Spielplatz in Pfaffing ein Party-Treff samt „Müllhalde“?

Der öffentliche Gemeinde-Spielplatz bei der Schule in Pfaffing sei insbesondere nach den Wochenenden teilweise wie eine Müllhalde. Darüber beschwert sich aktuell ein Nachbar gegenüber der Wasserburger Stimme. Es würden Flaschen, Verpackungen und anderer Müll zurückgelassen. Besonders bereite ihm Sorge, dass immer wieder auch Glasscherben auf dem Gelände zu finden seien. Diese würden doch eine erhebliche Verletzungsgefahr für die Kinder darstellen, die dort spielen.
Darüber hinaus würden offenbar Feuer gemacht (siehe Foto) und die Überreste anschließend einfach liegen gelassen. Teilweise würden sich dort sogar benutzte Schwangerschaftstests und andere Gegenstände finden, die auf einem Kinderspielplatz absolut nichts zu suchen hätten. Ein Spielplatz solle doch ein sauberer und vor allem sicherer Ort für Kinder und Familien sein. Unter diesen Umständen könne man seine Kinder dort jedoch kaum unbesorgt spielen lassen, so der Nachbar verärgert. Wenn sich jemand verletze, sei doch auch die Gemeinde in der Haftung ...
Das Problem sei aktuell - siehe Fotos - und es sei schon seit Jahren bekannt. Von der Gemeinde Pfaffing werde aber nichts unternommen, so der Vorwurf des Nachbarn.
Dem widersprach der Pfaffinger Bürgermeister Josef Niedermeier am heutigen Montag im Gespräch mit der Wasserburger Stimme deutlich. Er werde auch den jüngsten Vorfällen nachgehen, die noch nicht an ihn herangetragen worden seien. Aber es sei nun einmal nicht möglich, dort zum Beispiel eine Video-Überwachung zu installieren, um auch eine Kontrolle in der Nacht zu haben. Das sei bereits mit dem Landratsamt schon einmal besprochen worden. Schließlich handele es sich bei dem Areal des Spielplatzes um einen sensiblen Kinder- und Schulbereich ...
Man achte als Gemeinde täglich - außer am Wochenende - durch den Hausmeister der Schule und auch durch Bauhof-Mitarbeiter auf den Bereich und entsorge zurückgelassenen Müll, Scherben und so weiter. Auch die Lehrer seien da aufmerksam, hieß es aus dem Rathaus.
Die Sicherheit der Kinder liege allen am Herzen, so der Pfaffinger Bürgermeister.
Man könne immer wieder nur an die Vernunft der Jugendlichen appellieren, so der Bürgermeister Josef Niedermeier. Junge Leute auf das Thema direkt anzusprechen, mit ihnen darüber zu reden, sei ein wichtiger Weg. Ohne jemanden direkt einfach zu verdächtigen. Sowohl zum Thema Müll, als auch zu etwaigem Lärm in der Nacht.
Auch Eltern, die den Platz mit den Kindern nutzen, seien stets angehalten, in ihrer Verantwortung auf Verunreinigungen verstärkt zu achten.
Fotos: privat


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Wir sind wirklich weit gekommen. Der „Datenschutz“ ist anscheinend mittlerweile das höchste Gut, das es mit aller Macht zu verteidigen gilt.
Lieber lässt man sich auf der Nase rumtanzen. Die Allgemeinheit kommt ja für die Kosten auf.
Muss doch möglich sein, die Kamera zeitgesteuert zu schalten und nur nachts Aufnahmen zu machen.
Dann noch ein Schild mit Öffnungszeiten aufgehängt und fertig.
Ach, wie einfach in unserer Welt doch alles ist!
Wenn man es nicht unnötig kompliziert macht, dann ist vieles einfach.
Aber einfache Dinge zu verkomplizieren, ist mittlerweile eine Parade-Disziplin bei uns im Land.
Wir wären nicht in Deutschland, wenn nicht mal wieder das Argument käme: geht nicht! („Aber es sei nun einmal nicht möglich, dort zum Beispiel eine Video-Überwachung zu installieren, um auch eine Kontrolle in der Nacht zu haben.“). Gerade weil der Spielplatz plus Schule ein „sensibler Bereich“ ist, muss es möglich sein, dort möglichst hohen Schutzstatus zu installieren.