Lückenschluss im Katastrophenschutz

In der gestrigen Stadtratssitzung informierte Marco Binder von der Stadtverwaltung, dass die Stadt beabsichtige, das bestehende Netz an Sirenenanlagen weiter auszubauen, um einen flächendeckenden Katastrophenschutz im Stadtgebiet zu gewährleisten. Im Zuge der aktuellen Umstellung der drei bereits vorhandenen Sirenen auf den Digitalfunk wurde an den jeweiligen Standorten eine Schallpegelsimulation durchgeführt.
Das Ergebnis dieser Untersuchung zeige, dass in den Stadt- und Ortsteilen Burgau/Gabersee sowie im Burgerfeld inklusive des dortigen Gewerbegebiets noch Lücken bei der Schallabdeckung bestehen. Um diese Lücken vollständig zu schließen, werden zwei weitere Sirenenstandorte benötigt. Für eine optimale Gebietsabdeckung sollten sich diese zentral in den genannten Bereichen befinden. Als beispielhafte Standorte wurden der Bereich des Krankenhauses sowie der Bereich der Kirche St. Konrad ins Auge gefasst. Gespräche mit den jeweiligen Gebäudeeigentümern wurden bislang noch nicht geführt.
Die Sirenenanlagen dienen neben der Alarmierung der Feuerwehr insbesondere auch dem Katastrophenschutz. Über sie wird die Bevölkerung im Falle von akuten Gefahren, wie beispielsweise Unwettern oder Großbränden, gewarnt. Zu beachten ist dabei, dass die neuen Anlagen das Klima durch den Stromverbrauch im laufenden Betrieb sowie bei der Herstellung der Geräte selbst belasten.
Die veranschlagten Anschaffungskosten für die zwei neuen stationären Sirenenanlagen belaufen sich auf etwa 30.000 bis 35.000 Euro. Nach einer Anfrage der Verwaltung bei der Regierung von Oberbayern existiert aktuell kein laufendes Förderprogramm für den Neubau von stationären Sirenen. Allerdings wurde der Verwaltung mitgeteilt, dass eigentlich im Juli dieses Jahres ein neues Förderprogramm starten sollte, für das eine Antragstellung bereits jetzt möglich ist.
Der Stadtrat sprach sich einstimmig zur Errichtung der zusätzlichen Sirenenanlagen zum Lückenschluss im Stadtgebiet aus. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Gespräche mit den Eigentümern geeigneter Gebäude und Grundstücke sowie mit den betroffenen Kliniken und Einrichtungen (Stiftung Attl) aufzunehmen. Zudem soll ein entsprechender Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern gestellt werden. Die benötigten Gelder werden im Haushalt 2027 bei den Haushaltsstellen 1411.3610 (Fördermittel) und 1411.9600 (Umsetzungskosten) eingeplant.
TANJA GEIDOBLER
Symbolbild: Pixabay



läuft noch:
Wenn zwei Sirenen schon in der Presse Erwähnung finden, bezüglich Klimarelevanz, das klingt schon fast wie ein Witz.
Wenn KI Rechenzentren gebaut werden, die den Stromverbrauch eines AKW‘s haben, wird nicht erwähnt.
Als Bürger so verarscht zu werden, das tut schon fast weh.
Wenn dem vor 12 Jahren beschlossenem „Klimanotstand“ Folge geleistet würde, dürfte demnach im Stadtgebiet gar nichts mehr gebaut werden.
Ganz zu schweigen von Events wie das Frühlingsfest, die Eisbahn, Wasserburg leuchtet usw.
Bitte die Kirche im Dorf lassen.
Die Bewertung einer Maßnahme hinsichtlich der „Auswirkungen auf den Klimaschutz“ ist Vorgabe und wird bei jedem Beschluss angeschaut und vermerkt. Es geht nicht um „Verarsche“ oder Panikmache, sondern eben um Transparenz.
Einer wichtigen Maßnahme wie dem Ausbau des Bevölkerungsschutzes wird es nicht im Wege stehen, dass (wie bei jeden elektrischen Gerät welches hergestellt und installiert wird) die Umwelt belastet wird. Trotzdem sollte es Erwähnung finden um für die Stadtverwaltung, den Stadtrat und die Öffentlichkeit das Bewusstsein zu schärfen.