Bauarbeiten verlaufen planmäßig

Der Umbau der Turn- und Schwimmhalle schreitet immer weiter voran. Die Sanierungsarbeiten laufen nach Plan, versicherte Johann Schmuck des Architektenteams Schmuck-Zickert-Betsch der Schulverbandsversammlung Haag bei einer gemeinsamen Führung durch die Baustelle.

Das Schwimmbad und die Turnhalle sind von innen kaum wiederzuerkennen. Dort wo zuvor ein gefliestes Becken war, ist jetzt eine kahle Baustelle. Auch der Turnhalle fehlt der charakteristische Hallenboden. „Die Abbrucharbeiten sind größtenteils fertig“, so Schmuck. Bereits im August soll diese Phase abgeschlossen sein. Während innen die Betonsanierung läuft, soll sich auch außen noch Einiges verändern. Momentan werden die Fassadenplatten demontiert, die Fenster der Hallen werden vergrößert. Mit den Fenstern falle viel mehr Licht in die Hallen, so Schmuck.

 

 

Die Bauarbeiten seien bisher nicht von der aktuellen Corona-Krise betroffen gewesen. Deshalb sei man auch gut im Zeitplan. Viel Arbeit sei laut Schmuck der Aufzug, der am Eingang montiert werden soll. Mit einer großen Kostensteigerung sei allerdings nicht mehr zu rechnen. Zuletzt hat der Schulverband aufgrund der aufwendigeren und teuren Betonsanierung des Beckens eine Edelstahlvariante beschlossen, die sich preislich an die sonst anfallenden Arbeiten angleicht (wir berichteten).

 

 

Wie die Turn- und Schwimmhalle nach Abschluss der Bauarbeiten aussehen, lässt sich bisher nur vage erahnen. Dennoch sei ein großer Fortschritt seit der vergangenen Besichtigung erkennbar, so Bürgermeisterin Sissi Schätz. Wenn sich die weiteren Arbeiten nicht verzögert, sollen sie bis Herbst 2021 abgeschlossen werden, so Schmuck.




Alter Vorsitz ist neuer Vorsitz

Nachdem sich die Gemeinderäte neu formiert haben, galt es nun auch in der konstituierenden Sitzung der Schulverbandsversammlung Haag den Vorsitz für die neue Legislaturperiode zu wählen und den Rechnungsprüfungsausschuss zu besetzen. Dafür traf sich die Versammlung an der Mittelschule Haag.

Zwei neue Mitglieder starten in dieser Legislaturperiode in der Schulverbandsversammlung Haag ihr Amt. Neben der Haager Bürgermeisterin Sissi Schätz und den beiden Gemeinderäten Egon Barlag und Rosmarie Heimann sowie dem Rechtmehringer Bürgermeister Sebastian Linner, gehören nun auch Thomas Stark, Bürgermeister aus Maitenbeth, und Christoph Greißl, Bürgermeister aus Kirchdorf, der Schulverbandsversammlung an.

 

Den Vorsitz übernimmt nach einstimmigem Wahlergebnis wieder Sissi Schätz, als ihre Stellvertretung wurde erneut Egon Barlag gewählt. „Ich bin offen für Anregungen und Kritikpunkte“, versicherte Schätz.

Der Rechnungsprüfungsausschuss wurde neu besetzt. Vorsitzender bleibt Egon Barlag, außerdem stellte sich Rosmarie Heimann zur Verfügung. Sie sei seit Jahren im Rechnungsprüfungsausschuss des Haager Gemeinderats weiß: „Man muss in die Aufgabe erst reinkommen.“ Komplettiert wird der Ausschuss durch Thomas Stark.

 

Foto (von links): Sissi Schätz (Bürgermeisterin Haag), Rosmarie Heimann, Christoph Greißl (Bürgermeister Kirchdorf), Thomas Stark (Bürgermeister Maitenbeth), Egon Barlag, Sebastian Linner (Bürgermeister Rechtmehring)




Einbahnstraße auf der Liegewiese

Ein Einbahnsystem mit markierten Wegen, reduzierte Besucherzahl und der Sprungturm und das Kinderplantschbecken bleiben geschlossen: Das Naturfreibad Haag öffnet am 8. Juni wieder (wir berichteten) – allerdings vorerst unter coronabedingten Einschränkungen.

Bei Sonnenschein im Freibad abkühlen: Das ist ab 8. Juni wieder täglich von 8 bis 20 Uhr möglich. Für die Öffnung des Naturbades wurde ein Corona-Konzept entwickelt. So wurde die Besucherzahl wesentlich reduziert und statt der bis zu 700 Besucher können nur 100 Personen gleichzeitig das Freibad nutzen. Auch gibt es ein Wegekonzept. Hinweisschilder und markierte Wege führen durch die Freibad-Einbahnstraße. Wer duschen will, kann die Kaltwasserduschen im Freien nutzen. Die Warmwasserduschen bleiben vorerst geschlossen, genauso das Kinderplantschbecken und der Sprungturm. Auch können nur die Umkleiden im Außenbereich genutzt werden.

 

 

Vorerst gilt laut Bürgermeisterin Sissi Schätz: „Vorsichtig sein und schauen, wie es funktioniert.“ Man setze bei dem Konzept auf Sicherheit. So gibt es für die Besucher nicht nur ausreichend Platz, um Abstände einzuhalten, auch werden die Einstiege regelmäßig desinfiziert und mit Markierungen an den Rutschen auf Abstände der Wartenden geachtet. Das Wegesystem am Freibad entlang vereinfacht außerdem die Arbeit der zuständigen Aufsicht, die nun neben der Badesicherheit auch die Hygienekonzepte im Blick behalten soll.

 

 

„Für den Start haben wir die Besucherzahl bewusst begrenzt“, so die Bürgermeisterin. Es lasse sich damit rechnen, dass sich die Leute auf den Nicht-Schwimmerbereich, den Schwimmerbereich und die Liegewiese verteilen. Schwierig seien die Engstellen. „Gerade der Bereich an Eingang und Kiosk ist ein Nadelör“, Schätz weiter. Um dort unnötige Warteschlangen zu vermeiden, soll in der Anfangsphase kein Eintritt kassiert werden. Die Besucherzahl wird vor Ort über eine Liste oder ein Pfandsystem reguliert. Weil sich der Andrang vor allem bei gutem Wetter schwer einschätzen lässt, empfiehlt die Bürgermeisterin, Randzeiten für den Besuch zu nutzen.

 

Die Freibad-Einbahnstraße:




„Mit Mut, ohne leichtsinnig zu sein“

Offene Geschäfte, zahlreiche Markstände und Führungen durch den Haager Schlossturm gab es am traditionellen Pfingstmarkt am Pfingstmontag. Mit Mundschutz und Sicherheitsabstand genossen zahlreiche Besucher das Bummeln bei bestem Wetter. Und die Gemeinde und „Haag aktiv“ sind sich einig: Haag kann zufrieden mit dem Ergebnis sein.

Es war viel los auf dem Haager Pfingstmarkt am Pfingstmontag. Kontinuierlich waren Besucher am Marktplatz, der Hauptstraße oder am Schlosshof unterwegs. Auch die Bücherei konnte nun mit neuem Konzept wieder öffnen. Der Haager Ortskern war belebt – trotz Mundschutz und Abstandsregelungen.

„Die Leute freuen sich, dass endlich wieder Markt ist“, bemerkte Bernhard Gruber am Andrang der Besucher. Denn nicht nur Haager spazierten am über den Pfingstmarkt und besuchten die örtlichen Geschäfte. Auch Besucher aus Vilsbiburg oder Markt Schwaben haben einen Zwischenstopp in Haag eingelegt, um durch die Marktstände zu bummeln. Thomas Sax, Vorsitzender von „Haag aktiv“, dankt allen Unterstützern und der Gemeinde, auch „für den Mut, das miteinander aufzuziehen.“ Die Schlangen vor den Geschäften und die gut besuchten Schlossturmführungen machten deutlich, dass sich der Mut zum Pfingstmarkt gelohnt habe. „Das zeigt, dass die Leute darauf warten, endlich etwas unternehmen zu können“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz.

Nicht nur am Markt selbst, auch am Schlosshof hielten sich laut Schätz viele Besucher auf, ohne dass er überlaufen war. So konnten bei einer Aktion des Familienzentrums von Kindern selbst Masken bemalt, oder in kleinen Gruppen der Turm besichtigt werden. An allen Ecken des Marktes sei kontinuierlich Betrieb gewesen, ohne dass es zu Anhäufungen kam, so Schätz weiter. Es gehörte Mut dazu, dass Haag den Schritt für den Pfingstmarkt wagte. „Mut, ohne leichtsinnig zu sein“, so die Bürgermeisterin. Dies sei laut der Beteiligten gut gelungen.

Anstatt einer Gasse aus Bauzäunen, setzte die Gemeinde auf Abstandsregelung und Mundschutz auch im Freien. An allen Marktständen gab es Desinfektionsmittel, wer seine Maske vergessen hat, konnte vor Ort eine kaufen. Und das Konzept hat funktioniert: Die Besucher waren diszipliniert, reagierten laut der Jahn-Security größtenteils freundlich und verständnisvoll, wenn sie auf die Maskenpflicht hingewiesen wurden.

Insgesamt zeigten sich die Gemeinde und „Haag aktiv“ zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir wollen langsam wieder hochfahren“, so Gruber. Deshalb war es für Haag wichtig, den traditionellen Markt zu veranstalten, wenn auch, so die Bürgermeisterin, mit „Mut und Vorsicht“.

 

 

 




Neues EKG für den Rettungswagen

Mit dem eigenen Glas selbst vom Fass zapfen: Für etlichen Wochen gab es gegen eine freiwillige Spende an der Haager Brauerei frisch gezapftes Unertl (wir berichteten). Eine aus der Notsituation heraus entstandene Idee, um das von den Gastronomen zurückgekaufte Bier nicht wegschütten zu müssen. Nun konnte die stattliche Summe von 11.200 Euro an das Rote Kreuz übergeben werden.

Insgesamt 85 Fässer mit je 30 Litern wurden in Haag für den guten Zweck getrunken. „Es ist schön, wie in der Krise alle Haager zusammenhelfen“, freute sich Bereitschaftsleiter Florian Ferschmann über den Spendenbetrag. Mit den erhaltenen Spenden kann der Rettungswagen mit einem neuen EKG ausgestattet werden, das außerdem Blutdruck und Sauerstoffsättigung messen kann. Ferschmann: „Es kommt Haag wieder zu Gute.“

 

 

Gestartet war die Freibieraktion während der Hochphase der Corona-Entwicklungen im Landkreis. Der Einfall entstand aus der Notsituation der Gastronomen (wir berichteten). Nachdem die Brauerei das Bier zurückgekauft hatte, kam die Idee für die Spendenaktion unter strengen Hygieneauflagen. Viele hatten Angst vor der aktuellen Krise, umso überwältigender sei die Spendensumme, freute sich Georg Huber, Vorsitzender des Kreisverbandes Mühldorf. Er bedankte sich bei der Brauerei, die mit ihrer Aktion an das Rote Kreuz gedacht hat. Wichtig sei, sich „gegenseitig stützen und unterstützen“, beteuerte Huber. „Das BRK lebt vom Ehrenamt und ist selbstfinanziert“, so Ferschmann. Deshalb komme auch jede Spende sinnvoll an.

 

„Es ist super, dass aus diesen Entwicklungen jetzt etwas Positives, ein EKG, rauskommt“, so Alois Unertl IV. Er dankte allen „Biergenießern“, die die Aktion mit ihren Spenden unterstützt haben. „Sie haben Bier in eine Spende verwandelt“, zeigte sich auch Alois Unertl III. begeistert von dem Zusammenhalt. Die insgesamt 300 Fässer mit 10.000 Liter zurückgekauften Bier konnten an verschiedenen Stellen für den guten Zweck ausgeschenkt werden. Beinahe alles wurde ausgetrunken.

 

Foto (von links): Alois Unertl III., Alois Unertl IV., Florian Ferschmann, Georg Huber, Marcus Schahman, Wolfgang Rakowitz, Rebecca Konietzko, Sebastian Bachmaier




Auf dem Pfingstmarkt bummeln

Durch die Geschäfte bummeln, den Schlossturm besichtigen und durch den Bücherflohmarkt schmökern: Am Pfingstmontag findet der traditionelle Pfingstmarkt in Haag statt. Trotz Mundschutz und Sicherheitsabstand können sich die Besucher dabei auf besondere Aktionen der Werbegemeinschaft „Haag aktiv“ freuen. Und es haben nicht nur die Geschäfte geöffnet, sondern auch der Schlossturm und die Bücherei haben wieder offene Türen.

Es hat etwas von Normalität: Der Pfingstmarkt in Haag wird planmäßig am kommenden Pfingstmontag stattfinden. Nachdem der Fastenmarkt aufgrund der aktuellen Krise abgesagt werden musste, freuen sich „Haag aktiv“ und die Gemeinde nun besonders auf die wiedereinkehrende Normalität. „Wir rechnen mit vielen Besuchern“, so der „Haag aktiv“-Vorsitzende Thomas Sax. Die Wetteraussichten seien gut und in der Umgebung finden keine anderen Märkte statt. Deshalb sei es besonders wichtig, dass die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen eingehalten werden, so Sax.

 

Die örtlichen Geschäfte haben ab 12.30 Uhr bis 17 Uhr für ihre Besucher geöffnet, an den Marktständen an Marktplatz und Marktberg kann bereits am Vormittag gebummelt werden. Neben zahlreichen Aktionen von „Haag aktiv“ startet auch wieder die „Haager Eiszeit“. Es werden wieder Eisgutscheine verlost, wenn aus den einzelnen Buchstaben aus den Schaufenstern der lokalen Geschäfte das richtige Lösungswort gefunden wird. Außerdem verlost „Haag aktiv“ für ihre Aktionswoche vom Donnerstag, 28. Mai, bis Sonntag, 7. Juni, insgesamt 20 Einkaufsgutscheine im Wert von 25 Euro. Die Teilnahmekarten gibt es vor Ort in den Geschäften.

 

Um den Markt und den möglichen Besucherandrang zu entzerren, sind auch der Schlosshof und der Schlossturm geöffnet. Das Familienzentrum Haag plant unter der Leitung von Marion Lebang am neu gestalteten Schlosshof eine Aktion für Kinder. Auch kann der Turm wieder besichtigt werden. Interessierte können ohne Anmeldungen an den Führungen zwischen 13 und 16 Uhr zu jeder vollen Stunde teilnehmen. Aber auch hier gilt Maskenpflicht. Auch die Marktstände werden in ordentlichem Abstand arrangiert. Bürgermeisterin Sissi Schätz ist sicher: „Die Leute suchen das Bummelgefühl wieder.“ Deshalb seien Hygienemaßnahmen besonders wichtig. Es gelten die üblichen Bestimmungen: Maskenpflicht und ein Abstand von 1,5 Metern.

 

Auch die Bücherei öffnet erstmals seit der Krise wieder ihre Türen. Ab 9 Uhr bis 17 Uhr können Besucher durch die Bücher schmökern und am Bücherflohmarkt einkaufen. Zukünftig soll die Bücherei wieder zu den üblichen Öffnungszeiten geöffnet sein, dafür gebe es auch ein Konzept. „Besucher können durch die eine Tür rein, durch die andere raus gehen“, erklärt Gertrud Grabmeyer-Lanzl. Und auch hier gelten Abstandsregelungen, Maskenpflicht und eine begrenzte Besucheranzahl. Die Sicherheit für Besucher und das Bücherei-Team sei besonders wichtig.

 

Gemeinde und „Haag aktiv“ rechnen mit zahlreichen Besuchern und haben gemeinsam ein Konzept entwickelt, um den Ansturm zu entzerren und trotz der aktuellen Maßnahmen einen gemütlichen Bummel zu ermöglichen.

 

 




Frühlingsfarben schmücken Ortsmitte

Zwar musste der Löwe im Haager Ortskern aufgrund der Ausgangsbeschränkungen auf seine Girlanden und Verzierungen zu Ostern verzichten, nun thront er allerdings, pünktlich zu Pfingsten, über bunten Blüten.

Der Löwenbrunnen ist neu bepflanzt und bringt Farbe in den Haager Ortskern. Mit Blumen der Gärtnerei Hangl ist der Haager Schimmel bunt eingerahmt, die Pflege liegt bei den Mitgliedern des Verschönerungsvereins.




Zweiter Spiegel soll Sicht erleichtern

Wer den Stechlring in Rechtmehring entlangfährt hat zwei Wege, um auf die Hauptstraße zu gelangen: Rechts über die steile Straße am Kirchenwirt entlang oder links den flacheren Eisenrichterweg. Aufgrund des neu angebrachten Zauns am Kindergarten ist die Sicht bei der Auffahrt auf die Hauptstraße Richtung Raiffeisenbank vom Eisenrichterweg aber eingeschränkt. Über Möglichkeiten, diese zu verbessern, beriet jetzt der Gemeinderat.

Der alte Zaun des Rechtmehringer Kindergartens war marode und für eine öffentliche Einrichtung nicht mehr zulässig. Deshalb wurde nun ein neuer Holzzaun angebracht. Allerdings kommt es dadurch zu einer schlechteren Sicht auf dem Eisenrichterweg in die Hauptstraße Richtung Raiffeisenbank. Bürgermeister Sebastian Linner schlug deshalb vor, einen weiteren Spiegel anzubringen. „Es gibt schon einen Spiegel, um Richtung Wirt zu schauen“, gab er zu bedenken. Zusätzlich zur Straße auf zwei unterschiedliche Spiegel zu achten, sei für Autofahrer nicht unbedingt leicht.

 

Alternativ gebe es die Möglichkeit, beim Kirchenwirt hochzufahren, von wo aus die Sicht auf die Hauptstraße deutlich besser ist. Linner gab als Alternativlösung den Vorschlag, den Eisenrichterweg als Einbahnstraße von der Hauptstraße aus einzurichten, sagte aber auch: „Das ist meiner Meinung nach nur eine Alternative, wenn der zweite Spiegel nicht klappt.“

 

Das sahen auch die Gemeinderäte so. Franz Linner wies auf die Schwierigkeiten hin, wenn Eltern morgens ihre Kinder zum Kindergarten bringen: „Manche parken dafür auch an der Straße Richtung Kirchenwirt, damit wäre bei einer Einbahnstraße der einzige Weg zur Hauptstraße blockiert.“ Auch Klement Manzinger gab zu bedenken: „Für Lastwagen oder mit Anhänger ist die Kurve am Kirchenwirt zu eng und gerade im Winter zu steil.“

 

Die Kosten für einen weiteren Verkehrsspiegel müsse die Gemeinde tragen, die Montage übernehme der Landkreis. Das Gremium war einstimmig dafür, einen zweiten Spiegel anzubringen, um die Ausfahrt aus dem Eisenrichterweg zu erleichtern.




Sitzung des Gemeinderats

Nachdem der Gemeinderat Rechtmehring sich in der vergangenen konstituierenden Sitzung neu formiert hat, findet am Mittwoch, 27. Mai, die erste Sitzung in dieser Zusammensetzung statt. Dafür trifft sich das Gremium um 19.30 Uhr im Pfarrheim. Dabei ist auch die Photovoltaikanlage an der Kläranlage Thema.

In der Sitzung behandelt der Gemeinderat folgende Tagesordnungspunkte:

1. Genehmigung der Protokolle vom 29.04.2020 und 06.05.2020
2. Bekanntmachung von nichtöffentlichen Beschlüssen
2.1 Erweiterung der Photovolatikanlage an der Kläranlage Rechtmehring – Behandlung der eingegangenen Angebote und Auftragsvergabe
3. Bauanträge
3.1 Genehmigungsfreistellung: Neubau einer Lagerhalle, Am Unterfeld 10, Fl.Nr. 155/8 Gem. Rechtmehring
3.2 Errichtung einer Doppelhaushälfte mit Carport, Königinstraße 7, Fl.Nrn. 188/3, 189/1, 190/2 und 199/5Gemarkung Rechtmehring
4. Benennung Stellvertreter zur Gemeinschaftsversammlung
5. Antrag auf Gewährung eines Zuschusses für die Kath. Dorfhelferinnen und Betriebshelfer GmbH in Bayern, Station Mühldorf
6. Sichtbeschränkung – Ausfahrt Eisenrichterweg in Hauptstraße
7. Bekanntmachungen




Großer Wechsel im Gremium

Mit einem neu zusammengesetzten Gremium beginnt für den Garser Gemeinderat die nächste Legislaturperiode. Über die Hälfte der Mitglieder startet dabei neu in das Amt als Gemeinderat. In der konstituierenden Sitzung stellten sie außerdem die Ausschüsse zusammen, bestellten Referenten und wählten Hildegard Brader (FW Gars) zur stellvertretenden Bürgermeisterin.

Insgesamt neun neue Mitglieder besetzen nun Plätze im Garser Gremium. Bei insgesamt 16 Gemeinderäten also über die Hälfte. Gleich zu Beginn des ersten Treffens in der neuen Legislaturperiode wurde Bürgermeister Robert Otter (Foto) vereidigt. Auch die neuen Mitglieder Mark Huber (CSU), Georg Maier (FW Gars), Markus Lutz (Grüne), Joachim Kraus (Grüne), Christian Nieder (Grüne), Roland Utzschmid (FW Gars Bahnhof), Josef Berger (FW Au am Inn), Leonhard Holzhammer (FW Mittergars) und Dr. Markus Huber (FW Mittergars) schworen auf das deutsche Grundgesetz und die bayerische Verfassung.

 

Anschließend galt es wichtige Entscheidungen zu treffen. So wurde Hildegard Brader (FW Gars) zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt und Joachim Kraus (Grüne) übernimmt das Amt des Dritten Bürgermeisters.

 

Der Haupt- und Finanzausschuss wurde mit Bürgermeister Robert Otter, Hildegard Brader (FW Gars), Markus Lutz (Grüne), Albert Fischer (FW Lengmoos), Leonhard Holzhammer (FW Mittergars), Josef Berger (FW Au am Inn) und Rainer Hubl (FW Gars Bahnhof) besetzt.

 

Der Bau- und Umweltausschuss setzt sich aus Bürgermeister Robert Otter, Rupert Mangstl (FW Gars), Joachim Kraus (Grüne), Anton Lentner (FW Lengmoos), Dr. Markus Huber (FW Mittergars), Franz Binsteiner (FW Au am Inn), Roland Utzschmid (FW Gars Bahnhof) und Mark Huber (CSU) zusammen.

 

Für den Rechnungsprüfungsausschuss stellten sich Michael Inniger (FW Gars), Christian Nieder (Grüne) und Anton Lentner (FW Lengmoos) zur Verfügung.

 

In der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Gars sind neben Bürgermeister Robert Otter als geborenes Mitglied außerdem Michael Inniger (FW Gars), Joachim Kraus (Grüne), Josef Berger (FW Au am Inn) und Leonhard Holzhammer (FW Mittergars) vertreten.

 

Um Schulangelegenheiten kümmern sich in der Schulverbandsversammlung nun neben Bürgermeister Robert Otter als geborenes Mitglied auch Josef Berger (FW Au am Inn), Anton Lentner (FW Lengmoos) und Joachim Kraus (Grüne).

 

Nachdem die Ausschüsse und Versammlungen besetzt wurden, galt es Beauftragte in bestimmten Gebieten zu bestellen. Als Jugendbeauftragte stellen sich Josef Berger (FW Au am Inn), Mark Huber (CSU), Rainer Hubl (FW Gars Bahnhof) und Markus Lutz (Grüne) zur Verfügung. Das Amt der Seniorenbeauftragten übernehmen Hildegard Brader (FW Gars) und Franz Binsteiner (FW Au am Inn). Behindertenbeauftragte sind Hildegard Brader (FW Gars) und Joachim Kraus (Grüne) und als Umweltbeauftragte wurden Mark Huber (CSU), Dr. Markus Huber (FW Mittergars), Georg Maier (FW Gars) und Christian Nieder (Grüne) bestellt. Das Amt der Partnerschaftsbeauftragten für Azay-Le-Ferron in Frankreich übernehmen Joachim Kraus (Grüne) und Markus Lutz (Grüne) und für Gars am Kamp in Österreich Hildegard Brader (FW Gars) und Roland Utzschmid (FW Gars Bahnhof).




Miteinander ein Bierchen trinken

Die Biergärten dürfen seit gestern wieder öffnen (wir berichteten) – und die ersten Gäste kamen gleich um 16 Uhr. Kaum konnten im „Graf Ladislaus“ in Haag Gäste empfangen werden, füllte sich der Außenbereich des Lokals schnell. Fred Schweiger zeigte sich zufrieden mit dem ersten Tag bei fast normaler Bewirtung.

Der Ablauf sei gewöhnungsbedürftig, betonte Roland Maurer: „Daten erfassen, Speisekarten desinfizieren – das alles muss erst noch zur Routine werden.“ Trotzdem lief der verspätete Beginn der Biergartensaison problemlos ab. „Wir hatten heute sehr vernünftige Gäste“, so Schweiger. Und das Wetter hatte auch gepasst.

Bis 20 Uhr konnten die Gäste die Sonne genießen. Und als besonderes Schmankerl gab es mit ausreichend Abstand ein paar unplugged Lieder der „Green Hornies“. „Man darf wieder miteinander Bierchen trinken und lachen“, freute sich Maurer über die langsam zurückkehrende Normalität. Dass dafür die Tische umgestellt werden mussten und die Auflagen verschärft sind, daran würde man sich bestimmt schnell gewöhnen.




„Es braucht viel Mut, Zeit und gute Nerven“

Mit der konstituierenden Sitzung des Haager Gemeinderats wurden die acht neugewählten Räte vereidigt (wir berichteten). Dies bedeutete allerdings auch einen Abschied von den ausscheidenden Gremiumsmitgliedern. Bürgermeisterin Sissi Schätz ließ die vergangene Legislaturperiode Revue passieren.

„Der alte Gemeinderat hat trotz erheblicher Unterschiede in Geschmacks- und Vorgehensfragen viel geschafft“, so die Bürgermeisterin. So wurden der Schlossturm und -hof saniert und die Münchener und Mühldorfer Straße seien fertig. Auch die Turn- und Schwimmhalle stecke Mitten in den Sanierungsarbeiten und der Kindergarten werde bald fertiggestellt. Außerdem konnte der Gemeinderat eine gute Grundlage für ein Ansiedlungsmodell schaffen. „Gleich zu Beginn kam als große Herausforderung die Flüchtlingskrise“, erinnerte sich Schätz. Hier wurden pragmatische Lösungen gesucht und gefunden. „Es braucht viel Mut, sich aufstellen zu lassen und viel Zeit und gute Nerven für die Amtsausführung“, würdigte sie die ehrenamtlichen Gemeinderäte, die nun aus dem Gremium verabschiedet wurden.

 

 

Foto (von links): Stefan Ott (PWG), Konrad Lipp (WFH), Bürgermeisterin Sissi Schätz, Wolfgang Obermeier (FWH), Fini Deliano (SPD), Ludwig Schletter (CSU)

Nicht auf dem Bild: Christian Mangstl (CSU), Dr. Wolfgang Weißmüller (PWG), Uli Herzog (CSU).




Großer Wechsel im Gemeinderat

Mit der Vereidigung der neu gewählten Mitglieder und der Besetzung der Ausschüsse startet der Gemeinderat Haag in die neue Legislaturperiode. Insgesamt acht neue Gemeinderatsmitglieder schworen in der konstituierenden Sitzung im Bürgersaal auf das Grundgesetz und die Bayerische Verfassung. Außerdem wählte das Gremium Stefan Högenauer zum stellvertretenden Bürgermeister.

Die acht vereidigten Räte bedeuten einen großen Wechsel im Haager Gremium. Auch dass die Grünen als siebte Fraktion in der neuen Legislaturperiode einige Plätze besetzen, fordert einige Umstrukturierungen in den Ausschüssen und Lenkungsgruppen. Um den neu gewählten Gemeinderat zu repräsentieren, braucht es neben der Bürgermeisterin außerdem einen Stellvertreter.

 

„Ein stellvertretender Bürgermeister soll kompetent sein, Zeit haben und Erfahrung mitbringen“, so Josef Hederer (PWG). Wegens dessen „ruhigen Art und Argumentationsweise” schlug er Stefan Högenauer (CSU) für das Amt des Zweiten Bürgermeisters vor. Der ehemalige Dritte Bürgermeister Herbert Zeilinger (WFH) stand ebenfalls zur Wahl. In einer geheimen Abstimmung in aufgestellten Wahlkabinen entschied Stefan Högenauer schließlich die Wahl für sich.

 

Für das Amt des Dritten Bürgermeisters kandidierten gleich vier Gemeinderatsmitglieder: Dr. Florian Haas (PWG), Rosemarie Heimann (PWG), Herbert Zeilinger (WFH) und Egon Barlag (FWG). Mit deutlicher Stimmenmehrheit übernimmt nun Haas das Amt.

 

Foto (von links): Zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer, Bürgermeisterin Sissi Schätz, Dritter Bürgermeister Dr. Florian Haas.

 

Damit jede Gruppierung in den Ausschüssen vertreten ist, schlug Bürgermeisterin Sissi Schätz vor, diese mit mindestens sieben Mitgliedern zu besetzen. Dies sei die kleinste Einheit, bei der jede Fraktion einen Sitz habe. „Ein kleiner, schlagkräftiger Ausschuss ist besser als ein großer“, so Schätz. Um die fraktionelle Stärke am ehesten zu treffen, schlug Hermann Jäger (PWG) insgesamt neun Mitglieder für den Verwaltungs- und Kulturausschuss sowie den Bauausschuss vor. Dies bedeute für die CSU drei, die PWG zwei und alle übrigen Parteien einen Sitz. Dieser Vorschlag wurde vom Gemeinderat befürwortet. Der Rechnungsprüfungsausschuss habe sich laut Barlag allerdings mit sieben Mitgliedern bewährt. Deshalb entschied der Gemeinderat, diese Größe nicht zu verändern.

 

Außerdem sei wichtig zu klären, ob der Fraktionswechsel von Klaus Breitreiner von der FWG zur CSU (wir berichteten) Auswirkungen auf die Sitzverteilung habe. Die Ausschüsse seien laut der Bürgermeisterin ein Spiegelbild der Wahlergebnisse. Deshalb musste für den Wechsel genau geprüft werden, ob das Folgen auf die Ausschusssitze hat. Bernd Schneider (CSU) betonte, die Sitzverteilung verändere sich durch den Übertritt nicht.

 

Der Verwaltungs- und Kulturausschuss setzt sich aus Bernd Schneider (CSU), Florian Ferschmann (CSU), Thomas Eberharter (CSU), Dr. Florian Haas (PWG), Hermann Jäger (PWG), Egon Barlag (FWG), Christa Moser (GRÜNE), Siegfried Maier (SPD) und Karin Lipp (WFH) zusammen.

 

Im umbenannten Bau- und Umweltausschuss beraten sich Stefan Högenauer (CSU), Klaus Breitreiner (CSU), Andreas Sax (CSU), Josef Hederer (PWG), Dr. Florian Haas (PWG), Dr. Bernhard Grabmeyer (FWG), Christine Huber (GRÜNE), Eva Rehbein (SPD) und Herbert Zeilinger (WFH).

 

Aufgrund der aktuellen Situation hat das Innenministerium empfohlen einen Sonderausschuss Krise zu besetzten. Dieser soll in dringlichen und unaufschiebbaren Angelegenheiten die Ausschuss- und Gemeinderatssitzungen in Krisenzeiten ersetzen. Darin lassen sich Kultur- und Bauthemen mischen, ohne einzelne Sitzungen einzuberufen. Barlag betonte: „Wir können wie man sieht ohne weiteres auch volle Gemeinderatssitzungen im Bürgersaal abhalten.“ Dort ließen sich Abstände einhalten. Deshalb beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, keinen Sonderausschuss zu bilden.

 

Der Rechnungsprüfungsausschuss setzt sich aus Andreas Sax (CSU), Bernd Schneider (CSU), Rosemarie Heimann (PWG), Egon Barlag (FWH), Christa Moser (GRÜNE), Peter Bauer (SPD) und Karin Lipp (WFH) zusammen. Den Vorsitz übernimmt Egon Barlag.

 

Auch die Mitglieder der Schulverbandsversammlung galt es zu bestellen. Die Vertreterzahl richte sich nach Anzahl der Schüler. Das bedeute für Haag zwei Vertreter. Der Gemeinderat stimmte mit knapper Mehrheit von elf gegen zehn Stimmen dafür, die Besetzung bei Rosemarie Heimann und Egon Barlag zu belassen.

Im Anschluss wurden einige Referenten und Beauftragte bestellt. Als Behinderten- und Inklusionsbeauftragte stellt sich Sabine Binsteiner-Maier, Leiterin der Kindertagesstätte in Maitenbeth, zur Verfügung. Familienbeauftragte wird Rosemarie Heimann (PWG) und als Jugendreferent kümmert sich zukünftig das jüngste Gemeinderatsmitglied Florian Ferschmann (CSU) um das Kinderferienprogramm und das Jugendzentrum. Referent für Natur, Umwelt und Energie bleibt Hans Urban (CSU) und das Sportreferat übernimmt Thomas Eberharter (CSU). Als Seniorenbeauftragte stellt sich ehemalige Gemeinderätin Fini Deliano zur Verfügung.

 

Die Lenkungsgruppe Zehentstadel berät über die Planung und den Ausbau des Zehentstadels. Weil ein Teil die Kirche betrifft, ist auch die Kirchenverwaltung in der Gruppe vertreten. Um die Personenzahl gering zu halten, bestand die Lenkungsgruppe bisher aus den Gemeinderatsmitgliedern Ludwig Schletter (CSU), Dr. Bernhard Grabmeyer (FWG) und Herbert Zeilinger (WFH), wobei die SPD durch die Bürgermeisterin und die PWG durch Hermann Jäger als Mitglied Kirchenverwaltung vertreten ist. Nun soll die Gruppe um einen Sitz für die GRÜNEN erweitert werden, den Christa Moser übernimmt. Statt Ludwig Schletter vertritt Stefan Högenauer zukünftig die CSU-Fraktion.

 

Auch die Lenkungsgruppe Städtebau, -förderung wird um einen Sitz für die Grünen erweitert. Diesen übernimmt Christiane Huber. Als öffentliche Akteure sind außerdem neben der Bürgermeisterin und Bauamtsleiter Andreas Grundner die Gemeinderäte Klaus Breitreiner (CSU), Siegfried Maier (SPD), Egon Barlag (FWG), Josef Hederer (PWG) und Herbert Zeilinger (WFH) vertreten. Für die privaten Akteure beschloss der Gemeinderat, dass die einzelnen Fraktionen Vorschläge bringen können, aus denen die Gemeinde auswählt. „So können vorab Gespräche geführt werden, wer überhaupt Zeit und Interesse hätte“, so Andreas Sax (CSU).

 

Um die neu vereidigten Gemeinderatsmitglieder auf ihr Amt vorzubereiten, soll es sobald möglich eine gemeinsame Klausurtagung geben. Auch die laufenden Baustellen sollen besichtigt werden. Als Ansprechpartnerin für Fragen stellte sich die Bürgermeisterin zur Verfügung.

 

JOHANNA FURCH

 

Foto (ganz oben, von links): Die acht neuen Gemeinderäte bei der Vereidigung: Karin Lipp (WFH), Siegfried Maier (SPD), Dr. Florian Haas (PWG), Christa Moser (GRÜNE), Christine Huber (GRÜNE), Klaus Breitreiner (CSU), Florian Ferschmann (CSU), Thomas Eberharter (CSU).




Neugewähltes Gremium tagt erstmals

Die neue Legislaturperiode hat begonnen, nun sollen in der morgigen Gemeinderatssitzung in Haag die ausscheidenden Mitglieder verabschiedet und die neu gewählten vereidigt werden. Aufgrund der aktuellen Situation findet die konstituierende Sitzung im Bürgersaal statt. Der öffentliche Teil beginnt um 19 Uhr.

Mit den neu gewählten Gemeinderatsmitgliedern ändert sich nicht nur die Besetzung des Gremiums, auch die Ausschüsse für die kommende Legislaturperiode werden neu gebildet. Außerdem werden Vertretungen für die Schulverbandsversammlung sowie die Zweckverbände und Lenkungsgruppen gewählt.

 

Besonderer Zündstoff ist auch gleich vorhanden: FWG-Vorsitzender Klaus Breitreiner ist noch vor der ersten Sitzung zur CSU übergetreten (wir berichteten).

 

Alle Tagesordnungspunkte der Sitzung:

1. Verabschiedung der ausscheidenden Marktgemeinderatsmitglieder

2. Vereidigung der neu gewählten Gemeinderatsmitglieder

3. Festlegung der Anzahl der weiteren Bürgermeister, Rechtsstellung

4. Wahl des zweiten Bürgermeisters

5. Wahl des dritten Bürgermeisters

6. Vereidigung der gewählten weiteren Bürgermeister

7. Personenstandswesen; Bestellung der ersten Bürgermeisterin zur Eheschließungsstandesbeamtin

8. Bildung und Besetzung von Ausschüssen für die Wahlzeit 2020/2026

9. Ortsrecht; Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts –Neuerlass

10. Ortsrecht; Geschäftsordnung für den Marktgemeinderat in der Wahlzeit 2020/2026 – Neuerlass vs. vorl. Weitergeltung der vorliegenden GeschO

11. Bestellung der zu entsendenden Mitglieder für die Schulverbandsversammlung Haag i. OB

12. Vertretung des Marktes Haag i. OB im Zweckverband zur Wasserversorgung der Schlicht-Gruppe

13. Vertretung des Marktes Haag i. OB im Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern

14. Bestellung von Referenten und Beauftragten

15. Bestellung der zu entsendenden Mitglieder in die Lenkungsgruppe “Städtebau, -förderung”

16. Bestellung der zu entsendenden Mitglieder in die Lenkungsgruppe “Zehentstadel”

17. Gemeinderat und Ausschüsse; Umlaufbeschlüsse zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit der kommunalen Gremien, Bildung Ferienausschuss u.a. – Genehmigung

18. Personalwesen; Einführung von Kurzarbeit für den Gemeindekindergarten – Bekanntgabe eines Eilgeschäftes

19. Genehmigung der Sitzungsniederschrift „öffentlicher Teil“ vom 10.12.2019, vom 21.01.2020, 11.02.2020 und vom 31.03.2020

20. Bekanntgabe der in nichtöffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse vom 10.12.2019, vom 21.01.2020 und vom 11.02.2020




Die Bürger stehen im Vordergrund

Die erste Gemeinderatssitzung in Rechtmehring der neuen Legislaturperiode fand inzwischen statt. Dabei wurden nicht nur die acht neuen Gemeinderatsmitglieder vereidigt, sondern auch die Ausschüsse und der Schulverband neu besetzt. Das Amt der stellvertretenden Bürgermeisterin übernimmt Irmgard Daumoser.

Im Pfarrheim tagte der neu zusammengesetzte Gemeinderat Rechtmehring. In der konstituierenden Sitzung schworen die neuen Gemeinderatsmitglieder dem Grundgesetz Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern ihre Treue. Nacheinander legten (Foto von links) Thomas Bauer, Bartholomäus Haunolder, Peter Vorderwestner, Johann Bernhard, Helmut Mittermaier, Susanne Spaett, Ignaz Gerlmaier und Christine Empl ihr Gelöbnis ab.

 

Für die Stellvertretung des Bürgermeisters wurde Irmgard Daumoser (Foto) gewählt. „Das Amt ist nicht nur ein Titel“, stellte Franz Linner klar, der aufgrund der Wählerstimmen zuerst gefragt wurde, ob er das Amt belegen wolle. Aufgrund seiner privaten Situation würde er dem nicht gerecht werden, so Linner. Stattdessen einigte sich das Gremium, ihn als Dritten Bürgermeister einzusetzen. Vor allem in der Schulabschlusszeit käme dieser häufiger zum Einsatz, so Bürgermeister Sebastian Linner, da gleichzeitig an mehreren Schulen ein Stellvertreter der Gemeinde anwesend sein sollte.

 

Der vorberatende Haushaltsausschuss habe sich aufgrund des Fehlens einer Geschäftsleitung bewährt. Deshalb wurde auch in der konstituierenden Sitzung ein Ausschuss beschlossen, der gemeinsam mit der Kämmerin die Zahlen des Haushalts basierend auf den Investitionen im kommenden Jahr zusammenstellt. Neben dem Bürgermeister und seiner Stellvertreterin wurden Johann Bernhard, Christine Empl und Franz Linner mit der Aufgabe betraut.

 

Auch für den Schulverband Rechtmehring-Maitenbeth sowie Haag wurden zu entsendende Mitglieder bestellt. Im Wesentlichen ginge es im Schulverband Rechtmehring-Maitenbeth um die Ausstattung der beiden Grundschulen. So sei beispielsweise Rechtmehring ein Pilotprojekt im Landkreis Mühldorf, ob sich digitale Lehrmittel bewähren. Um die Schulhäuser kümmern sich die gemeinen selbst, die Möblierung und Lehrmittel seien aber Schulverbandssache. Hier stellte sich Susanne Spaett zur Verfügung, ihre Stellvertretung übernimmt Helmut Mittermaier. Für den Schulverband Haag, der sich aus Mitgliedern aus Haag, Kirchdorf, Maitenbeth und Rechtmehring zusammensetzt, wurde die zweite Bürgermeisterin bestellt.

 

Für die Verwaltungsgemeinschaft Maitenbeth stellt Rechtmehring aufgrund der Einwohnerzahl drei Mitglieder. Hierfür einigte sich das Gremium neben dem Ersten und Zweiten Bürgermeister außerdem auf Anton Hanslmeier als Mitglied. Das Amt des Familien- und Jugendschutzbeauftragten übernimmt Bartholomäus Haunolder junior und als Seniorenbeauftragter stellt sich der ehemalige zweite Bürgermeister Friedrich Köbinger zur Verfügung.

 

Bürgermeister Sebastian Linner gab den neuen Gemeinderatsmitgliedern den Rat, die Dinge neutral zu betrachten und sich nicht von Emotionen leiten zu lassen. Es sei ihm wichtig, dass jeder sofort anspricht, wenn er unzufrieden ist. „Wir sitzen zum Wohle unserer Bürger zusammen“, stellte er klar.  Diese stünden im Vordergrund. Deshalb sei es auch wichtig, die Mehrheitsentscheidungen anzuerkennen, auch wenn sie möglicherweise nicht der eigenen Abstimmung entsprechen. Insgesamt zeigte sich Linner sehr zufrieden mit der ersten Sitzung des neuen Gremiums: „Wir können die Arbeit angehen.“

 

Fotos: Franz Manzinger




Spielen unter freiem Himmel

Auf die Schaukel oder Wippe und nach dem Klettern ins Karussell: Die Haager Spielplätze haben wieder geöffnet. Nach den jüngsten Lockerungen können Kinder wieder gemeinsam mit ihren Eltern auf den Spielplatz gehen. Weiterhin gilt aber: Auf ausreichend Abstand achten.




Musikmachen in der Krise

Gitarrenverstärker aufgedreht, Mikros an den Lippen und die Drumsticks knallen zum Einzählen aufeinander – das wird es weiterhin eine Weile nicht geben. Seit einigen Wochen gilt Kontaktverbot. Das heißt außerdem: Keine Bandproben mehr. Das trifft auch einige Hobbymusiker in der Region, die momentan auf das gemeinsame Musikmachen verzichten müssen.

Das gemeinsame Musizieren hat aufgehört, bevorstehende Auftritte sind abgesagt. Wer kann, spielt in der eigenen Wohnung allein auf seinem Instrument. Aber Bandproben sind mehr als nur das Spielen von Liedern. „Der Spaß und das Feeling, zusammen zu spielen, sind unersetzbar“, erzählt Hermann Kreuzpointner, Gitarrist der Bands „Across Texas“ und „Rang ´n Gang“. Das nagt an der Motivation. So auch bei „derBiest“-Schlagzeuger Sebastian Mittermaier: „Meine Kreativität und Motivation sind am Boden.“ Er hat mit seinen Bandkollegen bisher keine Möglichkeit gefunden, trotz Ausgangsbeschränkung miteinander Musik zu machen.

 

Das „Sitzen und warten“ ist auch für Bassistin Rockin Monika der „Diner59er“ besonders hart. „Es ist schwierig, sich jetzt auf einen Gig vorzubereiten, weil man nicht weiß, ob er stattfinden wird oder nicht.“ Besonders vermisst sie, für das Publikum da sein und mit ihnen rocken zu können. Dass aktuell Proben und Auftritte wegfallen sei schade, aber völlig klar, so Florian Furch, Gitarrist der „Green Hornies“. Trotzdem fehlt das gemeinsame Musikmachen im Alltag. „Zum Musizieren muss ich mich mit YouTube-Playbacks begnügen.“

 

Aber die aktuelle Krise zeigt auch positive Seiten für das Musizieren: „Gerade Technikübungen kommen so nicht mehr zu kurz“, so Jonas Schmid, der mit „Boosted“ und „Boazn Royal“ auf zwei Bands verzichten muss. Auch für den „Boosted“-Schlagzeuger Lukas Zellner ist es „eine optimale Zeit, um mal die eigene Spieltechnik zu verbessen.“ Stickhaltung, Sticktechnik, Tempo. „Als Schlagzeuger kann man alleine weniger Lieder üben, als Technik lernen und verfeinern“, erklärt Uli Mirwald, Schlagzeuger der „Green Hornies“. Für die Melodie ist er auf die Originallieder per Kopfhörer angewiesen. Helmut Höll, Gitarrist und Sänger von „Across Texas“, nutzt die Zeit, um eigene Lieder zu komponieren „damit man nicht einrostet.“ Auch die Musiker von Boazn Royal feilen einzeln „im Home-Office“ an den Songs und bereitet sich damit auf die hoffentlich bald wieder stattfindenden Auftritte vor.

 

Bei einem Punkt sind sich die Musiker einig: Am meisten freuen sie sich schon wieder auf das gemeinsame Proben, sobald sich die Ausgangsbeschränkungen dahingehend lockern. Wie es mit Konzerten und auch dem Musikmachen im kleinen Kreis weitergeht, wird sich erst in den kommenden Wochen entscheiden.




Neue Gemeinderäte werden vereidigt

Die neugewählten Gemeinderäte treten nun offiziell ihre Ämter an. In Rechtmehring werden die Mitglieder des Gemeinderats in der morgigen konstituierenden Sitzung vereidigt. Ein stellvertretender Bürgermeister wird gewählt. Diese und weitere Tagesordnungspunkte werden um 19.30 Uhr im Pfarrheim thematisiert.

Für die Sitzung des Gemeinderats Rechtmehring gibt es eine umfassende Tagesordnung:

1. Vereidigungen

1.1 Vereidigung der ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder

2. Weitere Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, weitere Stellvertretung

2.1 Beschlussfassung über die Zahl der weiteren Bürgermeister und Bürgermeisterinnen

2.2 Wahl des zweiten Bürgermeisters / der zweiten Bürgermeisterin

2.3 Vereidigung des gewählten weiteren Bürgermeister und Bürgermeisterin

2.4 Festlegung der weiteren Stellvertretung im Verhinderungsfall des Ersten und Zweiten Bürgermeisters

3. Änderung der Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts

4. Erlass einer Geschäftsordnung des Gemeinderates Rechtmehring

5. Besetzung des vorberatenden Haushaltsausschusses

6. Bestellung der in Organe von Körperschaften zu entsendende Mitglieder

6.1 Zu entsende Mitglieder für die Schulverbandsversammlung des Schulverbandes Rechtmehring-Maitenbeth

6.2 Zu entsendende Mitglieder für die Schulverbandsversammlung des Schulverbandes Haag

6.3 Zu entsendende Mitglieder für die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Maitenbeth

7. Besetzung des Rechnungsprüfungsausschusses

8. Erläuterungen zum Informationsportal (Ratsinformationssystem) für Gemeinderatsmitglieder und Erklärung zum Datenschutz

9. Bestellung des Bürgermeisters als Eheschließungsbeamten

10. Bestellung des Familien- und Jugendschutzbeauftragungen und eines Seniorenbeauftragten

11. Bekanntmachung von nichtöffentlichen Beschlüssen

11.1 Annahme eines Angebotes und Beauftragung zur Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung und Notausgangsbeleuchtung Grundschule Rechtmehring

12. Bauanträge

12.1 Neubau einer Lagerhalle, Am Unterfeld 10, Fl.Nr. 155/8 Gem. Rechtmehring

12.2 Neubau eines Swimmingpools mit Technikraum, Hintersberg 1, Fl. Nr. 1231, Gemarkung Allmannsau

13. Bekanntmachungen




Lockerungen auch in Haag

Über ihre Homepage und den Einkaufshelfer informiert die Gemeinde regelmäßig über die aktuelle Lage in Haag. Auch findet ein enger Austausch mit „Haag aktiv” statt. Nun soll es auch hier zu Lockerungen kommen. In der Sitzung des Ferienausschusses informierte Bürgermeisterin Sissi Schätz über die aktuellen Maßnahmen in der Corona-Pandemie.

In Handel und Gewerbe gibt es ab heute leichte Lockerungen. „Die Situation ändert sich stündlich, mindestens täglich“, berichtete Thomas Sax, Vorsitzender von Haag aktiv. So dürfen die Geschäfte ab heute wieder öffnen (wir berichteten mehrfach).

Die staatlichen Hilfen seien allerdings noch nicht überall angekommen.

Um sich einen Überblick zu verschaffen, stellte Sax den Mitgliedsbetrieben Fragen zur aktuellen Lage, der derzeitigen Umsatzentwicklung und vor allem den Zukunftsaussichten.

„Die Situation ist nicht gut“, fasst er vor dem Ferienausschuss zusammen. Alle seien betroffen. Man rechne mit Umsatzminus bis hin zur Schließung.

Deshalb beantragte Sax in diesem Zuge Unterstützung von der Gemeinde. Besonders die Hauptstraße solle in der Prioritätenliste nach hinten verschoben werden. Eine derartige Baustelle „beeinträchtigt die Erreichbarkeit der Geschäfte, was zu Umsatzeinbußen führt“, erklärte Bürgermeisterin Sissi Schätz. Deshalb solle sich der neu formierte Gemeinderat zu diesem Thema beratschlagen.

Der Wertstoffhof hat inzwischen geöffnet und auch die Schulen werden die Abschlussklassen wieder unterrichten. Auch für die Eltern jüngerer Kinder gibt es Entlastung: Der Freistaat übernimmt für drei Monate die Elternbeiträge (wir berichteten) https://www.haagerstimme.de/2020/04/22/keine-kita-gebuehren-im-april-mai-juni/. Schon für April sollen keine Elternbeiträge eingezogen werden, da im gesamten Monat kein Betreuung durch den Kindergarten stattfinden konnte. Auch sollen die Beiträge für die Mittagsbetreuung für zwei Monate nicht eingezogen werden.

Auch zum Thema Schlosshof gibt es gute Neuigkeiten: Die geplante Öffnung des Turms muss zwar auf unbestimmte Zeit verschoben werden, allerdings sollen ab 1. Mai die Tore zum Schlosshof für Spaziergänger geöffnet werden.

Spielplätze, das Freibad und die Bücherei bleiben bayernweit allerdings weiterhin geschlossen.

Auch ist der Nachtexpress nach Wasserburg nach wie vor eingestellt und im Bürgersaal finden bis auf Weiteres keine Veranstaltungen statt, ausgenommen von den öffentlichen Sitzungen der kommunalen Gremien.




Brauchtum mit Mundschutz

Die Tradition lassen sich die Rechtmehringer auch in den aktuellen Krisenzeiten nicht kaputtmachen: Wie jedes Jahr brachten die Rechtmehringer Maibaumfreunde am Wochenende die traditionellen Schilder an den Maibaum an – aber dieses Jahr mit Mundschutz ausgestattet.

Seit 2017 steht der aktuelle Maibaum inzwischen vor dem Kirchenwirt und zwei Mal im Jahr geht es rauf, um die Tafeln im Frühjahr an- und im Herbst abzumontieren. Am vergangenen Wochenende wurde er von den Maibaumfreunden auf das Frühjahr vorbereitet und mit den Schildern bestückt.

 




Zentrale Fernheizung beschlossen

Südlich der Lerchenberger Straße soll eine Wohnsiedlung mit rund 25 Häusern entstehen. Über den Bebauungsplan diskutierte der Ferienausschuss. Geplant seien neben Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern und Wohnungen zwischen 45 und 85 Quadratmetern außerdem eine große Tiefgarage und ein Spielplatz. Auch sei es möglich, dort betreutes Wohnen einzurichten.

Mehrfamilienhäuser, Einzelhäuser und Doppelhäuser sollen südlich der Lerchenberger Straße gebaut werden. Jede Wohneinheit soll zwei Parkplätze bekommen, auch ein Spielplatz ist in die Anlage mit eingeplant. Außerdem sei es möglich, betreutes Wohnen einzurichten. Innerhalb drei Jahren soll der Bau stattfinden. Es soll möglichst schnell durchgezogen werden, angefangen beim mittleren Teil mit der Tiefgarage über die Rohrsysteme in Straßen und Gehsteig bis hin zur fertigen Infrastruktur.

 

Großes Diskussionsthema war die geplante Energieversorgung, die durch eine Pelletsheizung erfolgen soll. Die Ausfallquote von Hackschnitzelheizungen sei zu hoch und die Öfen würden dadurch mehr belastet. Hier gebe es zwei Wege: Entweder eine CO2-neutrale Fernheizung für alle oder die Häuser rundherum beheizen unabhängig jeder für sich. Der mittlere Teil soll trotzdem zentral beheizt werden. „Wenn wir Häusern selbst überlassen, dann funktioniert die zentrale Lösung nicht“, gab Bürgermeisterin Sissi Schätz zu bedenken. Rechnerisch sei eine gemeinsame Fernheizung für den Einzelnen günstiger.

 

Der Ferienausschuss beschloss mehrheitlich eine Fernheizung vom zentralen Gebäude aus mit Anschlusszwang für die umliegenden Häuser.




Schüler standen immer im Mittelpunkt

In einer außergewöhnlichen Sitzungssituation fand die letzte Schulverbandsversammlung im Haager Bürgersaal statt. Alfons Linner, Bürgermeister aus Kirchdorf, und Josef Kirchmaier, Bürgermeister aus Maitenbeth, lassen die Kommunalpolitik und damit auch den Schulverband zukünftig hinter sich.

Beide legen ihr Bürgermeisteramt nieder. Gleichzeitig werden sie auch im Schulverband nicht mehr vertreten sein. Linner war für sechs, Kirchmaier sogar für 20 Jahre daran beteiligt. „Die Schüler standen für euch immer im Mittelpunkt“, betonte Haags Bürgermeisterin und Vorsitzende des Schulverbands Sissi Schätz bei ihrem Dank für die Zusammenarbeit. Beide schauten stets kritisch auf Investitionen, was besonders wertvoll sei, um das Geld der Gemeinden sinnvoll einzusetzen.

 

Mit einem Gutschein für Eintritte in das Haager Hallenbad und Pralinen wurden die beiden langjährigen Mitglieder verabschiedet.




Verkleinerte Version des Gemeinderates

Mit Mindestabstand und Mikrofon: Die jüngste Gemeinderatsitzung der Legislaturperiode fand unter Einhaltung des Mindestabstands im Haager Bürgersaal statt. Auf Empfehlung des Innenministeriums wurde während der aktuellen Corona-Krise eine verkleinerte Version des Gemeinderates in Form eines Ferienausschusses eingerichtet.

Im angeforderten Mindestabstand fand die Sitzung des Ferienausschusses im Bürgersaal anstatt im Sitzungssaal des Rathauses statt. Auf Empfehlung des Innenministeriums wurde ein Ferienausschuss eingerichtet: Eine verkleinerte Version des Gemeinderates. Dieser tagt für die Zeit der Corona-Krise. Um den Mindestabstand auch im Besucherraum einzuhalten, finden die Gemeinderatssitzungen nun bis auf weiteres im Bürgersaal statt.

 

Aufgrund der aktuellen Lage können die Gemeinderäte, die sich nicht mehr zur Wahl aufgestellt haben oder nicht wiedergewählt worden sind, nicht gebührend verabschiedet werden, bedauerte Bürgermeisterin Sissi Schätz. Deshalb sollen diese bei der Konstituierungssitzung am 12. Mai ebenfalls in den Bürgersaal eingeladen und verabschiedet werden. Besonders bedankte sich Schätz schon jetzt bei ihrem bisherigen Stellvertreter Dr. Wolfgang Weißmüller, der nun als zweiter Bürgermeister ausscheidet: „Er stand immer beratend an meiner Seite.“




Thema Herbstfest wird vertagt

Das Münchner Oktoberfest wurde abgesagt. Aufgrund der aktuellen Situation ist es auch unwahrscheinlich, dass das Haager Herbstfest stattfinden kann. Deshalb wird sich der Ferienausschuss des Gemeinderats vorerst nicht mit der Ausrichtung durch den neu gegründeten Herbstfestverein sowie mit der Übernahme des Defizits beschäftigen.

Um das Herbstfest weiterhin wie gewohnt auszurichten, wurde ein Festverein gegründet (wir berichteten). Nun stellte dieser den Antrag an den Gemeinderat, das Defizit für die kommenden drei Jahre zu übernehmen.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie ist zum aktuellen Zeitpunkt unklar, ob und in welcher Form in diesem Jahr Großveranstaltungen stattfinden können. Deshalb beantragte Dr. Wolfgang Weißmüller (PWG), den Tagesordnungspunkt zurückzustellen. „Ein Großereignis sorgt für die Verbreitung von Viren“, gab er zu bedenken und wies darauf hin, dass das Münchener Oktoberfest bereits am Morgen des Sitzungstages abgesagt worden sei. Es sei davon auszugehen, dass auch andere Feste untersagt werden. „Es macht keinen Sinn, jetzt Zeit zu investieren, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass das Herbstfest stattfindet, sehr gering ist“, so Weißmüller weiter. Sitzungen des Gremiums sollen momentan nur abgehalten werden, wenn sie tatsächlich notwendig seien.

 

„Aufgrund der ernsten Lage sollten wir andere Prioritäten setzen“, fand auch Eva Rehbein (SPD). Man solle eher darüber reden, wie sich Familien und Wirtschaft unterstützen lassen, anstatt ein Fest zu planen. Dies heiße nicht, dass das Gremium dem Herbstfest negativ gegenüberstehe, betonte Egon Barlag (FWG). Zu bedenken sei allerdings auch die aus der Krise resultierende finanzielle Situation der Gemeinde.

 

Der Ferienausschuss einigte sich darauf, das Thema Herbstfest zu vertagen und die Übernahme des Defizits zu einem günstigeren Zeitpunkt zu besprechen. JF




Schreiben in der Krise

Die Leipziger Buchmesse wurde abgesagt, Lesungen können nicht stattfinden und Buchhandlungen mussten vorübergehend ebenfalls schließen. Die Ausgangsbeschränkung trifft auch regionale Autoren. Denn das Leben eines Schriftstellers findet nicht immer nur am Schreibtisch statt. Einige „Rosenheimer Autoren“ schildern ihre Eindrücke.

„Die Coronakrise hat mich voll erwischt“, erzählt Kerstin Groeper. Gerade nach der Veröffentlichung ihres aktuellen Romans wurde die Leipziger Buchmesse abgesagt. Auch kann ihre geplante Lesetour nicht stattfinden und ob es in diesem Jahr die Frankfurter Buchmesse geben wird, sei noch nicht sicher. „Die meisten Leser erkennen, dass es besonders für kleine Verlage nun eng wird“, freut sich die Autorin aber über die Unterstützung, die sie aktuell erfährt.

 

Aufgrund der schwierig einzuschätzenden Arbeitssituation musste auch Monika Nebl, die unter den Pseudonymen Katie S. Farrell und Ainoah Jace veröffentlicht, ihren Schreiballtag umstellen. „Ich schreibe täglich, auch mal vormittags und nachmittags eine Stunde. Je nach Dienst.“ Für die Autorin, die zuvor gewohnt war, mehrere Stunden am Stück an ihren Geschichten zu feilen, eine große Veränderung. „Ich komme endlich mehr zum Schreiben.“

 

Ganz anders bei Bernhard Kürzl. Auch er war gezwungen, seine Schreibgewohnheiten zu ändern. „Ich hatte mir angewöhnt, mich am Wochenende mit dem Notebook in ein Café zu setzen.“ Weil Gastronomien aber noch geschlossen bleiben und der Bürojob beinahe normal weitergeht, stellte er sich darauf ein, von Zuhause zu schreiben. „Nun läuft die erste Überarbeitung“, erzählt er über die Fortsetzung seines zuletzt erschienenen Romans.

 

Obwohl das Schreiben selbst meist allein stattfindet, ist der Austausch untereinander und mit den Lesern für viele Autoren wichtig. Auch der regelmäßig stattfindende Stammtisch der „Rosenheimer Autoren“ muss aktuell aussetzen. Die Gruppe war vom Ausfall der Buchmesse nicht direkt betroffen, denn ein Gemeinschaftsstand ist erst im kommenden Jahr geplant. Im Einzelnen leiden allerdings alle unter den entfallenen Lesungen und Autorentreffen. „Der Kontakt zu meinen Lesern fehlt mir“, so Groeper, die sich notgedrungen mit den Umständen arrangiert hat. Neben Online-Lesungen erzählt sie außerdem indianische Märchen und gibt online Lakota-Unterricht. Auch Nebl und Kürzl planen bereits digitale Lesungen.

 

Immerhin dürfen Buchhandlungen bald wieder öffnen. Wie es mit Lesungen, Lesetouren und Buchmessen weitergeht, wird sich erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Deshalb heißt es auch für Autoren weiterhin kreativ zu bleiben und neue Wege zu finden, ihre Leser zu erreichen. JF




Der Löwe bleibt ungeschmückt

Normalerweise wird der im Haager Ortskern thronende Löwe für die Festtage mit Buchsgirlanden und Ostereiern verziert. Heuer bleibt er allerdings kahl. Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkung ist es dem Verschönerungsverein nicht möglich, den Brunnen zum Osterfest zu dekorieren.

Damit entfällt ein fester Bestandteil im Jahresablauf des Vereins. Die Mitglieder freuen sich aber schon auf das kommende Jahr, in dem sie den Löwen wieder wie gewohnt schmücken können.




Großer Andrang am Wertstoffhof

Mit Schubkarren, Anhängern oder vollbeladenen Kofferräumen – die Haager warteten darauf bereits sehnlichst: Der Wertstoffhof hat wieder geöffnet. Bereits lange zuvor reihten sich zahlreiche Haager in ihren Autos oder mit Schubkarren voller Gartenabfälle in die Heimgartenstraße ein.

Das traumhafte Wetter und das Zuhausebleiben haben viele Haager animiert, mit der Gartenarbeit anzufangen. Aufgrund der Beschränkungen war allerdings in den vergangenen Tagen nicht möglich, die Gartenabfälle zum Wertstoffhof zu bringen. Gestern öffnete er wieder seine Tore – für viele ein Anlass, die gesammelten Abfälle gleich zu entsorgen. Ob zu Fuß mit Schubkarren oder vollbeladenen Kofferräumen und Anhängern, in der Heimgartenstraße bildeten sich schon vor der Öffnung von beiden Seiten lange Warteschlangen. JF

 




„Ramma damma“ abgesagt

Jedes Jahr sammeln fleißige Helfer in Haag säckeweise liegengebliebenen Müll und bringen ihn zum Wertstoffhof. Die gemeinsame Aktion der Gemeinde und der „Agenda 21 Haager Land“ war für kommenden Samstag geplant. Aufgrund der aktuellen Lage muss sie allerdings verschoben werden.

Viele Helfer beteiligen sich normalerweise an der alljährlichen Müllsammelaktion. Gemeinsam räumen die Haager vom Ortskern über das Freibad bis hin zu den Bundesstraßen vom Müll frei. Sollte sich die Lage entspannen, so Bürgermeisterin Sissi Schätz, wird die Aktion eventuell im Herbst nachgeholt.




Proben für das Sommertheater laufen

Die Hochzeit des Kurfürsten, ein eingeübtes Theaterstück der Handwerker und unglücklich Verliebte. Im Sommertheater am Schlosshof verknüpfen sich reale und fantastische Welt zu einem facettenreichen und turbulenten Stück. Gemeinsam mit einem durchmischten Ensemble, bei dem neben alt eingesessenen Schauspielern und etlichen Haagern auch einige Nachwuchsschauspieler dabei sind, präsentiert Jörg Herwegh seine Fassung von Shakespears „Sommernachtstraum.“

„Es geht um die Liebe“, so Herwegh, als er den Schauspielern das diesjährige Sommertheater vorstellte. Am neu gestalteten Schlosshof traf sich das Ensemble, um einen ersten Eindruck über die Bühnensituation zu bekommen. Es soll fantasievoll und turbulent werden. Viele Details des Schlosshofes werden dafür eingebaut.

Die bayerische Fassung „Sonnwend-Draam“ hat Herwegh in ein anderes Jahrhundert versetzt. Sie ist um 1750 im Kurfürstentum Bayern angesiedelt und das Spiel mit der Sprache ist dabei besonders wichtig. Von lyrischen Fersen zu bayerischen Texten hat jede Figur ihre eigenen Facetten und Eigenarten. „Jede Figur bekommt ihren Witz – aber auch ihre tiefgründigen Seiten“, so Herwegh bei der ersten Textprobe mit den Schauspielern.

 

Das Ensemble ist in diesem Jahr gut gemischt. Neben bekannten Gesichtern aus dem „Brandner Kaspar“, das im vergangenen Jahr auch im Bürgersaal aufgeführt wurde, sind auch einige Haager Nachwuchsschauspieler mit dabei.

 

Die Premiere findet am Donnerstag, 16. Juli, statt. Insgesamt zwölf Aufführungen der Open-Air-Inszenierung sind geplant.

 

Und darum geht’s:

Die Untertanen fiebern der Hochzeit des Kurfürsten entgegen. Eine Gilde Handwerker probt für die Feierlichkeiten eine rührselige Tragödie, ein Kampf gegen Windmühlen angesichts ihrer schauspielerischen Fähigkeiten.

Zwei junge Frauen und Männer kommen liebestechnisch nichts ins Reine und jagen sich durch den nahen Wald. Aber die Nächte der Sommersonnenwende sind angebrochen und die phantastische Welt der Feen und Elfen öffnet sich den Menschen. Der Kobold Puck soll für Oberon die Blume Veilchenlieb besorgen. Mit dem Zaubersaft dieser besonderen Blume will sich der Elfenkönig an seiner Elfenkönigin nach einem Eifersuchtsstreit rächen. Der Zaubersaft, einem Schlafenden aufs Augenlid geträufelt, versetzt diesen in wilde Liebesraserei. Das erste Lebewesen, dass er oder sie nach dem Erwachen sieht, wird zum unerbittlichen Objekt der Begierde.

Doch der närrische Puck verwechselt die Personen und löst ein wildes Chaos aus.

Die vier Handlungsstränge des turbulenten und phantastischen Geschehens verzahnen und lösen sich wie in einem Reigen.

 




Nachhaltigkeitsmesse und Mitfahrbankerl

Nach zahlreichen Aktivitäten ließ die „Agenda21 Haager Land“ das vergangene Vereinsjahr in ihrer Jahreshauptversammlung Revue passieren. Höhepunkt war die Nachhaltigkeitsmesse „Haagenda“ im Oktober, bei der Besucher sich über regionale und zukunftsträchtige Aussteller und umweltfreundliche Plastikalternativen informieren konnten. Außerdem waren im Rahmen des angeknüpften E-Mobilitätstages viele Elektrofahrzeuge am Marktplatz ausgestellt.

Die „Agenda21 Haager Land“ blickt wieder ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. So gab es beispielsweise beim alljährlichen „Ramma damma“ zahlreiche Helfer, die fleißig Müll sammelten. Dieses Jahr sollen auch die Schüler aktiviert werden, sich im Rahmen einer Projektwoche mit der Aktion „Fill the Bottle“ zu beteiligen, bei der Zigarettenstummel gesammelt und in Flaschen gefüllt werden.

 

Auch der öffentliche Nahverkehr ist weiterhin Thema und hier zeigen sich erste Erfolge: Im vergangenen Jahr wurden die angrenzenden Gemeinden eingeladen, um ein Konzept zu besprechen. „Wir wollen über die Grenzen hinausgehen“, so Vorsitzende Heide Schmidt-Schuh. Die Möglichkeit mit dem Bus im Stundentakt nach Mühldorf zu kommen, sei schon beschlossen und umgesetzt, so Sissi Schätz. Das helfe besonders Schülern und Auszubildenden.

 

Auch das Mitfahrbankerl war eine Initiative des Vereins, um die Mobilität innerhalb des Ortes zu stärken. Von Winden wird das Bankerl auch gerne genutzt – innerhalb Haags wird die Möglichkeit allerdings nur selten angenommen. Weil nun auch die umliegenden Gemeinden solche Projekte starten, so die Vorsitzende, möchte der Verein zukünftig mit Albaching und Wasserburg zusammenarbeiten und sich mit diesem Angebot vernetzen.

 

Nachdem der Verein über Jahre hinweg Spenden für den renovierungsbedürftigen Schlossturm gesammelt hatte, ist nun die dauerhafte Eröffnung des neugestalteten Schlosshofes in Aussicht. Ab Ostersonntag soll nach einer Ostereiersuche der Turm samstags mit Führungen geöffnet sein. Der Schlosshof dagegen ist täglich begehbar. Es sind auch schon einige Aktivitäten im Hof geplant. So soll es, laut Schätz, ein Klavierkonzert am Vorabend des Markt- und Straßenfestes geben und das EM-Spiel Deutschland gegen Portugal in einem Public Viewing ausgestrahlt werden. Außerdem führt das Theater Herwegh mit einigen Haager Schauspielern im Sommer das Stück „Sonnwend-Dram“ auf. Auch die Trauungen im Schlossturm begeistern viele Paare. Im vergangenen Jahr gaben sich dort 14 Liebende das Ja-Wort. Auch in diesem Jahr sind Hochzeiten von Mai bis Oktober möglich.

 

Auch am Markt- und Straßenfest hat der Verein wieder teilgenommen. Kinder konnten dort kleine Töpfe farblich gestalten und darin Blumen säen. „Die Kinder waren stolz drauf“, so Elvira Maier-Preuschl. Allerdings war der Zulauf nicht wie gewünscht. Ganz anders beim Kinderferienprogramm, von dem Wiebke Müller berichtete. Dort kamen mehr Kinder zur Sternwanderung, als angemeldet. Deshalb wird sie auch in diesem Sommer wieder stattfinden. Auch am Christkindlmarkt beteiligte sich der Verein mit Ketten und Schmuckstücken aus Papier. Außerdem gab es wieder die Haager Laternen.

 

Höhepunkt des Jahres war die Nachhaltigkeitsmesse „Haagenda“ im Oktober. An einem Wochenende konnten sich Besucher in eine Podiumsdiskussion einbringen, regionale Aussteller kennenlernen und sich über umweltfreundliche Plastikalternativen informieren. Das Wetter war ausgezeichnet, eine Bockerlbahn brachte die Besucher vom Marktplatz zum gleichzeitig stattfindenden Kirtafest. Viele Besucher meldeten sich bei der Podiumsdiskussion zu Wort, das freute Schätz besonders. Auch der Schlosshof war geöffnet und es gab Führungen durch den Turm. An die Veranstaltung knüpfte der E-Mobilitätstag unter Leitung von Hans Urban an, bei dem wieder viele Elektrofahrzeuge ausgestellt waren. Von Fahrrädern über Motorräder bis hin zu neuesten Fahrzeugmodellen konnten sich die Interessierten direkt bei den Besitzern über die E-Mobile informieren. Eine gelungene Messe, in die Hauptinitiator Franz Moser viele Stunden Arbeit investierte.

 

Auch viel Geld floss in die Planungen und Umsetzung der „Haagenda“, so Dennis Franke bei seinem Kassenbericht. Auch die neu erstellten Haager Laternen sind ein großer Kostenpunkt, dennoch bleibe genug Geld auf dem Konto, um neue Projekte zu starten.

 

Um herauszufinden, was den Mitgliedern des Vereins besonders wichtig ist, erstellte die Vorsitzende Schmidt-Schuh im Vorfeld an die Jahreshauptversammlung einen Fragebogen zu den Themen des Vereins. Erfreulicherweise war die Rücklaufquote sehr hoch und die Ergebnisse eindeutig. So ist vielen Mitgliedern neben regionalen Produkten und die Aufklärung zum Thema Klimawandel an Schulen auch der Ort Haag besonders wichtig. Veranstaltungen am Schlosshof, Parkplätze am Bräuhausplatz, das Hallenbad und das Krankenhaus sind wichtige Themen für die Vereinsmitglieder. Besonders positiv äußerten sie sich zur Busverbindung von Dorfen nach Wasserburg – ganz im Gegensatz zu Carsharing, das die meisten überflüssig finden.

 

Mit diesen Werten will der Verein nun seine zukünftigen Aktivitäten planen. Fest stehen in diesem Vereinsjahr allerdings schon das „Ramma damma“ am 4. April und auch am Markt- und Straßenfest ist wieder etwas für Kinder geplant.

 

Foto (von links): Kassier Dennis Franke, Schriftführerin Elvira Maier-Preuschl, Vorsitzende Heide Schmidt-Schuh, stellvertretende Vorsitzende Johanna Furch und Beisitzerin Sissi Schätz.




„Aufbladdlt is“ mit Hansi Anzenberger

Überschäumend wie ein Wiesnbier, schlitzohrig, deftig, mitunter auch nachdenklich kommen die Texte, Lieder und Jodler daher, die Hansi Anzenberger am Mittwoch, 18. März und Samstag, 28. März im Unertl Bräustüberl präsentiert.

Altbayrische Größen wie Ludwig Thoma und Karl Valentin kommen genauso zu Wort wie Gerhard Polt oder Leopold Kammerer. Bei der eineinhalb-stündigen bairischen Lesung mit a-capella gesang präsentiert Johann „Hansi“ Anzenberger – in Landshut besser bekannt als Mamma Maria aus „Azzurro“ – einen Streifzug quer durch die bairische Literatur-, Jodel- und Liedgut-Landschaft.

 

Einlass und Bewirtung ab 18 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, Tischreservierungen nimmt das Unertl Bräustüberl unter 08072/2965 entgegen.

 




„Zapf ma o!“

Wie jedes Jahr trafen sich die Beteiligten des Haager Starkbierfestes im Gewölbekeller des Hofcafés Grandl. Und wie jedes Jahr bleiben die Themen des Singspiels ein gut gehütetes Geheimnis. „I dad song: Zapf ma o“, leitete Matthias Bachmaier (links) die diesjährige Bierprobe ein. Unter Aufsicht von Alois Unertl junior (Mitte) und Toni Ranner (rechts) der Brauerei Gut Forsting, zapfte er das Fassl an und versorgte die Anwesenden mit bestem Starkbier.

„Auf gutes Gelingen am kommenden Wochenende“, stießen die Beteiligten des Starkbierfestes bei der gestrigen Bierprobe an. Spannend wird es dieses Jahr: Die Kommunalwahlen finden schließlich nur einen Tag nach der letzten Aufführung statt. Und natürlich wird das auch thematisiert. Das gesamte Jahr über sammeln sie, was sie in das Starkbierfest miteinbringen können. Was kurzfristig in den Wochen vor den Aufführungen passiert, wird natürlich auch noch mit rein gebastelt. Innerhalb weniger Wochen haben die Beteiligten das Singspiel zusammengestellt und eingeprobt. Im Januar fand das erste Treffen statt.

 

 

Musikalisch gestaltet wie üblich der Haager Viergesang das Singspiel, für das Hans Urban die Lieder schreibt. Tom Göschl übernimmt den Spieltext. Auch Fastenredner Florian Haas freut sich auf das kommende Wochenende: „Die Fastenpredigt zu halten während des Kommunalwahlkampfes ist das Hochamt eines jeden Starkbierredners.“

Schon nach wenigen Tagen waren die Karten ausverkauft. Dabei haben die Veranstalter in diesem Jahr sogar eine fünfte Aufführung geplant. An der Abendkasse könne man sein Glück aber noch versuchen, so Bachmair, „bisher haben noch alle einen Platz gefunden.“ Die Einnahmen werden wie üblich einem guten Zweck gespendet.

 

 

Die Termine des Haager Starkbierfestes 2020 im Überblick:

 

  • Offizielle Eröffnung am Donnerstag, 5. März
  • Freitag, 6. März
  • Samstag, 7. März
  • Freitag, 13. März
  • Samstag, 14. März

Einlass in Grandl’s Hofcafé ist jeweils ab 18 Uhr. Beginn mit Begrüßung ist um 19.30 Uhr.

Musikalische Umrahumung gibt es an den unterschiedlichen Tagen von der Windner Dorfmusi, der Kirchdorfer Blasmusik, der Trachtenblaskapelle Ramsau und der Blechblaskapelle St. Wolfgang. Der Eintritt beträgt wieder acht Euro.

 




Auftakt zur Fastenzeit

Die Fahrzeuge wurden ausgelagert, zwischen den Feuerwehrmonturen standen stattdessen gut gefüllte Bierbänke. Richtig voll war es wieder im Feuerwehrhaus in Haag: Wie jedes Jahr gab es auch gestern zum Aschermittwoch frischen Steckerlfisch mit Semmeln, Brezen und Bier.

Einen Tag nach der Faschingsgaudi am Marktplatz geht nun die Fastenzeit los. Wie jedes Jahr gab es deshalb auch heuer wieder das Steckerlfischessen im Feuerwehrhaus. Die fleißigen Feuerwehrler halfen zusammen beim Grillen, Ausschenken und Verteilen und lockten so wieder etliche Haager an.

 

 




Mit Smiley in die Dorfstraße

Auf der Dorfstraße in Winden herrscht reger Verkehr. Und viele fahren dort zu schnell. Damit begründete die Wählergruppe „Wir für Haag“ (WFH) in der vergangenen Bauausschusssitzung den Antrag, an dieser Stelle Geschwindigkeitsanzeigen anzubringen.

Bereits fünf Anzeigen hat der Markt aufgestellt. Nun sollen ein bis zwei weitere für Winden hinzukommen. Die solarbetriebenen Geschwindigkeitsanzeigen werden von dem Überschuss der Kommunalen Verkehrsüberwachung bezahlt – dafür reicht dieser aktuell allerdings nicht aus. Deshalb stellt die WFH-Fraktion drei Möglichkeiten zur Abstimmung.

 

Es soll wahlweise zwei Anzeigen jeweils an den Anfängen der Dorfstraße geben, eine drehbare für beide Fahrbahnen oder zuerst eine einzelne Anzeige, die durch eine zweite ergänzt wird, sobald der Überschuss aus Verkehrsüberwachung für die Beschaffung einer weiteren ausreicht.

 

Der Bauausschuss beschloss, gleich zwei Anzeigen zu beschaffen. Den Vorschlag, diese fest an der Dorfstraße zu installieren, wurde allerdings nicht zugestimmt. Anfangs sollen sie dort provisorisch angebracht werden. Wenn sich dann eine Wirkung auf das Verkehrsverhalten zeigt, könne sich der Bauausschuss auch einen Ortswechsel vorstellen. „Dass der Autofahrer immer an neuen Stellen einen Smiley sieht“, so Bauamtsleiter Andreas Grundner.

 

JF




Im Rahmen des Projektes: „Natürlich Bayern“

In der Marktgemeinde Haag gibt es einige Grünflächen, die momentan nicht genutzt werden. Durch Anregung der Ökomodellregion Mühldorf thematisierte nun der Bauausschuss neue Blühflächen. Dadurch sollen auch seltene Weidegräser besser hervorkommen.

Im Rahmen des Projektes „Natürlich Bayern“ werden bereits 30 Einzelprojekte von den bayerischen Landschaftspflegeverbänden durchgeführt. Auch der Landschaftspflegeverband Mühldorf will eng mit den Kommunen zusammenarbeiten, um geeignete Flächen auszuwählen.

Beispielsweise an der Böschung der ehemaligen Ortsdurchfahrt B15 am westlichen Ortseingang oder im Fassungsbereich des Brunnen 1 in Au kann die Natur durch Blühstreifen aufgewertet und die Artenvielfalt verbessert werden. In der Diskussion fanden sich noch weitere Stellen. Ein Pflanzenmix aus Blumen- und auch seltenen Wildgrasarten soll nach Überprüfung der Flächen ausgesät werden. Auch für die Wildbienen sei, laut Bauamtsleiter Andreas Grundner, ein Mix besser als ausschließlich blühende Blumen.

Aktuell werden die möglichen Stellen an die Unterste Naturschutzbehörde übermittelt und von dieser werden sie dann geprüft. Wo es geht, soll das Vorhaben umgesetzt werden, das hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.




Volle Halle beim „Faschingsballon”

Von Zahnfeen über Disney-Figuren bis hin zum Steckerlfisch: Die Goldachhalle in St. Wolfgang war zum „Faschingsballon” der KLJB am vergangenen Wochenende voller einfallsreicher und kreativer Kostüme. Die Band „The Soundscape“ sorgte für Faschingsstimmung und feierte gemeinsam mit den Partygästen bis weit nach Mitternacht.

Neben Faschings-Klassikern, die auf keiner Faschingsparty fehlen dürfen, rockten „The Soundscape“ auch Punk- und Rocknummern sowie aktuelle Charthits. Schon zu Beginn sorgten sie für mächtig Stimmung, belohnten das erste Tanzpaar mit Schnaps und hielten die Feiergäste bis nach zwei Uhr bei Laune. Die Goldachhalle war rappelvoll mit kostümierten Faschingsbegeisterten. Und wer über den Abend noch Hunger bekam: Draußen gab es einen Foodtruck mit unterschiedlichen Burger-Kreationen.

 




„Wir öffnen unser Haus“

Bei Kaffee und Kuchen das Kindergartenteam kennenlernen: Wer sein Kind für das kommende Kindergartenjahr 2020/21 am Gemeindekindergarten in Haag anmelden möchte, kann morgen am Tag der offenen Tür teilnehmen. Von 15 bis 18 Uhr können Eltern und Interessierte die Räume besichtigen und ihre Fragen stellen.

Neben einem Einblick in die pädagogische Arbeit des Kindergartenpersonals sowie der Möglichkeit, das Team kennenzulernen, sind auch kreative Aktivitäten geboten.

 

Wer es nicht zum Tag der offenen Tür schafft: Am kommenden Montag, 10. Februar, gibt es nach terminlicher Vereinbarung nochmal die Gelegenheit, das Kind für das kommende Kindergartenjahr anzumelden. Terminvereinbarung unter 08072/3308. Weitere Informationen zum Kindergarten auf www.kindergarten-haag.de.




Förderung sichtbar machen

Die Gemeinde will nach Absprache mit den örtlichen Sportvereinen ihre Förderung an diese sichtbar machen. Ein geeignetes Mittel hierfür wäre Bandenwerbung an den Sportplätzen. Eine gute Sache, fand der Verwaltungs- und Kulturausschuss – allerdings unter Bedingungen.

Das vorläufige Banner konnte die Gemeinde zur jüngsten Verwaltungs- und Kulturausschusssitzung bereits vorstellen. Diese können an den Sportplätzen des TSV 1864 Haag sowie des DJK-SV Oberndorf angebracht werden. „Für die Gemeinde ist es wichtig, an den Sportplätzen Bandenwerbung zu machen“, fand Josef Hederer (PWG), allerdings war den Mitgliedern des Ausschusses die Kosten zu unverhältnismäßig. „Wenn wir zusätzlich zu unserer Förderung auch noch Werbegebühren bezahlen, bevorzugen wir die Sportvereine im Vergleich zu anderen Vereinen“, so Hans Urban (CSU). Dem pflichteten auch Wolfgang Obermeier (FW Haag) und Peter Bauer (SPD) bei. „Herstellung und das Anbringen können wir natürlich übernehmen“, so Urban weiter, „aber wir sollten die Bandenwerbung ohne Platzmiete bekommen.“ Auch Bürgermeisterin Sissi Schätz möchte über die Gebühr nochmal nachverhandeln.

 

Die Mehrheit des Ausschusses stimmte dafür, Bandenwerbung beim TSV 1864 Haag und DJK-SV Oberndorf in Auftrag zu geben. Allerdings sollen die Gebühren mit den Vereinen abgestimmt werden.




Filme schauen im alten Kino

Das Konzept zum Festival des neuen Heimatfilms (wir berichteten) nimmt Formen an: Im kommenden Jahr soll die „Biennale Bavaria International“ an mehreren Orten in der Umgebung stattfinden. Um auf die Veranstaltung einzustimmen, gibt es im April bereits ein Kurzprogramm zu Thema „Neuer Heimatfilm unterwegs“. Auch im Jugendzentrum Haag wird es am Samstagnachmittag, 25. April, eine Filmvorführung geben.

Bereits vor zwei Jahren wurde das Konzept des neuen Heimatfilms entwickelt und auch die Gemeinde Haag hat beschlossen, sich miteinzubringen. Das Besondere: An insgesamt sechs Standorten in vier Landkreisen soll das Festival im kommenden Jahr stattfinden. Ein Kurzprogramm soll die Bürger der teilnehmenden Orte Altötting, Burghausen, Haag, Wasserburg und Trostberg neugierig machen. In insgesamt sechs Veranstaltungen werden deshalb Filme in verschiedenen Kategorien gezeigt. Alle beleuchten den Begriff „Heimat“ aus unterschiedlichen Perspektiven.

Weil das Jugendzentrum Haag früher ein Kino war, ist dort am 25. April ein Kinder- und Jugendfilm geplant. Kurator Joachim Kurz wählt diesen aus. „Von Dokumentarfilm bis populären Kinofilm ist alles dabei“, kündigte Bürgermeisterin Sissi Schätz an. Im Wallfahrtsort Altötting wird es einen religiösen Film geben. „Der Höhepunkt findet in Mühldorf statt.“ Auch in Haag soll es ein kleines Rahmenprogramm geben: Popcorn, Süßigkeiten, Pizzawagen und auch vor und nach dem Film ist noch etwas geplant.

JF




Linie für die Nachtschwärmer bleibt

Bereits seit etlichen Jahren können Haager mit dem Nachtexpress zwischen Haag und Wasserburg auch zu später Stunde noch nach Hause fahren. Das soll auch zukünftig so bleiben, beschloss der Verwaltungs- und Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Laut RVO haben im vergangenen Jahr 225 Personen den Nachtexpress (Linie 9420) genutzt. Das sind durchschnittlich zwei bis drei Bürger aus Haag pro Wochenende. „Wenn dadurch auch nur ein schwerer Unfall vermieden werden kann, war es das schon wert“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz. Deshalb soll es den Nachtexpress weiterhin geben. Spätheimkehrer können die Busverbindung am Sonntag um 0.30 oder 2.30 Uhr zurück nach Haag nutzen.




Parkplätze sollen ausgelost werden

Insgesamt 30 Berechtigungen für Dauerparker gibt es An der Rute in Haag. Fünf davon erhalten die Anwohner des Quartiers. Nun soll die Vorgehensweise geändert werden, wie ausgewählt wird, wer die Stellplätze künftig nutzen darf. Das legte der Verwaltungs- und Kulturausschuss bei seiner jüngsten Sitzung fest.

Bslang verteilte die Gemeinde die Stellplätze nach Eingang der Antragstellung. Da allerdings bereits bei der Vergabe einer Parkberechtigung dieselben Bewerber für das Folgejahr einen weiteren Antrag stellen, haben andere kaum eine Chance, einen Stellplatz zu erhalten. Deshalb soll es im Sinne der Chancengleichheit ein neues Verfahren geben: Die Berechtigten sollen aus den Bewerbern ausgelost werden. Bis zu einem bestimmten Stichtag kann sich melden, wer eine Parkberechtigung möchte – dann wird gelost.

Josef Hederer (PWG) regte an, dass Menschen mit einer Gehbehinderung gesondert behandelt werden. Deshalb legte der Ausschuss in seiner Abstimmung fest: Schwerbehinderte sollen auch ohne Los einen Platz bekommen. Eine gute Idee, wie die Mitglieder des Verwaltungs- und Kulturausschuss fanden. Das Zufallsprinzip unter Berücksichtigung von gehbehinderten Bürgern wurde einstimmig beschlossen.




Es wurde fleißig getanzt

Es wurde wieder getanzt: Beim Galaball im Bürgersaal drängten die Besucher auf die Tanzfläche. Begleitet von der Münchener Band „Supernova“, verköstigt mit einem Dreigängemenü vom Restaurant Hardthaus und natürlich mit den Showeinlagen der Carambas. Ein bunter, glitzernder und tanzreicher Abend.

Bereits vor Weihnachten war er ausverkauft: Der Galaball der Faschingsgemeinschaft Haag. In eleganter Abendgarderobe wurde im Bürgersaal wieder getanzt. Schon die ersten Takte der Münchener Band „Supernova“ verführten viele Tanzpaare auf die Tanzfläche. Die Gäste brachten alles von Cha-Cha-Cha über Twist bis Walzer aufs Parkett. Zwischendurch verköstigt durch ein Dreigängemenü des Restaurants Hardthaus, zu Mitternacht gab es dann noch Weißwüste und Brezen.

 

 

Natürlich zeigten die Carambas auf der großzügigen Tanzfläche ihr Können: Unter dem Motto „Cheerleader“ präsentierten die Jüngsten, begleitet von ihrem Gardemaskottchen, Figuren zu modernen Charthits.

 

 

Die Teens begeisterten mit dem Thema „Lets Celebrate“ und schwindelerregende Würfe und Hebefiguren bei den Erwachsenen unter dem Motto „Hat up“ steigerten die Tanzeinlagen zu ihrem Höhepunkt. „Sie strahlen um die Wette“, kommentierte Sophia Glasl, neue Hofmarschallin und Moderatorin des Abends, die glitzernden und bunten Kostüme der Showtanzgruppen.

 

 

Auch einige Bürgermeister aus den umliegenden Gemeinden besuchten den Galaball: Neben Bürgermeisterin Sissi Schätz sowie dritten Bürgermeister Herbert Zeilinger waren auch die Amtsinhaber aus Kirchdorf, Alfons Linner, und Albaching, Franz Xaver Sanftl, mit dabei.

 

 

Durch einen Losverkauf hatten die Besucher die Chance, ein Glas Sekt an der Bar zu gewinnen. Wer bei den Losen großes Glück hatte, brauchte auch nicht mehr selbst zu fahren: Ein kostenloser Heimfahrservice war organisiert. Bis in die Nacht tanzten und feierten die Besucher ausgiebig zur abwechslungsreichen Musik.

 

 

JF




Es ging ums klimaneutrale Heizen

Einige Länder in Europa verbieten Ölheizungen bei Neubauten komplett. Auch Gasheizungen sind nicht klimaneutral. Dabei gibt es inzwischen genügend Konzepte für CO2-neutrales Heizen. Deshalb stellte Umweltreferent Hans Urban im Namen der CSU-Fraktion im Haager gemeinderat den Antrag, in der Bauleitplanung eine verbindliche Vorgabe CO2-neutraler Heizungen umzusetzen sowie eine generelle solare Baupflicht einzuführen.

Über Kaufverträge und Vorgaben im Bebauungsplan können Öl- und Gasheizungen bei Neubauten verboten und stattdessen eine Baupflicht von Solarthermie oder Photovoltaik-Anlagen umgesetzt werden. „Der CO2-Ausstoß wird immer mehr“, kritisierte Umweltreferent Hans Urban (CSU). Die Gewinnung von Wärme stelle auch im privaten Bereich einen großen Anteil daran dar. „Wir müssen irgendwo anfangen.“ Bereits mehrere Gemeinden hätten sich für ein solches Vorgehen entschieden. In Moosburg gebe es beispielsweise einen aktiven Verein, der das Vorhaben vorantreibe.

 

Die Mitglieder des Gemeinderates zeigten sich von dieser Vorgehensweise nicht begeistert. „Ich sehe Schwierigkeiten dabei, ein Muss zu schaffen“, so Stefan Ott (PWG) Er sieht stattdessen eine Förderung für erneuerbare Energien als guten Ansatz. Auch Egon Barlag (FW Haag) und Herbert Zeilinger (WFH) sprachen sich gegen das Zwangsmodell aus. „Es muss etwas gemacht werden“, stimmte Josef Hederer (PWG) dem Antrag zu, allerdings hält auch er Verbote nicht für den richtigen Weg. Bürgermeisterin Sissi Schätz stellte klar: „Wir wollen keine Vertragsstrafen, sondern Anreize schaffen.“ In Neubaugebieten seien Solar-, Pellets- oder Hackschnitzelheizungen inzwischen sowieso die vorgezogene Lösung. „Mit einer Förderung können wir Althausbesitzer ebenso unterstützen wie Neubaugebiete.“

 

„Wir wollen alle prinzipiell in die gleiche Richtung“, stellte Stefan Högenauer (CSU) in der Diskussion fest. Der Weg sei aber ein anderer. Gas sei schlimmer als Braunkohle, klärte Urban auf. Es ginge bei den Vertragsstrafen nicht darum, „einzukassieren“, sondern die Klimaziele zu erreichen. „Die Gemeinde sollte ein Zeichen setzen“, fand auch Bernd Schneider (CSU).

 

Die Verwaltung stellte neben der Vorgabe CO2-neutraler Heizungen einen alternativen Beschluss zur Abstimmung. So soll ein Fördermodell für die erstmalige Herstellung klimaneutraler Heizungen sowie der Wechsel von Heizungen mit fossilen Energieträgern auf CO2-neutrale Heizungen entworfen werden. Statt einer generell solaren Baupflicht soll eine kostenlose Energieberatung zur Verfügung gestellt und beispielsweise im Einkaufshelfer beworben werden. Die Alternativvorschläge fanden große Zustimmung im Gemeinderat.

 

Energieberatung ist laut Hans Urban allerdings nicht genug. „Ganze Kontinente brennen, ich kann nicht verstehen, dass ihr gegen die Anträge steuert.“ Schätz stellte klar: „Wir haben für dasselbe Ziel abgestimmt, nur wollen wir es mit anderen Mitteln erreichen.“

JF




Gemeinde-Auto statt Zweitwagen

Auf den Zweitwagen verzichten und stattdessen kurzzeitig E-Auto oder E-Bike buchen. Ein Konzept für zusätzliche Mobilitätsangebote im ländlichen Raum war Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung in Haag. Das E-Mobil-Sharing-Projekt ist bereits beschlossene Sache. Diesmal ging es darum, letzte Fragen mit dem Verein „landmobile“ abzuklären.

Eine vereinfachte und flexiblere Anbindung: Die Ziele des Sharing-Förderprojekts sind klar. „Mit einem gemeindeübergreifenden Gesamtkonzept wollen wir die Mobilitätsangebote im ländlichen Raum verbessern“, erklärte Melanie Buchner vom Verein „landmobile“. Auch im Alter oder für jugendliche können Angebote geschaffen werden. So geht es bei dem Projekt nicht nur um Carsharing, auch E-Roller und E-Bikes können über die Buchungsplattform geliehen werden. Bereits im Sommer sollen Wagen und Buchungssystem nach Haag kommen.

 

Die voraussichtlichen Kosten der Gemeinde belaufen sich hierbei auf 3.000 bis 5.000 Euro pro Jahr. „Die Kosten beinhalten ein zur Verfügung gestelltes Auto, die Buchungsplattform, geschäftliche Abwicklungen und die Öffentlichkeitsarbeit“, zählte Christoph Mayerhofer vom Landratsamt Mühldorf auf. Genauer lasse sich der Betrag erst ab Februar berechnen, sobald alle Kommunen aufgegliedert haben, wie sie das Projekt gestalten wollen. Auch die Gemeinde Haag kann mitentscheiden.

 

Geplant ist eine Mischung aus stationsgebundenem Carsharing und einem „Free Floating System“. So könne man beispielsweise ein Auto in Buchbach oder Schwindegg an den entsprechenden Stationen abstellen, in der Buchungsplattform timen, wann man es wieder braucht und dazwischen die Nutzung freigeben. „Unter welchen Umständen kann man auf ein zweites Auto verzichten?“, fragte Bürgermeisterin Sissi Schätz und möchte den Wagen hauptsächlich für Einzeltermine bereitstellen. Das Konzept sei nicht für jemanden gedacht, der nach Dorfen zum Zug fährt, um von dort aus weiter zur Arbeit zu pendeln. „Man sieht am Citymobil: Die Vereine nutzen es gern, es gibt die Einkaufstour zu den Großmärkten. Solche Dinge können noch viel mehr angeboten werden.“ Klar ist: Auch das bereits vorhandene E-Fahrzeug des Marktes soll und kann miteingebunden werden.

 

„Wichtig ist, mehrere Gemeinden in der Umgebung dafür zu begeistern“, findet Herbert Zeilinger (WFH). So ließe sich auch die Anbindung nach Wasserburg oder Mühldorf besser überbrücken – sofern diese Kommunen im Projekt beteiligt seien. Aktuell sind, so Mayerhofer, sieben Kommunen mit dabei: Neben Haag sollen auch Schwindegg, Buchbach, Ampfing, Oberbergkirchen, Schönberg und Neumarkt-Sankt Veit eine Grundlage für das Projekt bilden.

 

Den Mitgliedern des Gemeinderats besonders wichtig: Das Angebot soll für die Nutzer attraktiv sein. „Der Kunde zahlt einen Kilometerpreis plus den Zeitfaktor“, so Buchner. Die Kommunen entscheiden hierbei mit, wie günstig oder teuer das Angebot gestaltet werden soll. Auch soll die Gemeinde sich Gedanken machen, welches Fahrzeug sie nutzen wollen, ob noch weitere Ladesäulen gebraucht und auch E-Bikes und Scooter mitaufgenommen werden.

 

Die Kick-off-Veranstaltung zum Förderprojekt findet bereits in zwei Wochen statt. Am 6. Februar soll es nach einer Pressekonferenz ein Arbeitstreffen mit den Kommunen geben. Der Beschluss, an dem Sharing-Förderprojekt teilzunehmen, wurde auf Antrag von Hans Urban (CSU) um einen Zusatz ergänzt: Noch in diesem Jahr sollen Fahrzeug und Buchungsplattform vorhanden sein.

 

JF




Der Schlossturm an der Autobahn

Der Schlossturm als Tourismusmagnet: Die A94 ist fertig, nun überlegt der Gemeinderat an den Autobahnausfahrten zur B12 braune Hinweisschilder aufzustellen. Auch dass auf den Bundesstraßen-Schildern Haag ausgewiesen wird, war Thema der jüngsten Sitzung.

Am Tag des offenen Denkmals standen die Leute Schlange, um den sanierten Schlossturm zu bewundern. Es gibt viele, die nur für den Turm nach Haag kommen. Nun sollen Hinweisschilder an den Autobahnausfahrten für noch mehr Tourismus sorgen. „Wenn wir schon so eine Besonderheit haben, sollten wir versuchen, die Leute nach Haag zu locken“, findet Bürgermeisterin Sissi Schätz. Die Autobahn sei frisch geöffnet, man müsse die Gelegenheit jetzt nutzen.

Ein Vorschlag, der mit hohen Kosten verbunden ist. Bis zu 20.000 Euro kostet eine Hinweistafel. „Es muss gewährleistet sein, dass man den Turm dann auch besichtigen kann“, findet Fini Deliano (SPD) und auch Egon Barlag (FW Haag) will den Touristen etwas bieten. „Wir sollten den Geschichtsverein miteinbeziehen.“ Die Regelungen über Öffnungszeiten und Führungstermine seien laut der Bürgermeisterin schon in Planung. Ab Sommer soll der Turm zugänglich sein.

 

Während manche Gemeinderäte die Kosten viel zu hoch finden, ist sich Peter Bauer (SPD) sicher: „Solche Schilder finden große Beachtung.“ Diskussionsthema war außerdem, an welcher Ausfahrt die Hinweistafeln nützlich wären. „Das macht nur in Heldenstein oder Hohenlinden Sinn“, so Stefan Högenauer (CSU). Fraglich ist allerdings, ob die Gemeinde mitentscheiden kann, welche der Ausfahrten in Frage kommen. Am wahrscheinlichsten ist die Ausfahrt Dorfen.

 

Dem Vorschlag, die Hinweistafeln zu beantragen, wurde nur knapp zugestimmt. Elf von 20 Gemeinderatsmitgliedern wünschen sich den Hinweis auf Haager Sehenswürdigkeiten an der A94.

 

Des Weiteren kam das Thema auf, dass auf der Beschilderung an der B12 nicht mehr auf Haag hingewiesen wird. Das insbesondere bei den Ausfahrten Heldenstein und Hohenlinden anzuregen, fand große Zustimmung im Gemeinderat.




Sicher zum Fußballtraining

Der Sportplatz Oberndorf kann bisher nur über den Ortskern problemlos erreicht werden. Die Zufahrt von der Straße zwischen Winden und Oberndorf dagegen ist schlecht befahr- und begehbar. Deshalb stellte die CSU-Fraktion im Haager Gemeinderat den Antrag, diese Zufahrt zu befestigen. Die Maßnahme soll nun nach einer Abstimmung in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit in den Prioritätenkatalog aufgenommen werden.

Schlaglöcher und Staub sind nur ein Problem auf der Zufahrt zum Sportplatz Oberndorf über die Straße zwischen Winden und Oberndorf. Auch der Begegnungsverkehr hat kaum Ausweichmöglichkeiten, immer wieder werden hierfür die angrenzenden Felder genutzt. „Vor allem wenn die Trainingszeiten losgehen, ist die Straße stark befahren, oft auch mit dem Rad“, weiß Rosemarie Heimann (PWG). Gerade wenn es dämmrig wird, seien die Schlaglöcher schlecht sichtbar.

Bei der schmalen Straße sei es auch für Autofahrer schwierig, dem Fuß- und Radverkehr auszuweichen. Es brauche ausreichend Platz, um mit dem Auto vorbeizufahren, so Andreas Sax (CSU). Die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer steht auch für Herbert Zeilinger (WFH) im Vordergrund: „Die Straße von Winden nach Oberndorf ist weder ausreichend beleuchtet noch verhältnismäßig breit. Radfahrer und Fußgänger sind hoher Gefahr ausgesetzt, gerade im Winter.“ Bei der Überlegung, die Zufahrtstraße zu befestigen, solle auch der Weg bis dahin miteinbezogen werden.

 

Was die Umsetzung der Maßnahme betrifft, befürchtete Stefan Högenauer (CSU) der Beschluss wird lediglich in den Prioritäten eingereiht, allerdings in die Zukunft geschoben. „Wie bei dem Radweg zum Hofcafé.“ Auch Ludwig Schletter (CSU) betont: „Wir brauchen ein Datum, wann wir fertig sein wollen.“ Das ergebe sich allerdings erst dann, wenn der Gemeinderat beschließt, an welcher Stelle es in der Prioritätenliste einfließt. „Es kann nicht alles gleichzeitig gemacht werden“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz. Gemäß der vom Gemeinderat beschlossenen Prioritätenliste, werden die Maßnahmen nacheinander abgearbeitet.

 

Dass der Sportplatz ein wichtiges Ziel in Oberndorf ist und die Zufahrt befestigt werden und die Sicherheit für Fuß- und Radverkehr gewährleistet sein soll, ist für die Mitglieder des Gemeinderats wichtig. Das zeigte der einstimmige Beschluss, die Zufahrt zu befestigen und zu verbreitern, dass zwei Fahrzeuge aneinander vorbeifahren können. Auch der Weg zwischen Winden und Oberndorf soll in dem Zuge sicherer werden.




Bayerischer Lausbubencharme auf der Bühne

Gemeinsam mit dem kreativen Lausbuben Huckelberry Finn und dem Sklaven Jim auf dem Floß den Mississippi entlang rudern. Bei der Premiere zum Stück „Die Abenteuer von Huckleberry Finn“, sorgte die Theatergruppe Rechtmehring für viele Lacher im bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrheim.

Barfuß, mit Strohhalm im Mund und bekanntem Lausbubencharme: Mit seinen kreativen Lügengeschichten schleicht sich Huckelberry Finn, gespielt von Benjamin Moser, durch die Welt. Und diesmal ging es mit dem Sklaven Jim, gespielt von Sandro Murru, auf dem Floß den Mississippi entlang – auf bayerisch.

 

 

„Wir laden euch ein auf eine Reise“, eröffneten die Regisseure Bernhard Schmid und Jutta Fürstenberger einen Abend mit liebevollem Bühnenbild, authentischen Kostümen und charmantem Witz. Im diesjährigen Stück der Theatergruppe Rechtmehring wurde auf jedes Detail geachtet.

 

 

Die 16 Schauspieler, die in insgesamt 23 verschiedene Rollen schlüpften, entführten in eine Zeit, in der Sklavenhandel noch Normalität war. Trotz des ernsten Themas schaffte es das Stück mit lustigen Szenen das Publikum zum Lachen zu bringen. Es zeigten auch Blut und nackte Haut – auf seine eigene witzige Art. Besonders schön: Fast alle Figuren sprachen Bayerisch, was auch gerne für den komödiantischen Effekt genutzt wurde. So heißt es in schönem Hochdeutsch natürlich nicht „Ha?“ sondern „Wie bitte?“

 

 

Gesang, dezente Soundeffekte und das kreative Spiel mit Bühne und Licht rundeten das Stück ab. In der Pause konnte sich das Publikum, begleitet von der Theatermusik, Brotzeit, Leberkässemmeln oder – thematisch passend – Mohrenkopfsemmeln schmecken lassen. Nach der Aufführung öffnete noch die Theaterbar.

 

 

Wer gemeinsam mit Huck und Jim auf Abenteuerreise gehen will, es sind noch weitere Aufführungstermine geplant:

Freitag, 24. Januar um 20 Uhr
Sonntag, 26. Januar um 18 Uhr
Samstag, 1. Februar um 20 Uhr
Sonntag, 2. Februar um 20 Uhr

 




Alles glitzert, leuchtet und ist bunt

Schillernde, bunte Kostüme, Girlanden und glitzernde Deko: Zum Gardefestival der Faschingsgemeinschaft Haag kam dieses Wochenende richtig Faschingsstimmung auf. Mit 29 geplanten Shows hatte der Tag ein straffes Programm.In glitzernden Gewändern moderierten Sophia und Gloria Glasl die Auftaktveranstaltung der diesjährigen Faschingssaison. Nach dem Warm-Hüpfen und ein paar Dehnübungen im Foyer des Bürgersaals starteten am Nachmittag die Kinder- und Jugendtanzgruppen.

 

Mit dabei auch immer das Garde-Maskottchen, das vom Bühnenrand zusah. aus Schon die Kleinsten begeisterten mit spektakulären Hebefiguren. Sie nutzten die gesamte Bühne für ihre Show, zogen sich unter den Tänzen um zeigten akrobatische Höchstleistungen. „In Akrobatik und Figuren steht ihr den Erwachsenen in nichts nach“, lobte Sophia Glasl. Am Abend traten die Showtanzgruppen der Erwachsenen auf.

 

Kleine Startschwierigkeiten und technische Probleme überbrückten die beiden Moderatorinnen gekonnt und auch die Tänzerinnen und Tänzer ließen sich nicht verunsichern. Auch dass kurzfristig eine Tanzgruppe absagen musste, war kein Problem, denn dafür sprangen die Hot Socks Kids aus Ramerberg ein.

Nicht nur die unterschiedlichen Musikrichtungen von den 80ern bis zur Moderne, sowie auch ruhig romantische Tänze sorgten für Abwechslung, auch die Tanzstile reichten von Ballett bis Breakdance. Und einige Paartänze waren mit dabei: Viele Garden präsentierten ihr Prinzenpaar.

 

 

Bis in den späten Abend tanzten über 500 Tänzerinnen und Tänzer aus 29 Showtanzgruppen für den vollen Bürgersaal zu den unterschiedlichsten Themen. „Allen einen unfallfreien Fasching“, wünschte Moderatorin Sophia Glasl den Showtanzgruppen nach dem gelungenen Start in die diesjährige Faschingssaison.

Johanna Furch

 

 




„Es rührt sich was“

Viel los war wieder im vergangenen Jahr für die Mitglieder von „Haag aktiv”: Ob Hobbykünstlermarkt, Punkteshow oder Modenschau, der Gewerbeverband organisierte eine ganze Reihe von Veranstaltungen. Vorsitzender Thomas Sax (Foto) blickte bei der Jahreshauptversammlung im „Graf Ladislaus” auf ein erfolgreiches Jahr zurück – und begrüßte nach der Neuwahl Bernhard Gruber als neuen Kassenführer.

„In Haag finden mehr Veranstaltungen des örtlichen Gewerbeverbandes statt als im gesamten Landkreis insgesamt“, zeigte Vorsitzender Thomas Sax sich stolz über die Aktionen von „Haag aktiv”. Nicht nur der Hobbykünstlermarkt im Bürgersaal war ein voller Erfolg, auch der Pfingstmarkt wurde von den Betrieben im vergangenen Jahr mit einer Note von 1,7 bewertet – wo im Jahr zuvor der Durchschnittswert noch bei 4,5 lag. Der Grund: In Zusammenarbeit mit der Gemeinde konnten Schlossturmführungen organisiert werden. Ein Zugpferd für die Besucher. Auch das Schaufensterbemalen am Mittfastenmarkt kam gut an.

 

Auch dieses Jahr soll wieder Einiges geboten sein: Zum Herbstmarkt soll es eine Oldtimershow geben, eine historische Löschvorführung der Feuerwehr, Dreschen sowie erneute Schlossturmführungen. „Ganz Haag ist bespielt“, kündigte Sax an. „Es rührt sich was und kracht und scheppert.“

 

Und die Ideen bleiben nicht aus: „Wir haben die Eiszeit geboren“, so Sax. Ein Gewinnspiel, bei dem zwischen Mai und September monatlich drei Eisgutscheine anhand Lösungsbuchstaben in den Schaufenstern der Geschäfte verlost werden. Schon im ersten Monat gab es über zwanzig Rückmeldungen – im Juni haben sich die Einsendungen der Lösungsworte mehr als vervierfacht. Ebenfalls neu war im vergangenen Jahr die Haager Punkteshow. „Machen wir es groß“ war die Idee des Vereins und so gab es einen Abend voller Gewinne und Unterhaltung im Bürgersaal.

 

Viel Organisation und Geld stecken in den Veranstaltungen und Aktionen von „Haag aktiv”. Ob Kinderrallye, Schaufenster bemalen oder der Veranstaltungskalender: „Wir nehmen viel Geld in die Hand.“ Einer der größten Ausgabepunkte bleibe aber die Modenschau, die auch im Oktober wieder stattfinden wird. Aber besonders wichtig für das Gelingen ist die Mithilfe aller Beteiligten. Deshalb freute sich Sax besonders über jede helfende Hand bei den Organisationen sowie innerhalb der Vorstandschaft. Auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sei hierbei besonders wichtig.

 

„An einem Ort wie unserem müssen Gewerbe und Gemeinde zusammenhalten“, weiß auch Bürgermeisterin Sissi Schätz. „Wir haben uns ziemlich gut zusammengerauft.“ Für die Aktionen und auch den guten Zusammenhalt während der Bauarbeiten der Münchener Straße bedankte sie sich beim Gewerbeverband und stellte sich als Wahlleiterin für den neuen Schriftführer zur Verfügung. Die bisherige Schriftführerin Christina Mayerhofer musste den Posten nach drei Jahren aus Zeitgründen abgeben, deshalb kam es am Abend der Jahreshauptversammlung zu Neuwahlen. Die Mitglieder waren sich einig: Bernhard Gruber soll zukünftig das Amt übernehmen. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte dieser nach seinem Amtsantritt. „Nur deshalb mache ich’s.“

 

Auch im kommenden Jahr stehen wieder Vorstandswahlen an. Doch davor sind wieder etliche Veranstaltungen und Aktionen durch Haag aktiv geplant und auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde soll weiter ausgebaut werden. Und bis dahin wünschte Thomas Sax: „Gute Heimfahrt und immer eine volle Kasse, damit wir unseren Status halten können.“




„Wollen allen Nutzern gerecht werden”

Der Haager Ortskern soll neu gestaltet werden. Deshalb stellte die Ingenieurgesellschaft Gevas-Humberg und Partner nach Verkehrs- und Parkplatz-Zählungen nun in der vergangenen Gemeinderatssitzung ein Konzept für die Ortsmitte vor. Dabei ging es neben Themen wie Straßenbreite, Verkehrsberuhigung und Parkplatzsituation auch um die Bräuhauskurve.

Mit der Neugestaltung des Ortskerns sollen gleich mehrere Ziele erreicht werden. Nicht nur soll die Aufenthaltsqualität durch Grünflächen und Sitzgelegenheiten verbessert werden, auch Lärm und Luftverschmutzung können mit einem neuen Konzept reduziert werden. Zudem sollen Fußgänger- und Radverkehr gestärkt werden. „Die Hauptstraße und Wasserburger Straße haben vielfältige Nutzungsansprüche“, schilderte Dr. Christoph Hessel in seiner Präsentation. Dabei ginge es nicht nur um die Durchfahrt, auch parken, liefern, der öffentliche Nahverkehr und Fußgänger spielen in diesem Bereich eine große Rolle. Deshalb sei es besonders schwierig, allen Anforderungen gerecht zu werden. Vor allem die Engstelle an der Bräuhauskurve sei nicht geeignet für das Miteinander der unterschiedlichen Verkehrspartner.

 

„Man wird von Haus zu Haus durchplanen müssen“, so Hessel, denn die Straßenbreiten variieren von minimal 10,5 Metern bis zu 18,5 Metern. Hier sollen allerdings weiterhin Fußgängerwege, Verweilflächen vor Schaufenstern und Parkplätze, außerdem auch eine Möglichkeit für sicheren Radverkehr geboten sein, was nicht an allen Stellen einfach umzusetzen sein wird. „Ein Radweg ist aufgrund der beengten Verhältnisse nicht möglich, es braucht wahrscheinlich einen Mischverkehr“, erklärte Hessel. „Aber dann müsste die Geschwindigkeit reduziert werden.“

 

Auch für Fußgänger wäre eine geringere Höchstgeschwindigkeit von Vorteil. „Es gibt viel Querungsbedarf“, so Hessel. Durch die aktuellen Verhältnisse bestehe allerdings ein erhöhtes Unfallrisiko. Auch Mütter mit Kinderwagen oder ältere Personen hätten Schwierigkeiten beim Überqueren der Straßen. Deshalb riet der Ingenieur dazu, die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu verringern. „Ein Aufprall bei 50 Stundenkilometern ist 2,8 Mal größer als bei 30 Stundenkilometern.“ Hessel riet sogar zu einem verkehrsberuhigtem Geschäftsbereich mit einer Beschränkung auf 20 Stundenkilometer. Dazu empfahl er Muldenrinnen statt eines hohen Rands, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. „Täglich nutzen zirka 600 Fußgänger die Ampeln – dabei sind die Fußgänger, die ohne Ampel queren nicht eingerechnet – und 11.000 Fahrzeuge befahren die Schnittstelle Hauptstraße Wasserburger Straße. Durch einen verkehrsberuhigten Bereich kann sich die Fahrzeuganzahl auf zirka 7.000 verringern.“ Der Verkehr würde dadurch auf Umfahrungsstraßen verlagert.

 

Auch auf die Parkplatzsituation hätte das positive Auswirkungen. Gerade am Bräuhausplatz ist die Nachfrage nach Parkmöglichkeiten höher als das Angebot. Das zeigen besonders mehrere Falschparker in diesem Bereich. Zwar gäbe es genug Parkplätze an der Rute, diese brauche aber stärkere Wegweisung und sei für nicht Ortskundige schwierig zu finden.

 

Die schwierigste Stelle im Ortskern bleibt aber die Bräuhauskurve. „Wir haben keine Ahnung, wie man das lösen kann“, gab Hessel zu Solang die Engstelle mit eingeschränkten Sichtverhältnissen herrscht, braucht es eine Alternativlösung. Ein Vorschlag aus dem Gemeinderat: Den Gehweg in ein Gebäude integrieren. Dies hänge aber vom Einverständnis der Grundstückseigentümer ab. Ludwig Schletter (CSU) stellte klar: „Das Haus ist denkmalgeschützt, da lässt sich nicht einfach ein Stück abschneiden.“ Über eine Arkadenlösung für Fußgänger ließe sich allerdings nachdenken. Bürgermeisterin Sissi Schätz aber gab zu Bedenken: Die Geschäfte in der Kurve seien auf den Fußgängerverkehr angewiesen.

 

Die Geschäftsleute in die Planung miteinzubeziehen ist dem Gemeinderat ohnehin wichtig. „Es kommt darauf an was wir wollen und was die Geschäftsleute wollen“, so Wolfgang Obermeier (FW Haag). Er schlug vor, gemeinsam mit „Haag aktiv” über die Varianten für den Ortskern zu diskutieren. Deshalb schlug die CSU-Fraktion auch eine offene Bürgerwerkstatt vor. „Wir müssen frühzeitig alle Akteure die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen“, so Stefan Högenauer (CSU). Damit seien nicht nur Eigentümer und Geschäftsleute gemeint, auch die Bürger aus Haag, die an der Hauptstraße einkaufen, sollen mitreden können. Die Bürgermeisterin stellte klar, dass die Bürger ohnehin miteinbezogen werden sollen, allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt. Ob zuerst wie geplant der Lenkungsausschuss oder eine Bürgerwerkstatt über das Konzept diskutieren, sei lediglich eine Verschiebung der Zeitfolge.

 

Der Gemeinderat beschloss, zuerst den Lenkungsausschuss zu beteiligen und dies anschließend auf eine Bürgerbeteiligung auszuweiten. Dabei soll es auch noch um Diskussionspunkte gehen wie beispielsweise der Lkw-Verkehr oder das Angleichen von Randstein und Fahrbahn an besonders hohen Stellen. Johanna Furch




Jüngster Gemeinderat zieht um

Fast eine gesamte Legislaturperiode vertrat Bernd Katterloher die CSU-Fraktion im Haager Gemeinderat. Nun steht ein Umzug aus der Gemeinde an, weshalb Bernd Schneider das Mandat übernimmt (wir berichteten). In der vergangenen Sitzung verabschiedeten sich Bürgermeisterin Sissi Schätz und der Gemeinderat offiziell und bedankten sich für das Engagement.

„Schade, dass wir eine junge Stimme aus dem Ort verlieren“, leitete die Bürgermeisterin die Verabschiedung von Bernd Katterloher ein, der aufgrund eines Umzugs das Mandat niedergelegt hat. Er habe das Gremium sachlich unterstützt und seine Argumente seien immer fair gewesen. Er unterscheide sich von anderen, stellte die Bürgermeisterin klar: „Als Sportler stehst du für Ausdauer, aber als Mathematiker willst du auf den Punkt kommen.“

 

Der Abschied sei allerdings nicht für immer, stellte Katterloher in Aussicht: Für die Hochzeit im fertigen Schlossturm soll es eine Rückkehr nach Haag geben. JF




Einmal pro Woche in den Schlosshof

Die Bauarbeiten am Schlosshof, insbesondere der Eingriff in die historischen Funde, werden von Teilen der Öffentlichkeit stark kritisiert. Deshalb stellte die CSU-Fraktion den Antrag im Gemeinderat, bis zur Fertigstellung der Umgestaltung mindestens einmal pro Woche öffentliche Besichtigungen anzubieten, „damit sich jeder selbst ein Bild von den Arbeiten machen kann”.

Demnach soll es feste Besichtigungszeiten zu für Besuchern günstigen Zeiten geben. Beispielsweise Freitagnachmittag, um auch eine Kollision mit dem Baubetrieb auszuschließend und die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. So lautete der Antrag der CSU. Grund dafür sei die starke Kritik aus Teilen der Öffentlichkeit. „Wir möchten die Öffentlichkeit mitnehmen“, so Stefan Högenauer (CSU). Das Interesse an den Arbeiten sei außerdem sehr groß, wie sich in den letzten Wochen bei den gut besuchten Führungen bestätigt habe. Beispielsweise zum Pfingstmarkt wurde der Schlosshof für die Bevölkerung zugänglich gemacht.

 

Der Gemeinderat war sich einig: Zukünftig sollen einmal pro Woche öffentliche Besichtigungen angeboten werden.




Tanzen in den Regen

Ziemlich lange hat das Wetter zum Haager Straßenfest gehalten. Ob gemütlich bei Kaffee und Kuchen am Marktplatz, mit Gin-Kreationen im Rathausgarten oder bei der „Kreuz- und Quer-Bühne“ an der Hauptstraße – den Besuchern wurde auch heuer einiges geboten. Und auch der kurze Technikausfall beim Unwetter am Abend war kein Problem: Das Publikum hat einfach im Regen weitergetanzt.

Ein langes Hin und Her gab’s dieses Jahr ein paar Tage vor dem Straßenfest. Wegen der schlechten Wettervorhersage musste das Beach-Völkerballtunier abgesagt werden, bis zum Schluss bangten die Veranstalter, letztlich konnte das Fest aber trotzdem stattfinden. Eine gute Entscheidung: Der Nachmittag war sonnig und warm. Perfekt, um durch den Flohmarkt an der Wasserburger Straße zu schlendern, sich im Rathausgarten bei gemütlichem Flair von Philipp Hofrichter mit Gin-Kreationen verwöhnen zu lassen oder sich bei der 3D-Kreidekunst fotografieren zu lassen.

Auch für die Kinder war wieder vieles geboten: Neben der Kinderrallye der Haager Geschäfte, bei der es tolle Preise zu gewinnen gab, war am Marktplatz wieder ein Riesensandkasten, Kinderschminken und eine Pflanzaktion mit Kresse zum Mitheimnehmen.

 

Auch musikalisch war für jeden was dabei: Ob jazzig oder fetzig am Marktplatz oder alles von Pop, Rock bis hin zu Partysongs an der „Kreuz- und Quer-Bühne“. Auch wenn sich aufgrund eines kurzen Stromausfalls und wegen des Gewitters alles ein bisschen verschob, die Besucher feierten selbst im Regen weiter mit den regionalen Bands.

Auch in den Hofgarten konnte man pünktlich zum Straßenfest wieder einkehren und das Caminetto und Graf Ladislaus boten auch zu später Stunde noch fleißig Livemusik.

 

Unsere Fotos vom Straßenfest:

 

 

 

 




Das ist neu beim Straßenfest

Professioneller, weiter und manches ganz neu: Zur vergangenen Verwaltungs- und Kulturausschusssitzung stellte Christian Wimmer das Konzept und die Neuerungen des diesjährigen Straßenfests am 22. Juni vor. Nicht nur die organisatorischen Abläufe haben sich professionalisiert. Auch andere Programmpunkte sind geboten.

„Wir haben dazugelernt“, so Wimmer. Ein Kritikpunkt vom vergangenen Jahr: Die Sitzplätze am Marktplatz. „Dieses Jahr wird es eine lange Tafel geben“, stellte er das neue Marktplatzkonzept vor. Damit soll die Sitzfläche erweitert werden. Insgesamt werden auch mehr Vereine und Wirte in diesem Jahr beteiligt sein. Außerdem soll der Flohmarkt Richtung Kirchplatz erweitert werden.

 

Ein anfänglicher Gedanke, im Schlosshof ein Yoga-Spektakel zu starten, muss auf das kommende Jahr verschoben werden. Wimmer: „Wir wollten neues Publikum auf das Straßenfest ziehen.“ Insgesamt 19 Yogaschulen haben sich bereiterklärt, mitzumachen. Die Pläne sind bereits fertig ausgearbeitet, müssen 2020 nur noch umgesetzt werden.

 

Trotzdem können sich die Besucher auf neue Programmpunkte freuen. Am Bräuhausplatz soll es ein Beachvölkerball Turnier geben. Außerdem ist eine ökologische Variante zum letztjährigen Graffiti-Künstler geboten: Eine Künstlerin wird auf dem Marktplatz ein 3D-Gemälde zeichnen. „Die Kinder können Teil des Bildes werden.“

 

Bürgermeisterin Sissi Schätz freute sich: „Das wird wieder wunderbar.“ Und falls das Wetter nicht mitspielt, wird die „Kreuz+Quer-Bühne“ ins Jugendzentrum verlegt und die Bands vom Marktplatz spielen im Zelt am Bräuhausplatz.

 

 




CSU-Mann Bernd Schneider rückt nach

Aus privaten und beruflichen Gründen legte jetzt Bernd Katterloher sein Mandat als Marktgemeinderat und alle damit verbundenen Ämter in Haag nieder. Nun wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung Bernd Schneider als Nachfolger für die CSU berufen.

Spätestens ab Sommer verlagert sich der Lebensmittelpunkt von Katterloher in eine andere Region. „Der Wegzug aus der Gemeinde ist ein wichtiger Grund zur Entlassung aus dem Ehrenamt“, begründete Bürgermeisterin Sissi Schätz.

Nun rückt ein Nachfolger aus der Liste der CSU an seiner Stelle nach. Weil Hans Ketterle und Birgitta Reitmayr aus beruflichen sowie gesundheitlichen Gründen das Amt nicht antreten können und Lydia Goetzke keinen Nebenwohnsitz mehr in Haag hat, wurde Bernd Schneider als Marktgemeinderat berufen.

„Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern“, legte dieser seinen Eid ab. Neben dem Mandat als Marktgemeinderat wird er auch die fraktionelle Vertretung in Bauausschuss sowie Verwaltungs- und Kulturausschuss übernehmen, den Sitz im Rechnungsprüfungsausschuss besetzt nun Andreas Sax.

Auch ein neuer Sportreferent soll nun nach Amtsniederlegung durch Katterloher bestellt werden. „Rosi Heimann ist sportlich sehr aktiv“, schlug Eva Rehbein vor und auch der übrige Gemeinderat stimmte mehrheitlich dafür, die Referentenstelle mit ihr zu besetzen.

Herbert Zeilinger zeigte sich verblüfft über die häufigen Amtswechsel in der CSU, freute sich aber auf die Zusammenarbeit mit Bernd Schneider. „Man muss immer eine eigene Meinung haben“, appellierte er an die Gemeinderatsmitglieder und wünschte sich weiterhin einen fairen Umgang untereinander und gegenseitigen Respekt.




„Für die ganze Familie“

Zum großen Pfingstmarkt am kommenden Pfingstmontag, 10. Juni, in Haag bietet Haag aktiv in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde interessante Führungen an: Während die Arbeiten am Haager Schlosshof gerade erst beginnen, sind die Sanierungen innerhalb des Turmes bereits abgeschlossen. Unter dem Motto „Für die ganze Familie“ öffnen am Pfingstmontag nicht nur die Geschäfte von 12.30 bis 17 Uhr. Auch die Tore zum Schlossturm werden geöffnet. Zwischen 9 und 17 Uhr gibt es die Möglichkeit, den Turm zu besichtigen.

Wichtig: Eine Anmeldung unter www.haag-aktiv.de ist erforderlich.

Wer schwindelfrei und trittsicher ist, kann sich für eine 50-minütige Führung durch die alten Mauern anmelden und dabei auch das bereits eingeweihte Trauungszimmer besichtigen.

Hunde sind nicht erlaubt.

Fotografieren ist ausdrücklich erwünscht.

 

 




Steckerlfisch und „Weißbier Musi“

Das bisschen Nieselregen zum Abend hat die Haager nicht gestört: Das Feuerwehrfest am Samstag war wieder gut besucht. Zum 41. Mal fand das traditionelle Fest im Feuerwehrhaus statt.Ob zum Kaffee und Kuchen oder für Steckerlfisch und Gegrilltes, am Samstag trafen sich die Haager wieder zum traditionellen Feuerwehrfest im Feuerwehrhaus Haag. Musikalisch umrahmt von der „Weißbier Musi“ und versorgt mit Unertl Weißbier und „Bräu z’Loh“-Bier vom Fass haben sich die Besucher trotz kurzem Nieselregen am Abend die Stimmung nicht verregnen lassen.

 

 

Abends gab es dann Wein und Cocktails in der urigen Floriani-Alm und auch für die Kleinen war wieder Einiges geboten. Sie konnten sich in der Feuerwehrhüpfburg austoben oder am Wasserschlauch ihr Geschick testen und Dosen aus den Fenstern einer nachgebildeten Hausfassade spülen.

 




Steckerlfisch und Hüttenflair

Mit Gegrilltem und Steckerlfisch im Biergarten und Hüttenflair in der urigen Floriani-Alm steigt das diesjährige Feuerwehrfest in Haag am Samstag, 25. Mai. Ab 15 Uhr startet die Feuerwehr den Biergartenbetrieb am Feuerwehrhaus.

Für das leibliche Wohl ist außerdem mit Brotzeiten, Kaffee und Kuchen und Unertl Weißbier sowie „Bräu z’Loh“-Bier vom Fass gesorgt. Ab Nachmittag geht’s dann in die Floriani-Alm zu Weinspezialitäten, Hugo, Lillet Happy Hour und Cocktails.

Die Feuerwehr lädt die gesamte Bevölkerung aus Haag und Umgebung zu ihrer traditionellen Feier ein.