Löwen-Express auch von Stau nicht zu bremsen

Löwen-Express auch von Stau nicht zu bremsen

Der Löwen-Express ist nach den ersten Saisonspielen etwas verbeult und mit Kratzern übersät, seit Anfang August schnurrt der Motor jedoch wie ein Kätzchen. Am Samstagnachmittag standen die Wasserburger Fußballer auf dem Weg nach Geretsried im Stau, weshalb das Spiel verspätet angepfiffen wurde und der Motor in den ersten 45 Minuten stotterte. „Die Intensität ist uns in der ersten Halbzeit komplett abgegangen“, so Trainer Florian Heller, der beim Löwen-Express zuletzt Woche für Woche mehr PS freigelegt hatte. „Wir haben zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. In der ersten Halbzeit gehen wir mit der ersten Chance mit 1:0 in Führung und bringen das dann auch in die Pause. Man muss aber schon sagen, dass Geretsried zwei, drei top Einschussmöglichkeiten hatte. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir mit einem Rückstand in die Kabine gegangen wären.“

In der 15. Minute hatten die Innstädter das Spiel schnell verlagert und waren über die rechte Seite nach vorne gekommen. Maxi Biegels Flanke konnte nur zu einer Bogenlampe geklärt werden, Thomas Voglmaier nahm den Abpraller auf und knallte den Ball aus 16 Metern unhaltbar neben den Pfosten. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Hausherren bereits führen können, wenn nicht sogar müssen. Nach einem Wasserburger Ballverlust am eigenen Strafraum wurde Srdan Ivkovic am Fünfmetereck freigespielt, von wo er an Lino Volkmer scheiterte (11.). In der 30. Minute hätte Geretsried ausgleichen können, doch Veron Fejzullahi schoss aus acht Metern Dominik Brich durch die Beine, aber auch knapp am Tor vorbei.

In der Halbzeit passte Heller die Spielweise seiner Mannschaft an und der Löwen-Express nahm Fahrt auf. „Wir haben die Intensität hochgeschraubt“, so der Coach im Duktus eines Feintuners. „Demzufolge war es für Geretsried dann schwierig, vor unser Tor zu kommen. Am Ende des Tages haben sie es gar nicht mehr geschafft“, beschrieb Heller die Standhaftigkeit seiner Abwehr. In der zweiten Halbzeit war der zuvor gefürchtete Doppelsturm Ivkovic/Idrizovic nicht mehr in der Nähe des Gehäuses von Lino Volkmer. Dafür stürmten die Löwen. In der 54. Minute wurde eine Wasserburger Ecke nicht ausreichend geklärt, Dominik Köck kam daher erneut zum Flanken und Thomas Voglmaier aus fünf Metern ungedeckt zum Kopfball. Torhüter Cedomir Radic hielt den Ball sicher – jedoch erst hinter der Linie, sodass die Löwen das 2:0 bejubeln konnten.

Nach knapp einer Stunde war Radic erneut geschlagen, doch seine Verteidiger klärten für ihn zweimal auf der Linie. „Wir hätten das Ding noch höher gestalten können“, nahm Heller Bezug auf zahlreiche weitere Chancen. „Man muss dann aber sagen, dass es den Spielverlauf nicht widergespiegelt hätte. Das 3:0 ist total in Ordnung.“ Besagten dritten Treffer erzielte Vinzenz Egger in der 83. Minute nach einem Konter. Robin Ungerath hatte den Ball zuvor an die Latte gechippt und Egger anschließend den Abpraller verwertet. „Letztendlich war der Sieg verdient. Die bessere Mannschaft hatte gewonnen“, bilanzierte Heller, ehe sich der Wasserburger Tross zufrieden auf den staufreien Heimweg machte.

Wasserburg: Volkmer, Biegel (72. Stellner), Grundner, Brich, Pollak (46. Rubio Gonzalez), Dittrich, Köck, Voglmaier (72. Haunolder), Vieregg (79. Egger), Ungerath (87. Lechner)

Tore: 0:1 Thomas Voglmaier (15.), 0:2 Thomas Voglmaier (54.), 0:3 Vinzenz Egger (83.)

Schiedsrichter: Johannes Wagner (SV Zuchering)

Zuschauer: 250

JAH

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Kommentare

  1. Glückwunsch zum souveränen 3:0 – toll, wie die Mannschaft trotz Verspätung und wackliger erster Halbzeit am Ende so klar gewonnen hat! ⚽🦁

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