Wo ist der „Xaval”?

Der Kater „Xaval” ist seit sieben Tagen verschwunden. Er hält sich in der Regel auf der Burg in Wasserburg auf – in der Nähe seines Zuhauses. Er ist in den Ohren tätowiert, gechippt und bei Tasso registriert. Er ist rot-weiss getigert und hat bernsteinfarbene Augen. Für einen Kater ist er recht klein. „Vermutlich hält er sich rund um sein Zuhause auf. Es ist aber nicht …

… auszuschließen, dass er aus Versehen irgendwo eingesperrt wurde. Keller, Garagen und Schuppen sollten deshalb überprüft werden. Wer „Xaval” gesehen hat, kann sich bei der Wasserburger Stimme melden: info@wasserburger-stimme.de, 08071/ 52 42 088.




15.30 Uhr: Einsatz für die Feuerwehren

Einsatz für die Feuerwehren Attel-Reitmehring und Wasserburg: Gegen 15.30 Uhr wurden heute die Floriansjünger nach Reitmehring gerufen. Notarzt und Rettungsdienst brauchten Unterstützung beim Abtransport eines Erkrankten. Letzterer wurde per Drehleiter aus dem ersten Stockwerk eines Wohnhauses gehoben.




Junge Löwen sagen „danke!”

Im Rahmen ihrer Sozialstiftung bedachte die Wasserburger Sparkasse neben vielen anderen Vereinen auch die Fußballjugend des TSV Wasserburg mit 1000 Euro. Da in Coronazeiten leider keine persönliche Übergabe stattfinden konnte, wollte sich der Löwennachwuchs noch mit einer besonderen Aktion bedanken (Foto). Auch der TSV und speziell die Fußball-Abteilungsleitung bedankten sich ganz herzlich bei der Kreis-und Stadtsparkasse Wasserburg, ihrem langjährigen Sponsor, für die Zuwendung. MS




Neues Ausflugsziel in Ramsau

Die coronabedingte Schließung der Gastronomie und das immer noch bestehende Veranstaltungsverbot trafen Christian Wimmer vom „Fichters” in Ramsau eiskalt. Gerade erst im Oktober neu eröffnet, musste er seinen Laden für Konzerte und Kulturveranstaltungen wieder schließen. Da Veranstaltungen immer noch auf unbestimmte Zeit verboten bleiben, hat Wimmer „aus der Not heraus” ein Konzept geboren, das er schon lange im Hinterkopf hatte: Einen Biergarten in Ramsaus Dorfmitte.

Die Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth, Eigentümer der Dorfwiese, erkannte Wimmers Not und verpachtete ihm das Grundstück kurzerhand.

Der Aufwand, die bisher ungenutzte Wiese inklusive aller neuen Auflagen für eine gastronomische Nutzung umzuwandeln, war enorm. Viele freiwillige Helfer, allen voran die Spieler der SGRRG trugen dazu bei, dass in kürzester Zeit alles aufgebaut war.

Alte Obstbäume, bunt zusammengewürfelte Stühle und Tische, Fichters Kaffeeape und viele bunte Wimpel und Schilder machen deutlich: Hier soll man sich wohlfühlen. Die Mixtur aus klassischem Biergarten und Sommerfest spiegelt sich auch in der Speisekarte wieder, die sowohl bekannte Biergartengerichte wie auch moderne vegetarische Alternativen bietet. Zusammenkommen und eine gute Zeit haben, natürlich unter Einhaltung der strengen Auflagen. „Die aber stören uns kaum, wir sind froh, dass wir wieder arbeiten dürfen”, sagt Wimmer. Er freut sich auf viele Gäste im Bio-Biergarten „Fichters im Grünen”.

 




„Sind ehrlich erleichtert”

„Wir sind ehrlich erleichtert. Es war jetzt eine lange und harte Durststrecke. Aber jetzt sehen wir ein Licht am Ende des Tunnels.” Hans Enzinger, Betreiber des Wasserburger Sportparks Fit & Fun, war heute am Telefon anzuhören, dass ihm ein riesen Stein vom Herzen gefallen ist. Die Fitness-Betriebe dürfen unter Auflagen am 8. Juni wieder öffnen (wir berichteten). „Ein ganz, ganz großes Dankeschön an unsere Mitglieder, die mit uns durch Dick und Dünn gegangen sind und uns die Treue gehalten haben.”

Enzinger hatte in den letzten Wochen immer wieder auf allen politischen Ebenen auf die missliche Lage der Fitness-Studios hingewiesen und versucht, klar zu machen, wie wichtig sie für die Gesundheit sind. „Wir haben nicht aufgegeben und sind letztlich auf offene Ohren bei der Politik gestoßen. Mein besonderer Dank gilt dem Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig.”

Man werde sich jetzt in den nächsten Tagen intensiv und gründlich auf die Neueröffnung vorbereiten. „Noch haben wir keine klaren Richtlinien. Wir werden aber am 8. Juni startklar sein. Und das natürlich mit allen hygienischen Sicherheitsmaßnahmen, die wir ergreifen können. Wir haben obendrein eine für Fitness-Studios enorm leistungsstarke Lüftungsanlage, die in kürzester Zeit und in regelmäßigen Abständen für einen kompletten Luftaustausch sorgt.”

 




36-jähriger Rocker vor dem Richter

Unter Leitung der Staatsanwaltschaft Traunstein ermittelte die für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität zuständige Fachdienststelle des Bayerischen Landeskriminalamtes seit Juni 2019 gegen den Präsidenten des Charters Rosenheim der Rocker-Gruppierung „Hells Angels MC”. Anlass war zunächst der Verdacht des illegalen Handels mit Kokain in nicht geringer Menge, der sich im Laufe der Ermittlungen nicht erhärten ließ. Es ergab sich jedoch der Verdacht auf eine Straftat der Zwangsprostitution und Zuhälterei sowie weitere Delikte.

Der 36-jährige Rocker führte seit 2018 eine Lebensgemeinschaft mit einer Prostituierten. Während der Mann nicht erwerbstätig war, gab die Frau ihre hohen Einnahmen aus dem Rotlicht-Gewerbe freiwillig an ihn ab und sorgte für den gemeinsamen Lebensunterhalt.

Im Frühjahr 2019 begann er unter Verwendung der sogenannten Loverboy-Masche eine weitere Beziehung zu einer jungen und alleinerziehenden Mutter, die sich in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten befand. Hierbei baut ein Partner durch eine vorgetäuschte Liebesbeziehung eine zunächst emotionale Bindung zum Opfer auf. Diese wird im weiteren Verlauf für die eigentlich geschäftlichen Absichten des Täters genutzt. Dies führte in diesem Fall dazu, dass sich die Frau innerhalb kürzester Zeit ebenfalls prostituierte. In der Annahme, dass sie wie die weitere Lebensgefährtin davon profitieren und sich ihre finanzielle Situation verbessern würde, musste sie ebenfalls ihr verdientes Geld bis auf Kleinbeträge an ihren Zuhälter abgeben.

Unter Ausnutzung des von Beginn an bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Abhängigkeitsverhältnisses wurde die Frau mehrfach trotz gegenteiligen Wunsches dazu bewegt, der Prostitution weiter nachzugehen.

Statt jedoch ihre Einnahmen in einer Höhe von knapp 40.000 Euro in drei Monaten zur Begleichung der Schulden der jungen Mutter oder einen ihr zustehenden Lebensstandard zu verwenden, finanzierte sich ihr Zuhälter mit dem Geld seinen eigenen durchaus luxuriösen Lebensstil. So bewohnte er gemeinsam mit seiner ersten Lebensgefährtin ein gehoben ausgestattetes Einfamilienhaus und nutzte zuletzt Pkw und Motorräder der Marken Harley Davidson, Bentley und Maserati. Beide sahen das Geld der jungen Frau als zusätzliche Einnahmequelle an.

 

Der Mann wurde im September 2019 festgenommen.

Jetzt wurde der geständige Rocker durch das Amtsgericht Rosenheim wegen Zwangsprostitution und weiterer Delikte nunmehr zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten ohne Bewährung verurteilt. Zudem wurden Vermögenswerte des Verurteilten in fünfstelliger Höhe einbehalten. Das Urteil ist rechtskräftig.

„Das Urteil kann als deutliches Signal gelten, dass eine strafbare Ausbeutung von Prostituierten auch dann vorliegen kann, wenn die Geschädigte nicht mit Gewalt zur Ausübung oder Fortsetzung des Gewerbes gezwungen wird, sondern ein Abhängigkeitsverhältnis zum Zuhälter unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Liebesbeziehung geschaffen wird”, so die Staatsanwaltschaft.

Der Erfolg der Ermittlungen ist insbesondere auf die enge Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft Traunstein, dem Bayerischen Landeskriminalamt, der örtlich zuständigen Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim sowie weiteren Fachdienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zurückzuführen.

Das Hells Angels Charter Rosenheim wurde erst im Mai 2019 neu gegründet. Noch im selben Jahr wurde das Clubheim der Hells Angels in Tuntenhausen aufgrund des öffentlichen Drucks nach einer Eröffnungsfeier wieder aufgegeben.




Kleines Dankeschön für Greta

Über 80 Betriebe waren mit dabei, es gab Bestellungen am laufenden Band: Die Aktion „Fit for opening” von WFV und Wasserburger CSU, mit der man die heimischen Geschäfte und Unternehmen beim Neustart nach dem Corona-Aus unterstützen wollte, kam prima an (wir berichteten). Zentrale Anlaufstelle für alle war Betten Klobeck in der Herrengasse. Dort sammelte Christoph Klobeck (rechts) die Bestellungen an Schutzmasken, Desinfektionsmitteln und vielem mehr. Dort wurden dann auch die Pakete für die einzelnen Geschäfte gepackt. Und dabei half die zehnjährige Greta fleißig mit. Jetzt gab’s für ihren Einsatz …

… ein kleines Dankeschön vom WFV. Vorsitzender Moritz Hasselt (links) und Wolfgang Helmdach vom WFV-Büro überreichten Greta nicht nur eine süße Überraschung, sondern auch einen WFV-Gutschein – natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand.

Greta hatte vor allem beim Verpacken und Beschriften tagelang mitgeholfen.




Eine Säule für die Gesundheit

PR – Komplettlösungen für alle hochwertigen Einrichtungen, egal ob Küche, Bad, Schlafen, Wohnen, Garderobe oder Ankleide – das bietet der Obinger Familienbetrieb „Roland Liegl – Küche-Bad-Innenarchitektur”. Und in der aktuellen Corona-Krise gibt’s jetzt auch noch ein Sonderprodukt aus der Liegl-Werkstatt: Eine Desinfektionsmittel- Säule. Dabei handelt es sich um …

… eine Standsäule aus Multiplexplatten mit Melaminbeschichtung in weiß, dreiseitig geschlossen (Material kann gegen Aufpreis auch in schwarz oder auch aus Altholz gefertigt werden). Boden und Abdeckplatte sind aus Mineralwerkstoff, 9 oder 12 Millimeter stark, weiß, absolut pflegeleicht und strapazierbar, säure- und feuchtigkeitsunempfindlich. Die Abdeckplatte ist umlaufend mit eingefräster Rille, so dass keine Flüssigkeit überlaufen kann. Die Abdeckplatte ist zur Reinigung abnehmbar

Der Seifenspender kommt von der Firma Keuco Plan (Made in Germany). Die Oberfläche ist aus Chrom, Füllbehälter mit zirka 500 Milliliter Fassungsvermögen.

Die Betätigung des Spenders ist mit Hand oder Arm möglich. Die Anwendung ist für den Innenbereich  gedacht.
„Wir empfehlen diese Säulen für alle öffentlichen Einrichtungen wie Ämter, Schulen, Kitas, Gastronomie und Hotellerie, Verkaufsläden, Büchereien. Die Säule ist sauber, schick und platzsparend, immer kurzfristig verfügbar bei uns, zu einem top Preis- Leistungs-Verhältnis”, verspricht Roland Liegl. „Und sollte das Thema Desinfektion irgendwann wieder in den Hintergrund geraten, so kann man die Säule umfunktionieren, zum Beispiel zu einem Präsentationssockel, für Blumendeko oder Prospekthalter.”

 

Direkt-Kontakt:

www.rolandliegl.de

Telefon   08624 / 8750755

Telefax    08074 / 176937

Laden und Büro

Wasserburger Straße 1
83119 Obing




Knapp ein Kilo Amphetamin im Auto

Am Samstagabend wurde ein Fahrzeug auf der Lauterbacher Straße in Riedering kontrolliert und es konnten Drogen sichergestellt werden. Im Zuge der Ermittlungen machten die Beamten auch die Bezugsquelle ausfindig. Insgesamt wurden Haftbefehle gegen drei Tatverdächtige erlassen. Die Kriminalpolizei Rosenheim übernahm die Ermittlungen.

Am Samstagabend hielten Beamte der Polizeiinspektion Rosenheim in der Lauterbacher Straße in Riedering einen Pkw an und kontrollierten diesen. Bei der 28-jährigen Beifahrerin und der 33-jährigen Fahrerin aus dem Landkreis konnten neben Kleinmengen Cannabis auch noch knapp ein Kilogramm Amphetamin sichergestellt werden. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung bei der 28-Jährigen konnte dann noch ein 21-jähriger Mann angetroffen werden, der ebenfalls dringend verdächtig ist, im Zusammenhang mit dem Erwerb des Amphetamins zu stehen. Zusätzlich lag gegen ihn auch noch ein Haftbefehl vor.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnte eine 21-jährige Tatverdächtige aus dem Landkreis Traunstein als die Bezugsquelle des sichergestellten Amphetamins in Erfahrung gebracht werden. Bei der daraufhin durchgeführten Wohnungsdurchsuchung bei der 21-Jährigen konnten noch weitere Betäubungsmittel sowie ein vierstelliger Bargeldbetrag aufgefunden und sichergestellt werden.

Das Fachkommissariat für Rauschgiftdelikte der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim übernahm die weiteren Ermittlungen. Drei der vier Beschuldigten wurden auf Antrag der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle gegen alle drei Tatverdächtigen, wobei die Haftbefehle gegen die zwei tatverdächtigen Frauen unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurden. Der 21-jährige Mann, gegen den bereits ein weiterer Haftbefehl vorlag, wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die 33-jährige Fahrerin des kontrollierten Pkw wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt.




200.000 Euro Schaden bei Brand

Gegen 13.45 Uhr erhielt die Polizeiinspektion Ebersberg gestern eine Mitteilung über einen Dachstuhlbrand in Steinhöring. Im Ortsteil Hintsberg stand das Dach einer Doppelhaushälfte in Flammen (wir berichteten). Vor Ort war ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Feuerwehr, Polizei und des Rettungsdienstes. Der Brand konnte letztendlich durch die Feuerwehr gelöscht werden. 

An dem Wohnanwesen entstand ein geschätzter Gesamtsachschaden in Höhe von zirka 200.000 Euro.

Die Brandursache ist bislang unbekannt, weshalb die Kriminalpolizeiinspektion Erding die Ermittlungen vor Ort übernommen hat.

Insgesamt waren die Feuerwehren Steinhöring, Grafing, Ebersberg, Frauenneuharting, St. Christoph und Oberndorf mit rund 80 Mann im Einsatz. Weiterhin waren zwei Kreisbrandinspekteure, sowie 9 Rettungskräfte der Unterstützungsgruppe Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen vor Ort.




„Auch wir brauchen verbindliche Aussage”

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig und der Tourismusverband Chiemsee Alpenland fordern schnellstmögliche Regelungen für den Tourismus in der Region nach Lockerung der Corona-Beschränkungen – das betonten die Abgeordnete und die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Christina Pfaffinger nach einem Gespräch in Rosenheim (wir berichteten). „Und was ist mit uns?”, fragt Hans Enzinger vom Sportpark „Fit&Fun” in einem Schreiben, das heute an Ludwig rausging. „Den Fitness-Studios laufen mittlerweile die verbliebenen Mitglieder auch noch davon. Sie kündigen, da sie keine Perspektive sehen, wann sie unsere Studios wieder besuchen dürfen.”

„Beiträgen zahlen will nach zweieinhalb Monaten keiner mehr für etwas, was er eben seit März nicht mehr benutzen konnte und auch laut Politik voraussichtlich die nächste Zeit nicht benutzen darf. Warum auch? Außerdem müssen wir nach dem Gutscheingesetz alle vereinnahmten Beiträge erstatten”, so Enzinger.

Seine Frage an die Abgeordnete: „Wie sollen wir das finanziell überstehen?”

Die Geduld der Mitglieder sei jetzt endgültig am Ende. „Und die heimischen Fitness-Studios sind es auch.”

 




Borkenkäfer schwärmen aus

In Bayerns Wäldern hat jetzt der Hauptschwärmflug der Borkenkäfer begonnen. In den kommenden ein bis zwei Wochen ist daher bayernweit mit dem ersten frischen Befall zu rechnen. Forstministerin Michaela Kaniber appelliert deshalb an die Waldbesitzer, ihre Fichtenwälder zu kontrollieren. „Heuer ist besonders große Wachsamkeit geboten, um eine starke Vermehrung der Käfer zu verhindern. Denn wegen der idealen Lebensbedingungen im letzten Jahr haben mehr Käfer als sonst im Boden und unter der Rinde befallener Fichten überwintert“, warnt die Ministerin, und: „Nur mit raschem und konsequentem Handeln können wir die Ausbreitung der Käfer noch eingrenzen.“

Aufgrund der ersten Situation erhalten die Waldbesitzer für die Bekämpfung dieses Jahr auch einen deutlich höheren Fördersatz.

Die sogenannte „saubere Waldwirtschaft“ ist laut Kaniber die einzig wirksame und bewährte Methode, um eine Massenvermehrung zu verhindern. Dazu müssen befallene Stämme zügig aufgearbeitet und dann entrindet oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportiert werden. Zudem ist es ratsam, die Baumkronen zu häckseln. Denn die Käfer nutzen schon Äste ab drei Zentimetern Durchmesser als Brutstätte. Aber auch bisher nicht aufgearbeitetes Bruch- oder Windwurfholz aus vorausgegangenen Stürmen ist für die Käfer ideales Brutmaterial und sollte daher zügig entfernt werden.

Unterstützung finden die Waldbesitzer bei den Förstern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen, aber auch im Internet. So gibt es jetzt unter www.forst.bayern.de/borkenkaefer neue Video-Tutorials der Forstverwaltung, die Tipps zur Borkenkäfersuche und dem Aufarbeiten befallener Stämme geben. Einen Überblick über die aktuelle Gefährdungslage bietet die Internetseite www.borkenkaefer.org.

Foto: Achhammer




Auch in der Krise volles Programm

„Um endlich wieder gemeinsam mit den Trainingsfreunden und in der Gruppe etwas für die Gesundheit tun zu können, sehnt sich das Therapie- und Trainingszentrum Hans Friedl sehr nach der Eröffnung seiner Gruppenkurse – doch in Bayern müssen wir aktuell noch darauf warten”, heißt es aus Edling. Was das Therapiezentrum Hans Friedl und Corox in der Zwischenzeit bieten:

  • Die beliebte Podcast Reihe für Rehasport, Pilates und Yoga – hört rein, unter

https://anchor.fm/corox

https://open.spotify.com/show/2f5IRTjbyZQW29sCPRmJN9

  • Online Live Kurse für Rehasport, COROX Training, COROX Pilates und COROX Mannschaftstraining. Bitte per Email anmelden. Es macht wirklich Spaß, funktioniert super und wird sehr gerne gebucht.

Wie das Therapie- und Trainingszentrum seinen Patienten und Trainingsfreunden finanziell entgegen kommt:

  • Alle COROX-Mitglieder haben sicher bemerkt, dass im April nur die Hälfte des Monatsbeitrages und im Mai überhaupt keinen Beitrag eingezogen wurden –  das heißt, die Live-Online-Kurse sind genauso kostenlos wie der Podcast.

Für alle Rehasportler in Jahresmitgliedschaft  wurde beschlossen, beim nächsten Jahresbeitrag (fällig im Januar 2021) die Ausfallzeit abzuziehen, so dass kein finanzieller Nachteil durch die Krise entsteht. Selbstverständlich ist auch für diese der Online-Live-Kurs kostenfrei und der beliebter Podcast jederzeit kostenlos abrufbar.

Für alle Sportler, die den Gerätepark nutzen wird die Ausfallzeit abgezogen, so dass kein finanzieller Nachteil durch die Krise entsteht.

Die Verordnung für Rehasportler werden von den Kostenträgern ohne weitere notwendige Genehmigung verlängert. Zudem erkennen die Kostenträger die Leistungen des Online-Live-Kurses an, so dass dieser auf der Verordnung mit Unterschrift und Datum abgehakt werden darf und bezahlt wird.

„Hans Friedl und sein COROX-Team freuen sich schon auf die Sportler und Patienten und werden diese auch weiter über die Homepage, auf Facebook und Instagram und auf der Wasserburger Stimme sofort informieren, wenn es Neuigkeiten bezüglich des Wiedereinstiegs gibt.




Dieb muss 1.065 Tage ins Gefängnis

Am Samstag hat die Rosenheimer Bundespolizei einen 34-Jährigen hinter Gitter gebracht. Der deutsche Staatsangehörige wurde gleich mit drei Strafbefehlen gesucht. Ihm steht ein beinahe drei Jahre langer Gefängnisaufenthalt bevor. Die Bundespolizisten überprüften am Bahnhof Garmisch-Partenkirchen die Personalien eines Mannes, der sich nachts dort mit einem Freund aufgehalten hatte.

Mithilfe des Polizeicomputers fanden die Beamten heraus, dass der gebürtige Niedersachse 2011, 2013 und 2015 wegen insgesamt über 30 Fällen besonders schweren Diebstahls, Wohnungseinbruchs und mehrerer Betrugsdelikte zu Freiheitsstrafen von insgesamt sieben Jahren und acht Monaten verurteilt worden war. Einen Teil seiner Strafen hat der Verurteilte bereits verbüßt, aber die verbliebenen 1.065 Tage Haft musste er jetzt antreten. Auf richterliche Anordnung hin brachten die Bundespolizisten ihn in eine Münchner Justizvollzugsanstalt.

Einem Rumänen hingegen, der auf der A8 nahe Samerberg unterwegs war, blieb der Gang ins Gefängnis erspart. Er war wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu Geldstrafen in Höhe von rund 1.900 Euro verurteilt worden. Ersatzweise hatte das Amtsgericht München insgesamt 115 Tage Freiheitsstrafe vorgesehen. Dank finanzieller Unterstützung seiner Verwandtschaft zahlte der 25-Jährige den geforderten Betrag und konnte damit einen Haftaufenthalt verhindern. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er seine Reise fortsetzen.

 




Gestern sechs neue Corona-Fälle

Dem Gesundheitsamt wurden am gestrigen Sonntag sechs neue Corona-Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind damit insgesamt 2757 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis aufgetreten (Landkreis: 2251, Stadt: 506). Mittlerweile wurde bei mindestens 1875 Personen eine Genesung dokumentiert. 203 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt in Zusammenhang mit der Erkrankung gestorben. Zum Glück waren am Wochenende kein neuen Opfer zu beklagen.

Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 139 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 81 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 15 Patienten auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand heute, Montag,  10 Uhr, für die Stadt Rosenheim bei 4,74, für den Landkreis Rosenheim bei 10,73. Hierbei wurden alle an das Gesundheitsamt Rosenheim gemeldete Fälle berücksichtigt.




Großeinsatz bei Steinhöring

Großeinsatz für die Feuerwehren aus dem östlichen Landkreis Ebersberg: In der Ortschaft Hintsberg (zwischen Steinhöring und Tulling) brach heute gegen 13.30 Uhr im Dachstuhl eines  Wohngebäudes ein Brand aus. Das Feuer war schwer zu bekämpfen und schwelte auch eine Stunde nach Eintreffen der Floriansjünger immer noch. Erschwerend kam hinzu, dass die Ortsdurchfahrt für die großen Einsatzfahrzeuge eher ungeeignet ist. Dennoch waren die Einsatzkräfte rasch am Ort des Geschehens und konnten ein Ausbreiten des Feuers verhindern.

Die Feuerwehr war von einem Nachbarn darüber informiert worden, dass sich im verrauchten Gebäude ein Hund befand und befreite den Vierbeiner aus seiner misslichen Lage. Die Bewohner des Hauses waren zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause.

 

Im Einsatz waren unter anderem die Stadtfeuerwehren aus Grafing und Ebersberg, die Steinhöringer Wehr, die Floriansjünger aus Frauenneuharting und St. Christoph sowie Rettungsdienst und Polizei. Fotos: WS

 

 




Fahranfänger mit 1,50 Promille unterwegs

Einen 18-jährigen Fahranfänger aus Rosenheim kontrollierten Beamte der Rosenheimer Polizei gestern Nacht im Bereich der Bahnhofstraße. Beim Fahrer konnte starker Alkoholgeruch wahrgenommen werden. Ein Atemalkoholtest vor Ort ergab rund 1,50 Promille. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt und ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. Der Führerschein wurde noch vor Ort sichergestellt.




48-Jähriger Opfer von Vandalismus

Die Rosenheimer Polizei ermittelt aktuell in mehreren Fällen von Sachbeschädigungen und Vandalismus zum Nachteil eines 48-jährigen Mannes aus Stephanskirchen. Seit Mai dieses Jahres wurden an seinem Auto mehrfach die Reifen zerstochen, die Tatzeiten dürften hier jeweils in der Nacht gelegen haben. Die Polizei geht von einem gezielten Vorgehen gegen den Mann aus, da er sein Auto auch weit abseits von seiner Wohnadresse parkte, das Fahrzeug aber dennoch beschädigt wurde.

Bestellungen, die vom Lieferservice vor seiner Haustür ordnungsgemäß zugestellt wurden, hat der Täter ebenfalls beschädigt. Insgesamt entstand bisher ein Sachschaden von rund 800 Euro. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/200-2200 in Verbindung zu setzen.




Ganz neue Sitzordnung

Bei der konstituierenden Sitzung vor gut zwei Wochen war’s noch ein Provisorium, jetzt zieht der Wasserburger Stadtrat vorerst ganz vom Sitzungssaal in den Historischen Rathaussaal um. Grund sind die nach wie vor geltenden Abstandsregeln wegen der Corona-Pandemie. Der historische Saal ist mittlerweile mit Tischen ausgestattet und bietet auch einem etwas größeren Publikum Platz.  Die nächste öffentliche Sitzung ist übrigens kommenden Donnerstag.




Familienvater mit Promille am Steuer

Im Rahmen einer Streifenfahrt stellten die Beamten der Waldkraiburger Polizei am gestriges Sonntag gegen 23.30 Uhr einen BMW fest, der mit sehr langsamer Geschwindigkeit und in Schlangenlinien von der Innbrücke in Gars Richtung Ortsmitte unterwegs war. In dem Auto saß eine dreiköpfige Familie. Bei der durchgeführten Kontrolle konnte bei dem Fahrer starker Alkoholgeruch festgestellt werden. Außerdem hatten die Eltern die vierjährige Tochter ohne Kindersitz auf dem Rücksitz mit dabei, und zudem war sie auch nicht angegurtet.

Der durchgeführte Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,24 Promille. Der Fahrzeugschlüssel wurde der Ehefrau übergeben, der 29-jährige Fahrer wurde von den Beamten ins Krankenhaus zur Blutentnahme verbracht und der Führerschein wurde sichergestellt. Den Mann aus Gars erwartet nun ein Strafverfahren mit drei Punkten in Flensburg. Die Höhe des Fahrverbotes und ob eine Geld- oder sogar eine Freiheitsstrafe angeordnet wird, muss das zuständige Gericht entscheiden.




Quartett bleibt an der Mangfall

Der Starbulls-Kader für die Saison 2020/2021 nimmt weiter Formen an: Torhüter Andreas Mechel, die Verteidiger Tobias Draxinger und Simon Heidenreich sowie der Angreifer Dominik Daxlberger tragen auch in der kommenden Spielzeit das Grün-Weiße Starbulls Trikot. Das melden die Starbulls Rosenheim heute über die Sozialen Medien.

Torhüter Andreas Mechel wechselte im Januar 2020 von den Selber Wölfen an die Mangfall und wurde innerhalb kurzer Zeit zu einem sicheren Rückhalt im Starbulls Tor. Der gebürtige Tegernseer absolvierte in der abgelaufenen Saison 15 Spiele für die Starbulls und strahlte dabei stets viel Ruhe aus. Der 188 cm große und 28 Jahre alte Mechel wurde in der Nachwuchsabteilung des TEV Miesbach ausgebildet und gewann mit den Bietigheim Steelers zweimal den Meistertitel in den zweithöchsten deutschen Spielklassen (DEL und 2. Bundesliga).

Tobias „Tobi“ Draxinger stammt aus dem Nachwuchs des ERSC Ottobrunn, schnürte aber bereits in jungen Jahren im damaligen DNL-Team (2000 – 2003) die Schlittschuhe für die Grün-Weißen. Der 191 cm große und stets zuverlässige Draxinger kam 2017 vom SC Riessersee an die Mangfall. Seitdem erzielte der 35-jährige und mit 481 DEL Spielen dekorierte Draxinger in 133 Spielen insgesamt 29 Tore für die Starbulls und legte 49 Treffer für seine Mitspieler auf.

Den 24-jährige Simon Heidenreich kann man, trotz dass er in Traunstein geboren wurde, inzwischen als waschechten Rosenheimer bezeichnen. Bis auf einen kurzen Ausreißer zum Nachwuchs des ESV Gebensbach stand „Heidi“ stets mit dem Bullen auf der Brust auf dem Eis. Im Seniorenbereich stand Heidenreich, welcher bei den Starbulls auch als Nachwuchstrainer aktiv ist, insgesamt 199-mal für seine Farben auf dem Eis. Dabei gelangen ihm 9 Tore und 14 Assists.

Mit dem DEL erfahrenen Dominik Daxlberger bleibt ein vielseitig einsetzbarer Mittelstürmer dem Team von Starbulls Coach John Sicinski erhalten. Der 27-jährige gebürtige Rosenheimer absolvierte im Seniorenbereich 383 Partien für seine Heimatstadt. Dabei erzielte er in Summe 48 Tore und legte weitere 136 Tore für seine Teamkollegen auf. Daxlberger, der bereits im Alter von zarten 16 Jahren im Starbulls Aufstiegsteam in die 2. Bundesliga stand, durchlief alle Stationen der Rosenheimer Nachwuchsschmiede.

 

Sicherheit, Erfahrung, Flexibilität, Top-Torschütze

Starbulls Coach John Sicinski sagt zu den Vertragsverlängerungen mit vier seiner Schützlinge aus der vergangenen Spielzeit: „Andreas Mechel hat Konstanz und Stabilität in unser Torhüterspiel gebracht. Er strahlt viel Ruhe aus und gibt unserem Team die Sicherheit, die es braucht. Mit deutlich mehr Spielen und besserem Rhythmus wird er viel an Selbstvertrauen gewinnen und damit der starke Rückhalt sein, den wir in der kommenden Saison benötigen.

Tobi Draxinger bringt viel Erfahrung und Stabilität in unsere Verteidigung. Den größten Teil der Saison stand er zusammen mit Florian Krumpe auf dem Eis und hatte dabei vorrangig defensive Aufgaben zu verrichten und wurde oft gegen den gegnerischen Top-Stürmer eingesetzt. Tobi wird für unsere jungen Verteidiger in der kommenden Saison sehr wichtig werden.

Simon Heidenreich ist ein sehr flexibel einsetzbarer und loyaler Spieler. Er wird als Verteidiger beginnen und ist auch dafür eingeplant. Wir aus dem Trainerteam schätzen es aber sehr, dass wir ihn in der Not ohne nachzudenken auch als Stürmer einsetzen können. Diese Vielseitigkeit macht ihn für uns extrem wertvoll.

Im Laufe der vergangenen Saison hat Dominik Daxlberger für mich einen großen Sprung nach vorne gemacht und war in der Meisterrunde sogar unser Top-Torschütze des kompletten Kaders. Wenn er da weitermacht wo er aufgehört hat, wird er für unser Team sehr sehr wertvoll werden. Zudem ist er mit 27 Jahren im besten Eishockey Alter überhaupt.“

Der Kader der Starbulls Rosenheim für die Saison 2020/2021 (Stand: 25. Mai):

Tor (2): Andreas Mechel, Marinus Schunda
Verteidigung (6): Maximilian Vollmayer, Florian Krumpe, Dennis Schütt, Dominik Kolb, Tobias Draxinger, Simon Heidenreich
Angriff (7): Alexander Höller, Michael Baindl, Enrico Henriquez, Kevin Slezak, Sebastian Stanik, Florian Maierhofer, Dominik Daxlberger

Cheftrainer: John Sicinski
Co-Trainer: Derek Mayer

 

Bild: SB Rosenheim




Was fliegt und springt im Moos?

Das Thalkirchner Moos mit seinen Streuwiesen, den unberührten Uferbereichen am Simssee und der Antworter Achen ist ein besonderes Naturjuwel im Landkreis Rosenheim. Weil hier ganz besondere und seltene Tier- und Pflanzenarten vorkommen, hat das Gebiet eine landesweite Bedeutung und ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“. Viele Vogelarten wie der Große Brachvogel, die Bekassine, der Kiebitz oder das Braunkehlchen finden hier geeignete Brutplätze und Nahrung für die Aufzucht ihrer Küken. 

Im Auftrag der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim werden bis September auf ausgewählten Flächen am Simsseeufer und im zentralen Wiesenbrütergebiet Bestandserhebungen von Libellen, Heuschrecken und Tagfaltern durchgeführt. Hierfür wurde ein Team von erfahrenen Biologen und Landschaftsökologen beauftragt, das in fünf Begehungen die Artausstattung der Flächen untersucht und auswertet. Auf Basis dieser Ergebnisse werden die in den letzten Jahren durchgeführten Pflegemaßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft, um den Lebensraum weiterhin für Wiesenbrüter und zahlreiche Insektenarten erhalten zu können.

 

Dass es die Streuwiesen im Thalkirchner Moos mit ihren wunderschönen Blütenpflanzen und seltenen Insektenarten noch gibt, ist vor allem der Verdienst der ortsansässigen Landwirte. Diese pflegen die Streuwiesen oft bereits seit Generationen extensiv, damit sie nicht verbrachen und verbuschen. Auch der Landschaftspflegeverband Rosenheim (LPV) pflegt einige Flächen im Einverständnis mit den Eigentümern. Weil diese Art der Pflege wirtschaftlich nicht sehr rentabel ist, können Bewirtschafter Förderungen über das Vertragsnaturschutzprogramm beantragen. Auskunft dazu erteilen der Landschaftspflegeverband unter 08031/392 3392 sowie die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim. Hier steht Anita Schmidleitner für Fragen zur Verfügung unter 08031 392 3324.

 

Wer Lust bekommen hat, sich das Gebiet einmal näher anzuschauen, soll bitte auf den ausgeschilderten Wanderwegen bleiben und den Hund an die Leine zu nehmen. Wiesenbrüter fliehen vor Fußgängern und Hunden schon auf weite Distanzen. Das Aufscheuchen der Altvögel von ihren Nestern endet oft tödlich für den Nachwuchs, weil die Eier und Küken sehr schnell auskühlen.

 

 

 

 

 




Gehweg für die Herrmann-Schlittgen-Straße

Die Herrmann-Schlittgen-Straße in der Nördlichen Burgau erhält einen Gehweg. Das beschloss der Bauausschuss der Stadt Wasserburg bei seiner jüngsten Sitzung. Die Räte reagierten damit auf einen Antrag des Behindertenbeirats der Stadt und der Seniorenreferentin Friederike Kayser-Büker. Die Begründung für die Baumaßnahme, mit der noch heuer begonnen werden soll:

Bei der Erschließung des Baugebietes habe man damals auf einen separaten Gehweg verzichtet. Fußgänger, Rad- und Autofahrer sollten die Straße gleichberechtigt unter gegenseitiger Rücksichtnahme nutzen können. Die Erfahrung habe aber leider gezeigt, dass dieses Konzept nicht aufgegangen sei. Die Verkehrssicherheit der Fußgänger sei in der Herrmann-Schlittgen-Straße nicht mehr gegeben. Die Errichtung einer neuen Wohnanlage habe die Situation noch verschärft.

Die Baumaßnahme wird übrigens als „negativ für den Klimaschutz” eingestuft – trotz des „Klimanotstands” in Wasserburg gab der Bauausschuss ohne Gegenstimme grünes Licht für die Errichtung des neuen Gehweges.

 




Tourismus braucht verbindliche Aussagen

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig und der Tourismusverband Chiemsee Alpenland fordern schnellstmögliche Regelungen für den Tourismus in der Region. Dabei dürfe es nicht zu Wettbewerbsverzerrungen im Vergleich zum Nachbarland Österreich und anderen Bundesländern kommen, betonten Daniela Ludwig und die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Christina Pfaffinger nach einem Gespräch in Rosenheim. „Die Öffnung der Übernachtungsbetriebe zu den Pfingstferien war richtig“, so Ludwig.

„Ein wichtiger und überfälliger Schritt war auch die Senkung der Mehrwertsteuer auf 7 Prozent für die Gastronomie. Als Grenzregion müssen wir aber besonders darauf achten, dass unsere Hoteliers und Leistungsträger nicht schlechter gestellt werden als die Konkurrenz im Nachbarland. Wir brauchen einheitliche Regelungen. Das betrifft auch Freizeiteinrichtungen wie die Schwimmbäder oder Wellnesseinrichtungen.“

 

Die Tourist-Infos in der Region sind seit dem 18. Mai fast alle wieder geöffnet. Für die Pfingstferien und die Sommermonate Juli und August gebe es schon zahlreiche Buchungsanfragen, berichtete Christina Pfaffinger. „Die Buchungslage ist aber sehr unterschiedlich. Besonders Hotels, die zum Beispiel vom Tagungsgeschäft und Busreisen leben, verzeichnen noch weniger Nachfragen.“ Die Absage des Rosenheimer Herbstfestes und des Münchner Oktoberfestes macht sich auch in der Region bemerkbar. „Wir bemerken aktuell noch  eine ganz klare Buchungsdelle im September. Wir brauchen bald Ansagen, wie es mit Veranstaltungen weiter geht.“ Auch Freizeiteinrichtungen wie die Strandbäder warteten darauf, wieder öffnen zu dürfen.

 

Nach Ansicht von Daniela Ludwig muss so bald wie möglich geklärt werden, wie eine Großveranstaltung definiert wird. „Wir müssen wissen, wo fangen wir hier an? Reden wir bei 100 oder 1000 Teilnehmern von einer Großveranstaltung? Die Klärung dieser Frage ist entscheidend für den Kultur- und Tagungstourismus. Sobald wir hier eine Definition haben, können Hotels ihre Säle auch wieder für Tagungsgäste öffnen und Veranstaltungen stattfinden.“

 

Insgesamt hat der Lockdown den Tourismus in der Region stark getroffen. Im März brachen die Gästezahlen in Stadt und Landkreis Rosenheim um 59, 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Bei den Übernachtungszahlen gab es einen Rückgang um 43,1 Prozent. Der Tourismusverband Chiemsee Alpenland erwartet durch Corona einen Brutto-Umsatzverlust in der Region von über 150 Millionen Euro.

 

Umso erleichterter ist Geschäftsführerin Christina Pfaffinger, dass am 30. Mai nicht nur Hotels und Pensionen, sondern auch Freizeiteinrichtungen wie die Seenschifffahrt oder Seilbahnen öffnen.

 

Sowohl Österreich als auch Südtirol buhlen derzeit mit Werbekampagnen um deutsche Gäste. Umso wichtiger ist es nach Ansicht von Pfaffinger und Ludwig, schon jetzt an  den Wintertourismus zu denken. „Wir brauchen eine große Winterkampagne, in der wir unsere Stärke herausarbeiten“, so Pfaffinger.

„Das ist ein sanfter  Tourismus mit überschaubaren Skigebieten, mit nachhaltigen Naturerlebnissen ohne einen Après-Ski-Rummel mit Menschenmassen. Hier müssen massiv Mittel eingesetzt werden.“ Daniela Ludwig unterstützt diese Forderung. „Hier könnten die Tourismusverbände in Oberbayern und im Allgäu an einem Strang ziehen und für einen Winterurlaub in den bayerischen Alpen werben. Gemeinsam ist man schließlich stärker. Wir brauchen ein deutliches Gegengewicht zu den Angeboten in Österreich und Südtirol, und unsere Region hat auch im Winter viel zu bieten.“

 

Foto: CAT.Geschäftsführerin Christina Pfaffinger (links) und MdB Daniela Ludwig.

 




Das Bäckerhandwerk im Blut

PR – „Bei uns dürfen Sie ruhig wählerisch sein. Wir füllen unsere Regale mitten in der Wasserburger Altstadt jeden Morgen mit über 100 hochwertigen Brotsorten, knusprigen Semmeln und leckerem Snackgebäck”, sagt Christine Deliano und strahlt dabei über das ganze Gesicht. Das Bäckerhandwerk ist ihr in die Wiege gelegt. Die Familie hat jahrzehntelange Erfahrung, wenn es ums Brot geht. „Wir achten darauf, dass es bei uns keine Industrieware gibt. Alle Produkte sind handwerklich hergestellt.”

Deliano hat ein paar Beispiele parat: „Unser kräftiges Herrenhausbrot und der herzhaft-säuerliche Wasserburger Gewürzlaib werden nach Rezepten meines Vaters, Bäckermeister Anton Deliano, täglich frisch gebacken. Vom Weißbrötchen bis zur Kürbiskernsemmel, von konventionell bis Demeter – wir bieten eine einzigartige Vielfalt für ganz unterschiedliche Ansprüche. Bei der Qualität machen wir keine Kompromisse: Nur das Beste kommt in unsere Backstube und in die Tüte.”

 

 

Schon als kleines Mädchen hat Christine Deliano den Duft von frischem Brot geliebt, der durch die Backstube ihrer Familie in der Salzsenderzeile, der heutigen Hofstatt, zog. „Von meinem Vater habe ich viel über das Bäckerhandwerk gelernt. Nach seinen original Rezepten werden heute noch viele Traditionsprodukte gebacken. Meine Eltern haben aber nicht nur ihr Wissen weitergegeben, sondern mir Werte wie Tatkraft, Sorgfalt, Aufrichtigkeit und Fleiß beigebracht.”

Deliano hat im elterlichen Betrieb gelernt, das Handwerkliche mit einer kaufmännischen Ausbildung ergänzt und sich später zur Ernährungsberaterin im Bäckerhandwerk weitergebildet, um ihre Kunden bei speziellen Diäten, Allergien oder Unverträglichkeiten beraten und unterstützen zu können. „Dieses Studium und meine langjährige Erfahrung in der Lebensmittelindustrie haben meinen Blick auf alle Herstellungsprozesse verändert. Ich spüre eine große Verantwortung gegenüber den Menschen, die bei uns einkaufen. Mit meinem Team arbeite ich tagtäglich daran, ihnen etwas Gutes zu tun. Ich glaube, das spürt man – und schmecken tut man es auch.”

 

Köstlichkeiten aus der Konditorei

Die Chefin der Backstube verspricht: „Wir sind mit Fachwissen und Leidenschaft bei der Sache und haben ein großes Ziel: handwerklich gefertigte Backwaren von herausragender Qualität und bestem Geschmack zu verkaufen – ein Stückchen Lebensfreude zum Essen.” Wie mit den Köstlichkeiten aus der Konditorei. „Feines Gebäck muss einfach auf der Zunge zergehen. Ob sahnig-süß, fruchtig oder schokoladig – unsere Torten und Kuchen produzieren wir täglich frisch. Am Wochenende oder auf Bestellung sind auch vegane, glutenfreie und zuckerfreie Varianten dabei. Nur das Sahne Schlagen übernimmt bei uns eine Maschine; alles andere ist klassische Handarbeit. Von der Butter bis zum Mehl verwenden wir ausgewählte natürliche Zutaten, bevorzugt aus der Region. Obwohl es mehr Arbeit macht und länger dauert: Wir verzichten aus Überzeugung auf Fertigprodukte wie industrielle Vormischungen, Füllungen oder Backcremes.”

Mit fantasievoller Motivtorte, süßem Erdbeer-Herz oder prachtvoller dreistöckiger Sahnetorte schafft das Backstuben-Team unwiderstehliche Versuchungen für jeden festlichen oder geschäftlichen Anlass. „Selbstverständlich machen wir jeden Tortentraum auch zum Genuss, wenn man auf Laktose oder auf Mehl verzichten müssen. Wir beraten dazu gern und setzen persönliche Vorstellungen mit viel Kreativität, Können und Liebe zum Detail um. Unsere Torten sind kleine Kunstwerke; bis zum Sahnehäubchen obendrauf.”

Übrigens: Wo Handwerk ist, wird immer auch ausgebildet. Drei Berufe kann man in der Deliano Backstube erlernen: Bäckereifachverkäufer, Groß- und Einzelhändler und Gastronomiefachkraft. 

 

 

Und dann gibt’s ja auch noch die Kaffeerösterei Deliano. Aber das ist eine ganz andere Geschichte ….

 

Mit großer Leidenschaft für die Bohne




Weltverbessern für Anfänger

Bestseller, Romane, Fach- und Kinderbücher, Ratgeber und vieles mehr – egal, welches Genre! Mit der Buchhandlung Fabula und der Wasserburger Stimme sind Leseratten und solche, die es werden wollen, das ganze Jahr über bestens beraten. Einmal pro Woche gibt’s an dieser Stelle unseren Buchtipp, zusammengestellt von den Mitarbeitern von Fabula. Und wir verlosen jede Woche ein Buch aus einer großen Auswahl. Heute geht es um ein Kinder- und Jugendbuch.

Buchtipp 167

Kinder-/Jugendbuch
Titel:  Weltverbessern für Anfänger

Autor: Stepha Quitterer
Verlag: Gerstenberg

Preis: 16,00 €

Für
+ Jugendliche ab 12 Jahren

+ Fans von Büchern mit bayrischen Satzkonstellationen

 

Fazit vorneweg:
Ein geniales Buch über Freundschaft, übers „über den Tellerrand hinausgucken“ und darüber wie viel Freude man selbst, aber vor allem gemeinsam verbreiten kann.

 

Ein Auszug:

„Nee. Auf keinen Fall. Kommt überhaupt nicht in Frage. Alles, aber das nicht. Vergiss es.“

Basti sträubte sich wirklich wie eine Katze kurz vorm Wannenbad. Dabei hatte ich schon extra gewartet, bis ihm die Frau Gerstenberger eine feiste, fettglänzende Leberkässemmel in die Hand gedrückt hatte. Weil ein Basti mit Leberkässemmel immer kooperativer ist als ein Basti ohne Leberkässemmel.

Inhalt:
An Minnas Schule wird ein Wettbewerb ausgeschrieben: Weltverbessern für Anfänger. Der Klasse, die sich am herausragendsten engagiert, winkt eine Klassenfahrt nach Tallinn. Aber wirklich großartige Ideen scheinen nirgends in Sicht. Bis plötzlich Minnas Oma ins Pflegeheim kommt, ist es zumindest für Minna glasklar, welchem Bereich des Lebens man eine deutliche Verbesserung verpassen könnte…

Was dann allerdings nach ein paar Anlaufschwierigkeiten passiert, übersteigt nicht nur Minnas Vorstellungsvermögen!

 

Hier der Link zum Buchkauf …

Und so kann man ein Buch bei Fabula gewinnen:
 Bis zum nächsten Buchtipp kommenden Montag

eine Mail senden an: verlosung@wasserburger-stimme.de

Stichwort diesmal:

Weltverbessern

Vollständigen Namen und Wohnort nicht vergessen!

Der Gewinner wird per Mail informiert. Viel Glück!

 

Der nächste Gewinner ist:

Irmi Schaffer aus Obing

 

Der Gewinner / die Gewinnerin erhält das Buch zum Buchtipp oder – bei anderem Buchgeschmack – ein gleichwertiges Buch aus der Gewinn-Kiste.

Wir speichern keine personenbezogenen Daten oder geben solche weiter. Mail-Adresse, Name und Wohnort werden nach der Verlosung gelöscht.
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An Pfingsten Wetter frühsommerlich

„Vergangene Woche gab es noch große Unterschiede bei den Wetterprognosen für Pfingsten. Das europäische Wettermodell sah eine markante Hitzewelle über die Pfingsttage mit Topwerten von lokal mehr als 30 Grad. Das US-Wettermodell sah dagegen eher wechselhafte und kühler Pfingsttage. Nun scheint sich ein Mittelweg anzubahnen: Freundliche Pfingststage mit reichlich Sonnenschein und angenehmen frühsommerlichen Temperaturen um 20 bis 25 Grad”, prognostiziert Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met.

„Nach einem teils wechselhaften Samstag und Sonntag setzt sich aus Westen nun langsam wieder die Sonne durch. Das Hoch Steffen zieht nach Mitteleuropa und bringt dabei in den kommenden Tagen zunehmend freundliches Wetter. Die Temperaturen steigen langsam wieder an. Schauer sind nur noch selten”, so Jung.

 

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Montag: 14 bis 23 Grad, im Westen zunehmend freundlich, sonst Sonne und Wolken im Wechsel, einzelne Schauer

Dienstag: 18 bis 24 Grad, mal Sonne, mal Wolken, einzelne Schauer

Mittwoch: 19 bis 25 Grad, freundlich und meist trocken

Donnerstag: 18 bis 25 Grad, meist schön und trocken

Freitag: 19 bis 25 Grad, mal Sonne, mal Wolken und überwiegend trocken

Samstag: 18 bis 26 Grad, freundlich und trocken

Pfingstsonntag: 18 bis 25 Grad, vielfach Sonne und Wolken im Wechsel, kaum Schauer

Pfingstmontag: 19 bis 27 Grad , mal Sonne, mal Wolken, später lokal Schauer möglich

 

„Schaut man sich den langfristigen Trend für den Juni an, so könnte dieser Monat erneut zu trocken werden und dazu auch etwas zu warm. Nach einem extremem Hitzemonat sieht es aktuell nicht aus, wohl aber wieder mal nach einem sehr regenarmen Monat“, so der Wetterexperte.

 




Fast normale Bergfreuden

Es geht im doppelten Sinne aufwärts, wenn man derzeit die auf 1.410 Metern hoch gelegene Priener Hütte im Naturschutzgebiet Geigelstein besucht. Die neunwöchige, coronabedingte Zeit der Schließung ist vorbei. Die schrittweise Wiedereröffnung in Richtung fast normaler Bergfreuden hat mit einem viertägigen Kiosk-Betrieb mit dem Hütten-Eigentümer, der Alpenvereins-Sektion Prien, begonnen. Der nächste Schritt war die Öffnung des Gartenbetriebs, es folgen die Öffnung der Innenräume (neuerdings mit Trennwänden) und ab 30. Mai können auch wieder Übernachtungen gebucht werden.

Wie sich das Team um die aus Deisenhofen stammende Pächterin Monika Becht auf die neuen Umstände einstellt, damit den Gästen der Aufenthalt so angenehm wie möglich ermöglicht wird, das konnten wir in diesen ersten Tagen der Garten-Öffnung vor Ort erfahren. „Entschleunigung soll bei uns auf dem Geigelstein heroben neben Sport und Natur vorrangiges Thema sein“ – mit diesem Grundsatz lässt sich die Pächterin, die im sechsten Jahr auf dem Geigelstein ist und die vorher fünfeinhalb Jahre die immer noch verwaiste Riesenhütte bewirtete, nicht aus der Ruhe bringen.

Um den Betrieb ohne Ruhetag am Laufen zu halten, arbeitet das insgesamt achtköpfige Personal im Schichtbetrieb mit wöchentlichem Wechsel und mit Verstärkung am Wochenende.

Die Abläufe von der Ankunft bis zum Weggang haben sich den auch im Tal inzwischen üblichen Regeln angepasst, denn der Corona-Virus kennt auch hoch oben auf dem Berg keine Ausnahme. So werden die Besucher am Garteneingang vom Personal abgeholt, über alles, was zu beachten ist, informiert, die Kontaktdaten werden festgehalten. Dann geht es mit einer frisch desinfizierten Speisenkarte zu einem festgelegten Tisch. Die Sitzordnung ist klar erkennbar, die Tische sind auf einer größeren Freifläche verteilt.

Die Speisenkarte gibt auch in diesen Corona-Zeit das her, wofür die Priener Hütte auch vorher schon bekannt war, am meisten gefragt sind an diesem Tag der Kaiserschmarrn und der Krusten-Schweinebraten. „Das Wichtigste ist uns, dass die Gäste ihre Masken mitbringen und diese erst abnehmen, wenn Sie ihren zugewiesenen Platz eingenommen haben.“ Diesen dringenden Appell richtet das Personal an jeden Gast.

 

Mehr Radler auf dem Berg unterwegs

Auffallend ist, dass die Bergradler mit den ersten Corona-Freizeit-Öffnungen etwas mehr geworden sind, als vorher. Einer, der ein paarmal im Jahr auf die Priener Hütte radelt ist der Wasserburger Sven Werk, er schätzt den anspruchsvollen Aufstieg von Sachrang und sagt: „Der Sport ist ein wichtiger Ausgleich zum Büro-Alltag und die Priener Hütte ob ihrer guten Gastlichkeit ist ein lohnendes Ziel, das ich manchmal auch nach der Arbeit zum Feierabend genieße. Die Corona-Vorsichtsmaßnehmen stören dabei in keinster Weise.“ Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem auch, dass im gesamten Garten- und Haus-Gelände eine Einbahn-Regelung festgelegt wurde und dass zum Zahlen nur eine Person je Gruppe ins Haus kommt. „Die Leute reagieren wirklich gelassen, zum Teil sogar noch mit einer Portion Humor“, freut sich die Pächterin.

Hüttenwart Herbert Ass, der oft vor Ort ist und viele Maßnahmen mit Monika Becht abgestimmt hat, freut sich auf den regen Betrieb nach Ende der Schließzeit. „Der Alpenverein sowie die Besucher der Priener Hütte dürfen sich glücklich schätzen, mit Monika ein so kompetente, auch haustechnisch versierte Pächterin mit stets professionellem Team zu haben“.

Gut drauf sind auch die E-Biker, die sich auf den Weg zur 1925/1926 vom Deutschen Alpenverein erbauten sowie in den Sechziger und Siebziger Jahren erweiterten Hütte machen. Auch wenn auf dem Berg aus technischen Gründen keine Ladestation vorhanden ist, ist das kein Manko. „Die Radsportler wissen das, sie sind gut informiert, bevor es auf den Berg geht. Das haben wir unter anderem auch den beiden Tourist-Informationen der bestens zusammenarbeitenden Bergsteigerdörfer Aschau-Sachrang und Schleching zu verdanken. Sie haben mit ihrer Arbeit von Anfang an die coronabedingten Änderungen und Neuigkeiten gut unter die Leute gebracht und damit für Ruhe und passendes Bewusstsein gesorgt.“

 

Fotos: Hötzelsperger

 




Ein Kleinod am Wegesrand

Ein sakrales Kleinod findet sich im Aschauer Ortsteil Engerndorf entlang des Aschauer Kapellenweges. Dort fügt sich die 1988 von der Familie Maria und Wolfgang Fischer errichtete Marienkapelle harmonisch in das Landschaftsbild ein. Die Kapelle nahe dem Flüsschen Prien ist ein beliebter Rastplatz von Wanderern und Radfahrern. Aufmerksamen Betrachtern fällt im Innern der Kapelle etwas Besonderes auf:

Das Kronen-Nest. Auf dem Haupt der Mutter Gottes hat sich nämlich im Wonnemonat Mai eine Amsel in fleißiger Schnabelarbeit ein Nest geschaffen.

Text und Fotos: HÖ




Mit gestohlenem Geldbeutel unterwegs

Beamte der Rosenheimer Polizei unterzogen am Freitagnachmittag in der Rechenauer Straße einen Mann einer Personenkontrolle. Beim 32-jährigen Rosenheimer wurde ein Geldbeutel mit Ausweis, Führerschein und Versichertenkarte aufgefunden – die Dokumente waren allesamt nicht auf seinen Namen ausgestellt. Der Mann verwickelte sich zudem mehr und mehr in Widersprüche.

Der Besitzer des Geldbeutels, ein 42-jähriger Mann aus Neu-Ulm, konnte wenig später erreicht werden. Er gab an, dass ihm vor ein paar Tagen an seiner Wohnadresse in Neu-Ulm aus dem Firmenfahrzeug der Geldbeutel gestohlen worden sei. Der Rosenheimer wurde festgenommen und zur Dienststelle gebracht.

Im Rahmen seiner Vernehmung gestand er auch den Diebstahl von Fahrrädern ein, zumindest aus einer Tiefgarage konnte ihm auch der Diebstahl von Fahrradteilen nachgewiesen werden. Im Zuge einer durchgeführten Wohnungsdurchsuchung wurde eine geringe Menge an Rauschgift aufgefunden und sichergestellt.

Der Rosenheimer beging die Diebstähle nach eigenen Angaben, um seinen Drogenkonsum finanzieren zu können. Ein Strafverfahren wegen der begangenen Diebstähle sowie nach dem Betäubungsmittelgesetz wurde eingeleitet. Gegenstand der Ermittlungen ist jetzt auch, die Besitzer der entwendeten Gegenstände zu ermitteln.

 




22 Wassersportler sicher an Land gebracht

Als am gestrigen Samstag gegen 15 Uhr Sturmwarnung für den Chiemsee ausgelöst wurde, befanden sich noch zahlreiche Wassersportler auf dem See. Bereits ein halbe Stunde später setzten heftige Windböen und Starkregen im westlichen Teil des Sees ein. Für die  Wasserrettungsdienste wurde Großalarm ausgelöst, da deren Stationen am See aufgrund der Corona-Lage aktuell noch nicht besetzt sind.

Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei Prien wurden von den Rettungsbooten der Feuerwehr, der DLRG und der Wasserwacht die Besatzungen von Segel- und Elektrobooten, Kajaks und Stand-Up-Boards geborgen. Insgesamt konnten so 22 Personen von 13 Wasserfahrzeugen gerettet und sicher an Land gebracht werden. Hierfür waren neben dem Rettungshubschrauber Christoph 14 über 70 Helfer mit 14 Rettungsbooten im Einsatz. Alle Einsätze verliefen ohne Personen- und größere Sachschäden.

 

Die Wasserschutzpolizei Prien am Chiemsee weist in diesem Zusammenhang drauf hin, dass Rettungsmittel immer einsatzklar sein und rechtzeitig angelegt werden müssen. Ferner müssen die Standorte der Sturmwarnleuchten jedem Wassersportler am Chiemsee bekannt sein und je nach Wetterlage beobachtet werden.

 

Archivbild




Dieb auf frischer Tat ertappt

Beamten der Rosenheimer Polizei fiel heute in den frühen Morgenstunden in der Heilig-Geist-Straße ein 22-jähriger Rosenheimer auf. Während seines Spaziergangs trug der junge Mann amtliche Pkw-Kennzeichen unterm Arm. Als der Rosenheimer die Polizeibeamten erkannte, warf er die Kennzeichen über einen Zaun in ein Grundstück. Der 22-Jährige wurde anschließend einer Kontrolle unterzogen und er gab an, die Kennzeichen „gefunden“ zu haben.

Im Rahmen der weiteren Durchsuchung wurde beim Rosenheimer ein Schlagring aufgefunden und sichergestellt. Der Schlagring ist ein verbotener Gegenstand nach dem Waffengesetz. Auch die weggeworfenen Kennzeichen wurden kurz danach von den Beamten vom Grundstück geholt und sichergestellt. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren aufgrund eines Verstoßes nach dem Waffengesetz sowie wegen eines Kennzeichendiebstahls eingeleitet. Der Besitzer der Kennzeichen konnte erreicht werden, ihm war von einem „verlieren“ der Kennzeichen nichts bekannt und holte die Schilder bei der Dienststelle wenig später ab.




Versuchter Mord: Verdächtiger verhaftet

Rascher Fahndungserfolg für die Polizei: Der Mann, der gestern in Traunreut bei einem Streit seinen 20-jährigen Widersacher mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt hatte (wir berichteten) und seitdem flüchtig war, ist hinter Gittern. Im Zuge der Fahndung konnte  der Tatverdächtige am Samstagnachmittag in einem Wohnanwesen in Traunreut von Beamten der Polizeistation Traunreut, der Polizeiinspektion Trostberg und der Operativen Ergänzungsdienste (OED) Traunstein widerstandslos festgenommen werden.

Gegen den 23-Jährigen, der die deutsche und die kasachische Staatsbürgerschaft hat, hatte die Staatsanwaltschaft Traunstein im Laufe des Tages einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes erwirkt. Der Tatverdächtige soll morgen dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt werden, meldet das Polizeipräsidium Rosenheim.

 




Temperatursturz und Regenbogen

Ein paar Donnerschläge, kurzzeitiger Starkregen und das war’s: Die Kaltfront von Tief „Gudrun” bescherte der Stadt Wasserburg gestern zwar einen Temperatursturz von 26 Grad mittags auf zehn Grad am frühen Abend, starker Sturm und Hagel blieben aber zum Glück aus. Dafür gab’s quasi als Entschädigung kurz vor Sonnenuntergang einen wunderbaren Regenbogen. Rund um Rosenheim waren am späten Nachmittag einige Hagelschauer niedergegangen – allerdings allesamt, ohne größeren Schaden anzurichten.




Erstmals seit Wochen: Kein neuer Fall

In Stadt und Landkreis Rosenheim blieb es am Freitag, Stand 24 Uhr, bei insgesamt 2748 Fälle von COVID-19. Erstmals seit Wochen gab es damit keinen einzigen Neuerkrankten innerhalb von 24 Stunden. Bei 1872 Personen ist eine Genesung dokumentiert. 203 Personen sind im Zusammenhang mit der Corona-Erkrankung verstorben – ein Opfer mehr als noch am Donnerstag ist damit leider zu verzeichnen. 




Wespe Auslöser für Unfall

Samstag, 13.15 Uhr: Einsatz für die Polizei und den Rettungsdienst. Auf der B304 hat sich bei Straß ein Unfall ereignet. Zwei Pkw sind zusammengeprallt. Beide Fahrzeuglenker wurden verletzt und kamen mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Auslöser dürfte eine Wespe oder Biene gewesen sein, die im Fahrzeuginneren eine 29-jährige Autofahrerin aus München derart abgelenkt hat, dass die Frau die Kontrolle über ihren Wagen verlor. Ihr Pkw kam ins Schleudern und krachte mit dem Heck in den Wagen eines 35-Jährigen aus dem Landkreis Traunstein, der ihr entgegen kam. Fotos: WS 

An beiden Fahrzeugen entstand jeweils ein wirtschaftlicher Totalschaden. Sie mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf geschätzt zirka 19.000 Euro, meldet die Wasserburger Polizei.




Unwetterwarnung für den Landkreis

Die Kaltfront von Tief „Gudrun” zieht im Laufe des Tages von Nordwest nach Südost über Bayern hinweg. In ihrem Vorfeld wird die Schichtung der feuchtwarmen Luft hochreichend labil. Im Südosten besteht deshalb Gefahr vereinzelter schwere Gewitter mit orkanartigen Böen und Hagel. Verbreitet sind starker Wind und Regen zu erwarten. Besonders betroffen sein werden voraussichtlich die Landkreise Rosenheim und Traunstein, warnt der Deutsche Wetterdienst.

 




Bei Auseinandersetzung schwer verletzt

Am späten Freitagabend kam es in Traunreut auf offener Straße zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf ein junger Mann schwer verletzt wurde. Der Täter flüchtete nach der Tat. Nach ihm wird derzeit gefahndet, meldet das Polizeipräsidium in Rosenheim.


Gegen 22.30 Uhr trafen der Täter und das spätere Opfer in der Werner-von-Siemens-Straße in Traunreut aufeinander. Nachdem es wohl zunächst zu einer verbalen Streitigkeit gekommen war, griff der Täter einen 20-Jährigen mit einem spitzen Gegenstand an und verletzte ihn schwer. Als Zeugen hinzukamen, verließ der Täter den Tatort. Das Opfer wurde umgehend in eine Klinik eingeliefert. Der 20-Jährige erlitt schwere, jedoch keine lebensgefährlichen Verletzungen.

Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei nach dem Täter verlief bislang ohne Ergebnis. Noch in der Nacht war die Wohnung eines Tatverdächtigen in Traunreut durchsucht worden, dabei waren auch Spezialeinsatzkräfte der Polizei zum Einsatz gekommen. Der Tatverdächtige konnte dabei jedoch nicht angetroffen werden. Nach dem Mann wird seitdem gefahndet.

 

Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein führt das zuständige Fachkommissariat K 1 der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts.




Wohin mit den Akten? In die MiniBox!

PR – Das ist die Lösung, für alle, die Zuhause oder im Geschäft, in der Kanzlei oder in der Praxis zu wenig Platz haben: Bei „Deine Lagerbox“ in Eiselfing können ab sofort nagelneue „MiniBoxen“ mit einem Lagervolumen von einem Kubikmeter (100x100x100 Zentimeter) für 30 Euro im Monat gemietet werden. „Deine Lagerbox“ hat wegen der großen Nachfrage jetzt nochmals 50 solcher Boxen neu eingerichtet.

Wer trockene, sauber Lagerräume für die Archivierung von Akten im Großraum Rosenheim und München sucht, ist hier genau richtig. Die „MiniBoxen“ in Eiselfing sind dafür die perfekte Lösung.

Ganz besonders interessant sind die Lagerräume für Gewerbebetriebe, die einen Self-Storage-Partner im Großraum Rosenheim-Chiemgau suchen. Für Rechtsanwaltskanzleien und Steuerkanzleien bietet „Deine Lagerbox“ eine Akteneinlagerungen mit hohem Sicherheitsstandard an.

 

Aber damit nicht genug: „Deine Lagerbox“ bietet Lagermöglichkeiten für praktisch jede Anforderung – ob 2m², 3m², 4m² oder 5m². Jeder Lagerraum ist möglich und das bis zu 440m².

Direktkontakt:

Deine Lagerbox GmbH

Ziegeleistraße 7

83549 Eiselfing

Telefon 08071-90 33 83

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Teures E-Bike gestohlen

Eine 65-jährige Frau aus Stephanskirchen fuhr gestern mit ihrem E-Bike kurz zum Einkaufen und versperrte das Fahrrad an einem Fahrradständer in der Nikolaistraße in Rosenheim. Als sich nach rund 30 Minuten wieder zurück zu ihrem Fahrrad kam, war dieses verschwunden. Bei dem E-Bike handelt es sich um ein Rad der Marke Wanderer, Typ E3000 in der Rahmenfarbe schwarz, Wert rund 3000 Euro. Zeugen werden gebeten, sich…

— mit der Rosenheimer Polizei unter der Telefonnummer 08031/200-2200 in Verbindung zu setzen. Die Polizei ermittelt nun wegen eines besonders schweren Falles des Fahrraddiebstahls.

 




„Auerochsen – eine Spurensuche“

Gerade im Aufbau befindet sich die Sonderausstellung „Auerochsen – eine Spurensuche“, die pünktlich zu den Pfingstferien ab 30. Mai im Siegsdorfer Naturkunde- und Mammut-Museum zu sehen sein wird. Die Ausstellungsexponate wurden dem Siegsdorfer Museum vom UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Lorsch, das der Verwaltung der staatlichen Schlösser und Gärten Hessen angehört, zur Verfügung gestellt.

Unter Mithilfe  zweier Spezialisten aus dem Freilichtlabor Lauresheim und unter der Leitung von Museumsleiter Dr. Robert Darga wird das interessante Thema über die im Mittelalter ausgestorbene großartige Rinderrasse und die europaweiten Versuche einer Rück- beziehungsweise Abbild-Züchtung derzeit im Sonderausstellungsraum des Museums vorbereitet.

Geöffnet sind das Museum und der angegliederte Steinzeitgarten  wieder ab kommenden Samstag, 30. Mai, täglich von 10 bis 18 Uhr, natürlich unter Einhaltung der geltenden Hygiene – und Abstandsregeln. FK

Foto: Museumsleiter Dr. Robert Darga (rechts) und Klaus Jakob aus dem Freilichtlabor Lauresheim beim Aufbau der Sonderausstellung mit einem der seltenen Fundstücke eines Auerochsen-Schädels.




Betrunkenen E-Bike-Fahrer gestoppt

Die Ehrenamtlichen der Rosenheimer Sicherheitswacht befanden sich gestern am frühen Abend im Bereich der Wittelsbacherstraße, als sie einen 56-jährigen Mann aus Stephanskirchen sahen, der offensichtlich stark alkoholisiert wirkte und neben sich ein E-Bike schob. Als die Ehrenamtlichen ihn ansprachen, ob er in seinem Zustand nicht Hilfe benötigte, winkte dieser ab, stieg auf sein Rad und fuhr davon. Über das mitgeführte…

… Polizeifunkgerät verständigten die Ehrenamtlichen die Rosenheimer Polizei über den Sachverhalt. Doch kurz danach kam der E-Bike Fahrer wieder zurück und auch eine Streife traf fast zeitgleich vor Ort ein und eine große Suche nach ihm erübrigte sich deshalb. Der Atemalkoholtest beim Stephanskirchner ergab über 2,5 Promille und eine Blutentnahme wurde durchgeführt.

Den Mann erwartet nun eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.

 




Mit Pkw gegen Baum

Aus noch ungeklärter Ursache verlor am heutigen Nachmittag der Fahrer eines Kleinwagens zwischen Vogtareuth und Rosenheim die Kontrolle über sein Fahrzug. Der Wagen kam beim Weiler Haid von der Straße ab und krachte gegen einen Baum. Zum Glück erlitt der Fahrer nur leichte Verletzungen. Sein Auto wurde allerdings schwer beschädigt, war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.




Maschendrahtzaun sorgt für Diskussion

Passt ein Maschendrahtzaun ans Innufer, oder verschandelt er die Postkartenansicht der Altstadt? Mit dieser Frage hatte sich der Bauausschuss der Stadt bei seiner jüngsten Sitzung zu befassen. Ein Hausbesitzer in der Schmidzeile hatte den Antrag gestellt, in seinem Südgarten einen Drahtzaun als Absturzsicherung in Richtung Inn anbringen zu dürfen. Allerdings: Erlaubt ist satzungsgemäß eigentlich nur ein Holzzaun mit senkrechten Latten. Der Bauausschuss diskutierte die Frage dann auch dementsprechend eingehend.

Bürgermeister Michael Kölbl zeigte Verständnis für den Hausbesitzer: „Der Zaun soll begrünt werden. Dann ist er irgendwann nicht mehr sichtbar. Ein Holzzaun hingegen würde mit Begrünung rasch verrotten.” Ähnliche Zäune gebe es bereits bei den Schrebergärten weiter westlich, flußaufwärts am Innufer.

 

Ganz anders sah das Christian Stadler (Grüne): „Ein Maschendrahtzaun passt da nicht hin. Dafür haben wir doch die Gestaltungssatzung, die das klar regelt.” Ihm fehle im Antrag jegliche Begründung für das Vorhaben. „Wenn der Zaun ohnehin begrünt werden soll, ist es doch egal, wie er ausgeführt wird. Womöglich ist der Draht auch noch mit Plastik ummantelt. Da tun wir bei jeder TV-Anlagen rum und dann lassen wir bei unserer Postkartenansicht einen  Maschendrahtzaun zu. Ich wohne da, da gibt’s flussabwärts keinen einzigen solchen Zaun. Wenn wir das zulassen, können wir auch gleich neon-gelbe Fassaden genehmigen, wenn sie anschließend mit Efeu begrünt werden.”

Wolfgang Schmid (CSU) blies ins gleiche Horn: „Wir haben ein bisserl wenig Infos darüber, was der Antragsteller eigentlich will. Wenn er das ordentlich bepflanzt, dann ist die kleine Fläche zwischen Haus und Inn schnell zugewachsen. Womöglich nimmt er da Pflanzen her, die ewig den Maschendrahtzaun nicht vollständig verdecken. Dann haben wir den Drahtzaun mitten in unserer Schokoladenseite.”

Für den Antragsteller stimmte Christian Peiker (Linke), er ist selbst Landschaftsgärtner: „Ein Drahtzaun, der begrünt ist, das macht schon Sinn und sieht sicher schöner aus, als ein klobiger Holzzaun. Ich bin mir sicher, dass der Draht schnell durchwachsen und dann nicht mehr sichtbar ist.”

Die Räte gaben schließlich mit 4:2 Stimmen grünes Licht für den Drahtzaun. Aber: Er muss mit heimischen Sträuchern hinterpflanzt werden und darf nicht aus glänzendem Material und nicht mit Kunststoff ummantelt sein.

Foto: John Cater




Für jeden Job richtig gekleidet

PR – Vom Sicherheitsschuh über die Arbeitshose bis zur perfekt sitzenden Arbeitsweste – bei „Maxxicon” am Weberzipfel in Wasserburg gibt für jedes Wetter, jeden Job und jede Jahreszeit die passende Arbeitsbekleidung. Seit drei Jahren betreibt Alfons Massimo sein Geschäft „Maxxicon”, bei dem sich alles ums richtige Gewand dreht. 28 Jahre ist Massimo in der Branche tätig und kennt sich aus, wenn es um die perfekte Arbeitskleidung geht – „und das von Kopf bis Fuß”.

„Wir achten darauf, dass wir nur Markenware haben, bei der wir uns sicher sind, dass sie fair und umweltschonend produziert wurde”, sagt der Betreiber von „Maxxicon”. Deshalb arbeite man eng mit dem Hersteller „Mascot” zusammen. „Mascot” stehe für stilvolle, schicke und perfekt passende, funktionale Arbeitskleidung in vielen Farbkombinationen und Variationen. „Es gibt unbegrenzte Kombinationsmöglichkeiten der Arbeitskleidung, somit findet jeder das richtige Arbeitsoutfit für sich. Mit Mascot ist man perfekt für den aktiven Arbeitstag mit allen Anforderungen ausgestattet. Die modernen Designs und neuen Farben kreieren einen stylischen, universellen Arbeitslook.”

Und natürlich stehe bei allen Schuhen oder Kleidungsstücken auch immer die Qualität im Mittelpunkt. „Unsere Produkte sind so gut verarbeitet, dass wir zum Beispiel Garantie auf verschiedene Nähte geben. Schuhe passen wir individuell an. Und natürlich haben wir auch gleich die passenden Einlegesohlen bei uns im Geschäft”, so Massimo.

Der große Vorteil bei „Maxxicon” in Wasserburg: „Bei uns kann man alles probieren und kombinieren und hat gleichzeitig noch eine profunde Beratung.” Deshalb kämen die Kunden nicht nur aus dem ganzen Altlandkreis, sondern sogar bis Burghausen nach Wasserburg. „Und wir rüsten nicht nur Privatpersonen und den Einzelhandel, sondern auch ganze Firmen aus. Dabei können wir die Arbeitskleidung auch individualisieren – ob bestickt oder bedruckt, ob Mütze, Kappe, Weste, T-Shirt, Helm oder Hose.”

Übrigens: Die Wasserburger Stimme ist für die Außeneinsätze der Redaktion natürlich auch mit Warnjacken von „Maxxicon” ausgerüstet.

 

Direkt-Kontakt:

MAXXICON
Weberzipfel 12
83512 Wasserburg am Inn
info@maxxicon.com
Telefon 08071/597 63 88

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 9 bis 12.30 Uhr, Mittwoch auch von 14.30 bis 18 Uhr.

 

 




Corona: Gestern nur sieben neue Fälle

Am gestrigen Feiertag wurden dem Gesundheitsamt sieben neue Corona-Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2748 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1864 Personen eine Genesung dokumentiert. Zum Glück waren gestern keine neuen Todesopfer zu beklagen. 202 Personen sind mittlerweile im Zusammenhang mit der Erkrankung gestorben.

Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 135 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 90 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 17 Patienten auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz der übermittelten Fälle (pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand heute, 10 Uhr, für die Stadt Rosenheim bei 12,63, für den Landkreis Rosenheim bei 11,50 – also deutlich unter dem Grenzwert von 35.

 

Die Fälle in den Gemeinden:




Hoch hinaus am Samerberg

Der Starttermin für den Sessellift der Hochriesbahn steht nun fest. Am Samstag, 30. Mai, also pünktlich zu den Pfingstferien wird der Sessellift seinen Betrieb aufnehmen. Die Gäste müssen sich natürlich auch an die bekannten Hygieneregeln (Abstands- und Maskenpflicht) halten. Die Kabinenbahn wird etwas später in Betrieb gehen. Voraussichtlich im Laufe der zweiten Pfingstferienwoche.

Bis dahin sollen die notwendigen Sanierungsarbeiten bei den beiden Kabinen abgeschlossen sein. Heuer wurden beide Kabinen technisch generalüberholt und mit einem neuen Anstrich versehen.

Auch die Laufwerke und die Tragseilbremsen wurden komplett saniert. Nun stehen noch Restarbeiten und die TÜV-Abnahme bevor.




Wir schicken unsere Leser zum Fuschlsee

Gibt es Schöneres, als nach schwierigen Zeiten dem Alltag für einen wohltuenden Kurzurlaub zu entfliehen und wieder einmal so richtig durchzuatmen? Das malerisch gelegene Vier-Sterne-Superior-Hotel „Ebner’s Waldhof am See” ist dafür genau der richtige Ort. Der glasklare Fuschlsee und die traumhafte Region des Salzkammerguts mit zahlreichen Kraftplätzen liefern genügend Argumente für einen abwechslungsreichen, sportlichen oder romantischen Urlaub. Wir verlosen unter unseren Lesern einen Kurzurlaub für Zwei im Salzkammergut. Und das ist das Hotel:

„Paradiesische“ Wellness-Welt

Diese Beschreibung ist für das Waldhof Spa noch dezent untertrieben. Der über 4000 Quadratmeter große Wellnessbereich ist ein perfekter Ort für süße Tagträume und Wohlfühlstunden. Verschiedene Saunen, ein Dampfbad oder ein Kräuter-Solebad sind nur einige der Highlights in diesem Garten Eden. Für Verliebte empfiehlt sich der Private Spa, in dem die romantische Zweisamkeit und Wellness bei wohltuenden Behandlungen, Leckereien und einem Gläschen Sekt genossen werden kann.

 

 

Gourmet-Dinner und Langschläfer-Frühstück

„Salzburgerisch aufgetischt bis hin zur leichten und modernen Kräuterküche“ lautet die Beschreibung des abwechslungsreichen 5-Gang-Gourmetdinner. Damit man im wohlverdienten Urlaub auch die süßen Träume bis zur letzten Minute auskosten kann, gibt es ein Langschläfer-Frühstück. „Zeit können wir Ihnen nicht schenken, aber wir können Sie Ihnen so angenehm wie möglich machen! Bei uns gibt es einiges zu entdecken, darunter vieles Neues, aber alles möchten wir noch nicht verraten…“, schmunzelt Hotelierin Daniela Kari.

Ideal für Golf- Einsteiger

Lust, einfach mal probeweise den Golfschläger zu schwingen?  Warum eigentlich nicht,   denn   der   Golfclub   Waldhof   bietet   für   Gäste   des   Hotels   wöchentlich kostenlose Schnupperkurse an. So kann die ganze Familie, von den Großeltern bis   zu  den   Enkeln  –   entspannt   herausfinden,   ob   vielleicht   auch   gleich   der Platzreifekurs gebucht wird. Auszuleihen gibt es vom Trolley bis zum Schläger das gesamte Equipment.

 

Für Golfer ein absolutes Highlight: Die Fuschlsee Golfroas! Die Zille, ein traditionelles Holzboot, bringt die Golfer nach den ersten 9 Loch am Partnerclub GCC Fuschl über den See um die zweiten 9 Loch am GC Waldhof zuspielen und verbindet damit zwei 9 Loch-Plätze zu einem 18 Loch-Vergnügen. Ein in Österreich einzigartiges Spielvergnügen.

 

Endlich wieder entspannte Zeit genießen, ab 10. Juni im Vier-Sterne-Superior-Hotel „Ebner’s Waldhof am See.”

Selbstverständlich werden im Hotel und auf den hoteleigenen Außenanlagen alle Hygienestandards eingehalten!

 

Direkt-Kontakt:

Vier-Sterne-Superior-Hotel

Ebner´s Waldhof am See
Seestraße 30                                                                      
5330 Fuschl am See, Österreich

www.ebners-waldhof.at

Wir verlosen zwei Übernachtungen inklusive Wohlfühlpension!
Und so kann man bei uns gewinnen:
Wer bis Sonntag, 21. Juni, 24 Uhr,
eine Mail mit dem Stichwort

„Fuschlsee“

an verlosung@wasserburger-stimme.de gesendet hat,
nimmt an der Verlosung teil.
Bitte Name und Wohnort angeben.
Unsere Glücksfee zieht den Gewinner
am Montag, 22. Juni, 12 Uhr.

Der Gutschein gilt ein ganzes Jahr!

Der Gewinner wird per Mail benachrichtigt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.

 




Änderung ab 1. Juni

Ab 1. Juni gelten beim Wertstoffhof der Gemeinde Soyen wieder die üblichen Sommeröffnungszeiten. Dies sind:


Mittwoch, 15 – 18 Uhr
Freitag. 13 – 17 Uhr
Samstag: 8 – 12 Uhr




Mit Drogen im Gepäck

Am Mittwoch hat die Bundespolizei auf der Inntalautobahn bei Kiefersfelden einen gesuchten Bulgaren gefasst. Über die Planung der nächsten zwölf Monate muss sich der Mann nun keine Gedanken mehr machen. Ihm steht ein 363-tägiger Gefängnisaufenthalt bevor.

In der Grenzkontrollstelle auf der A93 stoppten Bundespolizisten einen Wagen mit bulgarischen Kennzeichen. Der 50-jährige Fahrer konnte sich zwar ordnungsgemäß ausweisen, aber bei der Überprüfung seiner Personalien schlug der Polizeicomputer Alarm. Wie sich herausstellte, war der Südosteuropäer bereits 2014 wegen der Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vom Amtsgericht Deggendorf zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

 

Nachdem der bulgarische Staatsangehörige einen Teil seiner Strafe verbüßt hatte, war er in sein Heimatland abgeschoben worden. Aufgrund seiner Rückkehr nach Deutschland muss er nun auch die restlichen 363 Tage seiner Haftstrafe „absitzen“. Damit sind die nächsten zwölf Monate für den Bulgaren schon fest verplant. Die Bundespolizisten brachten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau.




Radlausflug endet im Krankenhaus

Am gestrigen Feiertag ereignete sich gegen 15.25 Uhr im Gemeindebereich Babensham ein Verkehrsunfall mit einem Fahrradfahrer. Ein 53-jähriger Haager, der mit seinem Fahrrad von Penzing kommend in Richtung Bärnham unterwegs war, kam unmittelbar vor dem Ortseingang Bärnham ohne Fremdeinwirkung zu Sturz. Der Radler wurde bei dem Unfall verletzt und kam mit dem Rettungsdienst ins Klinikum nach Wasserburg.

Bis auf einen beschädigten Fahrradsattel entstand kein Sachschaden, meldet die Polizei.

 




Auch für Fußgänger gesperrt

Die Brücke über die Ebrach in der Edlinger Ortsmitte wird seit Anfang der Woche erneuert. Für den Verkehr ist deshalb die Ortsdurchfahrt komplett gesperrt. Eine Behelfsüberführung für Fußgänger und Radfahrer ist im Baustellenbereich nicht möglich. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis 28. August. 


Der Verkehr von Süden kommend wird in dieser Zeit über die Kreisstraße RO34 Richtung Hochhaus und die Bundesstraße B304 bis Staudham geleitet. Der Verkehr von Nord-Ost und Nord-West kommend wird über die Bundesstraße B304 und die Kreisstraße RO34 nach Süden geleitet.

Die Brücke wurde 1967 gebaut und weist erhebliche Schäden an den Kappen, am Belag, der Abdichtung des Überbaues sowie den Widerlagern und Bereichen der Ufermauer auf. Eine Instandsetzung des Bauwerkes ist unwirtschaftlich, da weder die Tragfähigkeit, noch die Verkehrssicherheit verbessert werden kann. Die Baukosten für die Erneuerung betragen voraussichtlich 500.000 Euro.

 

 

Fotos: AF




Motorradunfall endet tödlich

Tödlicher Unfall im Altlandkreis Wasserburg: Gegen 7.50 Uhr kam es auf der Staatsstraße 2092 zwischen Penzing und Babensham zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 62-jähriger Motorradfahrer aus Waldkrasiburg stürzte mit seiner Honda in einer Kurve und prallte anschließend gegen zwei Verkehrszeichen. Er zog sich dabei so schwere Blessuren zu, dass er mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Traunstein geflogen werden musste. Dort erlag er wenig später seinen Verletzungen, wie das Polizeipräsidium in Rosenheim bestätigte. 

Beamte der Polizei Wasserburg nahmen den Unfall auf, zahlreiche weitere Helfer waren vor Ort. Im Einsatz war auch die Feuerwehr Penzing.

Fotos: Georg Barth

 




Wasserburger Ehepaar verletzt

Ein Ehepaar aus Wasserburg, eine 61-Jährige und ihr 54-jähriger Mann, befuhr gestern den Inndamm-Radweg in Rosenheim. Ihnen kam ein 54-jähriger Radfahrer aus Heldenstein entgegen. Nach Aussagen des Ehepaars soll der Radfahrer aus Heldenstein viel zu weit links gefahren sein und übersah dabei die beiden entgegenkommenden Radler. Die 61-jährige Frau erkannte die Situation und wich dem Radfahrer in den Grünstreifen aus und kam dort zu Sturz. Sie erlitt …

… leichte Verletzungen, Prellungen und Schürfwunden. Der direkt dahinter fahrende Ehemann konnte nicht mehr ausweichen und es kam zum Frontalzusammenstoß zwischen den beiden gleichaltrigen Radfahrern. Der Wasserburger überschlug sich dabei mit seinem Fahrrad, wurde zum Glück aber nur leicht verletzt. Der Lenker aus Heldenstein blieb unverletzt. Insgesamt entstand an den Rädern ein Sachschaden von 500 Euro. Der Wasserburger wurde vom Rettungsdienst ins Klinikum gebracht.

 




Motorradfahrer schwer verletzt

Eine 35-jährige Audi-Fahrer aus Rosenheim stand gestern gegen 13.45 Uhr mit ihrem Pkw an der Ampelanlage Kufsteiner Straße, Höhe Einmündung Gießereistraße bei Rotlicht. Sie wollte anschließend von der Kufsteiner Straße nach links in die Gießereistraße abbiegen und als die Ampelanlage auf „Grün“ umschaltete, fuhr sie los. Ein 43-jähriger Motorradfahrer aus Vogtareuth befuhr die Kufsteiner Straße stadtauswärts und hatte ebenfalls „Grün“. Die Autofahrerin bog anschließend nach links ab und übersah den entgegenkommenden Motorradfahrer.

Im Einmündungsbereich kam es dann zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Der Motorradfahrer trug zwar einen Helm, aber sonst keine weitere Motorradbekleidung. Er erlitt schwere Verletzungen im Fuß- und Kniebereich sowie erhebliche Schürwunden am gesamten Körper. Vom Rettungsdienst wurde er ins Klinikum Rosenheim gebracht, Lebensgefahr war zum Glück nicht gegeben. Das Motorrad war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Es dürfte sich um einen Totalschaden in Höhe von 5000 Euro handeln, am Audi entstand ein Frontschaden von rund 2000 Euro.

Gegen die Autofahrerin wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.




Kunststoffbecher auf heißer Herdplatte

Der gestrige Feiertag begann für eine 87-jährige Rosenheimerin in der Innenstadt mit einem Schrecken: Die Frau hatte kurz vor 7 Uhr am Morgen aus Versehen einen Kunststoffbecher auf der heißen Herdplatte abgestellt. Hierdurch kam es zu einer nicht unerheblichen Rauchentwicklung. Der dadurch ausgelöste Rauchmelder machte einen 22-jährigen Nachbarn auf den Vorfall aufmerksam. Dieser entfernte den bereits völlig zerschmolzenen Becher vom Herd und half der gehbehinderten Dame aus dem Haus.

Dank dem installierten Rauchmelder sowie dem umsichtigen Verhalten des Nachbarn konnte größerer Schaden und eine Gefährdung der älteren Frau oder weiterer Bewohner des Mehrfamilienhauses verhindert werden. Die Wohnungsinhaberin konnte nach kurzem Lüften der Wohnung durch die Feuerwehr wieder in ihre eigenen vier Wände zurückkehren.




Wirte bekommen mehr Außenflächen

Der Bauhof der Stadt Wasserburg wird in den nächsten Tagen weitere Bänke in der Altstadt aufstellen. Zusätzlich zu den derzeit eingelagerten fünf Ruhebänken werden noch weitere bestellt. Und: Die Gastronomen der Stadt bekommen während der Corona-Krise mehr Außenflächen genehmigt, um die Abstandsregelung besser einhalten zu können und so den Wegfall von Plätzen und damit von Umsatz besser kompensieren zu können. Diese Maßnahmen beschloss der Bauausschuss gestern bei seiner jüngsten Sitzung. Doch davor gab es eine hitzige Diskussion.

Wie berichtet, hatten die CSU und der Wasserburger Block in einem schriftlichen Antrag angeregt, zusätzliche Tische und Stühle im öffentlichen Raum aufzustellen. „Dabei sollte es sich um vereinzelte, kleine Tische mit Stühlen (zwei bis vier Stück) handeln, die in großen Abständen zueinander platziert werden”, heißt es in dem Antrag an Bürgermeister Michael Kölbl. Nach dem Corona-Lockdown sei die Wiederbelebung der Stadt Wasserburg als Kultur-, Sport-, Einkaufs- und Dienstleistungsstadt dringend notwendig, so CSU und Wasserburger Block.

 

Christoph Klobeck (CSU) nahm für die Antragsteller Stellung: „Unsere Idee ist daraus entstanden, dass bei schönem Wetter jetzt wieder mehr Menschen in die Stadt kommen.” Die Gastronomie könne wegen der bestehenden Abstandsregelungen bisweilen den Andrang nicht mehr abfangen. „Dann stehen sich die Leute auf den Füßen oder sitzen an den wenigen Plätzen fast aufeinander. Da könnten zusätzliche Tische und Bänke im öffentlichen Raum Abhilfe schaffen.” Man wolle damit natürlich nicht der Gastronomie schaden und habe mit vielen im Vorfeld gesprochen. Dabei habe man durchaus Bereitschaft gespürt, dass sich die Wirte auch um die zusätzlichen Plätze kümmern würden. „Das wäre eine Chance für die Gastronomie. Uns ist schon klar, dass es mit dem bloßen Aufstellen nicht getan ist.”

 

Bürgermeister Michael Kölbl erklärte, dass das Landratsamt dem Vorhaben derzeit skeptisch gegenüberstehe und „bis zum 29. Mai, bis dahin gelten die aktuellen Corona-Auflagen, überhaupt nicht Stellung nehmen wird.” Er könne sich das Aufstellen neuer Bänke und Tische nur vorstellen, wenn das genau mit der Gastronomie abgestimmt sei. „Es ist sicher nicht möglich, dass der Bauhof da jeden Tag um 20 Uhr alles desinfiziert und den Müll wegräumt.”

Auch die Polizei stehe dem Vorhaben eher zurückhaltend gegenüber, so der Bürgermeister. Man befürchte, dass unbeaufsichtigt Tische und Stühle schnell zu Diebesgut oder Stolperfallen werden könnten. „Die Stuhl-Tisch-Kombi verleitet zum Verweilen – auch im Zusammenhang mit Alkohol. Die Polizei befürchtet, es könnten neue Anziehungspunkte für die einschlägige Szene entstehen, die man eigentlich aus der Altstadt verdrängen wolle.” Der Bürgermeister abschließend: „Wir wissen nicht, wie es nach dem 29. Mai weitergeht. Mit dem WFV, der ja mit einer eigenen Aktion ebenfalls für die Belebung der Innenstadt sorgen will, haben wir eine Termin vereinbart. Mal schauen, was da rauskommt. Mir wäre aber insgesamt eine Erweiterung der Sondernutzungsflächen für die Gastronomen lieber, wenn ich ehrlich bin.”

 

Von Christian Stadler (Grüne) bekamen die Antragsteller grundsätzlich Rückendeckung.  „Sicher ist es wichtig, die Stadt schrittweise wieder zu beleben. Ich fände es aber geschickter, die bestehenden Gastrobereiche zu vergrößern, sonst könnte eine Konkurrenzsituation entstehen. Immerhin ist es etwas beruhigend, dass da offenbar schon Gespräche mit den Wirten stattgefunden haben.” Mehr Bänke wären sicher auch gut für Senioren. „Vielleicht sollten wir eine Art Bankplanung erstellen.”

 

Harte Kritik von SPD

Absolut kein Verständnis für den Plan von CSU und Wasserburger Block zeigte Friederike Kayser-Büker (SPD): „ Ich finde den Antrag populistisch und sonst gar nichts. Die Antragsteller tun so, als ob die Entleerung der Stadt durch eine Schlecht- Wetterperiode stattgefunden habe – es ist wegen Corona. Und die Krise ist noch nicht vorbei! Wir haben in den Seniorenheimen noch Probleme, wir haben in den Schulen noch Probleme. Wir erklären den Kindern, was sie machen sollen, und jetzt überlegen wir, ob wir das alles auflockern. Das ärgert mich wirklich.” Als Seniorenreferentin nehme sie die gegenwärtige Lage ein bisschen ernster wahr. „Weil ich sehe, was nach wie vor in den Seniorenheimen los ist. Wir sollten da viel langsamer und vorsichtiger vorgehen.”

 

Die emotionale Stellungnahme von Kayser-Büker wollte Stadler nicht so stehen lassen: „Manche sind offenbar noch im Wahlkampfmodus, anders kann ich mir die Schärfe der Diskussion nicht vorstellen. Wenn das Wetter schön ist, kommen die Leute halt in die Stadt.” Daran könne und wolle man sie nicht hindern. „Und dann wird’s halt eng auf den bestehenden Plätzen. Mehr Tische und Bänke könnten tatsächlich für eine Entzerrung sorgen.” Aber auch ihm sei es eigentlich lieber, wenn das die Profis aus der Gastronomie übernähmen. „Vielleicht ist aber auch beides möglich.”

 

Christian Peiker (Linke) schilderte seine Beobachtungen: „Ich wohne in der Hofstatt und da wird’s am Wochenende manchmal wirklich eng. Das entzerrt sich aber schnell wieder.” Er habe selbst auch einige Gastronomen befragt. „Die haben von ihrem Verband eine 13-seitige Vorgabe bekommen, was sie alles in Sachen Hygiene und Sicherheit machen müssen. Die wären dafür bereits bestens geschult.” Auch er wäre dafür, lieber deren Flächen zu vergrößern. Peiker: „Die Geschichte mit Corona ist nicht vorbei. Deshalb kann ich das nicht unterstützen, dass die Antragsteller jetzt schon Besucher aus dem ganzen Landkreis in die Stadt locken wollen.”

 

Christoph Klobeck freute sich: „Auf jeden Fall haben wir jetzt schon mal eine Diskussion. Das wäre sonst vielleicht nicht der Fall gewesen. Unsere Idee ist wirklich ganz einfach: Das Ganze wird entzerrt, wenn wir mehr Fläche haben.” Und sein CSU-Kollege Wolfgang Schmid ergänzte: „Wir sollten jetzt schön langsam schauen, wie wir aus der Krise moderat herauskommen.” Mehr Platz sei ein Silberstreif am Horizont für die Gastronomen. „Wir können doch mal langsam starten und dann noch nachjustieren. Mal schauen, wie’s läuft.”

Darauf Kayser-Büker: „Und was ist mit der Desinfektion, mit den Abstandsregeln, dem anfallenden Müll? Da hätte ich schon gerne eine Antwort von den Antragstellern.”

Allgemein, ergänzte Bürgermeister Kölbl, gehe es nicht um eine Erweiterung der Kapazität, sondern nur darum, annähernd das zu erreichen, was die Gastronomie vor Corona hatte. „Wer vorher fünf Tische hatte, hat weiterhin fünf, aber er hat halt mehr Platz für diese Tische.”

 

Am Ende stand ein Kompromiss

Letztlich einigten sich nach eingehender Diskussion die Räte einstimmig auf einen Kompromiss: Der Bauhof stellt fünf weitere Bänke auf, die noch auf Lager sind. Dabei ist auf Barrierefreiheit zu achten. Zusätzliche „altstadtgeeignete Bänke” sollen bestellt werden. Mit deren Aufstellung soll aber bis nach dem 29. Mai gewartet werden, dann hat man auch voraussichtlich eine neue Vorgabe vom Landratsamt.

Die Verwaltung wird zudem ermächtig, im Einzelfall erweiterte Sondernutzungen für die Gastronomen zu genehmigen. Der Gleichbehandlungsgrundsatz darf dabei nicht außer Acht gelassen werden. Im Einzelfall ist eine größere Sondernutzung über die sonst geltende Hausbreite hinaus auf Parkplätzen oder Freiflächen möglich. Die Genehmigung gilt allerdings nur solange, wie das aktuelle Abstandsgebot von 1,5 Meter vorgeschrieben bleibt. Die Freischankflächen-Gebühren sind so gering wie rechtlich zulässig zu halten.

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann: „Uns muss klar sein: Es werden Stellplätze wegfallen. Aber nur da, wo es vertretbar ist. Und wir müssen schauen, dass man auch mit Kinderwagen überall durchkommt.”

 

In seiner Vorbemerkung hatte Bürgermeister Michael Kölbl die Antragsteller darum gebeten, sich künftig an die Vorgaben der Geschäftsordnung zu halten. Anträge müssten mindestens zehn Tage vor der Sitzung eingereicht sein. „Das war in diesem Fall alles andere als fristgerecht.” Vor dem Hintergrund der Corona-Krise habe man den Antrag dennoch auf die Tagesordnung genommen. „Eigentlich braucht die Verwaltung schon etwas Zeit, um bestimmte Beteiligungen, zum Beispiel von der Polizei oder vom Landratsamt, einzuholen.” Man habe sich wirklich bemüht, zumindest noch einen Entwurf für einen Beschlussvorschlag zu formulieren, „aber zaubern kann auch die Verwaltung nicht”.

Fotomontage: David Maas




Ein Blick ins alte Gemäuer

Am kommenden Samstag beginnen wieder die regelmäßigen Führungen im Haager Schlossturm. Jeden Samstag finden drei Führungen statt, um 14, 15 und 16 Uhr. Diese Führungen kann man ohne Voranmeldung besuchen. Darüber hinaus können von Dienstag bis Donnerstag individuelle Gruppenführungen gebucht werden. Diese müssen allerdings mindestens eine Woche vorher telefonisch in der Gemeindeverwaltung angemeldet werden (Telefon 08072/9199-30). Aufgrund der Corona-Beschränkungen weist der Markt Haag auf einige Auflagen hin, die alle Besucher befolgen müssen:

Es können höchstens zehn Personen an einer Führung teilnehmen, eine Mund-Nase-Bedeckung ist zu tragen.

Die Besteigung des Turms ist anstrengend, insbesondere mit dem Mund-Nase-Schutz. Trittsicherheit und körperliche Fitness sind daher unbedingte Voraussetzung. Während der Führungen, besonders beim Begehen der vielen Treppen, ist auf genügend Abstand zu achten.

Wie auch bisher schon gilt: Für Kinder ist die Turmbesteigung erst ab dem Grundschulalter und in Begleitung einer Aufsichtsperson möglich. Wegen der unregelmäßigen Treppenstufen ist festes Schuhwerk zu tragen.

Am Pfingstmontag, 1. Juni, gibt es anlässlich des Pfingstmarktes zusätzlich vier Führungen im Schlossturm, und zwar stündlich von 13 bis 16 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.




Zwölf neue Corona-Fälle

In Stadt und Landkreis Rosenheim sind jetzt insgesamt 2741 Fälle von COVID-19 aufgetreten – am gestrigen Mittwoch kamen zwölf neue Fälle hinzu, meldet das Landratsamt. Bei 1854 Personen ist eine Genesung dokumentiert. Leider waren erneut drei Todesopfer im Zusammenhang mit Corona zu beklagen. Mittlerweile sind 202 Personen verstorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis gestern Samstag, 24 Uhr. 

 

 

 




18-Jähriger mit Promille am Steuer

Ein 18-jähriger Autofahrer aus Raubling befuhr heute gegen 4 Uhr morgens die St.-Georg-Straße in Rosenheim mit seinem Pkw in nördlicher Richtung. Am Ende des Ortsteils Langenpfunzen kam der Raublinger zunächst von der Fahrbahn nach rechts ab und fuhr anschließend rund 100 Meter weiter in eine Wiese. Nachdem er die Wiese durchfahren hatte, gelangte er auf die Fahrbahn der Leonhardstraße, prallte dann aber gleich wieder mit seinem Fahrzeug in eine kleine Baumgruppe, wo sich der Pkw letztlich verfing.

Am Auto entstand ein Sachschaden von rund 1000 Euro. Im Rahmen der Unfallaufnahme konnte Alkoholgeruch wahrgenommen werden, ein Test ergab rund ein Promille beim Fahrer. Der Führerschein wurde sichergestellt und ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Der Fahrer blieb beim Unfall unverletzt.