SV Genc Wasserburg beißt sich durch

Eine extrem unterhaltsame und torreiche Partie bekamen die Zuschauer im Duell zweier punktgleicher Tabellennachbarn geboten. Der SV Genc Wasserburg setzte sich beim Kreisklasse-Absteiger SV Amerang mit 2:4 (1:2) durch. Nach einem holprigen Saisonstart sicherten sich die Wölfe damit einen enorm wichtigen Dreier und belohnten sich für eine couragierte Leistung.
Vom Anpfiff weg agierten die Gäste aus Wasserburg mit extrem hohem Gegenpressing und setzten die Ameranger Hintermannschaft im Aufbauspiel früh unter Druck. In der 20. Spielminute zahlte sich dieser Aufwand auf kuriose, aber konsequente Weise aus. Ein Ameranger Innenverteidiger spielte den Ball zurück zum eigenen Schlussmann. Wasserburgs Stürmer Vesel Smajli lief den Keeper kompromisslos an. Als dieser das Leder wegschlagen wollte, sprang Smajli dazwischen und streckte das Bein aus. Der Pressball prallte ab und rollte zur 0:1-Führung ins Tor.
Wasserburg blieb am Drücker und kombinierte sich in der 38. Minute traumhaft zum zweiten Treffer. Der Angriff rollte durch das Zentrum, wo Sechser Avdyl Gashi das Spiel nach außen verlagerte. Dort ließen Altin Abazi und Smajli den Ball schnell laufen, ehe Rechtsverteidiger Erlind Bajrami auf der Außenbahn freigespielt wurde. Seine scharfe, flache Hereingabe an den ersten Pfosten veredelte der mitgegangene Altin Abazi, indem er die Kugel elegant über den Ameranger Torhüter hinweg zum 0:2 ins Netz hob.
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Die Hausherren steckten jedoch nicht auf. Kurz vor der Pause (41. Min.) brachte ein ruhender Ball die Ameranger zurück ins Spiel. Nach einem strammen, flachen Freistoß aus gut 20 bis 25 Metern konnte der Wasserburger Keeper den Ball nur nach vorne abwehren, wo Amerangs Nummer 9, Bastian Wurmannstetter, am schnellsten schaltete und den Abpraller zum 1:2-Pausenstand verwertete.
Die zweite Halbzeit bot den Zuschauern weiterhin beste Unterhaltung mit Chancen auf beiden Seiten. Wasserburg erwischte jedoch den Traumstart nach dem Seitenwechsel: In der 47. Minute bediente Lion Tahiri aus der Abwehr heraus den etwas nach hinten gerückten Vesel Smajli an der Mittellinie. Dieser bewahrte die Übersicht und schickte den zur Halbzeit frisch eingewechselten Dogukan Cicek mit einem präzisen Diagonalpass auf die Reise. Der neue Stürmer umkurvte den zögernden Ameranger Schlussmann und schob eiskalt zum 1:3 ein.
Nach einem Schubser in der 59 Minute entschied der Unparteiische auf Foulelfmeter für den SV Amerang. Doch Wasserburgs Keeper Manuel Scholz zeigte seine ganze Klasse, blieb lange stehen, ahnte die richtige Ecke und parierte den Strafstoß von Wurmannstetter glänzend.
Amerang steckte keineswegs auf und eroberte in der 66. Minute den Ball hoch in der Wasserburger Hälfte. Pascal Spindler setzte zu einem Solo an, ließ zwei Wasserburger Verteidiger stehen und schlenzte das Leder aus 16 Metern flach ins lange Eck zum 2:3-Anschlusstreffer.
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Die passende Antwort der Wölfe ließ allerdings nur drei Minuten auf sich warten. Nach einem weiten Abschlag von Keeper Manuel Scholz festigte Kapitän Cüneyt Pala in der 69. Minute das Leder und startete dynamisch in den Sechzehner. Dort konnte ihn der Ameranger Torwart nur noch per Foul stoppen. Den fälligen Elfmeter übernahm der Gefoulte selbst und bewies enorme Nervenstärke: Pala chipte den Ball lässig in die linke Ecke, während der Torhüter in die falsche Richtung unterwegs war – der 2:4-Endstand.
Mit diesem hart erkämpften Auswärtssieg schraubt der SV Genc Wasserburg sein Punktekonto auf 12 Zähler hoch und klettert auf Platz 4 der Tabelle. Die Wölfe rangieren damit direkt hinter den Top-Teams FC Maitenbeth (17 Punkte), TSV Schnaitsee (15 Punkte) und dem TSV Taufkirchen.
Am kommenden Sonntag, den 18. Oktober, um 16 Uhr, wartet bereits das nächste Verfolgerduell auf die Wölfe: Vor heimischem Publikum empfängt man den direkten Tabellennachbarn SV Schonstett (Platz 5) und will den Aufwärtstrend weiter fortsetzen.
SV Genc. Wasserburg: Manuel Scholz, Lion Tahiri, Kaan Sag (54. Ilker Serbeci) (87. Ali Pala), Wahit Deveci, Ferhat Cindir, Avdyl Gashi, Erlind Bajrami, Altin Abazi (46. Dogukan Cicek), Davor Evic (64. Ömer Sensoy), Cüneyt Pala, Vesel Smajli (84. Dzenel Hodzic) – Trainer: Dominik Süßmaier – Co-Trainer: Faruk Kölemenoglu
Weitere Ergebnisse:
TSV Babensham II – SV Genc Wasserburg II 2:1 (1:1)
SV Amerang II – SV Genc Wasserburg III 1:2 (0:0)
Bilder: SV Genc Wasserburg

Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/12/sv-genc-wasserburg-beisst-sich-durch/
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