Guten Morgen, Wasserburg!

Guten Morgen, Wasserburg! Heute ist Dienstag, der 21. Januar, der 21. Tag des neuen Jahres. Es läuft die vierte Woche. Das Wetter heute: Meist bewölkt, bis drei Grad. Sonnenaufgang: 7.52 Uhr. Sonnenuntergang: 16.52 Uhr.

Namenstag haben heute:

Agnes, Meinrad, Ines.




Guten Morgen, Wasserburg!

Guten Morgen, Wasserburg! Heute ist Montag, der 20. Januar, der 20. Tag des neuen Jahres. Es läuft die vierte Woche. Das Wetter heute: Meist bewölkt, bis zwei Grad. Sonnenaufgang: 7.53 Uhr. Sonnenuntergang: 16.50 Uhr.

Namenstag haben heute:

Sebastian, Fabian, Ursula.




„Stets an der Seite der Schwachen“

„100 Prozent sozial und 100 Prozent ökologisch“ – das ist für Stadtratskandidat Christian Peiker (35) das Leitmotiv der politischen Arbeit der Linken Liste Wasserburg. In der „Bar Helmut“ versammelten sich der 35-Jährige und seine Mitstreiter, um ihre Kandidaten zur Kommunalwahl aufzustellen. Mindestens einen weiteren Platz im Wasserburger Gremium neben Stadträtin Sophia Jokisch erhoffen die Linken zu erobern.

„Uns gibt’s seit sechs Jahren“, so Peiker, „und seither hat sich eine neue politische Kultur etabliert.“ Für die nächste Legislaturperiode kündigt der 35-Jährige eine „gute Oppositionsarbeit“ an, auch wenn vieles nur mit Kompromissen funktioniere. So sieht Peiker Überschneidungen mit SPD und Grünen: „Ich befürworte durchaus einen links-rot-grünen Block.“

 

Um dem Klimawandel wirksam zu begegnen, fordert Peiker, den Energiebedarf Wasserburgs ausschließlich aus erneuerbaren Energien zu schaffen. Auch gelte es den Öffentlichen Nahverkehr zu stärken. „Es hilft aber nichts, die Autofahrer allein zu verteufeln“, mahnt der 35-Jährige. Es müssten Anreize geschaffen werden, um die Leute zum Umsteigen zu bewegen.

 

In der Sozialpolitik steht der Kandidat für die „kleinen Leute“ ein. „Manche Bürger müssen jetzt schon 50 Prozent fürs Wohnen ausgeben“, berichtet Peiker, „wir lassen es nicht zu, dass auf dem Rücken der Geringverdiener gewirtschaftet wird.“ Preiswerte Wohnungen stehen daher ganz oben auf der politischen Agenda der Linken Liste. „Ein Linker steht immer an der Seite der Schwachen“, so Peiker kämpferisch, der anschließend seine „Genossinnen und Genossen auf den Wahlkampf einschwor.

 

Den werden bei den Linken vorwiegend jüngere Menschen und Frauen bestreiten – sehr zur Freude von Stadträtin Sophia Jokisch (31): „Es reicht nun mit den alten, lauten Männern in der Politik!“ Immerhin: Mit einem Altersdurchschnitt von 29,6 Jahren ist die Liste die jüngste Gruppierung in der Wasserburger Stadtpolitik.

 

Folgende Kandidaten wurden für die Kommunalwahl aufgestellt:

 

1. Christian Peiker (35), Landschaftsgärtner

2. Sophia Jokisch (31), Stadträtin, selbstständig

3. Aline Müller (31), Fotografin

4. Florian Beckereit (33), Heilerziehungspfleger

5. Dominic Hausmann (35), Einzelhändler

6. Sebastian Misselhorn (22), Gesundheits- und Krankenpfleger

7. Korbinian Weyh (27), Betreuungshelfer

8. Ioannis Hoeft (26), Heilerziehungspflegehelfer

9. Luisa Jehle (23), Gesundheits- und Krankenpflegerin

10. Marcus Müller (47), Kirchenmalermeister

11. Dominik Neuwald (27), Servicefahrer

12. Verena Gerth (29), Studentin

13. Anna Hofbauer (31), Friseurin

14. Leo Schmidt (31), Back Office Manager

15. Natalina Vicinelli (66), Dozentin

16. Benni Frech (31), Lebensmitteltechniker

17. Tatjana Vicinelli (25), Azubi Gesundheits- und Krankenpflegerin

18. Julian Schweng (27), Veranstaltungstechniker

19. Valentina Fichtner (21), Kinderpflegerin

20. Matthias Schöberl (21), Landschaftsgärtner

21. Ainoah Schwarz (23), Heilerziehungspflegehelferin

22. Jordan Fichtner (19), Betreuungshelfer

23. Tim Barthold (29), Servicefahrer

24. Samuel Hoeft (23), Azubi Heilerziehungshelfer

 

 

Foto: Die Kandidaten (Auswahl) der Linken Liste Wasserburg für die Kommunalwahl (erste Reihe von links): Tim Barthold, Korbinian Weyh, Christian Peiker, Sophia Jokisch, Sebastian Misselhorn, Ainoah Schwarz; (mittlere Reihe von links): Dominik Neuwald, Samuel Hoeft, Ioannis Hoeft, Florian Beckereit; (hintere Reihe, von links): Dominic Hausmann, Julian Schweng

 




Es war eine rauschende Ballnacht

Tolle Stimmung, tolle Shows: Der „Badriazzo” begeisterte auch heuer die Gäste in der ausverkauften Badria-Halle in Wasserburg. Und wie immer überließ Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl an diesem Abend symbolisch seinen Rathausschlüssel für die närrische Zeit der charmanten Stadtgarde (unser Foto). Bereits zum vierten Mal verwöhnte Catering-Profi Klaus Schlaipfer aus Prien mit seinem fleißigen Team die Ballbesucher mit einem Drei-Gänge-Menü. Und um Mitternacht wurde fröhlich das Geheimnis gelüftet: Die Stadtgarde tanzt sich heuer zauberhaft durch das Märchen „Alice im Wunderland”! Impressionen vom „Badriazzo 2020″ von Stefan Pfuhl …

 




Stilvoll ins neue Jahr gestartet

Nachdem der erste Neujahrsball der KLJB Albaching 2019 so gut bei den Besuchern angekommen war, tauchten die Mitglieder der Landjugend auch heuer wieder den Bürgersaal in edles Licht. Am gestrigen Samstag gaben sich in Albaching Glitzer, Tüll und Fliege die Klinke in die Hand. Ein leckeres Drei-Gänge-Menü und die Showband „Agent Six” rundeten den Abend ab. Unsere Fotos:




Einzige Bedenken: Vandalismus

Nicht alle Radlfahrer haben immer Flickzeug und Luftpumpe dabei, die Werkstätten haben nicht immer geöffnet und per se wolle man ja das Fahrradfahren so attraktiv wie möglich machen – allein schon aus Umweltschutzgründen. So stimmte der Hauptausschuss in der jüngsten Sitzung der Errichtung einer Fahrrad-Reparatur-Station am Gries auf Antrag des Bürgerforums/Freie Wähler einstimmig zu.

Nach ersten Recherchen gebe es zwei Anbieter solcher Stationen, wobei sich die Kosten inklusive Installation auf rund 3000 Euro belaufen würden.

Da jedoch Vandalismus und Diebstahl von Werkzeug und Kleinteilen nicht ausgeschlossen sei, müssten auch etwaige Personal- und Wartungskosten mit in die Kalkulation miteinbezogen werden.

Edith Stürmliger (Bürgerforum) betonte, sie habe Fahrrad-Reparatur-Stationen schon in mehreren Städten gesehen, wobei die Werkzeuge auch angekettet gewesen seien, um Diebstahl vorzubeugen. Andreas Hiebl (Stadtverwaltung) merkte an, dass man Vandalismus nie ganz verhindern könne, „man kann’s aber ausprobieren.”

Armin Sinzinger (Wasserburger Block) schlug zudem vor, dass ein Zubehör-Automat in unmittelbarer Nähe der Station auch Sinn ergeben würde. Hierfür wolle man die Fahrradgeschäfte-Inhaber der Stadt fragen.

Der Antrag wurde einstimmig befürwortet.




Ein Biergarten am Inn?

Es ist immer wieder Thema, wenn es darum geht, wie man Wasserburg noch attraktiver machen könnte. „Wir haben ja alles, aber was fehlt, ist ein Biergarten …”, hört man von unterschiedlichsten Seiten. Diesen Wunsch hat das Bürgerforum/ Freie Wähler nun als konkreten Antrag dem Hauptausschuss vorgelegt, der das Vorhaben grundsätzlich für gut heißt, jedoch an der Umsetzbarkeit zweifelt.

Dass es bereits zwei Biergärten gebe, am Palmanopark und am Bahnhofsplatz, werde zu selten wahrgenommen, betonte Bürgermeister Michael Kölbl, räumte jedoch auch ein, dass diese womöglich nicht die klassischen Idealvorstellungen eines Biergartens erfüllten.

Edith Stürmliger (Bürgerforum) erklärte, dass man sich den Inndamm als potenziellen Ort vorstellen könne, wobei die Stadt aber in Vorleistung gehen müsse, was eine Begradigung der Fläche beispielsweise angehe.

Kölbl entgegnete, dass etwaige Vorleistungen dann jedoch auf die Pacht umgelegt werden müssten, was die Lukrativität eines Biergartens wieder schmälern würde. Zudem sei der Inndamm Eigentum des Freistaates Bayern, weshalb man sich erst mit dem Wasserwirtschaftsamt über die Nutzung einigen müsste.

Werner Gartner (SPD) zeigte sich der Location am Inndamm gegenüber skeptisch. Bei vorherigen Versuchen, den Bereich bis in die späteren Abendstunden hinein zu bewirten, habe man schon mehrmals Probleme gehabt. „Beim Theater Wallenstein vor sechs Jahren zum Beispiel, da hat man’s nicht lange dort ausgehalten. Ab neun wird’s klamm und ungemütlich – auch im Sommer.”

Markus Bauer (CSU) äußerte sich zudem mit dem Aufwand und der Rentabilität für Wirte nachdenklich. „Die Saison ist von Mai bis Oktober. Ich denke nicht, dass da die Nachfrage so groß sein wird.”

Die Stadt könne jedoch als Kontaktperson für potentielle Interessenten fungieren. „Aber es muss erst Mal jemand gefunden werden. Bis jetzt haben sie uns die Tür nicht eingerannt”, so Kölbl.

Der Hauptausschuss würde etwaige Vorhaben jedoch einstimmig unterstützen.




Läden ab sofort früher geöffnet

Wie bereits im März im Hauptausschuss behandelt und abgesegnet, steht einer Änderung der Ladenöffnungszeiten an verkaufsoffenen Sonntagen nun nichts mehr im Weg. Der Wirtschaftsförderverband plädierte dafür, dass die Geschäfte schon eine Stunde früher öffnen sollten, da der Großteil der Markt-Besucher am Vormittag und zur Mittagszeit in die Stadt komme. So können nun auch die Läden vom größeren Publikumsstrom profitieren.  

Bisher hatten die Läden an den vier Marktsonntagen von 12.30 bis 17.30 Uhr geöffnet, ab 2020 soll sich dies um eine Stunde nach vorne verschieben, da auch die Märkte bereits um 9 Uhr beginnen.

„Da sehen wir nichts, das dagegen spricht. Im Gegenteil. Die Kundschaft kommt ja auch schon eher und auf den Märkten ist ab vier nichts mehr los”, so Bürgermeister Michael Kölbl.

Auch sein Stellvertreter Werner Gartner untermauerte dieses Argument: „Das ist eigentlich die logische Konsequenz. Wenn der Markt schon läuft, sollen auch die Geschäfte aufhaben”. 

Claudia Schaber vom Ordnungsamt merkte an, dass man lediglich auf die Gottesdienstzeiten Rücksicht nehmen müsse, jedoch zeige sich diesbezüglich kein Problem. Zudem sei das bereits mit kirchlichen Vertretern abgesprochen.

Dem Antrag wurde von allen Mitgliedern zugestimmt.




Verkehr war das Hauptthema

Rund 80 Wasserburger weilten der vierten und letzten Bürgerversammlungen der Stadt im Burgerfeld bei. Diesmal stand Bürgermeister Michael Kölbl im Pfarrsaal von St. Konrad Rede und Antwort. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters (wir berichteten), gab es zahlreiche Wortmeldungen.

Als erste meldete sich Dorle Irlbeck.  Sie kritisierte die Parkprobleme im unteren Burgerfeld, die immer größer würden. „Ab 8 Uhr morgens geht nichts mehr. Autos parken sogar in den Kurven.” Müllfahrzeuge und andere Lkw kämen nicht mehr durch. Irlbeck: „So geht es nicht mehr weiter.” Sie bekam von weiteren Burgerfeldern Rückendeckung, die auch monierten, dass sogar Altstadtbewohner das Burgerfeld als Parkplatz nützen würden und dass es insgesamt zu wenig Behindertenparkplätze gebe.

Der Bürgermeister erklärte, dass es bereits Gespräche mit dem Landratsamt gegeben habe. „Solange die Baustelle besteht, wird es schwer eine Lösung zu finden. Es wurde bereits angeordnet, dass die Wildparkerei mehr kontrolliert und geahndet wird. Auch befinden wir uns im Gespräch mit der Firma Zosseder, die für die Müllentsorgung zuständig ist. Ein Anliegertreffen ist ebenfalls geplant.”

Ein weiterer Wortbeitrag beschäftigte sich mit den Hecken an Grundstücksgrenzen. Diese würden oftmals gar nicht oder nur mangelhaft zurückgeschnitten. Die Stadt sollte die betroffenen Grundstückseigentümer mal anmahnen. Entsprechende Hinweise gebe es alle Jahre in den Heimatnachrichten berichtete Kölbl dazu. Es werde mehrmals im Jahr auf diese Problematik hingewiesen. „Wir nehmen die Anregung auf und schreiben die betroffenen Grundstückseigentümer persönlich an.”

Ein Burgerfelder monierte, dass der Winterdienst beim Räumen immer wieder Schnee direkt vor Haus-Einfahrt schiebe. Wenn sowas vorkomme, sollte direkt die Stadt informiert werden, riet der Bürgermeister.

Eduard Bösch regte an, die Stadtbusse auf Elektroantrieb umzustellen. Der Bürgermeister musste diesem Vorschlag eine Absage erteilen. „Derzeit gibt es noch keine Elektrobusse, die bei uns im Stadtgebiet eingesetzt werden können. Das liegt auch daran,  dass starke Steigungen zu fahren sind. Wir werden das aber umsetzen, sobald entsprechende Fahrzeuge auf dem Markt sind.”

Auf fehlende Buswartehäuschen am Badria oder beim McDonald’s wies ein weiterer Bürger hin. In dieser Sache werde bereits an einem Konzept gearbeitet, so der Bürgermeister. Am Badria sei das kein Problem, „schwierig wird es aber, wenn die Flächen nicht der Stadt gehörten wie bei McDonald’s”.

Michael Misch wies darauf hin, dass auf dem Bolzplatz im Burgerfeld mobile Fußballtore wie auf anderen Sportplätzend er Stadt wünschenswert wären. „Dadurch, dass diese fest montiert sind, wächst im Torraum, der stark beansprucht wird, kein Gras mehr.” Dies sei leider nicht möglich, wie der Bürgermeister erklärte. „Auf einem Bolzplatz sind schlichtweg nur festmontierte Tore erlaubt.”

Ein weiterer Burgerfelder wünschte sich einen durchgängigen Radlweg über die Rote Brücke in die Altstadt. „Dafür wäre eine riesige Baumaßnahme, verbunden mit enormen Kosten, nötig.”, so Kölbl. Und auch der Denkmalschutz müsse dabei beachtet werden. „Das wird eher schwierig zu realisieren sein.”

MM




Großes Interesse in Reitmehring

Sehr gut besucht war die dritte der vier Bürgerversammlungen der Stadt Wasserburg. Diesmal stand Bürgermeister Michael Kölbl in Reitmehring Rede und Antwort. Die Aula der Grundschule war gestern Abend voll besetzt. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters (wir berichteten), gab es zahlreiche Wortmeldungen.

Heike Maas, Bürgermeisterkandidatin der CSU für die Wahlen im kommenden Jahr, eröffnete den Reigen der Anfragen an Kölbl. Die wasserrechtliche Erlaubnis der Firma Meggle laufe noch dieses Jahr aus. Reitmehring werde dort mitversorgt. „Was gedenkt die Stadt, in dieser Sache zu unternehmen?”, fragte Maas.

Die Firma Meggle verbrauche doppelt so viel Wasser, wie die gesamte Stadt Wasserburg, antwortete der Bürgermeister. Deshalb habe Meggle eine eigene Wasserversorgung. „Von Seiten der Stadt ist geplant, dass Reitmehring und die anderen, betroffenen Stadtteile, an das Wasserburger Netz angeschlossen werden. Zur Firma Meggle ist ein Notverbund geplant.” Ein Problem mit dem Anschluss ans städtische Netz sei, dass man mit den Leitungen die B304 queren müsse. Es werde aber sicher eine Lösung geben.

Eine weitere Anfrage gab es bezüglich der Ringstraße am Staudhamer Feld. Diese werde zunehmend von Lkw-Fahrschulen genutzt. Auch Führerschein-Prüfungen würden dort durchgeführt und die Straße sei deshalb immer wieder gesperrt. Außerdem würden immer mehr Lkw dort auf der Straße abgestellt, was dem Bürgermeister bereits bekannt war: „Wir nehmen uns bereits der Thematik an. Durch das vermehrte Parken kommt es immer wieder zu Müllablagerungen. Deshalb fahren Reinigungstrupps jetzt bereits öfter hin.”

Ein Reitmehringer kritisierte, dass die Straßenbeleuchtung an der Bürgermeister-Schmid-Straße Richtung Münchener Straße nicht ausreichend sei. Leider könne man da nur schwer Abhilfe schaffen, wie der Bürgermeister erklärte. „Das ist nicht das Stromnetz der Stadtwerke, sondern der Bayernwerke. Dies erschwert den Bau von Straßenlaternen.” Dennoch werde man eine zusätzliche Beleuchtung in Erwägung ziehen und prüfen.

Dem Wunsch nach einem Zebrastreifen in der unteren Bahnhofstraße musste das Stadtoberhaupt leider eine Absage erteilen: „Ein dementsprechender Antrag wurde bereits von der Polizei geprüft und negativ beurteilt.”

Mit dem „plakativen Klimanotstand”, den der Stadtrat kürzlich beschlossen hatte (wir berichteten) beschäftigte sich ein anderer Wortbeitrag. „Wieso wird dann nicht wenigsten auf die Feinstaubmessung in der Altstadt reagiert?”, lautete die Frage. Der Bürgermeister erklärte hierzu, dass bis auf die Messung am Brucktor alle Prüfungen unbedenkliche Ergebnisse gebracht hätten. „Die Messung am Brucktor kann nicht gewertet werden, da der Messpunkt zu nahe an der Straße war.” Dennoch werde sich der Umweltausschuss mit der Thematik befassen.

Auch einem weiteren Vorschlag aus den Reihen der Bürgerschaft musste der Bürgermeister eine Absage erteilen – der Forderung nach einer 50-Meter-Schwimmbahn im Badria, die im Zuge der Sanierung errichtet werden sollte. „Das ist finanziell leider nicht zu stemmen.”

Eine Prüfung durch die Stadt sicherte Kölbl unter anderem in folgenden Angelegenheiten zu:

  • Die Ecke Grandlweg/Am Glasberg ist sehr gefährlich. Es gab schon mehrere Unfälle mit Radfahrern. Ein Spiegel könnte Abhilfe schaffen.
  • Der zusätzliche Parkplatz am Bahnhof kann nicht genutzt werden, da das Regenwasser nicht abläuft.
  • Die Beleuchtungssituation in Wasserburg ist nicht gut, zum Beispiel am Steinmühlweg

Eine Frage von Jürgen Scheller zu einem Wanderweg am Staudhamer See rundete die Versammlung ab. Auf dem alten Wanderweg seien Bänke und Abfalleimer zu finden, was die Vermutung nahelege, dass der Weg öffentlich sei, was der Bürgermeister aber verneinte. „Die Bänke und Abfalleimer stammen wohl noch aus der Zeit der Gemeinde Attel. Es handelt sich aber definitiv um einen Privatweg.”

Was aber besonders nett war: Im Anschluss gab‘s eine Brotzeit bei der Feuerwehr Attel-Reitmehring – und viel Gelegenheit zum Ratschn…

MM

Heute letzte Versammlung

Die letzte Versammlung für die Bürger Wasserburgs ist am heutigen Dienstag, 18.30 Uhr, im Pfarrsaal St. Konrad im Burgerfeld.

Bei den Versammlungen kann man sich aus erster Hand über aktuelle, kommunale Themen informieren. Man kann seine Anregungen persönlich beim Ersten Bürgermeister, bei Vertretern des Stadtrats und Mitarbeitern der Verwaltung vortragen.




Viele Themen bei Bürgerversammlung

Von der Abfallbeseitigung bis zum Klimaschutz, vom neuen Feuerwehrhaus bis zum Bahnübergang in Reitmehring – die Themen, die Bürgermeister Michael Kölbl gestern in der Altstadt bei der ersten von vier Bürgerversammlungen der Stadt Wasserburg ansprach, waren vielfältig. Auch wenn es am Ende der Ausführungen einige Wortbeiträge und Fragen aus der Zuhörerschaft gab: Auffallend war, dass die Bürger offenbar mit ihrer Stadt sehr zufrieden sind. Zieht man alle Amtsträger der Verwaltung und des Stadtrates ab, waren es gerade einmal 40 Zuhörer, die auf die Informationen aus erster Hand gespannt waren. Nochmals 20 weniger als im vergangenen Jahr.

Der Bürgermeister ließ sich von den wenigen Teilnehmern nicht beeindrucken und fasste das vergangene Jahr mit verschiedensten Projekten zusammen.

So habe man das neue Feuerwehrhaus mit dem Erwerb des nötigen Grundstückes jetzt auf den Weg gebracht. Auf dem Gelände der alten Gärtnerei am Altstadtbahnhof sollen noch heuer die Abrissarbeiten beginnen. Allerdings räumte der Bürgermeister auf Anfrage ein, dass der Neubau wohl erst in vier bis fünf Jahren bezugsfertig sei. Das liege alleine schon an der europaweiten Ausschreibung.

Auch das größte Bauprojekt der vergangenen Jahre innerhalb der Stadtgrenzen war Thema beim Vortrag des Bürgermeisters. Für das neue, gemeinsame RoMed- und Inn-Salzach-Klinikum in Gabersee seien die Bauarbeiten in vollem Gange. Die ersten beiden Bauabschnitte sollen 2021 abgeschlossen sein, wie der Bürgermeister berichtete.

Zentrales und hitzig diskutiertes Thema in der Stadt ist die innerörtliche Verkehrsplanung. Nach Infoveranstaltung, Verkehrszählung und Bürgerbeteiligung soll jetzt am 3. Dezember der Bauausschuss beraten.

Weitere wichtige Themen waren unter anderem die LED-Umrüstung der Beleuchtung am Parkhaus Kellerstraße, der Natur- und Artenschutz sowie der Klimaschutz in der Stadt, die Schaffung von Lade-Infrastruktur für E-Fahrzeuge, der neue Wasserburg-Pass, der BürgerBahnhof und das Jugendzentrum, die Kinderbetreuung, der Sportplatz an der Landwehrstraße, das Badria-Stadion, die Schaffung von Wohnraum, die Sanierung der Stadtmauer, das neue NS-Mahnmal, die Altstadtbahn, die Finanzen der Stadt und nicht zuletzt die Verkehrsüberwachung.

Über alle Themen haben wir bereits auf der Wasserburger Stimme informiert. Einfach Suchbegriff rechts oben in der Lupe eingeben.

Nach den Ausführungen gab es einige Wortmeldungen. Unter anderem hatte die Trägerin der Heiserer-Medaille, Dorle Irlbeck, viel Lob für die Stadt parat. Unter anderem dafür, dass die Grünanlage nur sehr selten gemäht würden. „So konnten Blumenwiesen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge wachsen.” Auch freue sie sich schon auf die Schlittschuhbahn in der Herrengasse beim Christkindlmarkt. „Eine Supersache für Kinder und oide Mana. Schlittschuhfahren in einer Halle ist nicht gleich Schlittschuhfahren im Freien. Nur unter freiem Himmel macht das Spaß.”

Traudl Inninger sprach die ihrer Meinung nach zu wenig beziehungsweise auch zu billigen Stellplätze für Wohnmobile in Wasserburg an. Auch solle die Verkehrsüberwachung vermehrt auf falsch parkende Wohnmobile achten.

Eine Bewohnerin des Stadtteils unter der Schanz sprach die „katastrophale Parksituation” in der so genannten Gripsenau an. „Im Notfall haben da weder Feuerwehr noch Rettungsdienst die Chance, ans Ziel zu kommen. Ein seit Monaten falsch geparktes Auto erschwere die Lage zusätzlich.” Ein Parkstreifen mit optischen Parkflächen könne da für Abhilfe sorgen.

Anton Häuslmann fragte nach, wie es nach dem Neubau mit dem alten Feuerwehrhaus weitergehen soll. Darüber konnte der Bürgermeister noch nichts Konkretes sagen. Das Gebäude befinde sich jedenfalls im Eigentum der Stadt, „und das soll auch so bleiben”.

Der Wasserburger Architekt Günter Bodenburg war in Sachen Eisbahn in der Herrengasse ganz anderer Meinung als Dorle Irlbeck. Er übte Kritik an dem Projekt wegen des Energieverbrauchs. „Dass das genehmigt wurde, passt nicht zum Klimanotstand.” Er stellte den Antrag, eine Anzeigetafel, die den Energieverbrauch anzeigt, an der Bahn anzubringen. Bürgermeister Kölbl erklärte zur Genehmigung des Antrags des WFV, dass man damit die Attraktivität des Christkindlmarkt steigern möchte. Es werde ausschließlich CO2-neutraler Ökostrom der Stadtwerke verwendet.

Franz Göpfert stieß ins gleiche Horn wie Günter Bodenburg. Der Leidensdruck durch die vielen Veranstaltungen in der Altstadt sei für die Anwohner enorm. „Die Eislaufbahn war früher am Gries und nicht in der Herrengasse.” Der Bürgermeister verstand diese Kritik, sagte aber auch, dass es eine Gradwanderung sei, die Stadt zu beleben, dabei aber nicht zu viel zu unternehmen. Besonders in der Kritik von Franz Göpfert: Die geplante Vorsilvesterparty am 28. Dezember – „und das nach vier Wochen Christkindlmarkt”.

Die weiteren Bürgerversammlungen: Am heutigen Dienstag, 18.30 Uhr, ist die Bürgerversammlung in der Burgau im Betreuungszentrum. Am Montag, 11. November, findet die Bürgerversammlung um 18.30 Uhr in Reitmehring in der Aula der Grundschule statt. Die letzte Versammlung ist am Dienstag, 12. November, 18.30 Uhr, im Pfarrsaal St. Konrad im Burgerfeld.

 

Bilder von der Altstadt-Veranstaltung:

 




B304: Baubeginn steht in den Sternen

Sehr gut besucht war die gestrige Informationsversammlung in der Aula der Reitmehringer Schule. Es ging um den derzeit öffentlich ausliegenden „Feststellungsentwurf B 304 – Beseitigung Bahnübergang Reitmehring“. Experten des Staatlichen Bauamtes legten den derzeitigen Sachstand dar. Es soll insgesamt drei Neuerungen bei der Planung für die neue Ortsdurchfahrt geben.

So soll der geplante Kreisel auf Höhe der Megglestraße zum Schutz der Anlieger vor Lärm und Abgasen einen Deckel erhalten. Außerdem wird die Tieferlegung der B304 verlängert. Auch das soll dem Lärmschutz dienen, genauso wie eine Verlängerung der Lärmschutzwand auf 400 Meter.

 

Die Planung im Detail (Grafik von 2015). Gut zu erkennen sind der Kreisverkehr, die Bahnüberführung (ganz unten) und der Tunnel durch Reitmehring. 

 

Wann mit der gesamten Maßnahme begonnen werden kann, das steht nach Aussage des Straßenbauamtes noch in den Sternen. Fest steht: Gibt es von allen Seiten endlich grünes Licht, wird die Bauzeit wohl um die drei Jahre dauern.

Die aktuellen Pläne kann man noch bis 16. Oktober im Zuge des öffentlichen Auslegungsverfahrens bei der Stadt Wasserburg einsehen – oder auf der Internetseite des Bauamtes (siehe Link unten). Einwendungen sind noch bis 30. Oktober möglich.

SK

Hier können die Unterlagen auf der Internetseite des Staatlichen Bauamtes eingesehen werden:

https://www.stbaro.bayern.de/strassenbau/planfeststellungen/aktuell/planfeststellung3/index.html.

 

 

Unser Bericht vom 31. Oktober 2015 (!):

Mit großen Schritten ins Jahrhundert-Projekt!

Bahnübergang Reitmehring: Straßenbauamt gestern im Stadtrat mit B304-Plänen

Tunnel, Tröge, Brücken, Zubringer und ein Kreisverkehr: Der Ausbau des Bahnübergangs in Reitmehring wird nicht nur ein Millionen – sondern wohl auch ein Jahrhundert-Projekt. Diesen Eindruck konnte man zumindest gestern bei der Stadtratssitzung im Wasserburger Rathaus gewinnen. Das Straßenbauamt Rosenheim präsentierte den Räten die umfangreichen Planungen und den aktuellen Stand der Dinge. Mit rund 25 Millionen Euro an Gesamtkosten wird mittlerweile gerechnet.

Und so sieht die neue B304 von Staudham her kommend aus:

Zirka 500 Meter vor Reitmehring gibt es eine Linksabbiegerspur in Richtung Seewieser Straße, dann steigt die Bundesstraße zu einem neuen Brückenbauwerk an. Es geht über die Bahnlinie, hinunter in einen so genannten Trog, dann in einen 130 Meter langen Tunnel.

Auf Höhe Megglestraße/Zettelweg gibt es einen neuen Kreisverkehr über der B304.

Dann geht es mit der Bundesstraße hinein in den Tunnel, den die Bürgermeister-Schmid-Straße überquert. Am Ende von Reitmehring gibt es einen zusätzlichen direkten Zubringer zur B15 Richtung Rosenheim.

Vom Kreisverkehr aus steigt südlich der B304 ein neuer Zubringer Richtung Bürgermeister-Schmid-Straße an. Nach Reitmehring muss man also nicht mehr nach links abbiegen (Visualisierung: Straßenbauamt Rosenheim).

Der Leiter des Rosenheimer Straßenbauamtes, Christian Rehm, hatte gestern an seiner Seite den Planungschef Bernhard Bauer und Projektmanagerin Sabine Rödl. In knapp 90 Minuten präsentierten sie den aktuellen Planungsstand. Demnach soll im Frühjahr 2016 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

Darin werden alle Träger öffentlicher Belange sowie alle vom Bau Betroffenen gehört. Einwendungen werden dann vom staatlichen Bauamt geprüft, es gibt Erörterungstermine und schließlich einen Planfeststellungsbeschluss, gegen den allerdings wieder geklagt werden kann.

„Wir halten uns deshalb zum Thema Baubeginn mit Jahreszahlen sehr zurück. Da gibt es noch viele Stolpersteine“, so Rehm. Erst wenn die letzte Klage durch sei und die Finanzierung stehe, könne man mit dem Grunderwerb, mit der Ausschreibung und Bauvorbereitung beginnen. Damit sei aber nicht vor 2017 oder 2018 zu rechnen – im besten aller Fälle.

Zu den geplanten Baumaßnahmen nahm Projektmanagerin Sabine Rödl Stellung. Die gesamte Baustelle habe eine Länge von 1,4 Kilometern. Der geplante Tunnel werde 130 Meter lang sein. „Wir beginnen mit dem bau im Westen und arbeiten uns in Richtung B 15 vor.“

Die gesamte Bauzeit werde mit rund drei Jahren veranschlagt. In Phase eins der Bauarbeiten werde es eine Behelfsumfahrung des neuen Brückenbauwerkes nördlich der jetzt bestehenden B304 geben. Ganz hart wird’s für die Autofahrer dann in Phase zwei, dem Tunnel- und Kreiselbau. „Dann müssen wir für längere Zeit die Bundesstraße komplett sperren“, so Rödl. Es werde großräumige Umleitungen geben.
An Kosten sind derzeit 16,8 Millionen für die reinen Baumaßnahmen geplant, 4,3 Millionen Euro für den Grunderwerb. „Bis es soweit ist, wird diese Summe wohl auf insgesamt 25 Millionen ansteigen“, so Rehm. Die Gesamtmaßnahme sei von der Regierung als „Um- und Ausbaumaßnahme“ eingestuft worden, „was die Finanzierung nicht vereinfacht. Der Topf für Um- und Ausbau ist nicht besonders gut gefüllt“, so der Leiter des Straßenbauamtes, der dennoch nicht pessimistisch ist: „Das ist ein ganz außergewöhnliches Projekt. Eine sehr wirkungsvolle Maßnahme.“

Ins selbe Horn stieß abschließend Bürgermeister Michael Kölbl. „Wenn ich daran denke, wo wir vor zehn Jahren standen – ganz ehrlich, da hat sich sehr vieles zum Positiven entwickelt.“

Damals sei man bei den Planungen von einem reinen Brückenbauwerk mit einer Ampel an der Megglestraße ausgegangen. „Wir hatten sogar den Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages vor Ort. Das Projekt wackelte an allen Ecken und Enden.“ Mit den neuen Planungen erreiche man jetzt die „sinnvollste und einzig machbare innerörtliche Umgehung für Reitmehring“.

 




Die ersten Kandidaten

Start in den Kommunalwahlkampf 2020: Wie der Vorsitzende der Wasserburger SPD, Wolfgang Janeczka, gestern bestätigte, wird Michael Kölbl (Foto) im März kommenden Jahres nochmals als Bürgermeisterkandidat in Wasserburg antreten. Die SPD-Vorstandschaft hatte Anfang der Woche beschlossen, Kölbl der Aufstellungsversammlung vorzuschlagen. Diese findet nach den Sommerferien statt. Die Wasserburger CSU wählt ihren Kandidaten kommenden Dienstag bei einer Aufstellungsversammlung beim Huberwirt (Bericht folgt).




Acht Minuten Kurzurlaub

Wie schön wäre bei diesem bescheidenen Mai-Wetter ein Trip in den warmen Süden? Es ist „Tag der Sonne”, aber sie zeigt sich nicht so recht. Solarium ist da auch keine Alternative, immerhin bekommt man davon Hautkrebs – so die gängige Meinung. Ist das wirklich so? Über den gesundheitlichen Nutzen, wichtige Richtlinien und wie man im Solarium sogar noch abnehmen kann – für unser heutiges „Wer? Wie? Wasserburg!“ hat Magdalena mal ins Wasserburger „City Sun” geschaut.