erneut im Grünthaler Tor. Allerdings wurde der vermeintliche Treffer zum 3:1 von Schiedsrichter Danijel Misic aberkannt, da Stefan Weber beim Abschluss seines Mitspielers im Abseits gestanden haben soll. Ob die Abseitsentscheidung tatsächlich korrekt war, darüber ließ sich streiten. So blieb es beim knappen Rückstand – und der FCG hatte in dieser Szene das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite.

Doch die Grünthaler gaben sich weiterhin nicht geschlagen und kamen in der 65. Minute erneut zum Ausgleich. Nach einer Ecke von Niklas Schmid bugsierte Franz Voglrieder den Ball unglücklich ins eigene Tor. Damit war die Partie wieder offen, ehe die Gastgeber anschließend erneut das Kommando übernahmen. Die Feldkirchner bestimmten das Geschehen, ohne zunächst zu zwingenden Torchancen zu kommen.

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In der Schlussphase machte sich schließlich ein weiterer Fehler im Grünthaler Aufbauspiel bemerkbar. In der 85. Minute setzte sich Benedikt Piel auf der linken Seite durch und brachte den Ball in die Mitte. Dort stand Stefan Weber goldrichtig und krönte seine starke Leistung mit dem Treffer zum 3:2. Die Gäste konnten sich von diesem erneuten Rückschlag nicht mehr erholen.

Es fiel schließlich auch noch diese Entscheidung: Stephan Kumpfmüller traf Stefan Weber im eigenen Strafraum am Fuß. Den fälligen Strafstoß verwandelte Franz Voglrieder souverän zum 4:2-Endstand.

Fazit: Mehr war an diesem Nachmittag nicht drin

Am Ende musste der FC Grünthal eine Auswärtsniederlage gegen einen offensiv-starken Gegner hinnehmen. Vor allem die individuelle Qualität der Feldkirchner in der Offensive sowie vermeidbare Fehler in der Defensive machten den Unterschied. Dennoch zeigte der FCG Moral und bewies gleich zweimal, dass er auch nach einem Rückstand eine Antwort finden kann.

Auf diese Einstellung und die Leistungssteigerung nach der Pause lässt sich aufbauen. Gelingt es den Grünthalern, die defensiven Unkonzentriertheiten abzustellen und die positiven Ansätze mitzunehmen, kann die Mannschaft trotz der Niederlage Zuversicht aus der Partie schöpfen.

 

 

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