Heiß wie Frittenfett

Wer vor der Saison den TSV Wasserburg und den FSV Pfaffenhofen zum 14. Spieltag der Bayernliga Süd auf den Plätzen drei und fünf verortet hatte, der war entweder ein ausgesprochener Fachmann oder ein kühner Optimist. Beide Mannschaften sind neu in der Liga und mussten dafür sogar den Umweg über die Relegation nehmen.
Am morgigen Freitag-Abend treffen die beiden Aufsteiger um 19 Uhr in der Wasserburger Altstadt aufeinander und sind heiß wie Frittenfett ...
Während der FSV Pfaffenhofen zwar mit einer Niederlage startete, danach aber konstant punktete und nur ein weiteres Mal verlor, muteten die Innstädter mit drei Auftaktpleiten eher wie das abgestandene Fett des Vorjahres in der Fritteuse an.
Dann hat Chefkoch Florian Heller mit seinem Team jedoch den Regler nach oben gedreht und seit Wochen kochen die Löwen. Wasserburg gewann acht der letzten neun Spiele, Pfaffenhofen ist seit fünf Begegnungen ungeschlagen.
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„Mit Pfaffenhofen wartet natürlich ein sehr, sehr starker Aufsteiger auf uns, der letztes Jahr auch durch das Stahlbad Relegation gehen musste und jetzt eine sehr gute Bayernligasaison spielt“, so Co-Trainer Max Backa. „Ich freue mich schon auf das Spiel, weil zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die gute Form haben, die beide seit einiger Zeit ungeschlagen sind. Ich glaube, dass es ein tolles Spiel wird und hoffe, dass ein entsprechend großes Publikum da sein wird.“
Nicht da sein wird Daniel Zanker. Pfaffenhofens spielender Co-Trainer, dessen Vertrag am Saisonende nicht verlängert worden wäre, hat in der Vorwoche noch das 3:2 gegen Deisenhofen erzielt – im Anschluss den Verein aber auf eigenen Wunsch verlassen. Wie das bei Trennungen oft so ist, wünschen sich beide Parteien nur das Allerbeste – die wahren Gründe kamen aber (noch) nicht ans Licht, haben aber wohl mit der ausgebliebenen Vertragsverlängerung zu tun.
Ludwig Dietrich bleibt in der aktuellen Konstellation unverändert bis zur Winterpause Cheftrainer – ob Michael Senger schon eher als spielender Co-Trainer einsteigt, blieb in der FSV-Pressemeldung unbeantwortet. Senger ist einer der absoluten Topspieler in Pfaffenhofen und soll ab 1. Juli 2027 als Assistent von Dietrich fungieren, der einen Vertrag bis 2028 hat.
Die Löwen zeigen sich von Zankers überraschendem Abgang unbeeindruckt. „Es wird darum gehen, dass wir Pfaffenhofen vor Herausforderungen stellen und dass wir zeigen, dass Wasserburg extrem gierig ist, dass wir unbedingt jeden Zweikampf gewinnen wollen und dass wir jeden Sprint noch intensiver machen wollen“, gibt Backa die Marschroute vor.
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In der schriftlichen Überlieferung wird nicht deutlich, wie sehr Hellers Assistent die Worte „gierig“, „Zweikampf“ und „Sprint“ betonte. Wer die Löwen aber zuletzt hat spielen sehen, der weiß, dass sie das Salz auf den heißen Fritten waren.
JAH
Wasserburger Stimme - Die Online-Zeitung nur für die Stadt und den Altlandkreis Wasserburg — https://www.wasserburger-stimme.de/2026/10/08/heiss-wie-frittenfett/
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Dann hoffen wir, dass die Zuschauer auch wieder Fritten in der Altstadt bekommen …